Wettquote-Rechner: Was die zehn besten Rechner wirklich ausrechnen

Updated Oktober 2026
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Ein Stapel unbedruckter Papierscheine liegt neben einem Kugelschreiber auf einem Holztisch.

Stand: Oktober 30, 2026 — geprüft gegen die Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Swisslos und der Loterie Romande sowie gegen die Bewilligungs- und Sperrlisten der Gespa.

Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal Gesamtquote, und wird auf 5 Rappen genau abgerundet.

Ein Quotenrechner ist ein Taschenrechner mit einer Behauptung. Einsatz mal Quote, das kann jedes Handy. Die Behauptung lautet: Was da herauskommt, ist der Betrag, den Sie bekommen. In der Schweiz stimmt das nicht. Bis auf die Rundung, und die ist keine Kleinigkeit.

Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten. Swisslos rundet zuerst kaufmännisch auf zwei Nachkommastellen und dann auf fünf Rappen ab. Genau auf fünf Rappen, nach unten. Wer CHF 10.- auf eine Quote von 1,87 setzt, rechnet 18,70 und liest auf dem Wettschein 18,70 — das passt. Wer CHF 7.- auf 1,33 setzt, rechnet 9,31 andere neun Franken drei Rappen. Womit alles gesagt ist, was ein Quotenrechner in der Schweiz wirklich leistet: eine Schätzung, so gut wie sein Rechenweg, und nie besser als die Regeln des Veranstalters, der die Wette auswertet.

Nur zwei Veranstalter dürfen hier überhaupt Sportwetten annehmen. Swisslos mit Sporttip für die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und Liechtenstein, die Loterie Romande mit Jouez Sport für Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Wer im Ausland rechnet, rechnet in einem Regime ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Spielsperre und ohne Schweizer Rechtsschutz. Auch das gehört auf ein Blatt, das sich Wettquote-Rechner nennt.

Vergleich der zehn Rechner: Was sie können und wo sie enden

Die folgende Übersicht ordnet jeden Anbieter danach ein, was der Rechner-Alltag verlangt: die drei Wettarten Einzel, Kombi und System, die behördliche Stellung, das Vorhandensein eines eigenen Wettprogramms und die Frage, ob die hinterlegte Rundung mit den ausgewiesenen Regeln übereinstimmt oder mit dem eigenen Marketing.

Ein Abakus aus Holz steht auf einem Schreibtisch, einige Perlen sind nach links geschoben, Seitenlicht fällt darauf.
Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2 und der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500.

Einordnung der zehn bewerteten Plattformen

Anbieter Bewilligung / Rechner Organisator bzw. gemeldete Bewilligung
WirWetten ohne Schweizer Bewilligung Angaben zur Bewilligung ohne Kraft in der Schweiz
BillyBets ohne Schweizer Bewilligung Angaben zur Bewilligung ohne Kraft in der Schweiz
Bahigo ohne Schweizer Bewilligung Angaben zur Bewilligung ohne Kraft in der Schweiz
Boomerang Bet ohne Schweizer Bewilligung Angaben zur Bewilligung ohne Kraft in der Schweiz
Interwetten ohne Schweizer Bewilligung Angaben zur Bewilligung ohne Kraft in der Schweiz
HighFlyBet ohne Schweizer Bewilligung Angaben zur Bewilligung ohne Kraft in der Schweiz
Rabona ohne Schweizer Bewilligung Angaben zur Bewilligung ohne Kraft in der Schweiz
Rollbit ohne Schweizer Bewilligung Angaben zur Bewilligung ohne Kraft in der Schweiz
Swisslos Sporttip Veranstalter- und Spielbewilligung Swisslos, Basel, gestützt auf die IKV 2020
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalter- und Spielbewilligung Loterie Romande, Lausanne, gestützt auf die IKV 2020

Die Spalte mit dem Hinweis auf die Bewilligung sieht für acht Zeilen gleich aus, und sie darf es: Es gibt hier nichts zu differenzieren. Wer einen Quotenrechner vergleicht, vergleicht in der Schweiz zuerst eine Zulassung. Die acht ausländischen Plattformen haben keine, und ein ausländisches Papier — aus Curaçao, Malta oder Deutschland — entfaltet in der Schweiz keine Wirkung. Nur zwei Veranstalter dürfen ein Grossspiel dieser Art durchführen. Es gibt keine dritte Bewilligung in einer Schublade und keine Warteliste; die Gespa veröffentlicht keine Liste weiterer Veranstalter, weil es keine gibt. Sie veröffentlicht die Sperrliste der Domains, die Schweizer Telekomanbieter auf DNS-Ebene blocken — Ende 2025 waren das 671 Einträge, und die Liste wurde von Anfang an geführt, seit September 2019.

Wichtiger als die Zuordnung ist die Frage, was ein Rechner überhaupt in die Hand nehmen kann. Bei Sporttip steht die Systemwette im Regelwerk, die Kombiwette umfasst bei Jouez Sport zwei bis zehn Voraussagen, Einzelwetten sind überall das schlichteste Feld. Wer eine Serie zusammenstellt und die Einzelquoten multipliziert, rechnet nichts falsches — bis zur Rundung. Wer eine Systemwette faltet, rechnet andere Kombinationen, nicht ein Produkt; die Anzahl der Teilwetten entscheidet, wie viele Wetten der Einsatz tatsächlich tragen muss. Und wer den Gewinn einer Kombination in einen ausländischen Rechner tippt, bekommt einen Betrag, der nach Schweizer Regeln womöglich anders aussieht, weil die Rundung und die Mindestquoten dort andere sind. Ein Rechner, der Rundung nicht kennt, ist ein Multiplikator.

Was am Ende entscheidet, ist nicht die Zahl der Eingabefelder, sondern die Frage, ob der Rechner die Bedingungen des Veranstalters kennt, der auszahlt. Bei Swisslos sind sie öffentlich: Mindest- und Höchsteinsatz, die Aufrundung vor der Abrundung, die Gültigkeit von Einzelwetten und Kombinationen bei abgesagten Ereignissen. Bei den ausländischen Plattformen sind die Bedingungen ihre eigenen Hausregeln. Wer vergleicht, sollte den Rechner dort wegwerfen und stattdessen das Regelwerk lesen.

