Die Strategie der Kombiwetten 2026: Einsatz, Quote und Marge in der Schweiz
Ladevorgang...
Stand: Oktober 30, 2026 — geprüft gegen die Gespa, das Geldspielgesetz (BGS) und die veröffentlichten Spielregeln der Veranstalter.
Wer eine Kombiwette abgibt, kauft sich eine grosse Zahl und bezahlt sie mit einem kleinen Tor. Das ist die ganze
Mechanik, und alles Weitere auf dieser Seite folgt daraus: die Quote, die Marge, die Mindestquote eines Boosts, die
Verlustlimite, die ein Veranstalter vor der ersten Wette einfordert. In der Schweiz kommt eine Besonderheit hinzu,
die kaum ein Ratgeber ausspricht. Für Sportwetten gibt es genau zwei Veranstalter mit Bewilligung, und welcher für
Sie in Frage kommt, entscheidet nicht der Geschmack, sondern der Wohnkanton. Ein Konto bei Loterie Romande ist für
eine Person aus Zürich ebenso wenig zu haben wie eines bei Swisslos für jemanden aus Genf.
Das verändert jede Strategiefrage. Wer in Neuenburg wohnt, verhandelt über die Bedingungen von Jouez Sport und
sonst über nichts. Wer in St. Gallen wohnt, hat die Wahl zwischen Sporttip und einem Dutzend ausländischer
Plattformen, auf denen keine Schweizer Bewilligung steht — mit allen Folgen, die das für Limiten, Auszahlungen,
Steuern und den Rechtsweg hat.
Wer die Marge nicht kennt, kann die Quote nicht lesen. Sie steckt in jedem Preis, auch im schönsten, und sie
entscheidet, was von einem Zuschlag am Ende übrig bleibt.
Die Grundrechnung einer Kombiwette: Produkt statt Summe
Zwei Voraussagen zu je Quote 2.00 ergeben zusammen 4.00, nicht 3.00. Addiert wird nichts. Die Gesamtquote ist das
Produkt der Einzelquoten, und deshalb wächst sie so schnell — und mit ihr der Anspruch an den Wetter.

Fünf Voraussagen zu je 1.90 ergeben eine Gesamtquote von rund 24.76. Wer CHF 20 einsetzt, sieht auf dem Wettschein
einen möglichen Gewinn von CHF 495. Was daneben steht, ist der eigentliche Gegenstand dieser Seite. Bei einer
Einzelwette zu 1.90 sind 1000 Wettscheine kein abstraktes Bild, sondern die Grössenordnung, in der sich ein
Ergebnis einpendelt. Bei einer Fünferkombination mit denselben Einzelquoten liegt die Trefferquote schon unter
einem Zehntel.
Der Gewinnbetrag folgt einer festen Regel und nicht dem Augenschein. Bei Sporttip ergibt er sich aus Einsatz mal
Quote, bei Kombinationen also mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten; der Betrag wird zuerst auf zwei
Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Zwei Franken Strategie, in einem Satz
erledigt: Auf jeder Sporttip-Kombination verschwindet der Rest unter fünf Rappen, und niemand bekommt ihn je
zurück. Das ist keine Ungerechtigkeit, aber es ist ein Detail, das die Sporttip-Werbung nicht ausspricht.
Was aus einer Kombination wird, wenn ein Spiel verschoben wird
Absagen kommen vor, und sie treffen Kombinationen härter als Einzelwetten, weil eine ganze Kette an einer
einzigen Voraussage hängt. Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem
ursprünglichen Beginn — oder im Rahmen eines Turniers — nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden
zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die betroffene Voraussage Quote 1.00.

Quote 1.00 ist der stille Held dieses Abschnitts. Die Kette bleibt bestehen, aber sie trägt weniger. Aus sieben
Voraussagen werden in der Rechnung sechs, und wenn Sporttip sieben Voraussagen für den vollen Kombiboost
verlangt, ist der Zuschlag im selben Moment weg. Genau hier zeigt sich, was Konzentration kostet: Je mehr
Voraussagen eine Kombination bündelt, desto mehr Gelegenheiten hat der Spielplan, sie zu stutzen.
Zwei Ereignisse, ein Markt, eine Regel
Nicht jede Kombination ist erlaubt, und das hat einen Grund, den jeder Veranstalter kennt: Zwei Märkte
desselben Spiels sind nicht unabhängig. Wer «Sieg Bayern» und «Über 2.5 Tore» kombiniert, verkauft sich
gegenseitige Bestätigung als Vielfaches.
Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die
Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann
sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Der Fall ist selten. Die
Regel dahinter gilt immer, und sie gilt bei jedem Veranstalter in irgendeiner Form.
Die Marge: der stille Dritte auf jedem Wettschein
Ein Markt, den ich zum Rechnen brauche, ist kein Angebot. Nehmen Sie einen zweiseitigen Markt mit zwei Quoten zu
je 1.90 — ein Rechenbeispiel, keine ausgeschriebene Quote. Wer den Sporttipp-Auszahlungsschlüssel darauf anwendet,
teilt eins durch 1.90 und noch einmal durch 1.90, addiert die beiden Zahlen zu rund 1’053 und liest daraus ab, dass
ein solcher Markt etwa 95 % der Einsätze zurückzahlt. Die Marge, also der Anteil, den der Veranstalter von jedem
gesetzten Franken behält, liegt dann bei rund 5 %.
