Quotenrechner Sportwetten 2026: Was ein Rechner kann – und was er verschweigt

Updated Oktober 2026
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Ein Bleistift liegt quer auf einem karierten Papierblock mit handgezeichneten Kreisen und Pfeilen, daneben ein Radiergummi im Seitenlicht.

Ein Quotenrechner ist ein Taschenrechner mit Anspruch. Er multipliziert, was Sie ihm eingeben, und er widerspricht Ihnen nicht. Diese eine Eigenschaft erklärt fast alles, was auf den folgenden Zeilen steht: den Nutzen des Werkzeugs, seine Grenze und den Grund, weshalb die Zahl, die am Ende auf dem Display steht, mit dem Betrag, der auf Ihrem Konto landet, nur ungefähr zu tun hat.

Der Reingewinn einer Sportwette mit festen Quoten errechnet sich als Einsatz × (Quote − 1).

Stand: Oktober 30, 2026. Die Angaben zu Bewilligungen und Veranstaltern wurden gegen die Bewilligungs- und Aufsichtsangaben der Gespa und des Geldspielgesetzes geprüft, die Angaben zu Limiten und Wettregeln gegen die Spielregeln von Sporttip und Jouez Sport.

Die Rangliste: zehn Rechner und Wettanbieter im Vergleich

Werkzeuge zum Durchrechnen von Wetten gibt es in zwei Sorten, und die Unterscheidung ist praktischer als jede Punkteskala. Die eine Sorte rechnet, ohne dass jemand dafür eine Bewilligung bräuchte — ein Skript, ein Tabellenblatt, ein Formular im Netz. Die andere Sorte ist der Ort, an dem die Wette dann tatsächlich läuft. In der Schweiz fällt die zweite Sorte sehr klein aus: zwei Veranstalter, mehr nicht. Die Rangliste führt deshalb beides, getrennt und in dieser Reihenfolge — erst das, was in der Schweiz bewilligt ist, dann die ausländischen Marken, auf die Spielende hier treffen.

Überblick: Bewilligung, Veranstalter und Herkunft der Angebote

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter bzw. gemeldete Bewilligung
Sporttip Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel (BGS, SR 935.51), Aufsicht Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel
Jouez Sport Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel (BGS, SR 935.51), Aufsicht Gespa Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande
22Bet keine Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
MyStake keine Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Interwetten keine Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
IviBet keine Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
bet365 keine Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
BC.Game keine Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Bruce Bet keine Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
GG.BET keine Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)

Die Spalte mit der Herkunft der Bewilligung liest sich bei acht der zehn Zeilen gleich, und das ist keine Nachlässigkeit, sondern das Ergebnis selbst. Eine Bewilligung, die nicht in der Schweiz gilt, ist für eine Wette, die in der Schweiz platziert wird, eine Angabe ohne Wirkung. Das interkantonale Recht lässt genau zwei Veranstalter zu; der eine bedient die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein, der andere die sechs Westschweizer Kantone, und ein Onlinekonto bekommt nur, wer im jeweiligen Gebiet wohnt. Wer ausserhalb dieser beiden Häuser spielt, spielt nicht bei einem Wettanbieter, dem der hiesige Rechtsrahmen etwas abverlangt. Dass die acht Marken aus Übersee und aus dem europäischen Ausland in der Liste stehen, hat einen einzigen Grund: Spielende begegnen ihnen, und wer sie vergleicht, soll wissen, womit er sie vergleicht.

Eine zweite Beobachtung gehört zur ersten. Bei einem Quotenrechner prüft man die Quote, das Format und die Zahl der Auswahlen. Bei einem Veranstalter prüft man die Bewilligung, die Limiten und die Frage, an wen man sich wenden kann, wenn der Gewinn nicht ankommt. Die beiden Dinge sind nicht dasselbe, und die Rangliste trennt sie aus diesem Grund so scharf. Die ausführlichen Einschätzungen finden Sie im Abschnitt «Die einzelnen Anbieter im Vergleich», je Anbieter eine.