WirWetten

Bei WirWetten zählt für die Nützlichkeit eines Rechners zuerst, dass der Anbieter überhaupt ein Sportwetten-Programm führt. In der Schweiz tritt er ohne Bewilligung auf. Eine im Ausland gemeldete Bewilligung hat hier keine Kraft, also existiert auch kein Anschluss an das schweizerische Sperrregister — und kein Rechtsweg, wenn eine Auszahlung schiefgeht. Die Domains können auf der Sperrliste der Gespa landen.

Die konkrete Frage, was ein Rechner hier prüfen soll: ob das Feld Bewilligung, das er vielleicht anzeigt, irgendetwas über die Schweiz sagt. Es sagt nichts, weil ein ausländisches Papier nichts sagt.

Interessant ist für einen vorsichtigen Leser nur die andere Seite. Wer bereits Erfahrung mit in- und ausländischen Buchmachern hat, wird bei einem ausländischen Anbieter fast immer ein breiteres Programm finden — mehr Sportarten, exotischere Märkte, höhere Einzel-Höchstgewinne. Das ist ein echter Vorteil, und er ändert nichts daran, dass die Gewinn- und Höchsteinsatzangaben nach den Regeln der ausländischen Veranstalterin gerechnet werden. Was liegt, bestimmt das Stammhaus. Rechtsdurchsetzung im Streitfall bleibt Schweizer Kundschaft weitgehend verschlossen, und die Sperrliste ist kein Nebencall, sondern ein Rechner auf Domainebene.

Kaufen Sie lieber nicht mit dem Wettschein im Kopf. Wer im Ausland rechnet, rechnet immer auch ein Stück Unsicherheit mit, und keine Prognose hebt das auf.

Verlassen Sie sich nicht darauf, dass eine Quote mit schöner runder Zahl in einen Rechner eingetippt das ausspuckt, was ausgezahlt wird. Eine ausländisch gemeldete Plattform kann eigene Rundungspolitik haben. Der Betrag auf einer Schweizer Sporttip-Wette ist durch die öffentlichen Bedingungen gedeckt. Der Betrag auf einem Wettschein bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung ist zunächst einmal ein Angebot.

BillyBets

BillyBets steht vor derselben Zuordnung: Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung, ein gemeldetes ausländisches Papier ohne Geltung, kein Anschluss an die schweizerische Spielsperre, keine Schweizer Aufsicht. Der Seite fehlt nichts Auffälliges; nur eben Besonderes, solange es um die Schweiz nicht gibt.

Praktisch heisst das für den Rechner: Die Quoten, die er anzeigt, gehören zum Ausland. Der Nutzer rechnet also mit einem Betrag, der in der Auszahlungswährung und nach den Regeln des ausländischen Veranstalters berechnet wird. Muss der Betrag eine Referenz für den Schweizer Alltag sein, taugt der Rechner nur als Vergleichsgrösse und nie als Zusage.

Für wen also wäre BillyBets trotzdem interessant? Wer eine Zeitlang im Ausland lebt und dort einen lokalen Anbieter nutzen darf, findet hier das Übliche. Wer aus der Schweiz heraus spielt, muss die fehlende Schweizer Flankierung selbst im Auge behalten: kein registergestützter Spielerschutz, keine Schweizer Schiedsinstanz, keine Steuerfreiheit-Garantie.

Ein Rechner zeigt nur Zahlen; was fehlt, wenn dieser Anbieter aus der Schweiz heraus bespielt wird, sind nicht Zahlen, sondern die Rechte.

Die Systemwetten-Funktionen, die manche Besucher von einem deutschen Buchmacher kennen, sind nicht die Schweizer Systemwetten-Funktion. Wenn diese Plattform sie anbietet, gelten ihre eigenen Spielregeln — und bei einer Schweizer Veranstalterin gelten andere. Rechnerergebnisse lassen sich zwischen beiden Welten nicht übertragen, solange Rundung und Mindestquoten unterschiedlich aussehen. Der interessierte Leser prüft das in den Bedingungen der Plattform selbst, weil nur dort steht, was gilt.

Bahigo

Bahigo taucht in derselben Gruppe auf: kein Schweizer Permit. Also keine Bewilligung nach dem Geldspielgesetz, keine Aufsicht durch die Gespa, keine Verbindung zum Register gesperrter Personen. Die Schweizer Sperrliste der Gespa kann Domains blockieren, und Domain-Hopping ist ausdrücklich ein bekanntes Muster.

Für einen Rechner ergibt sich daraus eine einfache Prüfliste: Kennt das Tool die Währung, die Rundung und die Höchstgewinne der Veranstalterin, die am Ende auszahlt? Bei einer ausländischen Plattform heisst die Antwort: ihre eigenen. Das ist nicht illegitim, sondern schlicht ein anderer Vertragspartner.

Schweizer Sportwetten sind ein nach kantonaler Vereinbarung eng vergebenes Recht. Wer den Schweizer Rechtsrahmen will, richtet sich nach Swisslos oder der Loterie Romande, je nach Wohnkanton. Bahigo wäre die Alternative für Spielende, die kein Interesse an dieser Flankierung haben. Diese Entscheidung ist eine bewusste; gut ist sie deswegen nicht.

Die Schweizer Sport- und Wett-Terminologie ist hier nur teilweise übersetzt: Schweizer Leser erwarten Begriffe wie Einzelwette und Kombiwette, viele ausländische Plattformen nutzen eigene Bezeichnungen. Das erfordert Konzentration beim Eingeben. Rechenfehler entstehen so fast nie, aber Zuordnungsfehler sind leicht möglich, wenn etwa eine Auswahl als Kombination behandelt wird, obwohl sie einzeln gesetzt wurde.

