Beste Buchmacher Schweiz 2026 – wer eine Bewilligung hat und wer nur danach aussieht
Ladevorgang...
Stand Oktober 30, 2026: Die Angaben zu Bewilligungen richten sich nach den veröffentlichten Bedingungen von Swisslos und der Loterie Romande sowie nach der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern.
Wer in der Schweiz nach einem Buchmacher sucht, stösst auf zwei völlig verschiedene Welten. Die eine hat zwei Adressen. Die andere hat hunderte, kennt keine Kantonsgrenze, verspricht Boni in vierstelliger Höhe und steht zu einem erheblichen Teil auf einer Sperrliste, die der Bund den Telekomanbietern weitergibt. Beide Welten werden hier beschrieben, und beide werden gleich streng bewertet. Nur ist die Bewertung nicht an derselben Stelle entscheidend.
Das Geldspielgesetz lässt Sportwetten als Grossspiel zu und hat die Zahl der Veranstalter auf zwei begrenzt. Swisslos betreibt Sporttip, die Loterie Romande betreibt Jouez Sport. Wer in der Deutschschweiz wohnt, kann ein Konto bei Sporttip eröffnen, wer in Genf oder Waadt wohnt, eines bei Jouez Sport – über die Grenze des jeweiligen Gebiets geht es nicht. Alles andere, was unter «beste Buchmacher Schweiz» auftaucht, ist ein ausländisches Angebot ohne Schweizer Bewilligung, und das ist kein Nebensatz, sondern die wichtigste Information auf dieser Seite.
Der Reiz eines Buchmachers besteht darin, dass er jede Quote mit einem eingebauten Vorteil versieht. Wer das einmal verstanden hat, liest Werbung anders. Deshalb beginnt diese Seite nicht mit der Rangliste, sondern mit dem Mechanismus, der hinter jeder Zahl steht, und arbeitet sich dann durch Boni, Zahlungen, Prognosen, Wettarten, Sportarten und die Frage vor, was in der Schweiz überhaupt erlaubt ist.
Was an Schweizer Sportwetten-Aktionen wirklich dran ist
Die Schweizer Anbieter führen ein Aktionsprogramm, das sich in einem Satz zusammenfassen lässt: Es ist schmal, es ist an Bedingungen geknüpft, und es ist längst nicht das, was ein ausländischer Willkommensbonus ist. Genau darin liegt der erste echte Unterschied zwischen den beiden Wegen, die hier beschrieben werden.
Gratisspielguthaben braucht die Zustimmung der Aufsicht
Wer erwartet, dass ein Schweizer Veranstalter mit einem 100-Prozent-Einzahlungsbonus um sich wirft, wartet vergeblich. Freispiele und Gratisguthaben dürfen nur mit vorheriger Zustimmung der Gespa ausgegeben werden; die Aufsicht hat solche Zustimmungen erteilt, aber in überschaubarer Zahl. Das ist kein Zufall und keine Zurückhaltung aus Bescheidenheit. Ein Bonus ist in diesem Rechtsrahmen ein Instrument, das der Aufsicht vorher bekannt sein muss, und damit ein ganz anderes Produkt als die Werbebeilage, die ein Offshore-Anbieter auf die Startseite legt.
Für die Leserin heisst das: Wer einen Bonus sucht, findet bei den bewilligten Anbietern wenig, und was er findet, ist in den eigenen Bedingungen geregelt. Wer das Maximale aus einer Aktion herausholen will, findet es bei den ausländischen Marken – nur eben ohne jede Schweizer Absicherung.
Was ein Kombiboost kostet und was er voraussetzt
Bei Sporttip gibt es einen Kombiboost, und er ist ein gutes Beispiel dafür, wie man Aktionswerbung liest. Der Boost gilt nur online, für Prematch-, Live- und Systemwetten, und er verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von jeweils mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn liegt bei 5 % für vier, 20 % für sieben, 40 % für zehn und 100 % für fünfzehn solcher Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.
Der Sprung von 40 auf 100 % sieht grosszügig aus, und er ist es nicht. Wer fünfzehn Voraussagen mit Mindestquote 1.50 zu einer einzigen Wette verbindet, hat eine Wette zusammengestellt, deren Eintrittswahrscheinlichkeit in der Grössenordnung eines Lottogewinns liegt, während das Produkt der Quoten aussieht wie ein Vermögen. Die 100 % sind keine Belohnung für Mut, sondern eine Belohnung dafür, dass man dem Veranstalter eine Wette mit extrem kleiner Trefferchance verkauft. Das ist die Art Marketingzahl, die man einmal ausrechnet und danach nicht mehr ernst nimmt.
Quotenboosts, die beim Cash-Out verschwinden
Sporttip führt zwei weitere Aktionsarten. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage und heben die Quote; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und sie verfallen bei einem Cash-Out.
Diese letzte Zeile ist die einzige, die man sich merken muss. Cash-Out und Boost schliessen einander aus: Wer die Wette vorzeitig glattstellt, verliert die Erhöhung. Das ist logisch, wenn man weiss, dass der Cash-Out-Betrag ohnehin tiefer liegt als der mögliche Wettgewinn – aber es ist eine Falle für den, der beides kombiniert haben möchte.