Die Zahl ist eine Bandbreite, keine Konstante. Rund 5 % gilt für einen ausgewogenen Markt mit zwei Ausgängen. Ein
Dreifachmarkt mit drei Quoten und einem klaren Favoriten trägt mehr, ein Nischenmarkt auf eine Zweitliga-Partie
trägt deutlich mehr, und ein Live-Markt bewegt sich, während Sie den Einsatz setzen. Wer eine Quote liest, sollte
deshalb nicht nach dem schönsten Preis im Vergleich suchen, sondern nach der Differenz, die der Veranstalter
zwischen den Seiten aufspannt. Ein Anbieter mit 6 % Marge und einer 2.05 in dieser Rechnung kann besser sein als
einer mit 4 % und 1.95. Das Auge sieht die Quote. Der Auszahlungsschlüssel sieht die Marge.
Und dann multipliziert sich die Marge. Bei einer Fünferkombination ist der Auszahlungsschlüssel des Gesamtmarkts
das Produkt der einzelnen Auszahlungsschlüssel. Fünf ausgewogene Märkte zu je rund 95 % ergeben zusammen rund 77 %.
Anders gesagt: Ein gutes Viertel der Einsätze, die in eine solche Kombination fliessen, ist bereits vor dem ersten
Anpfiff weg. Das ist keine verborgene Gebühr, sondern der Preis der Multiplikation. Der hohe mögliche Gewinn, der
auf dem Wettschein steht, ist die Kehrseite davon.
Was daraus für die Praxis folgt, ist unbequem und einfach. Eine Kombination mit vielen Voraussagen ist aus Sicht
des Wetters nicht nur riskanter, weil mehr schiefgehen kann. Sie ist auch teurer, weil mehr Margen übereinander
liegen. Wer aus einer schlechten Chancenlage eine gute Zahl machen will, bekommt beides: ein dünneres Feld und
einen weiteren Weg hindurch.
Nur zwei dürfen es, und Ihr Wohnort entscheidet welcher
Die Rechtslage in der Schweiz ist ungewöhnlich klar. Online-Sportwetten sind ein Grossspiel im Sinne des
Geldspielgesetzes (BGS, SR 935.51, in Kraft seit dem 1. Januar 2019, Art. 3 lit. c und e) und werden von der
Gespa beaufsichtigt, der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern. Nicht die ESBK, die nur Casinos prüft. Eine
Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel (Art. 21–25 BGS), und sie gilt nur
in der Schweiz (Art. 4 BGS).
Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Swisslos mit dem
Produkt Sporttip, betrieben von der SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, die
gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019
(IKV 2020) Lotterien und Sportwetten veranstaltet. Und Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport, die für die
sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura tätig ist und 2’350 Verkaufsstellen
in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende nennt. Es gibt keine Liste weiterer bewilligter Anbieter, weil es
keine gibt. Die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste ausländischer Domains.
Das Vertragsgebiet der Swisslos
Sporttip wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH
sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt; zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet.
Für ein Online-Konto braucht es Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in diesem Gebiet, mindestens 18 Jahre, keine
bestehende Spielsperre und genau eine Registrierung pro Person. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis
ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft.
Das ist die praktische Konsequenz, die man bei Sporttip selten prominent liest. Eine Person aus Genf, Neuenburg
oder Jura bekommt kein Konto, unabhängig davon, wie überzeugend ihre Strategie ist. Und wer in Zürich wohnt, kann
sich nicht bei Loterie Romande anmelden, sondern hat in der Schweiz effektiv einen einzigen bewilligten Anbieter
zur Auswahl.
Was die Bewilligung mit sich bringt
Eine Bewilligung ist kein Abzeichen, sondern eine Reihe von Bedingungen, und die meisten davon kosten den
Veranstalter etwas. Die Hälfte der Regeln schützt den Wettenden.
Wettbar sind ausschliesslich Sportereignisse. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht
erlaubt. Das erlaubte Angebot ist eine geschlossene Liste — die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten,
Wettkämpfe und Wettarten (Version 10.09.2026; Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Qualifikationsrunden stehen darin nur,
wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste
über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder auf das Podest entscheidet, Trainingsläufe nie. Die Liste
zeigt keine Corner- oder Kartenmärkte und keinen Esport-Abschnitt. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige
teilnehmen, sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS).
Für Einzelwetten ist das kein Problem. Für Kombinationen ist es eines. Wer eine Fünferkette aus derselben Liga
bauen will, stösst auf ein schmaleres Feld als bei einem Anbieter ohne Bewilligung, und wer Karten oder Ecken als
Baustein sucht, findet sie in der bewilligten Liste gar nicht. Live-Wetten sind erlaubt, vor dem Spiel und
währenddessen, soweit der Veranstalter eine entsprechende Entscheidung besitzt; eine gesetzliche Beschränkung auf
bestimmte Live-Märkte kennt das BGS nicht. Ein Cash-Out ist nicht geregelt und bleibt Sache jedes Veranstalters.
Der Rechtsweg und der Preis, den er hat
Ein ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung bietet weder Schutz noch Rechtsweg. Eine Bewilligung aus
Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS). Das Organisieren
von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat — bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe, bei
gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren (Art. 130 BGS). Der Spielende wird nicht bestraft. Aber Einsätze und
Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und eine faire Spielkontrolle gibt es
nicht.
Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren
(Art. 86–93 BGS; erste Liste vom 3. September 2019, 671 Domains Ende 2025). Blockierte Domains werden innert
Stunden ersetzt — die Gespa nennt dafür das Domain-Hopping. Wer heute einen Anbieter erreicht, findet ihn in
einigen Wochen vielleicht nicht mehr unter derselben Adresse. Das ist die Kehrseite der Bequemlichkeit: Ein Konto
bei einem Anbieter ohne Bewilligung kann über Nacht unerreichbar werden, und die Einzahlung, die darauf liegt,
ist nicht durch einen Schweizer Regulator geschützt.