Im Übrigen gilt: Wer über ein ausländisches Konto spielt, kann sich nicht auf die Schweizer Steuerfreiheit für Grossspielgewinne in der Art berufen, wie sie für schweizerische Veranstalter gilt. Für Gewinne aus ausländischen Grossspielen gibt es keine Verrechnungssteuer, dafür wird nach der Praxis einzelner Kantone — Thurgau nennt Gewinne aus ausländischen Grossspielen grundsätzlich als steuerbares Einkommen — anders verfahren. Zuständig ist immer die Wohnsitz-Kantonsverwaltung.

Boomerang Bet

Boomerang Bet fehlt die Schweizer Bewilligung wie den anderen ausländischen Anbietern in dieser Liste; entsprechend ist seine Domainsituation nicht durch eine Schweizer Aufsichtsbehörde abgesichert, und die Gespa kann die Domain über die Sperrliste blockieren.

Die praktische Folge für den Rechner: Ein Endergebnis, das eine Plattform ausgibt, ist an ihre eigenen Regeln gebunden — Rundung, Höchstgewinne, Gültigkeit. Ohne Kenntnis dieser Regeln bleibt der Rechner ein Schätzer, und zwar ein doppelt unverbindlicher, weil weder die Schweizer Regeln noch die Schweizer Aufsicht greifen.

Der Rechner nützt also vor allem dazu, den Unterschied überhaupt zu sehen. Wer die Rundungsregel von Swisslos kennt und danach in einem ausländischen Rechner einen Wert erhält, kann feststellen, wo die Differenz herkommt. Das ist Vergleichsarbeit, keine Strategie.

Letztlich ist Boomerang Bet für Schweizer Spielende eine Randnotiz: ohne Bewilligung, nach den Schweizer Vorschriften also keine legale Beschreibung als Schweizer Anbieter. Wer die Schweizer Wettlandschaft verstehen will, kommt mit den zwei konzessionierten Veranstaltern einen Grossteil weiter. Boomerang Bet ist ein Beispiel für die Grösse dieses Graubereichs, kein Ersatz.

Von den Einschränkungen des Schweizer Systems — Mindest- und Höchsteinsätze, nur begrenzt angebotene Wettarten — ist bei den ausländischen Plattformen meist nichts zu sehen. Ein Preis, den man im Vorfeld bezahlt: Die freie Auswahl geht mit dem Verzicht auf die Schutzmechanismen einher. Wer diese Abwägung sehen will, braucht keine Quote.

Bei Live-Wetten in der Schweiz gilt eine Besonderheit, die Rechner regelmässig falsch darstellen: Eine Wette zählt mit Quote 1.00, wenn sie nach dem tatsächlichen Eintreten des Wettausgangs platziert wurde. Die Schweizer Live-Wette entscheidet also nicht nur über den Ausgang der Partie. Rechner müssen diese Regel kennen, um einen Live-Wettschein richtig vorauszuberechnen.

Interwetten

Interwetten ist in der Schweiz mehrfach Gegenstand gewesen, unter anderem wegen der Blockierung seiner Domain durch Schweizer Telekom-Anbieter auf der Grundlage der Gespa-Sperrliste. Eine Schweizer Bewilligung hat das Haus nicht; ein ausländisches Papier hat hier keine Kraft.

Das ist für den Vergleich von Quotenrechnern nicht irrelevant, weil Interwetten als bekannter Anbieter mit einem umfangreichen Wettprogramm auftritt und daher einen ausführlichen eigenen Rechner bereitstellt. Wer die Quoten dieses Hauses prüft, prüft ausländische Regeln. Das gilt für Kombi- und Systemrechner genauso wie für Einzelwetten: Die Grundrechnung ist dieselbe, aber die Regeln der Auszahlung und der Gültigkeit sind andere.

Dass eine Plattform in der Schweiz bekannt ist, macht sie nicht zugelassen. Das steht in der Sperrliste, nicht in der Werbung.

HighFlyBet

HighFlyBet teilt das Merkmal der übrigen ausländischen Anbieter in dieser Übersicht: keine Schweizer Bewilligung, kein Anschluss an das schweizerische Sperrregister, keine Aufsicht durch die Gespa, kein Rechtsweg über Schweizer Gerichte.

Ein Rechner dieser Plattform gibt — sofern angeboten — einen Betrag in deren Logik aus. Die Quoten sind die eigenen; die Rundung ist die eigene; die Höchstgewinne sind die eigenen. Das ist nicht dasselbe wie der Betrag auf einem Schweizer Wettschein, und die Differenz ist keine Kleinigkeit, weil Mindestquoten und Obergrenzen je Veranstalterin und Wettart auseinandergehen.

Für wen ist das relevant? Für die meisten Schweizer Spielenden weniger aus Interesse an HighFlyBet als aus Neugier, wie viel die Schweizer Regeln die Gewinnspannen wirklich verändern. Ein Rechner liefert dafür die Zahlen, aber die Schutzmechanismen des Schweizer Systems fehlen.

Und das ist die eigentliche Erkenntnis: Wer nach einem Quotenrechner sucht, sucht eine Vorhersage. Vorhersagen sind der unsicherste Teil des ganzen Themas. Die Frage, ob eine Plattform die Regeln kennt, die sie ausweist, beantwortet sich nicht mit der Oberfläche eines Rechners.

Rabona

Rabona tritt in der Schweiz ohne Bewilligung auf, was hier nicht weiter auffällt, weil es auf die meisten ausländischen Angebote zutrifft. In der Sache bedeutet es: kein Schweizer Rechtsschutz bei Streit, kein Register gestützter Spielerschutz und eine Domain, die auf die Gespa-Sperrliste gesetzt werden kann.

Die zugänglichen Quoten eines solchen Hauses sind seine eigenen, und der Rechner — so er mitgeliefert wird — ist lediglich eine Bedienoberfläche seiner Regeln. Wer im Übrigen wissen will, was die eigene Wette in der Schweiz wert ist, bleibt auf die öffentlich einsehbaren Bedingungen von Swisslos und der Loterie Romande angewiesen. Alles andere ist eine Schätzung zweiter Ordnung.