Der Mechanismus hinter jeder Gratiswette
Eine Gratiswette, deren Einsatz nicht zurückfliesst, ist nicht der Gegenwert ihres Nennbetrags. Wer sie platziert und gewinnt, erhält nur den Gewinnteil, nicht den Einsatz. Was sie durchschnittlich wert ist, hängt deshalb an zwei Dingen: an der Quote, auf die man sie setzt, und an der Marge des Marktes, in dem man spielt. Bei einer Quote von 1.90 entspricht der Gewinnteil 90 % des Nennbetrags; je näher die Quote an 1.00 rückt, desto weniger bleibt übrig, und je höher sie wird, desto geringer die Chance, den Gewinn überhaupt zu sehen.
Auf Schweizer Seite heisst das Gratisspielguthaben schlicht, dass es nicht auszahlbar ist. Bei Swisslos ist Gratisspielguthaben aus Promotionen von der Auszahlung ausgeschlossen. Man kann es verspielen, nicht abheben. Das ist die ehrlichere Konstruktion als ein Freiwettenguthaben, das wie Geld aussieht und keines ist.
Warum die Aktionen klein sind und es auch bleiben
Die Kantone lassen zwei Veranstalter zu, und diese beiden müssen sich nicht über Bonusprozente auseinandersetzen. Ihre Einnahmen gehen – nach Abzug des Gewinns der Teilnehmenden und der Kosten – an öffentliche Zwecke in den Kantonen. Ein Anbieter, dessen Reingewinn in die Sportförderung und in kantonale Fonds fliesst, hat kein Interesse daran, seinen Ertrag mit Marketing zu verkleinern. Wem das nicht passt, ist bei den ausländischen Marken richtig. Wem es passt, sollte wissen, dass er es bezahlt, indem er auf Wettarten, Live-Märkte und Quotenauswahl verzichtet, die Sporttip schlicht nicht führen darf.
Die ehrliche Antwort auf die Frage nach dem besten Bonus lautet also nicht, dass ein bestimmter Prozentsatz der beste ist. Sie lautet, dass ein Bonus in der Schweiz kaum eine Rolle spielt und im Ausland mit einem Risiko bezahlt wird, das die Bundesaufsicht mit einer ganzen Liste von Sperradressen dokumentiert.
Wo Einzahlungen, Guthaben und Auszahlungen landen
Beim Zahlungsverkehr wird der Unterschied zwischen den beiden Welten am konkretesten, und nirgends ist die Schweizer Regelung so unspektakulär und so nützlich zugleich.
Regeln des Grundlagenspiels
Geld darf nur auf ein Zahlungskonto fliessen, das auf den Namen des Kontoinhabers lautet. Das steht im Verordnungsrecht zur Geldspielaufsicht, und es bedeutet praktisch: anonyme Auszahlungen gibt es nicht, Auszahlungen an Dritte gibt es nicht, Auszahlungen in Kryptowährung gibt es nicht. Eine Kreditgewährung an Spielende ist dem Veranstalter ebenfalls untersagt – wer sein Guthaben aufgebraucht hat, kann nicht nachschiessen.

Das ist die entscheidende Antwort auf die Sorte Sucheranfrage, die auf Krypto-Buchmacher und Bitcoin-Buchmacher zielt. Solche Angebote existieren, sie sind aber ausländisch, und ihre Auszahlung ist genau das Gegenstück dessen, was hier gesetzlich vorgeschrieben ist.
Das Wallet: Aufladen, Grenzen, Stufen
Bei Swisslos lässt sich Spielguthaben über eine Online-Zahlungsmöglichkeit oder per Einzahlungsschein kaufen, Mindestbetrag CHF 20. In 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur so lange möglich, wie das Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. PostFinance Pay ist als Zahlungsart zum Aufladen des Spielkontos verfügbar; die Transaktion wird direkt in der PostFinance App bestätigt.
Die 9’999er-Grenze ist keine Tagesgrenze, sondern eine Bestandsgrenze, und das macht sie zu einer der wirksamsten Kleinigkeiten im ganzen Regelwerk. Wer bereits knapp unter der Limite steht, kann nicht nachladen, egal wie viel Zeit seit dem letzten Kauf vergangen ist. Man muss erst spielen, bevor man wieder auffüllen kann. Wer im Kopf schon Wetten vorgeplant hat, merkt hier zum ersten Mal, dass die Schweiz nicht nach Verfügbarkeit gestaltet ist, sondern nach Verfügbarkeit mit Bremsklotz.
Zwei Auszahlungen gratis, dann 3 Prozent
Swisslos zahlt Spielguthaben innerhalb von 365 Tagen zweimal kostenlos aus, und zwar auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto. Ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden, die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.
Drei Prozent auf eine Auszahlung klingen nach nichts, bis man sie auf die richtige Bezugsgrösse legt: Es sind 3 % des ausgezahlten Guthabens, nicht des Gewinns. Wer CHF 500 auszahlen lässt, zahlt CHF 15 für den Transfer. Die Regel belohnt deshalb den, der selten und in grösseren Beträgen auszahlt. Wer jeden kleineren Gewinn sofort abräumt, arbeitet gegen die eigene Marge. Das ist eine der Stellen, an denen man sich als Spieler entscheiden kann, ob man das Angebot ernst nimmt oder sich daran reibt.
Auszahlungen unter und über 1’000 Franken
Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut. Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto des Teilnehmers überwiesen.
