Beste Yankee Wettanbieter 2026: Die zwei Bewilligten im Vergleich
Ladevorgang...
Oktober 30, 2026 — geprüft gegen die Bewilligungslisten der Gespa und die Spielregeln der beiden Schweizer Veranstalter.
Wer in der Schweiz nach einem Yankee-Anbieter sucht, findet zuerst einmal eine unangenehme Wahrheit. Nur zwei Unternehmen dürfen hier Sportwetten anbieten. Nicht zwei Dutzend, nicht zehn. Zwei. Die interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen hat die Zahl der Veranstalter auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Alles andere, was in Suchmaschinen unter «beste Yankee Wettanbieter» auftaucht, operiert ohne Schweizer Bewilligung.
Das ist keine Fussnote. Das ist der Rahmen, in dem jede Yankee-Wette in diesem Land stattfindet. Wer das versteht, hört auf, Quoten zu vergleichen, die gar nicht vergleichbar sind.
Yankee-Wetten im direkten Vergleich: Sporttip und Jouez Sport
Die beiden bewilligten Anbieter unterscheiden sich in Kenngrössen, die für eine Systemwette unmittelbar geldwert sind.

| Anbieter | Bewilligung | Veranstalter | Höchsteinsatz Einzel/Kombi | Höchsteinsatz System |
|---|---|---|---|---|
| Sporttip | Schweizer Bewilligung | Swisslos | CHF 1’000 | CHF 10’000 |
| Jouez Sport | Schweizer Bewilligung | Loterie Romande | CHF 500 | CHF 7’500 (Wettschein) |
Die Spanne beim Höchsteinsatz ist kein Zufall. Während Swisslos eine Systemwette bis CHF 10’000 erlaubt, deckelt die Loterie Romande den gesamten Wettschein mit Multiples auf CHF 7’500. Bei einem Yankee mit seinen elf Teilwetten ist dieser Unterschied schnell erreicht.
Was die Tabelle nicht zeigt: Nur Sporttip nennt explizit einen Höchsteinsatz für die Systemwette. Bei Jouez Sport ist der Maximalbetrag für Einzel- und Kombiwetten CHF 500, während Multiples insgesamt CHF 7’500 nicht überschreiten dürfen. Wer einen Yankee als Multiple spielt, muss diese Grenze im Blick behalten.
Wie eine Yankee-Wette aufgebaut ist
Ein Yankee bündelt vier Voraussagen zu elf Teilwetten. Das klingt nach einem einfachen Konzept, hat aber eine Konsequenz, die viele übersehen: Jede einzelne dieser elf Teilwetten trägt die Buchmachermarge. Bei vier richtigen Tipps gewinnen alle elf. Bei drei richtigen gewinnen noch vier. Die anderen Kombinationen verlieren vollständig.
Der Aufbau erklärt, warum der Yankee trotz seiner Popularität im angelsächsischen Raum in der Schweiz ein Nischenprodukt geblieben ist. Die beiden bewilligten Anbieter listen ihn in ihren Spielregeln, werben aber nicht damit.
Die Rechtslage: Was bewilligt ist und was nicht
Online-Sportwetten sind in der Schweiz Grossspiele im Sinne des Geldspielgesetzes (BGS, SR 935.51), das seit 1. Januar 2019 in Kraft ist. Die Aufsicht führt die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht in Bern — nicht die Eidgenössische Spielbankenkommission, die nur Casinos überwacht.

Eine Bewilligung umfasst zwei Teile: die Veranstalterbewilligung und die Spielbewilligung pro Spielart. Sie gilt nur in der Schweiz. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt.
Das hat eine praktische Folge, die kein Marketingtext erwähnt: Es gibt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine gibt. Die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains.