Grundlagen: was ein Rechner aus Einsatz und Quote macht

Der Reingewinn einer Sportwette mit festen Quoten ergibt sich aus Einsatz × (Quote − 1). Ein Einsatz von CHF 20 auf eine Quote von 2.10 spült also CHF 42 zurück, davon CHF 22 Gewinn. Der Bruttobetrag — Einsatz mal Quote, hier CHF 42 — ist die Zahl, die ein Wettanbieter gern zeigt, weil sie grösser aussieht. Der Reingewinn ist die Zahl, die man behalten hat. Wer die beiden verwechselt, plant mit Geld, das ihm nie gehörte.

Ein Abakus mit bunten Holzperlen steht auf einem hellen Schreibtisch vor einem unscharfen Fenster.
Ein Wettrechner berechnet Einzel-, Kombi- und Systemwetten mit 1 bis 20 Auswahlen.

Auf diese Unterscheidung läuft jede Kalkulation hinaus, und sie erklärt auch, weshalb ein Quotenrechner kein Gewinnversprechen ist. Er rechnet eine Wette durch, die schon feststeht. Ob sie aufgeht, weiss er nicht, und er tut auch nicht so. Die Quote selbst ist der Ort, an dem der Anbieter seine Einschätzung hinterlegt: eine tiefe Quote auf einen Favoriten, eine hohe auf einen Aussenseiter. Was der Spielende mit einer Quote von 5,50 macht, ist derselbe Rechenschritt wie mit einer Quote von 1.40 — nur mit anderen Zahlen dahinter.

Quotenformate: Dezimal, Bruch und US-Quote

Drei Schreibweisen für einen Sachverhalt, und die erste ist die, mit der die Schweiz arbeitet. Die Dezimalquote 5,50 zahlt bei 1 € Einsatz 5,50 € aus und lässt 4,50 € Gewinn übrig; dieselbe Quote heisst als Bruchquote 9/2 und als US-Quote +450. Die Dezimalquote 1,40 entspricht der Bruchquote 2/5 und der US-Quote −250, wobei das Minuszeichen bei der US-Schreibweise verrät, dass 250 $ gesetzt werden müssen, um 100 $ Gewinn zu erzielen. Ein Pluszeichen steht umgekehrt für den Gewinn, der bei 100 $ Einsatz anfällt.

Praktisch heisst das: Wer ein ausländisches Werkzeug benutzt, das in einer anderen Schreibweise rechnet, muss vorher wissen, welche Zahl er einträgt. Eine Quote von 1,40 als Bruch 2/5 einzugeben, verlangt zuerst die Erkenntnis, dass die Zahl nicht kleiner wird, wenn man das Format wechselt — nur die Bedienung ändert sich. Die Umrechnung der Formate ist der Punkt, an dem die meisten Rechner ihre Sorgfalt zeigen oder verbergen.

Einzelwette, Kombiwette, Systemwette

Drei Wettformen, ein Rechenkern, drei Ergebnisse.

Bei einer Kombiwette aus drei Voraussagen mit den Quoten 2.10, 1.90 und 1.80 ergibt das Produkt eine Gesamtquote von 7’182, gerundet 7.18. Ein Einsatz von CHF 10 darauf zahlt CHF 71.80 zurück und lässt CHF 61.80 Gewinn. Der Sprung von drei Zehnern auf über siebzig Franken sieht nach einem Geschenk aus. Er ist keines: Alle drei Voraussagen müssen zutreffen, und ein einziger falsch getippter Ausgang wirft den ganzen Wettschein um. Die Gesamtquote ist der Preis für ein Risiko, das mit jeder weiteren Voraussage wächst.