Die Schwelle bei 1’000 Franken ist die praktische Grenze zwischen «sofort wieder einsetzbar» und «geht aufs Bankkonto». Wer den Gewinn automatisch im Wallet findet, hat ihn technisch schon wieder spielbar, und das ist ein psychologischer Mechanismus, den niemand ausserhalb des Anbieters steuert. Wer den Gewinn aufs Konto will, wartet drei Arbeitstage. Wer eine Auslandsüberweisung von einem nicht bewilligten Anbieter erwartet, wartet unter Umständen gar nicht mehr und hat keine Stelle, bei der er sich beschweren kann.
| Brand | Bewilligung in der Schweiz | Veranstalterin oder gemeldete Bewilligung |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach BGS, Beaufsichtigung durch die Gespa | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach BGS, Beaufsichtigung durch die Gespa | Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande |
| MrXbet | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| 22Bet | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Betclic | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| 20Bet | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Boomerang Bet | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| 1xBet | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Donbet | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| N1 Bet | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
Die Tabelle ordnet nur ein, sie bewertet nicht. Die acht ausländischen Marken stehen dort, weil sie in Suchanfragen aus der Schweiz auftauchen und weil ein Leser sie früher oder später sieht. Ihre Spalte mit der gemeldeten Bewilligung ist die wichtigste Zelle der ganzen Tabelle: Eine Bewilligung, die in Curaçao oder Malta ausgestellt wurde, hat in der Schweiz schlicht keine Wirkung. Das Rechtsgutachten, das ein Anbieter dafür ins Kleingedruckte schreibt, ist nicht falsch – es hilft nur hier nichts.
Prognosen, Quoten und die Frage, wem man glaubt
Der grösste Teil dessen, was im Umfeld von Sportwetten angeboten wird, sind Tipps. Das ist der Punkt, an dem eine Seite wie diese ihre Grenze ziehen muss, und die Grenze verläuft nicht dort, wo man sie vermutet.
Was aus Form und Statistik wirklich folgt
Wer Favoriten für eine Weltmeisterschaft oder eine Europameisterschaft sucht, findet sie überall. Form, Verletztenliste, Kaderbreite, Reisebelastung, die Bilanz gegen einander – das sind reale Grössen, und wer sie sauber auswertet, weiss mehr als der, der die Namen aus dem Bauch heraus ordnet. Er weiss nur nicht mehr als der Buchmacher. Die Quoten sind die öffentlich sichtbare Zusammenfassung aller Informationen, die im Markt vorhanden sind, samt dem Vorsprung, den der Anbieter in seine Rechnung eingebaut hat. Wer einen Favoriten findet, der bereits bei 1.40 gehandelt wird, hat nicht ein Schnäppchen entdeckt, sondern eine Meinung, die alle teilen.
Die Frage, wer eine WM 2030 gewinnt oder wer die EM 2028 prägt, lässt sich seriös nicht beantworten. Auch nicht mit Statistik. Auch nicht mit einem Modell.
Value-Wetten und ihre Grenze
Der Begriff Value-Wette beschreibt eine Wette, deren Quote über der Einschätzung des Wettenden liegt. Das ist eine Rechnung mit einer unbekannten Grösse: Die eigene Einschätzung ist die unsichere, nicht die Quote. Wer über viele Wetten hinweg systematisch besser schätzt als der Markt, gewinnt. Wer glaubt, er schätze besser, und stattdessen die Marge unterschätzt, verliert langsamer als der Zufall und erklärt es sich selbst mit Pech.
Ein Beispielrechnung an einer einzelnen Zahl: Das Kombiboost-Programm von Sporttip speist sich aus dem Nettogewinn, nicht aus dem Einsatz, und es verlangt eine Mindestquote von 1.50 pro Voraussage. Wer dort mitgeht, soll wissen, dass eine Voraussage mit Quote 1.50 eine implizite Wahrscheinlichkeit von rund zwei Dritteln trägt – und dass fünfzehn solche Voraussagen kombiniert eine Wette mit einer so kleinen Trefferwahrscheinlichkeit ergeben, dass die 100 % Erhöhung darauf keinen Ausgleich darstellen.
Wetten sind kein Einkommen
Dass ein Konto durch Glück gross wird, kommt vor; dass es durch Wette auf Wette gross bleibt, kommt bei Spielenden praktisch nicht vor. Der Grund ist die Marge. Jeder Markt hat eine Auszahlungsquote unter 100 %, und je mehr Wetten man auf denselben Markt setzt, desto sicherer schrumpft der Anteil des eigenen Geldes wieder auf diesen Prozentsatz zu. Wer Sportwetten als Nebenerwerb rechnet, rechnet gegen eine Grösse, die in jedem einzelnen Preis schon enthalten ist.
Ein Blick auf die Impliziten einer Zweierwette mit je 1.90 zeigt, woher das kommt.
Was in der Quote schon steckt
Bei einem Zweiwegs-Markt mit Quoten von 1.90 und 1.90 auf beiden Seiten – ein Rechenbeispiel, kein quotierter Preis – addieren sich die Kehrwerte der Quoten auf 1.0526. Die Auszahlungsquote dieses Marktes liegt damit bei etwa 95 %, die Marge bei rund 5 %, und sie verschiebt sich je nachdem welche Quote man einsetzt. Rechnet man zwei gleich lange Wahrscheinlichkeiten auf die Quoten zurück, entspricht jede von ihnen 1 / 1.90 = 52.6 % – zusammen 105.3 %, obwohl die Summe zweier sich ausschliessender Ereignisse zwingend 100 % ergeben muss. Die 5.3 Punkte, um die es zu viel ist, sind der Anteil, um den die Quoten unter dem fairen Preis liegen, und er gilt für beide Seiten des Marktes.