Rabona eignet sich daher eher für Spielende, die mit einem ausländischen Konto bereits zu tun haben, und für Schweizer Alltagsnutzung kaum. Ein Leser, der sich an die Schweizer Veranstalter hält, verliert Vergleichbarkeit, gewinnt dafür Verlässlichkeit. Das ist der Tausch, den das Schweizer System anbietet — und er ist für viele kleiner, als es auf den ersten Blick scheint.

Ohne registrierten Sitz und ohne Verbindung zum Schweizer System fehlt auch ein Punkt, der nirgends auf einem Wettschein steht: Was passiert, wenn eine Auszahlung ausbleibt? Wer im Ausland mit einem Papier ohne Geltung im Schweizer Recht steht, klagt vor einem Gericht, das nicht das schweizerische ist. Das ist kein Szenario für jeden, aber ein mögliches, und es ist teuer.

Rollbit

Rollbit ist der letzte Anbieter der Übersicht und teilt die rechtliche Situation der vorigen: ohne Schweizer Bewilligung. Zudem hat Rollbit kein klassisches Bookmaker-Profil in der Genealogie der Schweizer Sportwetten; es taucht in dieser Liste wegen Spielender auf, die über ihren Alltag damit in Kontakt kommen.

Für einen Quotenrechner heisst das: Was angezeigt wird, ist eine Grösse aus der Sphäre dieser Plattform, nicht aus dem Schweizer System. Wer dabei versucht, dieselbe Wette bei Swisslos nachzurechnen, wird feststellen, dass die Beträge abweichen können — nicht wegen eines Fehlers, sondern wegen unterschiedlicher Regeln.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Beschreiben und Bewerben. Rollbit ist in dieser Übersicht beschrieben, nicht empfohlen. Wer sich die Plattform ansieht, sollte zuerst prüfen, ob Anzeige der Bewilligung und tatsächliche Bewilligung übereinstimmen, und dann die eigenen Bedingungen lesen — dort steht, welches Recht gilt.

Kurz gesagt: Rollbit steht in dieser Reihe als Beispiel für die Grenze des Schweizer Marktes. Die Zahl am Ende eines Rechners kann für sich genommen richtig sein und dennoch am falschen Ort stehen.

Swisslos Sporttip — der Rechner mit öffentlich einsehbaren Regeln

Sporttip hat als eines von zwei zulässigen Angeboten einen Sonderstatus. Swisslos ist eine Genossenschaft mit Sitz in Basel, die gestützt auf die interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 Lotterien und Sportwetten veranstaltet; das Sportwetten-Angebot trägt den Namen Sporttip.

Wo das Angebot gilt, ist präzise festgelegt: in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Wer ausserhalb wohnt, bekommt kein Online-Konto. Ein Quotenrechner für Schweizer Sportwetten sollte das an erster Stelle mitteilen.

Die Regeln, die ein Rechner kennen muss, sind öffentlich. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote, also dem Produkt der Einzelquoten. Danach wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und anschliessend auf fünf Rappen genau abgerundet. Und hier wird es spannend: Eine Wette, die mit Quote 1,85 durchaus attraktiv aussieht, verliert durch die Rundung nur dann nennenswert, wenn der Betrag klein und die Quote schief ist. Ein Rechner sollte daher nicht einen Gewinnbetrag ausgeben, sondern eine Bandbreite aus dem Betrag bis CHF 5 Rappen darunter.

Die Sporttip-Systemwette ist ebenfalls geregelt. Kombiniert werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung ausschliesslich über die Bet-Builder-Funktion; nimmt Swisslos eine solche Kombination irrtümlich ohne diese Funktion an, kann die ganze Kombinationswette für ungültig erklärt und der Einsatz zurückerstattet werden. Wer einen Rechner für Sporttip-Systemwetten nutzt, muss wissen, dass hier ein Produkt gebildet wird, und zwar über mehrere Wetten gleichzeitig.

Und es gibt noch einen Sonderfall, den kaum ein Rechner kennt: Ein Wettereignis, das abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn — oder im Rahmen eines Turniers — nachgeholt wird, macht die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Ein System, das sich auf eine Quote stützt, die im Nachhinein 1.00 wird, rechnet nicht falsch, sondern mit einer Annahme.

Urteil. Sporttip ist der einzige Anbieter in dieser Übersicht, dessen Rechner sich mit einem öffentlichen Regelwerk abgleichen lässt. Genau darin liegt der Nutzen — und in der Bedingung: Das Vertragsgebiet entscheidet, nicht der Rechner.

Loterie Romande Jouez Sport — derselbe Grundsatz, andere Limiten

Jouez Sport wird von der Loterie Romande für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura veranstaltet. Als Kontaktadresse nennt sie Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne; sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Für einen Rechner ist vor allem wichtig, was hier anders ist als bei Swisslos.

Der Mindesteinsatz beträgt online CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3 und für Multiples CHF 2. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500. Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten.

Beim Höchstgewinn gibt es eine Obergrenze, die nun wirklich kein Rechner kennt: CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst zwei bis zehn Voraussagen, die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Ein Rechner, der diese Grenzen nicht kennt, ist im Zweifel ein Rechner für ein anderes Land.

Urteil. Jouez Sport gibt die Westschweiz die gesetzlich abgesicherten Regeln eines Schweizer Veranstalters, mit niedrigerem Höchsteinsatz und harten Gewinndeckeln. Wer hierzulande einen Rechner benutzt, ohne diese Limiten zu prüfen, verwendet ein Werkzeug für ein Land, in dem er nicht wohnt.

Was ein Quotenrechner tut — und was er nicht kann

Die Grundlagen sind drei und ändern sich nicht: Einsatz, Quote und die Anzahl der Wetten. Bei einer Einzelwette ist das Produkt aus Einsatz und Quote der Bruttogewinn; die Schweizer Anbieterinnen werben nicht mit der Netto-Auszahlung, sondern mit dem genannten Betrag. Wer eine Quote von 1,50 zu einem Einsatz von CHF 20.- eingibt, erhält 30,00 möglichen Bruttogewinn — vor der Rundung.