Eine Systemwette splittert dasselbe Vorhaben auf. Statt einer Kombination laufen mehrere, und ein einzelner Fehlgriff reisst nicht mehr alles mit, weil andere Wettreihen ohne die verlorene Voraussage bestehen bleiben. Der Preis dafür ist ein höherer Einsatz, weil jede Wettreihe Geld kostet, und ein tieferer Höchstgewinn gegenüber einer Kombination, die aufgegangen wäre. Wer bei einem Anbieter eine Systemwette durchrechnen lässt, sollte vorher schauen, ob dieser Anbieter Systemwetten überhaupt anbietet. Sporttip tut das, und für eine Systemwette liegt dort die Einsatzobergrenze bei CHF 10’000 — dem Zehnfachen dessen, was eine Einzel- oder Kombinationswette dort kosten darf.

Die Tabelle der Ein- und Auszahlungen in der Schweiz

Bei den beiden Schweizer Veranstaltern gehen die Limiten weit auseinander, und die Richtung überrascht.

Sporttip Jouez Sport
Mindesteinsatz CHF 1 (Einzel- und Kombinationswette) CHF 2 online, CHF 3 in Verkaufsstellen, CHF 2 für Multiples
Höchsteinsatz CHF 1’000 (Einzel- und Kombinationswette), CHF 10’000 (Systemwette) CHF 500 (Einzel- und Kombiwette); Wettschein mit Multiples höchstens CHF 7’500
Höchstgewinn nicht als Betrag in den Spielregeln genannt CHF 300’000 je Einzel- oder Kombiwette, CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen
Macht der Anbieter Änderungen? ja, jederzeit und ohne Angabe von Gründen keine Angabe in den Teilnahmebedingungen

Jouez Sport lässt den Spielenden bis CHF 300’000 je Wette gewinnen, verlangt dafür aber einen Mindesteinsatz von CHF 2 online und deckelt den Einsatz einer Kombiwette bei CHF 500. Bei Sporttip genügt CHF 1, und eine Systemwette darf bis CHF 10’000 kosten — nur um zu gewinnen, ist dort nach oben nichts beziffert. Anders gesagt: Wer mit wenig Geld möglichst weit kommen will, findet bei Sporttip den tieferen Einstieg, und wer mit einem einzelnen grossen Schein auf einen grossen Gewinn zielt, stösst bei Jouez Sport auf die klarer benannte Obergrenze. Beide Häuser können ihre Limiten ändern; Sporttip behält sich das ausdrücklich vor, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Bei Jouez Sport sagt das Reglement nichts darüber, wie es sich bei einem Einsatz über CHF 500 verhält, und daraus folgt nur eines: Das passiert nicht.

Die Rechnung, die kein Rechner zeigt: die Marge im Markt

Eine Quote ist kein neutraler Messwert. Sie ist ein Preis mit einer eingebauten Gebühr, und diese Gebühr steht in keinem Eingabefeld.

Nehmen wir einen Markt mit zwei Ausgängen, beide zu 1.90. Eine faire Quote wäre 2.00 auf jeder Seite, denn dann sprächen die Quoten genau die Hälfte der Fälle zu und die Summe der Kehrwerte betrüge genau 1. Hier beträgt sie 1/1,90 + 1/1,90 = 1,0526. Auf einem solchen Markt liegt der Auszahlungsquotenschlüssel damit in einem Bereich von etwa 94 bis 96 % und die Marge zwischen etwa 4 und 6 %. Bei einem Volumen von CHF 1’000 auf einer Seite gäbe es also im Schnitt etwas weniger als CHF 950 zurück — der Rest bleibt beim Veranstalter, ganz unabhängig davon, welche der beiden Mannschaften gewinnt.