Das ist die ganze Mechanik hinter jeder einzelnen Quote: Der Buchmacher verkauft nicht seine Meinung, sondern einen Preis mit einem eingebauten Abschlag. Bei einem 1X2-Markt mit drei Ausgängen fällt dieselbe Rechnung auf drei Zahlen an, bei einem Handicap mit zwei Ausgängen auf zwei – und bei jedem Markt, den ein Anbieter überhaupt ins Programm nimmt, ändert sich die Grösse des Abschlags. Wer die Quoten von zwei Buchmachern vergleicht, vergleicht deshalb nicht nur Preise, sondern zwei verschiedene Margenkomponenten, die sich über die Menge der gesetzten Wetten auszahlen.
Eine 5-Prozent-Marge macht aus CHF 1’000 Umsatz im Erwartungswert CHF 50, die nicht mehr im Spiel der Spielenden stecken. Der eine Teil davon ist die Betriebsmarge, der andere ist öffentlicher Zweck. Genau dieser Unterschied zwischen Schweizer und ausländischen Anbietern lässt sich am Quotenschlüssel ablesen, sobald ein Markt in beiden Welten existiert.
Einzelwette, Systemwette, Kombiwette und der Cash-Out
Die Zahl der Wettarten ist überschaubarer, als die Werbung suggeriert, und jede von ihnen hat eine eigene Falle.
Die Grundformen des Wettscheins
Die Einzelwette ist eine Voraussage mit einer Quote. Die Kombiwette verbindet mehrere Voraussagen zu einer einzigen Wette, wobei die Gesamtquote das Produkt der Einzelquoten ist. Die Systemwette kombiniert mehrere Voraussagen in mehreren Teilmengen gleichzeitig, sodass nicht alle Treffer nötig sind. Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 für eine Systemwette. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.
Der Gewinnbetrag ergibt sich bei Sporttip aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote, also dem Produkt der Einzelquoten. Der Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Wer eine Kombination aus vier Voraussagen mit je 2.10 spielt und CHF 20 setzt, kommt auf eine Gesamtquote von rund 1’944 und damit auf einen möglichen Gewinn von knapp CHF 389 – unter der Voraussetzung, dass alle vier eintreffen, und die implizite Wahrscheinlichkeit dieses Ereignisses liegt bei knapp 5 %. Die Quote verzehnfacht den Einsatz, die Trefferchance verzwanzigfacht sich nicht.
Livewetten mit Regel 1.00
Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen – Elfmeter, Rote Karte, Entscheid des Videoschiedsrichters – kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Das ist eine kurze, harte Regel, und sie schützt den Anbieter dort, wo die Übertragung langsamer ist als das Ereignis. Wer live über eine Verbindung mit Verzögerung wettet, sollte sie kennen. Sie ist nicht ungerecht, aber sie macht Livewetten zu etwas anderem als einem schnellen Reaktionsspiel.
Cash-Out ist kein Ausgang
Cash-Out gibt es bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag liegt tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten.
Wer das liest und trotzdem Cash-Out spielt, sollte es mit offenen Augen tun. Es ist eine Versicherung gegen ein schlechtes Gefühl – und die Prämie zahlt derjenige, der die Versicherung kauft, in Form des Abzugs gegenüber dem möglichen Gewinn. Ein Markt, den der Anbieter jederzeit streichen darf, ist ein Angebot und kein Recht. Das ist die nüchterne Einordnung, die man nirgends in der Bewerbung findet.
Voneinander abhängige Ereignisse
Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.
Diese Regel ist technisch, aber sie erklärt, warum manche Kombinationen im Wettschein gar nicht erst möglich sind. «Über 2,5 Tore» und «Sieg der Heimmannschaft» hängen zusammen; das System verhindert die Kombination nicht aus Schikane, sondern weil eine Kombination abhängiger Ereignisse keine echte Multiplikation von Wahrscheinlichkeiten ist.
Absagen, Aufschub und das Kleingedruckte
Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn – oder im Rahmen eines Turniers – nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Und die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind.
48 Stunden sind grosszügig gerechnet, die Quote-1.00-Regel in der Kombination ist es nicht. Wer eine Kombi aus sechs Begegnungen spielt und eine davon wird verschoben, hat nicht fünf Richtige, sondern fünf Richtige und ein Nichts.
Fussball, Eishockey, Handball und was gar nicht im Programm steht
Der Spielplan entscheidet, nicht der Geschmack
Wer Sporttip spielt, findet dort, was die Behörde zugelassen hat – und das ist eine geschlossene Liste. Sie führt Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten auf, und sie ist die einzige verbindliche Auskunft darüber, was bei einem Schweizer Anbieter überhaupt möglich ist. Wer sein Sporttip-Konto erst eröffnet, um regelmässig auf eine kleine Liga zu wetten, sollte vorher einen Blick in diese Liste werfen. Handball und Boxen tauchen dort nur auf, soweit der Katalog sie führt; Qualifikationsrunden nur, wenn sie gelistet sind, Frauen-Wettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind.