Wer bei einem Anbieter ausserhalb dieses Systems spielt, spielt ohne Schweizer Rechtsschutz. Ein ausländisches Permit — ob aus Curaçao, Malta oder Deutschland — entfaltet in der Schweiz keine Wirkung. Die Teilnahme an einer nicht bewilligten Sportwette ist für Spielende nicht strafbar, aber Einsätze und Gewinne können in Verfahren gegen den Veranstalter eingezogen werden.
Was in der Schweiz überhaupt gewettet werden darf
Das erlaubte Angebot ist eine geschlossene Liste. Die Gespa führt die autorisierten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten. Qualifikationsrunden erscheinen nur, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind. Corner- und Kartenmärkte fehlen auf der Liste ebenso wie ein Esport-Bereich.
Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt. Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels.
Beim Yankee wiegt der Gesamteinsatz schwerer
Ein Yankee bindet nicht einen Einsatz, sondern elf. Wer CHF 20 pro Yankee setzt, hat CHF 220 gebunden. Das ist die zentrale Verantwortungsfrage bei Systemwetten, und sie lässt sich nicht durch einen Blick auf den Einzelbetrag beantworten.
Die Schweiz kennt keine gesetzlich festgelegte Einzahlungsgrenze. Limiten setzen die Spielenden selbst. Swisslos verlangt vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden.
Zusätzlich lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage sperren. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.
Verlustlimiten, Spielsperre und der Ernstfall
Wer die Limiten einmal gesetzt hat, merkt schnell: Die Erhöhung ist der schwierige Teil. 72 Stunden Wartezeit sind keine Schikane, sondern der einzige Schutz gegen den Impuls nach einer verlorenen Serie.
Die Spielsperre ist die härtere Variante. Sie ist unbefristet möglich und wirkt schweizweit. Ausgeschlossene oder minderjährige Spielende haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne.
Rechner, Quoten und die Marge: Was ein Yankee wirklich kostet
Ein Yankee mit vier Voraussagen bei Quoten von 2.10 bringt eine Gesamtquote von 19.4481 für die Vierfach-Kombination. Klingt verlockend. Die Frage ist, was nach der Marge bleibt.
Nehmen wir einen illustrativen Zwei-Wege-Markt mit Quoten von 1.90 auf beiden Seiten. Der Quotenschlüssel beträgt 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 0.5, also 50 %. Die Marge liegt bei 50 %.
Das ist bewusst dramatisch gewählt. In der Realität liegen die Margen bei Sportwetten je nach Markt und Anbieter zwischen 5 % und 15 %. Bei einem Markt mit Quoten von 1.90/1.90 in einem Zwei-Wege-Szenario ist die Marge jedoch deutlich höher als in einem Drei-Wege-Markt, weil die Summe der impliziten Wahrscheinlichkeiten grösser ist.
Der Punkt ist dieser: Jede der elf Teilwetten eines Yankee trägt diese Marge. Wer die Gesamtquote eines Yankee berechnet, multipliziert elf Quoten, die bereits um die Marge reduziert sind. Der Effekt verstärkt sich mit jeder Kombination.
Die Marge liegt je nach Markt und Anbieter in einem Band von etwa 5 % bis 15 %, abhängig von der Zahl der Ausgänge und der Liquidität des Marktes.
Die zehn Anbieter im Einzelnen
Sporttip: Der einzige mit vollem Systemwetten-Katalog
Sporttip ist das Produkt von Swisslos, der Interkantonalen Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel. Das Vertragsgebiet umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein.
Der Mindesteinsatz beträgt CHF 1 für Einzel- und Kombinationswetten. Der Höchsteinsatz liegt bei CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 für eine Systemwette. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.
Der Kombiboost gilt nur online — Prematch, Live und Systemwetten — und verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quoten von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.
Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn.
Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote — bei Kombinationen mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten — und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.