Und die andere Seite ehrlich: Ein bewilligter Anbieter bringt vollen Schweizer Schutz, aber nur zwei
Veranstalter, eine geschlossene Liste von Sportarten und Märkten, eine Wohnsitzanforderung und eine
Identitätsprüfung. Beides ist nicht per se «die sichere Wahl». Das ist eine Abwägung, und sie fällt je nach
Wohnkanton und je nachdem, was jemand wetten will, anders aus.
Limiten kommen nicht vom Staat, sondern von Ihnen
Es gibt in der Schweiz keine gesetzlich festgelegte Einzahlungslimite. Wer eine Zahl erwartet, die für alle gilt,
findet sie nicht. Was es gibt, ist die Pflicht der Veranstalter, von jeder Person vor der ersten Wette einen oder
mehrere Höchstwerte für Einsätze oder Verluste verlangen zu lassen (Art. 87 VGS). Die Grenze kommt also nicht von
der Aufsicht, sondern aus den eigenen Händen — und das ist der Punkt, an dem eine Kombination strategisch
gefährlich wird.
Was Sporttip verlangt, und wann es wirkt
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite
liegt bei CHF 9’999, unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden.
Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.
Die 72 Stunden sind der wichtigste Satz dieses Abschnitts. Genau dann, wenn eine Kombination schiefgegangen ist,
ist die Limite am schwersten zu bewegen. Gesetzlich wäre eine Erhöhung nach 24 Stunden möglich; Swisslos und
Loterie Romande setzen in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden und gehen damit über das Minimum hinaus. Wer im
Ärger nachlegen will, muss also drei Tage warten, und die drei Tage sind die eigentliche Schutzvorrichtung — nicht
die Zahl auf dem Formular.
Die Sperre als Werkzeug, nicht als Strafe
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf.
Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos
einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.
Das Register ist der Teil, den man kennen sollte, bevor man handelt. Eine Sperre wirkt nicht nur bei einem
Anbieter, sondern über den ganzen bewilligten Markt, und eine freiwillige Sperre lässt sich nur nach drei Monaten
aufheben, unter Beteiligung einer Fachstelle (Art. 81, 84 VGS). Gesperrte oder minderjährige Personen haben keinen
Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS). Es ist deshalb keine Massnahme, die man schnell rückgängig
macht, und genau darin liegt ihr Wert.
Was sie nicht leistet, wird oft falsch dargestellt. Sportwetten sind ab 18 Jahren zugänglich, und der Zugang wird
geprüft. Die Gespa hat 2025 bei 200 Testkäufen an Verkaufsstellen in 47.5 % der Fälle eine Sportwette an eine
minderjährige Person verkauft. Diese Zahl gehört auf jede Seite, die den Schweizer Jugendschutz als lückenlos
beschreibt. Sie ist es nicht, und die Lücke liegt nicht im Online-Konto, sondern am Schalter.
Warum Kombinationen mehr kosten als sie scheinen
Eine Kombination mit vielen Voraussagen macht aus einem kleinen Einsatz eine grosse Zahl. Genau diese Zahl ist es,
die zu grösseren Einsätzen verleitet, und die selbst gesetzte Verlustlimite ist das einzige Werkzeug, das dagegen
steht. Wer sie bei CHF 50 für 30 Tage setzt und das durchhält, hat die Strategiefrage zur Hälfte beantwortet,
bevor er die erste Quote studiert. Kalkulieren Sie eine Limite mit der Marge im Kopf: Rund 5 % der Einsätze in
einem ausgewogenen Markt gehen an den Veranstalter, bei einer Fünferkombination deutlich mehr. Über ein Jahr ist
das der zuverlässigste Posten in jeder Bilanz.
Die Rechenregeln: Einzelwette, Kombiwette, Systemwette
Drei Wetten, drei verschiedene Dinge, und der Unterschied liegt jeweils in der Trefferbedingung, nicht im Einsatz.
Die Einzelwette setzt auf ein Ereignis. Sie gewinnt oder sie verliert, und die Quote gilt direkt. Der Ausgang ist
überschaubar und die Marge — rund 5 % in einem ausgewogenen Markt — bleibt die einzige eingebaute Bremse.
Die Kombiwette verbindet 2 bis 10 Voraussagen bei Jouez Sport, und die Gesamtquote ist das Produkt der
Einzelquoten. Der Gewinnbetrag folgt der Regel aus Einsatz mal Gesamtquote und wird auf 5 Rappen genau abgerundet.
Der springende Punkt ist, dass alle Voraussagen eintreffen müssen. Bei Jouez Sport beträgt der Höchstgewinn pro
Einzel- oder Kombiwette CHF 300’000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000; eine
Einzelquote oder Gesamtquote muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.
Die Systemwette löst dasselbe Problem wie eine Kombination, aber anders. Sie enthält mehrere Kombinationen
gleichzeitig, sodass ein einzelner Fehlgriff nicht alles kostet — der Preis dafür ist ein höherer Einsatz für
dieselben möglichen Gewinne. Bei Sporttip liegt der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei
CHF 1’000; für eine Systemwette erlaubt Swisslos CHF 10’000. Der Mindesteinsatz beträgt CHF 1. Swisslos kann
diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.
Diese Zahlen sind nicht nur Regeln, sondern eine Rechnung. Wer CHF 1’000 als Höchsteinsatz für eine Kombination
sieht, liest dort ein Bekenntnis des Veranstalters: Eine einzelne Kombinationswette über dieser Summe ist für sein
Risikomodell nicht mehr tragfähig. Der doppelte Spielraum bei Systemwetten verrät dasselbe in der Gegenrichtung.
Mehrere Kombinationen auf einmal streuen das Risiko, und Streuung verschiebt die Verteilung vom Extrem weg — in
beide Richtungen.