Das ist für den einen eine Enttäuschung, für den anderen mehr als genug. Fussball ist die Hauptmasse, Eishockey gehört zu den Sportarten, die in der Schweiz ernsthaft gespielt und entsprechend begleitet werden, und mit Bundesliga und den grossen internationalen Wettbewerben ist ein Programm vorhanden, das den meisten Sonntagabend füllt. Wer Registrierungs- und Bewilligungsregeln akzeptiert, bekommt dafür ein Angebot, das nicht durch Werbeverträge aufgebläht ist.
Warum E-Sport schweigt
E-Sport erscheint in der Liste der zugelassenen Wettbewerbe nicht. Wer auf E-Sport wetten will, wird in der Schweiz also nicht fündig, und das gilt unabhängig von der Frage, ob E-Sport als Sport im Sinn des Gesetzes verstanden werden könnte. Diese Suche führt zwangsläufig ins Ausland, und wer dort landet, landet bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung – mit den Folgen, die im Abschnitt «Die Rechtslage in der Schweiz» beschrieben sind.
Was nicht gewettet werden darf
Gewettet werden darf ausschliesslich auf Sportereignisse. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht zulässig. Die Liste der genehmigten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten ist eine Positivliste; was nicht darauf steht, ist nicht bewilligt. Corner- und Kartenmärkte erscheinen darin nicht. Ranking-Wetten sind nur erlaubt, wenn das Ranking den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder die Podestplatzierung entscheidet, und auf Trainingsläufe darf nie gewettet werden. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen, und wer selbst als Wettkämpfer an einem Ereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.
Die Tabelle der zulässigen Wetten ist die vollständige Antwort auf die Frage, warum ein Schweizer Angebot schmaler aussieht als ein internationales: Es ist nicht die Vorliebe des Anbieters, es ist die Liste.
Neue Adressen und die alte Frage nach der Prüfung
Woran man Neuheit erkennt
Ein neuer Buchmacher lässt sich auf zwei Arten prüfen, und nur eine davon ist hier anwendbar. Die erste Frage lautet, ob überhaupt eine Schweizer Bewilligung vorliegt – und die Antwort ist bei jedem neuen Anbieter dieselbe, weil die Veranstalterzahl per Gesetz auf zwei begrenzt ist. Es kann keinen neuen Schweizer Sportwetten-Veranstalter geben, solange die Kantone diese Limite halten. Wer mit einer grossen Markteinführung wirbt, ist ausländisch.
Die zweite Frage lautet, wie sich die Marke sonst verhält: Wer sind die Betreiber, welche Domains gehören dazu, welcher Gerichtsbarkeit unterstehen Streitigkeiten. Diese Fragen haben bei jedem Offshore-Anbieter die gleiche Form und keine gute Antwort für den Schweizer Spieler.
Warum jung nicht besser ist
Ein junger Anbieter hat keinen Anreiz, seine Bedingungen kundenfreundlicher zu gestalten als ein etablierter. Er hat im Gegenteil einen Anreiz, mit hohen Boni und offenen Konditionen Nutzer zu gewinnen, und beides wird über den Quotenschlüssel und die Auszahlungspraxis refinanziert. Dass eine Seite neu aussieht, ist kein Qualitätsmerkmal.
Bei den Schweizer Anbietern gibt es die Kategorie «neu» nicht. Sporttip und Jouez Sport sind die beiden Produkte, die es gibt, und beide bestehen seit Jahren. Wer eine Alternative zu ihnen sucht, sucht keine Neuerung, sondern einen Ortswechsel weg vom bewilligten Markt.
Was die Sperrliste bedeutet
Die Aufsicht führt eine Liste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter über DNS blockieren. Die erste Liste stammt von 2019, und Ende 2025 umfasste sie 671 Domains. Blockierte Adressen werden innerhalb von Stunden ersetzt; dieses Domain-Hopping ist bekannt und benannt. Ein Eintrag auf der Liste bedeutet nicht, dass die Marke verschwunden wäre – er bedeutet, dass ihre Hauptadresse für Schweizer Nutzer nicht mehr funktioniert.
Für die Leserin folgt daraus etwas Praktisches: Die Abwesenheit einer Marke von der Liste sagt nichts über deren Rechtsstellung aus. Sie kann schlicht neu sein. Die Anwesenheit einer Marke auf der Liste hingegen sagt, dass die Aufsicht sie für eine unbewilligte Adresse hält.
Was ein Buchmacher tut und wie er am Wettschein verdient
Buchmacher ist im Alltag ein lockerer Begriff für den Wettanbieter. Der rechtliche Begriff lautet Veranstalterin oder Veranstalter, und die Bedingungen sprechen von einer Bewilligung, nicht von einer Lizenz. Das ist Sprache, aber sie steuert den Blick: Ein Veranstalter organisiert ein Grossspiel nach Gesetz, und dieser Rahmen bestimmt, was er anbieten darf, während ein ausländischer Anbieter auf Grundlage einer gesetzlich zugesicherten Erlaubnis nach Schweizer Recht gar nichts darf.
Der Buchmacher nimmt Wetten an und setzt dafür Preise. Diese Preise sind nicht seine Prognose, sondern seine Kalkulation: die Wahrscheinlichkeiten der Ausgänge, gewichtet mit einem Abschlag, der die Kosten und den Ertrag des Betriebs trägt. Der Gewinn eines Wettscheins ergibt sich aus Einsatz mal Quote, die Verlustseite aus dem Einsatz. Über viele Wetten hinweg liegt das Ergebnis der Spielenden deshalb nicht bei null, sondern um die Marge unter null.