Das Urteil: Sporttip ist der einzige der beiden bewilligten Anbieter, der den Yankee ohne Wenn und Aber in seinen Systemwetten-Katalog aufnimmt und mit einem Höchsteinsatz von CHF 10’000 auch für Wettscheine mit mehreren Systemwetten ausgelegt ist. Wer in der Deutschschweiz, im Tessin oder in Liechtenstein wohnt und Systemwetten spielen will, kommt an diesem Anbieter nicht vorbei.
Jouez Sport: Der Westschweizer mit der tieferen Obergrenze
Jouez Sport ist das Produkt der Loterie Romande, die für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura tätig ist. Die Loterie Romande nennt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.
Der Mindesteinsatz online beträgt CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500. Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten.
Der Höchstgewinn beträgt CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette und CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen; die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.
Das Urteil: Jouez Sport begrenzt den Einsatz je Kombiwette auf CHF 500, was bei einem Yankee mit elf Teilwetten und einem Einsatz von CHF 20 pro Teilwette schnell an die Grenze stösst. Wer in der Westschweiz wohnt und kleinere Einsätze pro Kombination plant, findet hier trotzdem solide Bedingungen.
1Bet: Ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Rechtsschutz
1Bet operiert ohne Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten. Eine ausländische Bewilligung — wie auch immer sie lautet — entfaltet hier keine Wirkung.
Der Anbieter ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen. Es gibt keinen Schweizer Rechtsschutz. Die Domains können auf die Gespa-Sperrliste gesetzt und von Schweizer Telekom-Anbietern per DNS blockiert werden.
Das Urteil: Wer bei 1Bet einen Yankee spielt, spielt ohne die Schutzmechanismen, die für die beiden bewilligten Anbieter gelten. Die Quoten mögen verlockend sein; der Preis dafür ist der vollständige Verzicht auf Schweizer Rechtsschutz.
Wettigo: Im Graubereich des Domain-Hoppings
Wettigo hat keine Schweizer Bewilligung. Das bedeutet: kein Anschluss an das Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz, und die Möglichkeit, dass die Domain auf die Sperrliste gesetzt wird.
Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren. Blockierte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt — ein Phänomen, das die Gespa als Domain-Hopping bezeichnet.
Das Urteil: Wettigo mag funktionieren, solange die Domain nicht blockiert ist. Aber eine Wette bei einem Anbieter, dessen Erreichbarkeit von der Tagesform der Gespa-Sperrliste abhängt, ist keine Grundlage für eine langfristige Strategie.
PowBet: Kein Schweizer Permit, keine Schweizer Regeln
PowBet gehört zur Gruppe der ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Die Teilnahme ist für Spielende in der Schweiz nicht strafbar, aber Einsätze und Gewinne können in Verfahren gegen den Veranstalter eingezogen werden.
Es besteht keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister. Wer sich bei Swisslos selbst sperrt, ist bei PowBet nicht gesperrt.
Das Urteil: Die fehlende Verbindung zum Sperrregister ist der kritische Punkt. Wer sich in einem ernsthaften Moment selbst sperren lässt, erwartet, dass diese Sperre überall gilt. Bei PowBet gilt sie nicht.
Cloudbet: Krypto-Zahlungen und der fehlende Schweizer Anschluss
Cloudbet bietet keine Schweizer Bewilligung. Das Schweizer Recht kennt keine anonymen oder Krypto-Auszahlungen bei bewilligten Sportwetten: Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers ausgezahlt.
Wer bei Cloudbet spielt, nutzt ein System, das ausserhalb des Schweizer Schutzrahmens steht. Es gibt keinen Rechtsschutz und keine Einbindung in das Sperrregister.
Das Urteil: Krypto mag für manche attraktiv sein, aber der Preis ist der vollständige Verzicht auf die Schweizer Schutzmechanismen. Wer Wert auf Rechtssicherheit legt, sollte Cloudbet meiden.
Bahigo: Ohne Bewilligung, mit Domain-Risiko
Bahigo operiert ohne Schweizer Bewilligung. Die Rechtslage ist eindeutig: Nur zwei Veranstalter dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten, und Bahigo ist keiner davon.