1000 Wettscheine
Die Trefferquote ist nicht alles, aber ohne sie bleibt jede Quote eine Behauptung. Eine Einzelwette zu 2.00
gewinnt statistisch etwa jeden zweiten Wettschein, und das Verhältnis von Gewinn zu Einsatz bleibt ungefähr bei
null — vor der Marge. Eine Kombination aus fünf unabhängigen Voraussagen zu je 2.00 hat eine Gesamtquote von
32.00, aber eine Trefferwahrscheinlichkeit von rund einem Wettschein in 32: etwa 3 %.
Ein Rechenbeispiel für den, der glaubt, eine besonders gut gewählte Kombination hebe das auf. Nehmen Sie eine
Fünferkombination mit Einzelquoten um 1.90, sodass die Gesamtquote bei rund 24.76 liegt. Bei 1000 Wettscheinen
trifft sie im Durchschnitt 28-mal. Das klingt nach einem guten Geschäft, bis man die 1000 Einsätze bezahlt. Wer
dreissigmal CHF 10 zurückbekommt und eintausendmal CHF 10 abgibt, hat mehr ausgegeben als eingenommen — und die
Marge hat dabei noch nicht einmal angefangen zu arbeiten. Der Weg zur Trefferquote führt über die Verteilung, und
die Verteilung bei fünf Voraussagen ist eine einzige lange Durststrecke mit seltenen Ausschlägen.
Was ein Boost auf einer Kombination tatsächlich wert ist
Zuschläge sind der einzige Teil des Kombigeschäfts, der aktiv beworben wird, und deshalb der Teil, an dem ein
Werbewort am meisten Mühe hat.
Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online, und zwar für Prematch-, Live- und Systemwetten. Er verlangt mindestens
vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 %
bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.
Lesen Sie das langsam, weil die Stufen sich nicht dort lohnen, wo sie am grössten aussehen. Wer von vier auf fünf
Voraussagen geht, bekommt immer noch 5 % — und schultert dafür eine weitere Quote, die eintreffen muss. Erst der
Sprung auf sieben bringt 20 %, und der Sprung auf zehn verdoppelt noch einmal. Die Treppe ist also keine glatte
Rampe, sondern hat drei Stufen, und die nächste Voraussage, die noch keine neue Stufe erreicht, ist reiner
Zusatzrisiko. Zwischen sechs und sieben Voraussagen entscheidet eine einzige Begegnung darüber, ob aus 5 % ein
Fünftel des Nettogewinns wird. Der Boost übt damit einen Druck in genau die falsche Richtung aus: Er belohnt
mehr Voraussagen mit mehr Risiko, dort wo das Feld schon am dünnsten ist.
Dazu eine harte Bedingung, die jeden Live-Wetter trifft. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Wer eine
Kombination absichert, verliert also den Zuschlag, um den er die Kombination überhaupt eingegangen ist — und der
Cash-Out-Betrag liegt ohnehin tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn. Die Versuchung, den einen
Ausweg zu nehmen, ist verständlich. Der Preis dafür ist doppelt.
Was ein solcher Zuschlag in Prozent der Einsätze nicht ist
Ein Boost von 40 % klingt nach 40 % mehr Spielraum. Er gilt aber auf den Nettogewinn, nicht auf den Einsatz, und
er greift nur, wenn die Kombination trifft. Über viele Wettscheine gerechnet bleibt das Verhältnis von Rückzahlung
zu Einsatz in einem ausgewogenen Markt bei rund 95 %, und die Marge von rund 5 % verschwindet nicht, weil ein
Zuschlag darauf gelegt wird. Rechenbeispiel mit den Zahlen, die diese Seite trägt: Bei einem dritten Markt mit
rund 4 % Marge zahlt der Markt etwa 96 % zurück und behält rund 4 % — wer darauf einen Boost legt, beschleunigt
die Rückzahlung, aber die Richtung bleibt dieselbe.
Und die Bedingungen des Zuschlags sind Zusatzbedingungen, keine Nebensätze. Die Mindestquote von 1.50 pro
Voraussage schliesst jeden sicheren Baustein aus dem Boost heraus — eine Quote von 1.20 als Anker ist genau die
Idee, die hier nicht durchgeht.
Die anderen Zuschläge, und warum sie Einzelwetten sind
Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen
den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro
Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost.
Für die Kombistrategie heisst das etwas Eindeutiges. Quotenboosts sind keine Bausteine einer Kombination, sondern
das Gegenteil: Sie sind Einzelwetten auf ein einziges Ereignis. Wer eine Kombination aufbaut und dabei einen
Quotenboost mitnehmen will, muss ihn separat platzieren. Ohne Schweizer Bewilligung gibt es keine vergleichbare Schweizer Regel — ein Blick in die eigenen Bedingungen des jeweiligen Anbieters gehört damit zur Vorbereitung, bevor der Wettschein abgeschickt wird.
Prognosen: Was Analyse kann und was sie nicht kann
Eine Prognose entsteht aus Form, Statistik und Quotenvergleich. Drei Zutaten, alle vernünftig, alle mit einer
Grenze. Formkurven sagen etwas über die Vergangenheit einer Mannschaft, nicht über die nächste Partie. Der
Quotenvergleich sagt etwas über den Preis, den jemand anderes verlangt, nicht über die Wahrscheinlichkeit. Und
die Statistik beschreibt Häufigkeiten in einer Grundgesamtheit, nicht das einzelne Spiel, das vor Ihnen liegt.
Was man daraus machen kann, ist real und wird oft falsch bestritten. Ein Vergleich der Quoten bei zwei Anbietern
verschiebt den Preis um einige Prozentpunkte, und bei einer Kombination multipliziert sich jeder einzelne
Prozentpunkt. Wer statt 1.90 zweimal 1.92 findet, holt auf einer Fünferkette spürbar mehr heraus. Das ist die
einzige Stellschraube, die tatsächlich in der Hand des Wettenden liegt, und sie hat nichts mit Vorhersage zu tun.