Bei einer Kombination werden die Einzelquoten multipliziert. Drei Quoten von 1,50, 1,80 und 2,00 ergeben eine Gesamtquote von 5,40; das ist die Rechnung, die auf jeder Sporttip-Kombiwette steht. Der Vorteil: Der Betrag liegt höher. Der Nachteil, der im Rechner unsichtbar bleibt: Jede zusätzliche Voraussage mit Quote unter 2,00 senkt die Wahrscheinlichkeit der gesamten Serie, und zwar stärker, als der Gewinn wächst.

Bei einer Systemwette liegt die eigentliche Arbeit darin, dasselbe Feld in mehrere verschiedene Kombinationen zu falten, die alle einzeln Gewinn oder Verlust ergeben. Wer drei von vier Partien richtig tippt, gewinnt hier einen Teil der Wetten und verliert die übrigen. Ausrechnen lässt sich das nur, wenn die Anzahl der Wetten und die gewählte Systemart zusammenpassen. Kein Rechner weiss das allein; die Systemart will vorgegeben werden.

Und dann sind da noch die drei Einstellungen, die auf jedem Wettschein vom Rechnerergebnis abweichen können: die Rundung, die Mindestquote und die Gültigkeit. Rundung heisst bei Sporttip Aufrunden auf zwei Nachkommastellen, dann Abrunden auf fünf Rappen. Die Mindestquote beträgt bei Jouez Sport 1.10. Und die Gültigkeit hängt davon ab, ob ein Ereignis abgesagt und nicht rechtzeitig nachgeholt wird; dann wird die Einzelwette zurückgezahlt, die Voraussage in einer Kombination mit 1.00 gewertet.

Wer sich das vergegenwärtigt, wird feststellen, dass ein Rechner einen ehrlichen Zweck hat: Er zeigt, wie stark der Einsatz ein Ergebnis überhaupt bewegen kann. Und einen zweiten, weniger ehrlichen: Er stellt ein Produkt dar, das sich gut anfühlt, und verschweigt alle Bedingungen, unter denen es nicht eintritt.

Warum die Luxusversion des Rechners mehr verspricht als sie hält

Viele Rechner versprechen, den Gewinn «exakt» zu berechnen. In der Schweiz steht diesem Versprechen ein Regelwerk gegenüber, das die Auszahlung bestimmt — und kein Rechner kann es überschreiben. Bei Sporttip rundet der Veranstalter auf fünf Rappen ab; wer nur auf zwei Stellen rechnet, erhält systematisch etwas zu viel. Der Unterschied ist klein, aber er läuft in eine Richtung, und deshalb weichen Rechnerergebnisse und Auszahlungsbetrag ausgerechnet dort voneinander ab, wo es der Werbetext gern umgekehrt hätte.

Dasselbe gilt für Kombinationen. Ein Rechner multipliziert Quoten so, wie er es gelernt hat. Swisslos macht daraus einen Gewinnbetrag und bricht ihn danach. Fallen eine Wette unter 1.00 oder ein Ereignis ohne Nachholtermin, ändert sich die Grundlage, und der Betrag ist weg. Der Rechner zeigt die Basis, nicht den Ausgang.

Bei aller Kritik ist an dieser Stelle ein Lob fällig, allerdings ein auf die Sache begrenztes: Die Schweizer Regeln sind öffentlich einsehbar, mit Version und Datum. Wer rechnet, kann nachrechnen. Das ist mehr, als viele ausländische Plattformen mit ihren eigenen Rundungsregeln bieten — dort prüft man die Bedingungen der Anbieterin, nicht die eines Gesetzes.

Die Rechtslage: Welche Veranstalter in der Schweiz Wetten annehmen

Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz und werden von der interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern überwacht — nicht von der Aufsicht für Casinos, die für eine andere Spielart zuständig ist. Eine Bewilligung verlangt ein Veranstalter-Papier und eine Bewilligung je Spiel und gilt nur in der Schweiz.

Ein Brückengeländer aus Stahl über einem Gebirgsfluss im Gegenlicht, darunter schäumendes Wasser.
Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet.

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalterinnen für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Wer ein Online-Konto eröffnen will, braucht Wohnsitz in der Schweiz und faktisch im jeweiligen Vertragsgebiet. Es gibt keine Liste weiterer zugelassener Wettanbieter, weil es keine weiteren gibt; die Aufsicht führt im Wesentlichen die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains. Die Nettoerlöse gehen an gemeinnützige Zwecke in den Kantonen.

Wettbar ist nur auf Sportereignisse; Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht zulässig. Das erlaubte Angebot ist eine geschlossene Liste, die die Aufsicht für Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten führt: Qualifikationsrunden nur, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind, Ranglisten-Wetten nur, wenn das Ranking über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet, nie Wetten auf Trainingsläufe. Corner- und Kartenmärkte oder gar eine Esport-Sektion sucht man dort vergebens. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt. Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, soweit die Veranstalterin über eine entsprechende Entscheidung verfügt. Cash-Out ist nicht gesetzlich geregelt und wird von jeder Veranstalterin als eigenes Merkmal beschrieben.

Der wichtigste Punkt für den Rechner: Für den ausbezahlten Betrag gelten die Regeln der Veranstalterin, nicht das Ergebnis eines Rechners. Genau deshalb ist die Frage nach der Bewilligung am Anfang dieser Seite nicht Vorgeplänkel, sondern die Grundlage. Wer im Ausland rechnet, rechnet auf einer Grundlage, die in der Schweiz keine Bewilligung besitzt.

Die Sperrliste der Aufsicht ist das schärfste sichtbare Instrument gegen ausländische Domains. Sie wird seit dem 3. September 2019 geführt; Ende 2025 standen 671 Domains darauf. Schweizer Telekom-Anbieter blockieren sie auf DNS-Ebene, und die Betreiber antworten mit Domain-Hopping, bei dem gesperrte Domains innert Stunden ersetzt werden. Wer ein gesperrtes Angebot also nicht mehr findet, hat nicht etwa Ruhe, sondern eine neue Adresse.