Daraus folgen drei Dinge, die für das ganze Feld gelten. Erstens ist die Marge der einzige sichere Erlös jedes Anbieters – der Rest ist Varianz, die er über die Menge der angenommenen Wetten ausgleicht. Zweitens ist der Vergleich von Quoten ein Vergleich von Margen, auch wenn die Anzeige nur Preise zeigt. Drittens ist die Frage, ob Wetten ein Einkommen sein können, mathematisch beantwortet, bevor sie gestellt wird.
Die Höhe der Marge schwankt zwischen Märkten und Anbietern. Sie ist bei einem Fussball-1X2-Markt eine andere als bei einem Live-Handicap, und bei einem zweistufigen Markt eine andere als bei einem mit drei Ausgängen. Wer zwei Anbieter vergleicht, indem er den Preis einer einzelnen Wette nebeneinanderlegt, vergleicht Zufälle. Wer dasselbe Ereignis auf dasselbe Marktpaar legt und die Auszahlungsquoten ausrechnet, vergleicht das Geschäft.
Die Rangliste: zwei Wege, zehn Adressen
Die Rangliste dieser Seite hat eine Besonderheit, die keine andere Liste hat: Die ersten zwei Plätze sind die einzigen, die in der Schweiz als Buchmacher im Rechtssinn veranstalten dürfen. Die anderen acht sind ausländische Marken, die Schweizer Spielende in Suchanfragen antreffen. Sie werden hier nach denselben Massstäben beschrieben und eingeordnet – Bewilligungsstatus, Produktumfang, Zahlungs- und Auszahlungsbedingungen, Bedingungen an die Nutzung. Wer die Liste liest, soll beide Gruppen kennen und nicht die eine für die andere halten.
Swisslos Sporttip: das bewilligte Angebot für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein
Swisslos hat seinen Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Das Vertragsgebiet umfasst die Kantone Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich, dazu das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein.
Für die Nutzung gibt es klare Türen. Das Mindestalter ist 18 Jahre, und wer sich registriert, braucht Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet. Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Wer ausserhalb des Gebietes wohnt, kommt nicht hinein – das ist keine Härte des Anbieters, sondern die Folge der Kantonsgrenzen im Geldspielrecht.
Vor der ersten Teilnahme müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Die 72 Stunden sind die strengere Fassung dessen, was das Verordnungsrecht mit 24 Stunden vorsieht; beide Schweizer Anbieter wenden die längere Frist an. Wer also am Samstagabend in einer Verlustphase die Limite hochsetzen will, kann das nicht.
Der Zugang lässt sich produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Das ist die wirksamste Einzelregel des ganzen Systems: Sie kennt keine Marke, keine Produktgrenze und keine Rücknahme auf Zuruf.
Zum Programm gehören Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, Livewetten, der Kombiboost mit Mindestquote 1.50 pro Voraussage, Quoten- und Profitboosts, die nur online und nur einmal nutzbar sind, sowie die Wetten bei Swisslos oder die Sporttip App für iOS und Android; in der App zusammengestellte Wetten lassen sich per QR-Code an einer Verkaufsstelle spielen.
Die Bewertung: Sporttip ist der Weg für alle, die in der Deutschschweiz, im Tessin oder in Liechtenstein wohnen und das volle Paket wollen – gesetzlicher Schutz, Sperrregister, Limiten, Auszahlung auf das eigene Konto. Die Kehrseite derselben Konstruktion ist, dass der Anbieter nichts anbieten darf, was nicht auf der Liste steht, und dass die Quoten nicht die eines internationalen Wettmarktes sind. Wer auf exotische Märkte und Live-Tiefe aus ist, wird hier nicht bedient; wer Sicherheit, Nachvollziehbarkeit und einen geregelten Beschwerdeweg will, findet sie hier und nirgends sonst in der Schweiz.
Loterie Romande Jouez Sport: dasselbe Recht, anderes Gebiet
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie nennt als Kontaktadresse Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.
Die Bewilligungslage ist identisch: Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz, beaufsichtigt durch die Gespa. Die für die Freispiele und Gratisguthaben zuständige Aufsicht hat in einem Jahr 24 Zustimmungen an die Loterie Romande erteilt, gegen 8 an Swisslos – ein Zahlenverhältnis, das mehr über die Westschweizer Verkaufsstellendichte sagt als über die Grosszügigkeit der beiden Anbieter.
Die Bewertung: Jouez Sport ist die einzige Wahl für Spielende in der Westschweiz, und das ist keine Empfehlung, sondern eine Feststellung der Gebietsgrenzen. Die 2’350 Verkaufsstellen sind das eigentliche Unterscheidungsmerkmal gegenüber Sporttip – wer eine Wette bar an einem Schalter abgeben will, findet hier die Infrastruktur, die es in der Deutschschweiz in dieser Dichte nicht gibt. Wer ausserhalb der sechs Kantone wohnt, kann ein Konto nicht eröffnen, und jede Diskussion über Quoten und Bedingungen erübrigt sich damit.