Was man nicht daraus machen kann, ist eine sichere Kombination. Eine Kombination ist nie sicher, und keine
Analyse ändert das. Der Grund ist strukturell und nicht eine Frage der Qualität der Arbeit: Jede zusätzliche
Voraussage multipliziert ein Risiko, das schon in der einzelnen Voraussage steckt. Deshalb führt mehr Voraussagen
hier zu mehr Unsicherheit, nicht weniger.
Und wer heute einen konkreten Tipp mit Quoten sucht, sei es für die Bundesliga, die Premier League oder den Super
Bowl, sollte wissen, was ihm hier niemand geben kann. Wer eine Trefferwahrscheinlichkeit guten Gewissens als
sicheres Ergebnis verkauft, verkauft keine Prognose, sondern eine Behauptung. Was ein Ratgeber leisten kann, ist
die Mechanik — die Quote, die Marge, die Bedingung, das Limit. Was er nicht leisten kann, ist das Wissen, wer
gewinnt.
Die Rechnung, die jede Kombination aufwirft
Zurück zum Ausgangsmarkt. Ein zweiseitiger Markt mit zwei Quoten zu je 1.90 trägt rund 5 % Marge. Bei fünf
Voraussagen aus fünf solchen Märkten multipliziert sich der Auszahlungsschlüssel: rund 95 % fünfmal genommen
ergibt rund 77 %, und der Rest ist der Preis der Kette. Das ist die Zahl, gegen die jede Analyse arbeiten muss,
bevor sie die erste Zeile schreibt. Wer fünf Spiele durchgearbeitet hat und am Ende trotzdem bei rund 77 %
Rückzahlung landet, hat viel Arbeit in eine Struktur gesteckt, die per Konstruktion gegen ihn steht.
Der Punkt ist nicht, dass Kombinationen sinnlos sind. Der Punkt ist, dass der Grund für eine Kombination die
Gewinnhöhe ist, nicht die Trefferquote. Wer das verwechselt, baut sich eine Struktur, die genau das Gegenteil
von dem tut, was er beabsichtigt.
Wie man Anbieter für Kombinationen vergleicht: zehn Namen und ihr Bewilligungsstatus
Bei Kombinationen gewichten die Vergleichskriterien anders als bei Einzelwetten. Die Höhe einer einzelnen Quote
tritt zurück, weil sich am Ende die Marge mehrfach multipliziert; wichtiger werden die Regeln, die den Weg
bestimmen — die Höchstgewinne, die Mindestquoten, die Zahl der erlaubten Voraussagen, die Bedingungen eines
Boosts und die Frage, ob überhaupt ein Schweizer Rechtsweg besteht. Wer das ignoriert und nur die grösste Zahl
sucht, vergleicht die falsche Spalte.
In der Schweiz gilt dabei eine Vorbemerkung, die den Rest der Liste prägt. Bewilligt sind zwei Veranstalter, und
jeder bedient sein eigenes Gebiet. Die weiteren Namen stehen hier, weil Schweizer Wettende ihnen begegnen; sie
sind an denselben Kriterien gemessen. Werbung für ein in der Schweiz nicht bewilligtes Geldspiel ist strafbar
(Art. 74 Abs. 3, Art. 131 BGS), deshalb beschreibt und bewertet diese Übersicht — einladen tut sie niemanden.
| Anbieter | Bewilligungsstatus in der Schweiz | Veranstalter beziehungsweise gemeldete Bewilligung | Für Kombinationen relevant |
|---|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, SR 935.51, unter Aufsicht der Gespa | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel; Gebiet: AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG, ZH, Tessin und Liechtenstein | Kombiboost ab vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50; Mindesteinsatz CHF 1, Höchsteinsatz CHF 1’000 für Kombiwetten, CHF 10’000 für Systemwetten; Gewinn auf 5 Rappen abgerundet |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, SR 935.51, unter Aufsicht der Gespa | Société de la Loterie de la Suisse Romande; Gebiet: FR, GE, JU, NE, VD, VS; 2’350 Verkaufsstellen, 221 Mitarbeitende | Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen; Mindestquote 1.10; Gesamtquote höchstens 100’000; Höchstgewinn CHF 300’000 pro Wette, CHF 1’000’000 je Multiple |
| Betify | ohne Schweizer Bewilligung | keine schweizweit anerkannte Bewilligung (Art. 4 BGS) | keine Schweizer Limiten, kein Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg |
| Unibet | ohne Schweizer Bewilligung | keine schweizweit anerkannte Bewilligung (Art. 4 BGS) | keine Schweizer Limiten, kein Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg |
| HighFlyBet | ohne Schweizer Bewilligung | keine schweizweit anerkannte Bewilligung (Art. 4 BGS) | keine Schweizer Limiten, kein Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg |
| HornetBet | ohne Schweizer Bewilligung | keine schweizweit anerkannte Bewilligung (Art. 4 BGS) | keine Schweizer Limiten, kein Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg |
| BetFury | ohne Schweizer Bewilligung | keine schweizweit anerkannte Bewilligung (Art. 4 BGS) | keine Schweizer Limiten, kein Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg |
| Sportaza | ohne Schweizer Bewilligung | keine schweizweit anerkannte Bewilligung (Art. 4 BGS) | keine Schweizer Limiten, kein Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg |
| DirectionBet | ohne Schweizer Bewilligung | keine schweizweit anerkannte Bewilligung (Art. 4 BGS) | keine Schweizer Limiten, kein Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg |
| Wettigo | ohne Schweizer Bewilligung | keine schweizweit anerkannte Bewilligung (Art. 4 BGS) | keine Schweizer Limiten, kein Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg |
Was der Status in der Praxis bedeutet: Bei den zwei bewilligten Veranstaltern verläuft alles über einen
Schweizer Rechtsweg, ein schweizweites Sperrregister ist angeschlossen, und Gewinne unterhalb des Steuerfreibetrags
bleiben steuerfrei. Bei den acht weiteren Namen gilt nichts davon, und ein Konto dort kann über die Sperrliste
der Gespa jederzeit unerreichbar werden. Das sind keine Nuancen, das sind die Bedingungen, unter denen eine
Kombination am Ende ausgezahlt wird oder nicht.