Das Verhältnis zur Konkurrenz lässt sich nüchterner beschreiben als in manchen Debatten: Hier stehen zwei Schweizer Veranstalter mit einem eng gezogenen Angebot einem ausländischen Markt mit grosser Auswahl und ohne Schweizer Durchgriff gegenüber. Keine der beiden Seiten ist per se die sichere Wahl. Die eine bringt gesetzlichen Spielerschutz, aber einen geschlossenen Markt. Die andere bringt Auswahl, aber keinen Schweizer Rechtsschutz, keine Verbindung zur Spielsperre und eine steuerliche Behandlung, die nach Kanton unterschiedlich ausfällt.

Alter, Identität und ein Konto pro Person

Sportwetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; Minderjährige sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.

Für die Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet; es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft.

Ein Konto pro Spielerin oder Spieler, verifizierte Identität — das ist die Basis, auf der die Limiten der folgenden Abschnitte überhaupt funktionieren. Ein Rechner kann das nicht abbilden, ein Veranstalter in der Schweiz muss es.

Rundungsregeln, Mindestquoten und Gewinndeckel

Die Schweiz kennt drei Stellschrauben, die einen Rechner vom tatsächlichen Betrag trennen. Die erste ist die Rundung. Sporttip rundet zuerst auf zwei Nachkommastellen auf und dann auf fünf Rappen genau ab.

Die zweite ist die Mindestquote. Bei Jouez Sport muss die Quote einer Einzel- oder Kombiwette innerhalb des Bereichs von 1.10 bis 100’000 liegen. Was unter 1.10 liegt, wird nicht gespielt.

Die dritte ist der Gewinndeckel. Bei Jouez Sport liegt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette bei CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000. Wer eine Kombination mit einem Einsatz plant, der einen höheren Gewinn ergäbe, wird den Deckel nie überschreiten.

Ein ehrlicher Rechner müsste diese drei Stellschrauben kennen. Die meisten kennen keine einzige. Das ist kein technisches Versäumnis, sondern ein Gestaltungsentscheid.

Steuern: Wo die Quote endet und die Steuererklärung beginnt

Gewinne aus schweizerisch bewilligten Grossspielen sind bis zu einem Freibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Der Bundesfreibetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000; im Vorjahr lag er bei CHF 1’070’400. Der kantonale Freibetrag weicht je nach Kanton ab, weshalb nur die Formulierung «je nach Kanton» korrekt ist — nicht ein einzelner Kantonsbetrag. Oberhalb des Freibetrags behält die Veranstalterin 35 % Verrechnungssteuer ein; diese holt man sich über die Deklaration in der Steuererklärung zurück.

Die praktische Konsequenz für normale Spielende: Der typische Gewinn liegt weit unter diesem Freibetrag, also fällt weder Einkommensteuer noch Verrechnungssteuer an. Bei Gewinnen aus ausländischen Anbietern fällt keine Verrechnungssteuer an, dafür behandelt die Praxis einzelner Kantone Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständiges steuerbares Einkommen, ohne Rücksicht auf den Betrag. Eine Schweizer Wettsteuer auf Einsätze existiert nicht; wer mit einer solchen Strafabgabe rechnet, plant mit einem Schreckgespenst. Für konkrete Fälle bleibt der Gang zur Steuerberatung oder zur kantonalen Steuerverwaltung der einzige verlässliche Weg.

Deshalb ist die Währung, in der der Rechner denkt, nicht irrelevant. Ein Betrag in CHF aus Schweizer Veranstaltung hat eine andere steuerliche Umgebung als ein ausländischer. Der Rechner selbst merkt das nicht.

Werbung und Gratisspielguthaben: Wo die Grenze liegt

Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten. Werbung für ein in der Schweiz nicht bewilligtes Glücksspiel ist überdies untersagt und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 bestraft. Daraus folgt die Haltung dieser Übersicht: beschreiben, nie bewerben.

Gratisspiele oder Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Aufsicht; 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Bonusbeträge und Bonusbedingungen stammen ausschliesslich aus den Bedingungen der jeweiligen Veranstalterin. Ein Zeitschutz für Werbung am Abend existiert nicht.

Für die Praxis heisst das: Ein Rechner, der Gratiswetten gleich mitrechnet, verschleiert einen Vorgang, der eine Zustimmung voraussetzt und dessen Bedingungen in einem eigenen Regelwerk stehen. Wer nicht weiss, wo diese Bedingungen stehen, soll sich nicht auf das Bild am Ende des Rechners verlassen. Ein Promo-Code gehört ohnehin nicht auf eine Seite, die erklärt, was eine Wette kostet — und er steht hier auch nirgends.

Limiten und Spielerschutz: Was vor der ersten Wette steht

Bevor jemand zum ersten Mal an einer Sporttip-Wette teilnimmt, muss er Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.

Dieser Punkt gehört in jede Erklärung eines Quotenrechners, weil er dessen blinden Fleck trifft. Der Rechner zeigt den möglichen Gewinn. Die Limite zeigt, was der Monat kosten darf. Wer nur den Gewinn betrachtet, sieht die Hälfte der Rechnung, und es ist die angenehmere Hälfte.

Interessant ist die Verzögerung: Eine Erhöhung greift erst nach 72 Stunden. Das ist keine Schikane, sondern eine Pause, in der man den Vorsatz noch einmal ansehen kann. In dieser Zeit liegt eine Grenze zwischen dem Impuls und der Wette, und wer sie nutzt, nutzt die einzige Bremse, die das System von sich aus einbaut.

Spielsperre und Register

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.

Das schweizerische Sperrsystem ist der stärkste Schutzmechanismus des ganzen Systems. Es erfasst nicht nur Sportwetten, sondern wirkt über Spielarten hinweg. Wer sich sperrt, sperrt sich ernsthaft. Wer sich bei einem ausländischen Anbieter anmeldet, umgeht dieses Register vollständig — das ist kein Nebeneffekt, sondern der Kern der ganzen Marktfrage.