Es besteht kein Anschluss an das Sperrregister und kein Schweizer Rechtsschutz. Die Domain kann auf die Sperrliste gesetzt werden.
Das Urteil: Bahigo bietet keinen Grund, die fehlende Schweizer Bewilligung in Kauf zu nehmen. Wer in der Schweiz wohnt, hat mit Sporttip und Jouez Sport zwei Anbieter, die den vollen Schutz bieten.
BDMBet: Ohne Permit, ohne Schweizer Schutz
BDMBet hat keine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Lizenz entfaltet in der Schweiz keine Wirkung.
Der Anbieter ist nicht an das Sperrregister angeschlossen. Es besteht kein Schweizer Rechtsschutz. Die Domain kann blockiert werden.
Das Urteil: BDMBet unterscheidet sich in diesem Punkt nicht von den anderen ausländischen Anbietern auf dieser Liste. Wer die fehlende Bewilligung nicht aktiv als Vorteil sucht — etwa wegen bestimmter Märkte — findet keinen Grund, hier zu spielen.
FortuneJack: Krypto-Casino mit Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung
FortuneJack bietet keine Schweizer Bewilligung. Der Anbieter ist im Krypto-Bereich bekannt, operiert aber ausserhalb des Schweizer Regimes.
Es besteht keine Verbindung zum Sperrregister und kein Schweizer Rechtsschutz.
Das Urteil: Wer in der Schweiz einen Yankee spielen will, findet bei FortuneJack keine Vorteile, die die fehlende Bewilligung aufwiegen würden.
GG.BET: E-Sport-Fokus ohne Schweizer Bewilligung
GG.BET hat keine Schweizer Bewilligung. Der Anbieter ist bekannt für sein E-Sport-Angebot, aber E-Sport erscheint nicht auf der Gespa-Liste der autorisierten Sportarten.
Es besteht kein Schweizer Rechtsschutz und keine Verbindung zum Sperrregister. Die Domain kann auf die Sperrliste gesetzt werden.
Das Urteil: GG.BET ist für Spieler interessant, die E-Sport-Wetten suchen — aber genau diese Märkte sind in der Schweiz nicht zugelassen. Wer Wert auf Schweizer Rechtsschutz legt, sollte einen weiten Bogen machen.
Was ein Yankee bei einem bewilligten Anbieter kostet
Die Marge ist der stille Preis jeder Wette. Bei einem Yankee mit vier Voraussagen und Quoten von 2.10 ergibt sich eine Gesamtquote von 19.4481 für die Vierfach-Kombination. Die Marge steckt bereits in dieser Quote.
Wer die Marge selbst berechnen will, braucht die Quoten aller Ausgänge eines Marktes. Der Quotenschlüssel ist 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quoteₙ). Die Marge ist 100 % minus Quotenschlüssel.
Bei einem illustrativen Zwei-Wege-Markt mit Quoten von 1.90 auf beiden Seiten ergibt sich ein Quotenschlüssel von 50 %. Die Marge liegt bei 50 %.
Das ist kein realistischer Markt, sondern ein Rechenbeispiel. In der Praxis liegen die Margen je nach Markt und Anbieter zwischen 5 % und 15 %. Wer einen Yankee spielt, multipliziert elf Quoten, die alle diese Marge tragen.
Die praktische Konsequenz: Der Yankee ist kein Werkzeug, um die Marge zu umgehen. Er ist ein Werkzeug, um sie elfmal zu zahlen.
Was ein Yankee bei einem bewilligten Anbieter einbringt
Wer einen Yankee spielt, sollte wissen, wann er Geld sieht. Bei vier richtigen Tipps gewinnen alle elf Teilwetten. Bei drei richtigen gewinnen vier. Bei weniger richtigen gewinnt keine.