Zwei Firmen, ein Zweck: Swisslos und Loterie Romande im Vergleich
Auf der bewilligten Seite gibt es keine Wahlfreiheit, aber einen echten Unterschied. Sporttip ist die Plattform
mit dem Kombiboost, dem Mindesteinsatz von CHF 1, der Bet-Builder-Funktion und einem kombinierten Höchsteinsatz
von CHF 1’000. Jouez Sport arbeitet mit einer klaren Spanne von 2 bis 10 Voraussagen, einer Mindestquote von 1.10
und einem Höchstgewinn von CHF 300’000 pro Wette. Wer eine lange Kette mit grossem möglichen Gewinn plant, landet
bei Jouez Sport bei einer Obergrenze, die jede Kombination über zehn Voraussagen von vornherein ausschliesst.
Wer mit kleinen Einsätzen arbeitet und den Zuschlag auf den Nettogewinn mitnehmen will, hat bei Sporttip mehr
Bewegungsraum. Die Wahl hat also nichts mit Geschmack zu tun — sondern mit dem Wohnkanton, und danach mit der
Frage, welche Wette man plant.
Die Anbieter im Einzelnen
Die Reihenfolge folgt der Rechtslage: zuerst die zwei Veranstalter, die eine Schweizer Bewilligung besitzen,
danach die ausländischen Plattformen, die Schweizer Wettende antreffen. Ein weiterer Unterschied lässt sich
zwischen den Gruppen nicht sauber ziehen, weil zu Zahlarten, Boni und Auszahlungszeiten ausserhalb der bewilligten
Die Übersicht konzentriert sich auf die Kriterien, die den Spielablauf und die rechtliche Einordnung betreffen. Verglichen wird deshalb, was
sich vergleichen lässt.
Swisslos Sporttip: die Plattform mit dem gestuften Kombiboost
Swisslos ist die Genossenschaft mit Sitz in Basel, die gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die
gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020) Lotterien und Sportwetten veranstaltet; die
Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Die Bewilligung umfasst eine Veranstalterbewilligung und eine
Bewilligung pro Spiel nach BGS (SR 935.51), die Aufsicht führt die Gespa. Das Vertragsgebiet umfasst die
deutschsprachigen Kantone, das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein.
Für Kombinationen ist die Plattform die interessanteste der zwei bewilligten, weil sie am meisten Regeln mitbringt,
die man prüfen kann. Der Kombiboost greift ab vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50 und stuft
den Zuschlag auf den Nettogewinn in Sprüngen: 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei
fünfzehn. Er gilt nur online, also für Prematch-, Live- und Systemwetten, und Einsatz und Gewinnerhöhung sind
limitiert. Dass der Zuschlag nur online gilt, ist eine Bedingung mit Konsequenzen: Wer die Kombination in der App
zusammenstellt und per QR-Code an einer Verkaufsstelle spielt, verliert den Anspruch.
Ein Wettschein kann online über Swisslos.ch oder die Sporttip App (iOS, Android) abgegeben werden; in der App
zusammengestellte Wetten lassen sich auch per QR-Code an einer Verkaufsstelle spielen. Bei Cash-Out gibt es
Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als
vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine
Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag liegt tiefer als der mögliche nicht vorzeitige
Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden.
Die Abwicklung folgt klaren Fristen. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos
automatisch dem Wallet gut; Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen
auf ein Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto überwiesen. Spielguthaben lässt sich innerhalb von
365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Konto auszahlen; ab der dritten Auszahlung kann
eine Kommission von 3 % belastet werden, die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen, und Gratisspielguthaben
aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Als Zahlungsart für das Aufladen des Spielkontos bietet Swisslos unter
anderem PostFinance Pay an, bei dem die Transaktion direkt in der PostFinance App bestätigt wird; der Mindestbetrag
für den Kauf von Spielguthaben liegt bei CHF 20, in 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist
nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt.
Verglichen mit jedem anderen Namen auf dieser Seite ist das die einzige Plattform, bei der ein Kontostand an
einen Schweizer Rechtsweg und an ein schweizweites Sperrregister gekoppelt ist. Und die Gewinnstufe ist der
Punkt, an dem der Kombiboost zu einer Entscheidung wird: Der Sprung von sechs auf sieben Voraussagen bringt 20 %
statt 5 %, und genau dort kippt der Zuschlag von einer Nettigkeit in einen relevanten Betrag, während die
Trefferwahrscheinlichkeit der Kette weiter fällt. Ein Wettender, dessen Kontingent bei CHF 9’999 für 30 Tage
liegt, findet hier ausserdem die Grenze, die eine Reihe von Kombinationen überhaupt in ein Verhältnis zum
möglichen Gewinn setzt.
Loterie Romande Jouez Sport: die Plattform mit der harten Obergrenze
Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg,
Genf und Jura. Als Kontaktadresse nennt sie Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, und sie zählt 2’350
Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Auch sie hält eine Veranstalter- und Spielbewilligung
nach BGS unter Aufsicht der Gespa. Ein Online-Konto steht Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in
diesen sechs Kantonen offen.
Die Kombinationsregeln sind bei Jouez Sport enger geschnitten als bei Sporttip, und das macht sie für manche
Vorhaben zur falschen Adresse. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Einzelquote oder Gesamtquote
muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Der Höchstgewinn liegt bei CHF 300’000 pro
Einzel- oder Kombiwette und bei CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen.