Gesetzlich gilt: Wer gesperrt ist oder minderjährig war, hat keinen Anspruch auf Einsatz und Gewinn. Und die Aufsicht testete 2025 an Verkaufsstellen 200 Fälle, in denen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft wurde, in 47,5 % der Fälle. Wer den Schutz an der Verkaufsstelle als lückenlos darstellt, hat diese Zahl nicht gelesen.

Einzahlungen, Auszahlungen und die Rundung im Konto

Spielguthaben auf dem Wallet kann per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein gekauft werden, Mindestbetrag CHF 20. In 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Swisslos bietet PostFinance Pay als Zahlungsart zum Aufladen des Spielkontos an; die Transaktion wird direkt in der PostFinance App bestätigt.

Bei der Auszahlung wird es komplizierter. Swisslos zahlt Spielguthaben innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto aus; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % anfallen. Die Überweisung erfolgt innerhalb von 5 bis 10 Arbeitstagen, und Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung werden automatisch dem Wallet gutgeschrieben; Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innerhalb von 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto überwiesen.

Der Punkt für einen Quotenrechner: Die Zahl, die der Rechner zeigt, ist nicht die Zahl, die im Wallet landet, wenn ein Teil davon aus Gratisspielguthaben stammt. Das ist auszahlbar nicht. Und Auszahlungen sind an ein Konto in eigenem Namen gebunden; anonyme oder Krypto-Auszahlungen existieren im bewilligten Schweizer Wettbetrieb nicht. Kein Rechner kennt diesen Unterschied. Der Leser muss ihn kennen.

Der Rechner trifft auf jeder Station des Wegs auf Bedingungen, die er nicht abbildet: einen Höchsteinsatz, eine Mindestquote, eine Rundung, eine Auszahlungsregel, eine Steuerfreibetragsgrenze. Jeder dieser Punkte ist für sich klein; zusammen sind sie die Antwort auf die Frage, warum ein Quotenrechner niemals eine Zusage ist.

Wettarten und Quoten: Einzelwette, Kombination, System

Die drei Wettarten verhalten sich in einem Rechner sehr unterschiedlich, und der Unterschied liegt nicht in der Formel, sondern darin, was multipliziert wird.

Die Einzelwette ist die einfachste Form: ein Einsatz auf eine Voraussage. Der mögliche Bruttogewinn ist Einsatz mal Quote. Ein Einsatz von CHF 50.- auf eine Quote von 1,80 ergibt 90,00, vor der Rundung. Bei Swisslos ist der Mindesteinsatz CHF 1, der Höchsteinsatz CHF 1’000 pro Einzelwette. Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2 und der Höchsteinsatz CHF 500 pro Einzelwette oder Kombination.

Die Kombiwette multipliziert die Einzelquoten zur Gesamtquote. Bei Jouez Sport umfasst eine Kombiwette zwei bis zehn Voraussagen; ihre Gesamtquote muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Wer fünf Voraussagen mit einer durchschnittlichen Quote von 1,70 kombiniert, kommt auf eine Gesamtquote in der Grössenordnung von 14 — schön anzusehen, und mit jeder hinzugefügten Voraussage wächst die Wahrscheinlichkeit eines Fehlschlags schneller als der Gewinn. Rechner zeigen das nicht.

Die Systemwette zerlegt das Feld in mehrere Wetten und gewinnt teilweise, wenn nicht alle Voraussagen zutreffen. Die Anzahl der Wetten hängt von der gewählten Systemart ab, und der mögliche Gewinn ist die Summe der Gewinne der einzelnen Kombinationen. Bei Swisslos beträgt der Höchsteinsatz für eine Systemwette CHF 10’000. Bei Jouez Sport gibt es für Wetten mit Multiples keinen eigenen Rechenweg — Aussage nur dort, wo sie belegt ist.

Bei Swisslos werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung ausschliesslich über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann die ganze Kombinationswette für ungültig erklärt und der Einsatz zurückerstattet werden. Ein Rechner, der zwei korrelierte Ereignisse einfach multipliziert, rechnet einen Betrag aus, der so möglicherweise nie zustande kommt. Ein ungewöhnlicher Fehler, aber kein seltener.

Warum die Gesamtquote nicht die halbe Wahrheit ist, sondern die kleinere

Die Gesamtquote einer Kombination ist das Produkt der Einzelquoten, und das klingt nach einem Geschenk. Es ist eine Umverteilung. Das Produkt wächst multiplikativ, die Trefferwahrscheinlichkeit sinkt aber ebenfalls multiplikativ — und in jedem Einzelpreis steckt bereits die Marge der Veranstalterin.

Hier wird es konkret. Nehmen wir einen Markt mit zwei möglichen Ausgängen, beide zu einer Quote von 1,90. Wird jede Seite fair bepreist, müsste 1 geteilt durch 1,90 plus 1 geteilt durch 1,90 genau 1 ergeben. Es ergibt aber etwa 1,05. Daraus folgt eine Auszahlungsquote von ungefähr 95 %, und die Marge des Veranstalters liegt bei ungefähr 5 % des auf diesen Markt gesetzten Umsatzes. Das ist keine Anklage, sondern die Art, in der ein Buchmacher seinen Anteil nimmt. In der Kombination wird sie mehrfach fällig: Wer drei solcher Zwei-Weg-Märkte zu je 1,90 multipliziert, geht durch drei solcher Margen, und die einzige Wette, die nicht durch sie hindurchgeht, ist gar keine.

Der Bandbreite wegen bleiben wir bei einer Formulierung mit Bedingung: Die rechnerische Marge liegt bei diesem Beispielmarkt bei rund 5 % des Umsatzes, vorausgesetzt, die beiden Quoten stammen aus demselben Markt und wurden zugleich gestellt. Bei einem breiteren Markt mit drei oder mehr Ausgängen wird die Marge grösser; bei einem engen Markt mit lebhaftem Wettbewerb kann sie kleiner sein. Eine einzelne Zahl, die für alle Sportarten und alle Anbieter gilt, existiert nicht.