Die Auszahlung ist im Voraus berechenbar: Einsatz mal Quote. Bei Kombinationen ist die Gesamtquote das Produkt der Einzelquoten. Bei einem Yankee mit vier Voraussagen zu je 2.10 beträgt die Gesamtquote der Vierfach-Kombination 19.4481.
Was der Rechner nicht berücksichtigt: abgesagte Ereignisse. Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innerhalb von 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt, ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00.
Die reguläre Spielzeit umfasst bei Sporttip die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind.
Wo ein Yankee-Rechner an seine Grenzen stösst
Ein Yankee-Rechner ist ein nützliches Werkzeug, aber er kennt die Geschäftsbedingungen nicht. Er weiss nicht, dass eine Wette über der Limite nicht angenommen wird. Er weiss nicht, dass ein Cash-Out den Boost verfallen lässt. Er weiss nicht, dass ein ausgeführtes Cash-Out nicht rückgängig gemacht werden kann.
Der Rechner kennt auch nicht die Regel zu voneinander abhängigen Wettereignissen derselben Sportveranstaltung. Bei Sporttip werden solche Ereignisse nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.
Wer den Rechner nutzt, sollte die Spielregeln daneben legen. Das ist keine Bürokratie, sondern der Unterschied zwischen einem informierten Yankee und einem Überraschungsei.
Was am Ende auf dem Konto landet
Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Wer einen Yankee mit einem Gewinn von CHF 1’234’567 spielt, bekommt CHF 1’234.55. Die Rundung mag klein erscheinen, aber bei elf Teilwetten summiert sie sich.
Bei Jouez Sport beträgt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300’000. Wer einen Yankee mit einem sehr hohen Einsatz spielt, muss beachten, dass diese Grenze pro Kombiwette gilt und nicht für den gesamten Wettschein.
Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut. Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innerhalb von 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteinische Bank- oder Postkonto des Teilnehmers überwiesen.
Sporttip-Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks von Swisslos. Eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innerhalb von 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben.
Geld einzahlen und abheben: die Regeln
Bei Swisslos kann Spielguthaben per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein gekauft werden, mit einem Mindestbetrag von CHF 20. In 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Zur Verfügung steht unter anderem PostFinance Pay, bei dem die Transaktion direkt in der PostFinance App bestätigt wird.
Bei der Auszahlung zahlt Swisslos Spielguthaben innerhalb von 365 Tagen zweimal kostenlos auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteinisches Bank- oder Postkonto aus. Ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden. Die Überweisung erfolgt innerhalb von 5 bis 10 Arbeitstagen. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.
Diese Regeln gelten für Sporttip. Jouez Sport hat eigene Bedingungen, die sich in Details unterscheiden können.
Steuern auf Yankee-Gewinne
Gewinne aus Schweizer Grossspielen — und die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich — sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei. Der Bundesfreibetrag liegt ab 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400). Der kantonale Freibetrag ist unterschiedlich, deshalb gilt: je nach Kanton.
Oberhalb des Freibetrags behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die durch die Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung zurückgeholt werden kann. Ein typischer Wettender gewinnt weit unter dieser Grenze: keine Einkommensteuer und keine Verrechnungssteuer auf den Gewinn.
Gewinne bei ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer. Die kantonale Steuerpraxis von Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen jedoch als voll steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe.
Es gibt keine Schweizer Wettsteuer auf Einsätze. Wer unsicher ist, sollte einen Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung fragen.
Werbung und Boni: Was erlaubt ist
Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder ausgeschlossene Personen richten. Werbung für Spiele, die in der Schweiz nicht bewilligt sind, ist verboten und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 geahndet.
Gratisspiele oder Gratisguthaben brauchen die vorherige Zustimmung der Gespa. Im Jahr 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Bonusbeträge und -bedingungen ergeben sich nur aus den Bedingungen der einzelnen Veranstalter.
Ein Verbot von Werbung zu bestimmten Tageszeiten existiert nicht.