Zwei dieser Zahlen entscheiden den Fall, bevor ein Wettschein überhaupt ausgefüllt ist. Die Obergrenze von zehn
Voraussagen schliesst die ganz langen Ketten aus, mit denen sich anderswo zweistellige Gesamtquoten und ein
theoretischer Millionengewinn darstellen lassen. Die Mindestquote von 1.10 dagegen ist auffallend niedrig und für
einen bestimmten Wettscheintyp ausgesprochen nützlich: Wer eine Kombination aus mehreren sehr kurzen Quoten
zusammenstellt, findet hier keine Untergrenze, die den Baustein ausschliesst — anders als beim Kombiboost von
Sporttip, der pro Voraussage mindestens 1.50 verlangt. Wer aus vielen kurzen Quoten eine lange Kette baut, findet
bei Jouez Sport also den Spielraum, den der Zuschlag am anderen Ende des Landes verwehrt.
Das ist eine Wahl in einem Satz. Sporttip belohnt mehr Voraussagen mit einem Zuschlag, verlangt dafür aber jede
Voraussage über 1.50. Jouez Sport verlangt fast nichts pro Baustein, erlaubt aber nur zehn Voraussagen und deckelt
den Gewinn pro Wette. Zwei Modelle, die gegenläufig gebaut sind, und kein Wettender in der Schweiz hat beide zur
Auswahl.
Betify: ein Name auf der Sperrliste
Betify führt keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und Loterie Romande dürfen Sportwetten in der Schweiz
veranstalten; eine Bewilligung ist nicht festgestellt, und sie hätte hier auch keine Kraft (Art. 4 BGS). Der
Anbieter ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, ein Schweizer Rechtsweg besteht nicht, und die
Domains des Anbieters können von der Gespa auf die Sperrliste gesetzt und per DNS blockiert werden. Für Personen unter 18 Jahren ist ein solches Angebot wegen der fehlenden Schweizer Kontrolle doppelt ungeeignet.
Was das für Kombinationen heisst: Es gibt oben keine Grenze, die den Gewinn abschneidet, keine Mindestquote, die
einen Baustein ausschliesst, und keine Obergrenze für den Einsatz. Genau darin liegt das Angebot — und der
Preis. Wer dort eine lange Kette mit einer grossen möglichen Auszahlung baut, baut sie unter einer Regel, die
ihm niemand in der Schweiz garantiert. Fällt die Domain unter die Sperrliste, ist das Konto am nächsten Tag
unerreichbar.
Unibet: kein angeschlossenes Sperrregister
Unibet arbeitet in der Schweiz ohne Bewilligung. Es gilt dieselbe Einordnung wie bei Betify: keine Bewilligung mit
Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS), keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die
Domain kann auf die Sperrliste gesetzt werden.
Für einen Wettenden mit einer Verlustlimite ist der fehlende Anschluss an das Sperrregister der wichtigere Punkt.
Eine Sperre, die bei einem Schweizer Veranstalter ausgesprochen wird, wirkt dort nicht, und wer den Zugang zu
einem ausländischen Konto loswerden will, muss das dort separat regeln. Bei einem Anbieter, der Kombinationen
ohne Schweizer Deckel anbietet, ist das eine Frage, die man vor dem ersten Wettschein klärt und nicht danach.
HighFlyBet: viele Kombinationen, kein Schweizer Deckel
HighFlyBet ist ohne Schweizer Bewilligung tätig. Es gilt die bekannte Einordnung: keine Bewilligung mit Kraft in
der Schweiz (Art. 4 BGS), kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Domain auf der
Sperrliste möglich.
Der Einwand, den dieser Name bei Kombinationen aufwirft, ist das schmale Feld. Von den acht Namen ohne Bewilligung
unterscheiden sich die wenigsten in einer Eigenschaft, die auf einem Wettschein sichtbar wäre; für diesen einen
gilt es dennoch. Wer Kombinationen mit mehreren Bausteinen aus derselben Liga plant oder auf Frauenwettbewerbe
setzen will, verlässt sich auf ein Wettprogramm, dessen Umfang niemand von aussen prüft — und fällt eine
Voraussage aus einem anderen Grund als einer Absage weg, ist die Frage des Rechtswegs keine theoretische mehr.
HornetBet: Konto ohne Schweizer Rechtsschutz
HornetBet führt keine Schweizer Bewilligung. Eine Bewilligung ist nicht festgestellt und hätte in der Schweiz
keine Kraft (Art. 4 BGS); das Sperrregister ist nicht angeschlossen, der Rechtsweg fehlt, und die Domain kann
blockiert werden.
Ein ausländisches Konto ist auf eine andere Weise verletzlich als ein Schweizer. Ein Konflikt über eine
Kombination, die wegen einer Annullierung gemäss den Regeln dieses Anbieters anders gewertet wird als erwartet,
führt nirgendwohin, was ein Schweizer Gericht oder die Gespa annehmen würde. Bei Kombinationen mit vielen
Voraussagen ist genau dieser Konfliktfall häufiger als bei einer Einzelwette, weil mehr Ereignisse mehr
Gelegenheit für unterschiedliche Regeln schaffen.
BetFury: Kombinationen ohne Obergrenze nach Schweizer Vorstellung
BetFury ist ohne Schweizer Bewilligung im Markt. Es gilt die Einordnung der anderen ausländischen Namen: keine
Bewilligung mit Kraft hier (Art. 4 BGS), kein Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Domain auf der Sperrliste
möglich.