Für den Nutzer eines Quotenrechners ist das der wichtigste Satz dieser Seite: Die Quote, die in die Eingabemaske getippt wird, ist bereits ein Preis nach Abzug des Margenanteils. Der Gewinnbetrag, der herauskommt, ist die Auszahlung, nicht der Wert der Wette.

Implizite Wahrscheinlichkeit und Marge ausrechnen

Die implizite Wahrscheinlichkeit einer Quote ist der Kehrwert der Quote: 1 geteilt durch 1,90 ergibt rund 52,6 %. Addiert man die impliziten Wahrscheinlichkeiten aller Ausgänge eines Marktes, kommt man auf etwas mehr als 100 % — im Beispielmarkt mit zwei Quoten à 1,90 auf etwa 105 %.

Die Marge ist die Differenz zwischen dieser Summe und 100 %. Rechnet man sie als Auszahlungsquote, gilt: Auszahlungsquote = 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten; die Marge ist 100 % minus diese Auszahlungsquote. Im Beispiel ergibt die Summe der Kehrwerte etwa 1,05, die Auszahlungsquote also rund 95 % und die Marge rund 5 %. Je niedriger die Marge, desto näher liegt die Auszahlungsquote an 100 %.

Wer das einmal nachgerechnet hat, sieht Kombinationen anders. Die Summe der Kehrwerte zieht sich durch jede zusätzliche Voraussage, und deshalb ändert sich die Marge einer Kombination mit jeder Voraussage, nicht nur die Quote. Der Rechner zeigt die eine Zahl, die Steuer auf die gesamte Serie steht in der anderen.

Wettschein, Währungen und die Frage, welcher Betrag gilt

Ein Wettschein in der Schweiz trägt Beträge in Franken, und die Schreibweise ist «CHF 1’000» mit Apostroph als Tausendertrennung. Quoten und Prozentsätze werden mit Punkt geschrieben, also 2.10 oder 47.5 %. Ein Rechner, der mit Komma arbeitet, rechnet nicht falsch, lässt aber das Ergebnis an der falschen Stelle lesen.

Die Schweizerische Schreibweise — ss statt scharfem s — gehört selbstverständlich dazu: Grossspiel, Strasse, gemäss. Ebenso die Begriffe. «Veranstalterin» oder «Veranstalter» steht in rechtlichen Aussagen, «Wettanbieter» in der Umgangssprache. Die Bezeichnung «Lizenz» tritt in rechtlichen Texten in der Schweiz zurück; dort heissen die Papiere Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung. Die Aufsicht heisst Gespa; die Sperrliste enthält die blockierten ausländischen Domains. Die Spielsperre wird im Sperrregister vermerkt. Limiten und Verlustlimite bezeichnen das, was im vorigen Abschnitt steht. Der Mensch, der wettet, heisst «Spielende» oder «Wettende» — nicht «Spieler», das ist das Wort für den Sportler.

Ein Rechner, der diese Begriffe nicht kennt, ist kein Schweizer Rechner. Er mag richtig rechnen und trotzdem am Wesentlichen vorbeigehen: an der Frage, welches Regelwerk gilt, wenn der Betrag ausgezahlt wird.

Häufige Fragen zum Quotenrechner in der Schweiz

Wie berechnet sich der Gewinn einer Wette aus Einsatz und Quote?

Der mögliche Bruttogewinn ist der Einsatz multipliziert mit der Quote. Bei einer Kombination tritt die Gesamtquote an die Stelle der Einzelquote, also das Produkt aller Einzelquoten. Bei Swisslos folgt danach die Rundung: zuerst auf zwei Nachkommastellen auf-, dann auf fünf Rappen abgerundet. Der ausgezahlte Betrag kann daher minimal unter dem Rechnerergebnis liegen.

Wie wird die Gesamtquote einer Kombiwette aus den Einzelquoten berechnet?

Die Gesamtquote ist das Produkt der einzelnen Quoten. Bei Jouez Sport umfasst eine Kombiwette zwei bis zehn Voraussagen; die Gesamtquote hat eine Untergrenze von 1.10 und eine Obergrenze von 100’000. Bei voneinander abhängigen Ereignissen derselben Sportveranstaltung ist bei Swisslos die Bet-Builder-Funktion vorgeschrieben, sonst kann die Kombination für ungültig erklärt werden.

Wie rundet Sporttip den Gewinnbetrag, und warum weicht er vom Rechnerergebnis ab?

Sporttip rundet den Gewinnbetrag zuerst auf zwei Nachkommastellen auf und danach auf fünf Rappen genau ab. Ein Rechner, der nur zwei Stellen ausweist, kann deshalb einen höheren Wert anzeigen, als tatsächlich ausbezahlt wird. Die Abweichung ist klein, die Richtung aber eindeutig: Die Abrundung geht zu Lasten des Betrags, nicht zu seinen Gunsten.

Wie berechnen sich die implizite Wahrscheinlichkeit und die Marge aus den Quoten eines Spiels?

Die implizite Wahrscheinlichkeit einer Quote ist ihr Kehrwert. Ein Markt mit zwei Ausgängen zu je 1,90 ergibt addiert rund 105 % statt 100 %. Die Auszahlungsquote des Marktes ist 1 geteilt durch diese Summe, hier etwa 95 %; die Marge ist 100 % minus Auszahlungsquote, hier also rund 5 % des auf diesen Markt gesetzten Umsatzes.

Wie rechnet sich eine Systemwette im Rechner, und welche Angaben sind nötig?

Eine Systemwette wird in mehrere einzelne Kombinationen zerlegt, deren Gewinne sich summieren. Man braucht dafür die Anzahl der Voraussagen und die gewählte Systemart; erst daraus ergibt sich die Zahl der Wetten. Bei Swisslos liegt der Höchsteinsatz für eine Systemwette bei CHF 10’000, bei Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1’000.

Welche Mindest- und Höchsteinsätze setzen Sporttip und Jouez Sport?

Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000, für Systemwetten bei CHF 10’000. Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3 und für Multiples CHF 2; der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500.

Inhalt erstellt vom Team «wettbueroch»