Häufige Fragen zur Yankee-Wette
Was ist eine Yankee-Wette, und aus welchen Teilwetten besteht sie?
Eine Yankee-Wette bündelt vier Voraussagen zu elf Teilwetten: sechs Zweier-Kombinationen, vier Dreier-Kombinationen und einer Vierer-Kombination. Bei vier richtigen Tipps gewinnen alle elf, bei drei richtigen noch vier. Die anderen Kombinationen verlieren vollständig.
Wie viele Voraussagen müssen bei einer Yankee-Wette richtig sein, damit ein Gewinn entsteht?
Mindestens drei der vier Voraussagen müssen zutreffen, damit überhaupt eine Teilwette gewinnt. Bei genau drei richtigen Tipps gewinnen nur die vier Dreier-Kombinationen. Bei vier richtigen gewinnen alle elf Teilwetten. Bei weniger als drei richtigen verliert der gesamte Yankee.
Welcher Höchsteinsatz gilt bei Sporttip für eine Systemwette?
Bei Sporttip beträgt der Höchsteinsatz für eine Systemwette CHF 10’000. Für eine Einzel- oder Kombinationswette liegt die Grenze bei CHF 1’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.
Worin unterscheiden sich Yankee, Super Yankee und Heinz?
Ein Yankee bündelt vier Voraussagen zu elf Teilwetten. Ein Super Yankee erweitert das auf fünf Voraussagen und 26 Teilwetten. Ein Heinz umfasst sechs Voraussagen und 57 Teilwetten. Mit jeder zusätzlichen Voraussage steigt die Zahl der Kombinationen und damit der Gesamteinsatz überproportional.
Wie genau sind Yankee-Rechner, und was berücksichtigen sie nicht?
Ein Yankee-Rechner berechnet die Auszahlung aus Einsatz mal Quote, wobei die Gesamtquote einer Kombination das Produkt der Einzelquoten ist. Er berücksichtigt jedoch nicht die Geschäftsbedingungen: abgesagte Ereignisse, Einsatzlimiten, Cash-Out-Regeln oder die Behandlung voneinander abhängiger Wettereignisse bleiben aussen vor.
Welche Organisatoren bieten in der Schweiz Systemwetten an, und was gilt bei ausländischen Seiten?
In der Schweiz dürfen nur Swisslos (Sporttip) und die Loterie Romande (Jouez Sport) Systemwetten anbieten. Ausländische Anbieter haben keine Schweizer Bewilligung, keinen Anschluss an das Sperrregister und keinen Schweizer Rechtsschutz. Stakes und Gewinne können in Verfahren gegen den Veranstalter eingezogen werden.
Was am Ende wirklich zählt
Die Suche nach den «besten Yankee Wettanbietern» in der Schweiz endet bei zwei Namen. Nicht weil die Auswahl klein ist, sondern weil der Gesetzgeber sie klein gemacht hat. Swisslos und die Loterie Romande teilen sich das Land, und jeder bedient sein eigenes Gebiet.
Für einen Yankee mit seinen elf Teilwetten bedeutet das: Wer in der Deutschschweiz, im Tessin oder in Liechtenstein wohnt, spielt bei Sporttip. Wer in der Westschweiz wohnt, bei Jouez Sport. Die Einsatzgrenzen unterscheiden sich, die Höchstgewinne unterscheiden sich, die Zahlungswege unterscheiden sich.
Was sich nicht unterscheidet: der Preis der Marge. Er steckt in jeder der elf Teilwetten, bei beiden Anbietern. Wer einen Yankee spielt, sollte das wissen — und wer ihn bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, sollte wissen, dass er auf den Schweizer Rechtsschutz verzichtet.
Das ist keine Werbung für die beiden bewilligten Anbieter. Es ist die Beschreibung des Spielfelds.
Wettarten – wettbueroch
Inhalt erstellt vom Team «wettbueroch»