Was eine Kombination auf einer Plattform ohne Bewilligung auszeichnet, ist das Fehlen der Obergrenzen, die in der
Schweiz Standard sind. Kein Höchstgewinn pro Wette, keine Quote-Spanne, keine Voraussetzung einer Bewilligung
für die angebotenen Wettarten. Eine lange Kette bleibt dort also technisch möglich. Wer die Kombination wegen der
grossen Zahl sucht, findet sie hier — und nimmt die Unsicherheit der Auszahlung mit.
Sportaza: ausländisches Angebot, Schweizer Steuerfolge
Sportaza arbeitet ohne Schweizer Bewilligung. Wie bei den anderen Namen gilt: keine Bewilligung mit Kraft in der
Schweiz (Art. 4 BGS), kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrliste möglich.
Für Kombinationen kommt hier ein Punkt hinzu, der nichts mit dem Wettschein zu tun hat. Gewinne von ausländischen
Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, was auf den ersten Blick günstig klingt. Die kantonale
Steuerpraxis von Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen jedoch als vollständig steuerbares
Einkommen, unabhängig von der Höhe. Bei Schweizer Grossspielen — die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich — sind
Gewinne bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn steuerfrei; der Freibetrag liegt ab dem 1. Januar 2026
eidgenössisch bei CHF 1’071’000 (CHF 1’070’400 im Jahr 2025), und der kantonale Freibetrag weicht davon ab, je
nach Kanton. Oberhalb des Freibetrags behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die
Steuererklärung zurückgeholt wird. Wer diese Frage klären will, wendet sich an einen Steuerberater oder die
kantonale Steuerverwaltung.
DirectionBet: Longzeitwetten und die 26-Wochen-Frist
DirectionBet ist ohne Schweizer Bewilligung tätig. Es gilt die bekannte Einordnung ohne Schweizer Schutz, ohne
Sperrregister und mit dem Risiko der Sperrliste.
Bei einem ausländischen Anbieter fällt die Frage der Geltendmachungsfristen aus dem Blick, bei einem Schweizer
nicht. Bei Sporttip verfallen Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der
Wettauswertung geltend gemacht werden, zugunsten des Zwecks der Swisslos; eine Einsprache bei verweigerter
Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Diese Fristen sind ein Beispiel dafür, was
ein geregelter Markt bedeutet: nicht nur eine Bewilligung, sondern auch eine dokumentierte Stelle, an der eine
Reklamation landen kann.
Wettigo: der letzte Name ohne Schweizer Bewilligung
Wettigo ist ohne Bewilligung in der Schweiz tätig, und für diesen Namen gilt dieselbe Einordnung wie für die
übrigen: keine schweizweit anerkannte Bewilligung (Art. 4 BGS), kein Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg,
Sperrliste möglich.
Bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung liegt die praktische Prüfliste vor jeder Kombination auf dem
Tisch. Wie wird eine abgesagte Begegnung gewertet, und innerhalb welcher Frist? Wie wird ein abhängiges
Ereignis derselben Veranstaltung behandelt — bei Sporttip ist dafür die Bet-Builder-Funktion vorgesehen, und ein
irrtümlich angenommenes Doppel kann dort die ganze Kombination ungültig machen. Und was gilt bei einer Wertung mit
Quote 1.00? Bei Sporttip-Livewetten zählt eine Wette, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs
platziert wird, mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte,
Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Solche Regeln entscheiden bei einer
Kombination über mehr als bei einer Einzelwette, und wer bei einem Anbieter ohne Bewilligung spielt, erfährt erst
aus dessen eigenen Bedingungen, was er unterschrieben hat.
FAQ
Wie entsteht die Gesamtquote einer Kombiwette?
Die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten, nicht ihre Summe. Zwei Voraussagen zu 2.00 ergeben 4.00. Bei
Sporttip folgt der Gewinnbetrag daraus, dass der Einsatz mit der Gesamtquote multipliziert wird; anschliessend
wird das Ergebnis auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und auf 5 Rappen genau abgerundet.
Muss jede Voraussage eintreffen, damit ausbezahlt wird?
Ja. Eine Kombination gewinnt nur, wenn alle Voraussagen zutreffen. Genau darin liegt der Unterschied zur
Einzelwette: Dort entscheidet ein Ereignis, hier entscheiden alle zusammen. Bei Sporttip gibt es eine Ausnahme
— wird ein Ereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nachgeholt, erhält diese Voraussage Quote 1.00, die
übrigen gelten weiter.
Was passiert, wenn ein Ereignis abgesagt wird?
Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn oder im Rahmen
eines Turniers nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten
erhält die betroffene Voraussage Quote 1.00. Die Kette bleibt bestehen, aber kleiner. Bei Swisslos können die
Verlustlimiten für Erhöhungen erst nach 72 Stunden angepasst werden.
Ist die Kombiwette der Einzelwette überlegen, trotz der Marge in jeder Quote?
Nein, pauschal nicht. Die Marge steckt in beiden, multipliziert sich bei einer Kombination aber: fünf Märkte zu
je rund 95 % Auszahlung ergeben zusammen rund 77 %. Die Kombination bietet die grössere mögliche Auszahlung, die
Einzelwette die höhere Trefferwahrscheinlichkeit. Wer eine grosse Zahl sucht, wählt die Kombination; wer eine
realistische Chance sucht, die Einzelwette.
Welche Fristen sollte ich vor der ersten Kombination kennen?
Drei Fristen entscheiden bei Swisslos am meisten. Die selbst gesetzte Verlustlimite lässt sich senken sofort,
erhöhen erst nach 72 Stunden. Eine produktbezogene Spielsperre gilt 1 bis 180 Tage ohne Aufhebung vor Ablauf.
Und Gewinne verfallen 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung, wenn sie nicht geltend
gemacht werden.
Wettarten – wettbueroch
Inhalt erstellt vom Team «wettbueroch»