MrXbet: ohne Schweizer Bewilligung
MrXbet gehört zur Gruppe der ausländischen Marken, die in Schweizer Suchanfragen auftauchen. Eine Schweizer Bewilligung hat die Marke nicht. Eine gemeldete Bewilligung hat in der Schweiz keine Wirkung. Eine Verbindung zum Schweizer Sperrregister besteht nicht, und ein Schweizer Rechtsweg steht offen: keine Stelle in diesem Land nimmt eine Beschwerde über diese Marke an, weil sie hier nicht veranstalten darf. Ihre Domains können auf die Sperrliste der Aufsicht gesetzt und damit für Schweizer Anschlüsse blockiert werden.
Die Bewertung: Wer MrXbet wählt, wählt gegen den Schweizer Rechtsrahmen, und der Unterschied zu den beiden ersten Plätzen liegt nicht in der Quote, sondern darin, wohin man sich wendet, wenn das Konto nicht mehr zugänglich ist. In diesem Fall gibt es niemanden.
22Bet: ohne Schweizer Bewilligung
22Bet steht in derselben Kategorie. Eine Schweizer Bewilligung liegt nicht vor, eine gemeldete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz, kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz, und die Domains kommen für die Blockliste der Aufsicht in Frage.
Die Bewertung: Die Reichweite eines internationalen Buchmachers ist genau das, was ein Schweizer Anbieter nicht bieten darf, und gleichzeitig genau das, was der Schweizer Spieler am teuersten bezahlt, wenn etwas schiefgeht. Der Vorteil ist echt und der Preis auch.
Betclic: ohne Schweizer Bewilligung
Betclic führt keine Schweizer Bewilligung. Es gilt die gemeldete Bewilligung ohne Kraft in der Schweiz, kein Sperrregister, keine Schweizer Beschwerdemöglichkeit, Blocklistung der Domains möglich.
Die Bewertung: Eine bekannte Marke ist keine bewilligte Marke. Die Bekanntheit sagt nichts über die Rechtsstellung in der Schweiz, und die Rechtsstellung ist hier die einzige Angabe, die zählt.
20Bet: ohne Schweizer Bewilligung
20Bet tritt ohne Schweizer Bewilligung auf. Die gemeldete Bewilligung ist in der Schweiz wirkungslos, eine Verbindung zum Sperrregister fehlt, ein Schweizer Rechtsschutz ebenso, und die Domains sind für die Blockliste der Aufsicht vorgesehen.
Die Bewertung: Bei einem Anbieter, dessen Bewilligung ausserhalb der Schweiz ausgestellt wurde, hängt alles an der ausländischen Aufsicht und nichts an der Schweizer. Das ist eine Grundsatzentscheidung, keine Detailfrage.
Boomerang Bet: ohne Schweizer Bewilligung
Boomerang Bet gehört zu den Marken ohne Schweizer Bewilligung. Gemeldete Bewilligung, keine Geltung in der Schweiz, kein Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Domains blocklistungsfähig.
Die Bewertung: Der Name klingt nach Zurückkommen. Die Regeln lassen nur eines davon zu, und es ist nicht die Auszahlung.
1xBet: ohne Schweizer Bewilligung
1xBet hat keine Schweizer Bewilligung. Eine gemeldete Bewilligung entfaltet in der Schweiz keine Wirkung, das Sperrregister kennt die Marke nicht, Schweizer Rechtsschutz besteht nicht, und die Domains können blockiert werden.
Die Bewertung: Die markante Reichweite des Angebots ist der Grund, warum Schweizer Spielende es kennen, und zugleich der Grund, warum die Aufsicht es auf die Blockliste setzen kann. Beides hat dieselbe Ursache.
Donbet: ohne Schweizer Bewilligung
Donbet ist ohne Schweizer Bewilligung gelistet. Es gilt die ausländische gemeldete Bewilligung ohne Kraft in der Schweiz, keine Sperrregisterverbindung, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrlisteneintrag möglich.
Die Bewertung: Bei einer Marke ohne Schweizer Bewilligung ist jede Aussage über Limiten, Auszahlungen und Konditionen eine Aussage über fremdes Recht. Der Schweizer Spieler hat keine Handhabe, sie durchzusetzen.
N1 Bet: ohne Schweizer Bewilligung
N1 Bet hat keine Schweizer Bewilligung. Die gemeldete Bewilligung wirkt in der Schweiz nicht, ein Sperrregisteranschluss fehlt, Schweizer Rechtsschutz besteht nicht, und die Domains können blockiert werden.
Die Bewertung: Die Marke liefert, was ein internationaler Anbieter liefern kann, und nichts von dem, was ein Schweizer Veranstalter liefern muss. Wer beides verwechselt, verwechselt die Wette mit ihrem Schutz.
Die Rechtslage in der Schweiz
Das Geldspielgesetz regelt Online-Sportwetten als Grossspiel und hat sie der Aufsicht durch die Gespa unterstellt, der Interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern. Nicht die ESBK, die nur die Casinos beaufsichtigt, ist hier zuständig. Eine Bewilligung besteht aus einer Veranstalterbewilligung und einer Bewilligung je Spiel, und sie gilt nur in der Schweiz. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Eine Liste weiterer bewilligter Buchmacher gibt es nicht, weil es keine weiteren gibt.