Die Höhe dieser Marge ist keine Naturkonstante, und deshalb steht sie hier als Band und nicht als fester Wert. Enge Hauptmärkte auf grosse Fussballspiele liegen häufig tiefer, Spezialmärkte auf eine einzelne Wurfquote oder eine gelbe Karte liegen deutlich höher. Dasselbe Haus nimmt auf zwei Märkten zwei verschiedene Gebühren, und wer vor allem auf ausgefallene Wetten setzt, zahlt über das Jahr mehr als der Leser der Sporttabelle. Der praktische Schluss ist unangenehm einfach: Jeder Prozentpunkt Marge, den ein Markt trägt, verschwindet aus jedem Betrag, den ein Quotenrechner ausspuckt, ohne dass der Wettschein das je ausweist. Ein Rechner, der auf die Marge hinweist, hat sie damit nicht beseitigt — er ist nur ehrlicher.

Wer das im Kopf mitführt, liest die Quoten eines Anbieters anders. Eine Quote von 1.90 gegen 1.90 ist aus Sicht der Rechnung eine andere Wette als eine Quote von 1.95 gegen 1.95, auch wenn beide auf dieselbe Sache lauten. Und über viele Wetten hinweg ist es die zweite Zahl, die den Unterschied macht — nicht einzelne Treffer, sondern die Höhe der Gebühr auf jedem einzelnen Wettschein.

Rechtslage: was in der Schweiz überhaupt platziert werden darf

Sportwetten auf Online-Wegen gelten in der Schweiz als Grossspiel und unterstehen dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019). Die Aufsicht führt die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern; die Eidgenössische Spielbankenkommission wäre die falsche Adresse — sie beaufsichtigt ausschliesslich Casinos. Wer Sportwetten veranstalten will, braucht eine Veranstalterbewilligung und zusätzlich eine Bewilligung je Spiel, und nach Art. 4 BGS gilt diese Bewilligung nur in der Schweiz. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Die Folge für den Leser ist so einfach wie folgenreich: Es gibt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine gibt. Die Gespa veröffentlicht lediglich eine Sperrliste blockierter ausländischer Domains.

Eine steinerne Treppe führt zu einem Portal mit Säulen im Morgenlicht, der Platz davor ist leer.
Eine Dezimalquote von 1,40 entspricht der Bruchquote 2/5 und der US-Quote −250.

Was gewettet werden darf und was nicht

Der bewilligte Angebotsrahmen ist eine geschlossene Liste: Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, die das Gespa in der Fassung vom 10.09.2026 führt. Qualifikationsrunden erscheinen darauf nur, wenn sie ausdrücklich genannt sind, Frauenwettbewerbe ebenso, und Ranglistenwetten nur dann, wenn die Platzierung über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder aufs Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe stehen nicht darauf. Ebenfalls nicht darauf: Eckball- und Kartenmärkte, und eine Esport-Sektion fehlt der Liste ganz. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen. Livewetten sind erlaubt, vor dem Anpfiff und während des Spiels, sofern der Veranstalter dafür einen Entscheid in der Hand hat; das Gesetz schränkt nicht auf bestimmte Live-Märkte ein.

Genau hier liegt die stille Tücke jedes Quotenrechners. Das Werkzeug kennt keine geschlossene Liste. Es nimmt jede Zahl entgegen, multipliziert sie und gibt ein Ergebnis aus. Ausländische Rechner arbeiten dabei mit Wettarten, die ein Schweizer Veranstalter gar nicht anbieten darf, und liefern trotzdem eine saubere Auszahlung — für eine Wette, die man hier so nicht platzieren kann. Wer ein Ergebnis für bare Münze nimmt, hat unter Umständen eine Wette durchgerechnet, die in diesem Land nicht existiert.

Die eine Bewilligung und die zwei Gebiete

Die beiden Veranstalter teilen das Land. Swisslos mit dem Produkt Sporttip führt seine Wetten im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durch; zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura und nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in Lausanne; sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Wer im falschen Gebiet wohnt, bekommt kein Onlinekonto — nicht aus einer Laune des Anbieters, sondern weil die Bewilligung nicht weiter reicht. Swisslos sitzt in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019.