Kein Rechtsschutz, und für Spielende keine Strafe
Ein ausländisches Gesetz – ob Curaçao, Malta, Deutschland oder ein anderes Land – hat in der Schweiz keine Wirkung. Das Veranstalten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat, die mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe geahndet werden kann, bei gewerbsmässigem Betrieb mit bis zu fünf Jahren. Wer als Spieler bei einem solchen Anbieter wettet, macht sich nach der Rechtslage nicht strafbar. Das ist die beruhigende Seite. Die unberuhigende ist, dass Einsätze und Gewinne in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden können und dass keine Schutz- und Fairplay-Kontrolle besteht. Der Spieler verliert also nicht sein Recht, sondern seinen Zugriff.
Was Wettende prüfen können
Der Rechtsweg für Schweizer Spielende führt über die bewilligten Anbieter und ihre Verkaufsstellen, über die Aufsicht bei Fragen zu Bewilligungen und über die kantonale Steuerverwaltung bei Steuerfragen. Wer vor einer Registrierung wissen will, ob ein Anbieter veranstalten darf, findet bei der Aufsicht die Auskunft; wer prüfen will, ob eine Domain blockiert ist, findet dort die Liste. Beide Angaben sind in wenigen Minuten überprüfbar, und keine davon ist in Werbematerial zu finden.
Limiten, Sperren und wo man Hilfe findet
Der Spielerschutz der bewilligten Schweizer Anbieter ist nicht freiwillig, sondern Teil des Gesetzes, und er beginnt vor der ersten Wette. Limiten setzt der Spielende selbst; der Veranstalter muss Höchstwerte für Einsätze oder Verluste pro Tag, Woche oder Monat verlangen. Eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung erst nach Ablauf der Frist. Ein festgeschriebener allgemeiner Einzahlungsdeckel existiert in der Schweiz nicht – wer das aus anderen Ländern kennt, kennt es nicht von hier.
Die Spielsperre ist das zweite Instrument. Die Aufsicht führt ein gemeinsames Register der gesperrten Personen; darin stehen überschuldete und spielsuchtgefährdete Personen sowie die, die sich selbst gesperrt haben. Eine freiwillige Sperre kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden, und eine Fachstelle ist daran beteiligt. Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss der Veranstalter anbieten. Wer gesperrt ist oder minderjährig, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne.
Diese Instrumente wirken nur bei den bewilligten Anbietern. Wer bei einer ausländischen Marke spielt, hat weder Verlustlimiten mit Sperrwirkung noch einen Registereintrag, der ihn auch bei anderen Anbietern schützt. Für einen Menschen mit problematischem Spielverhalten ist das der praktische Nachteil, der jede Quotendiskussion überstimmt. Wer merkt, dass er die Kontrolle verliert, findet Hilfe bei der Spielsuchtberatung des Wohnkantons und über die gemeinsame Spielsperre – beides unabhängig davon, bei welchem Anbieter das Konto liegt.
Häufige Fragen zum Buchmacher in der Schweiz
Was ist ein Buchmacher, und wovon lebt er?
Er nimmt Wetten an und setzt dafür Quoten. Sein Ertrag ist nicht die Prognose, sondern ein in jeden Preis eingerechneter Abschlag: Die Kehrwerte der Quoten eines Marktes ergeben zusammen mehr als 100 %, und die Differenz behält er pro Umsatzeinheit ein, unabhängig davon, wie das einzelne Spiel ausgeht.
Wer darf in der Schweiz Sportwetten veranstalten?
Nur Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter per Gesetz auf zwei begrenzt; weitere Bewilligungen gibt es nicht. Swisslos bedient die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und Liechtenstein, die Loterie Romande die sechs Westschweizer Kantone, und ein Online-Konto ist nur für Personen im jeweiligen Gebiet möglich.
Wie hoch ist der Mindesteinsatz bei den Schweizer Anbietern?
Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 für eine Systemwette. Für Jouez Sport nennt die Loterie Romande in ihren eigenen Unterlagen Mindesteinsätze, die von Sporttip abweichen können; genaue Werte stehen in den jeweiligen Spielregeln.
Was gilt für einen Buchmacher ohne Schweizer Bewilligung?
Ein ausländisches Gesetz hat in der Schweiz keine Wirkung, und ein solcher Anbieter darf hier gar nicht veranstalten. Schweizer Spielende machen sich nicht strafbar, verlieren aber jeden Schweizer Rechtsschutz, hängen nicht am gemeinsamen Sperrregister, und Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden. Die Domains können auf der Sperrliste stehen und blockiert werden.
Sind Gewinne aus Sportwetten in der Schweiz steuerfrei?
Gewinne aus einem schweizerisch bewilligten Grossspiel sind bis zum Steuerfreibetrag steuerfrei und erst darüber steuerpflichtig; der Bund zieht die Grenze bei CHF 1’071’000 ab dem 1. Januar 2026, nachdem sie 2025 bei CHF 1’070’400 lag. Der kantonale Freibetrag weicht ab – hier gilt «je nach Kanton». Oberhalb der Grenze behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein. Wer unsicher ist, fragt eine Steuerberaterin oder die kantonale Steuerverwaltung.
Welche Rolle spielen Verlustlimiten und die Spielsperre?
Beide greifen vor der ersten Wette und nur bei den bewilligten Anbietern. Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage werden von den Spielenden selbst gesetzt, Senkungen wirken sofort, Erhöhungen erst nach 72 Stunden. Die gemeinsame Spielsperre der Kantone gilt schweizweit und, bei unbefristeter Sperre, auch für Casinos und in Liechtenstein.
Vergleich – wettbueroch
Inhalt erstellt vom Team «wettbueroch»