Für die Registrierung verlangt Swisslos ein Mindestalter von 18 Jahren und einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet; eine bestehende Spielsperre schliesst die Teilnahme aus, und pro Person ist nur eine Registrierung möglich. Die Angaben werden aus einem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Bei Sporttip stehen die Wetten Personen ab 18 Jahren offen, Minderjährige sind ausgeschlossen, und wer als Wettkämpfer an einem Ereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Die Nettoerträge fliessen nach Art. 125 BGS gemeinnützigen Zwecken in den Kantonen zu — ein Detail, das die Haltung des Gesetzgebers erklärt, ohne die Quoten schöner zu machen.

Das Ausland: keine Schweizer Bewilligung heisst keine Schweizer Bewilligung

Eine ausländische Bewilligung — aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land — hat in der Schweiz keine Kraft. Das folgt aus Art. 4 BGS und nicht aus einer Meinung. Wer Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung veranstaltet, macht sich strafbar: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre. Der Spielende wird nicht bestraft. Seine Einsätze und Gewinne können aber in einem Verfahren gegen den Veranstalter eingezogen werden, und Spielerschutz oder Fair-Play-Kontrolle, wie sie das hiesige Recht verlangt, existieren nicht.

Blockiert wird trotzdem. Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS-Sperre unerreichbar machen; die erste Liste datiert vom 3. September 2019, und Ende 2025 standen 671 Domains darauf. Blockierte Adressen werden innert Stunden ersetzt. Die Aufsicht nennt in diesem Zusammenhang Interwetten und Bet-at-Home, und sie führt bet365 auf der Liste. Was daraus für den Einzelnen folgt: Die Anbieter sind nicht deshalb erreichbar, weil sie in der Schweiz zugelassen wären, sondern weil die Technik dem Wechsel der Adressen nachläuft.

Bleibt die ehrliche Einordnung. Keine der beiden Seiten ist die bequem sichere Wahl. Die eine bringt vollen Schweizer Schutz, dafür genau zwei Häuser, eine geschlossene Liste von Sportarten und Märkten, eine Wohnsitzbedingung und eine Ausweiskontrolle. Die andere bringt eine Fülle von Märkten, dafür keinen Schweizer Rechtsweg: kein Eintrag im hiesigen Sperrregister, keine Schweizer Aufsicht, und Gewinne, die nach kantonaler Praxis steuerbar sein können. Wer das gegeneinander abwägt, wägt nicht Sicherheit gegen Risiko ab, sondern zwei Pakete mit je einem Preis.

Spielerschutz: die Grenzen, die keine Rechnung kennt

Ein Quotenrechner endet an derselben Stelle, an der eine Budgetfrage anfängt. Er zeigt, was ein Wettschein einbringen könnte. Ob der Einsatz in die Kasse passt, steht nicht in seinem Formular.

Die Schweiz regelt das überraschend zurückhaltend. Es gibt keine staatlich festgeschriebene Einzahlungsobergrenze. Stattdessen muss der Veranstalter von den Spielenden verlangen, dass sie einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste setzen. Bei Swisslos heisst das konkret: Vor der ersten Teilnahme an Sporttip müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage einrichten. Das Gesetz sieht für die Erhöhung 24 Stunden vor; die beiden Veranstalter wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an — eine strengere Hausregel, und für den Spielenden die, die zählt.

Wer will, kann sich den Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, und diese Sperre lässt sich vor Fristablauf nicht aufheben. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt dann auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Die Aufhebung einer freiwilligen Sperre ist erst nach drei Monaten möglich und läuft über eine Fachstelle. Ein selbst gewählter Unterbruch von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden. Ausgeschlossene oder minderjährige Spielende haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne. Wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, steht in diesem Register nicht, und das ist kein Vorteil, sondern der Verlust der einzigen Sperre, die über Anbietergrenzen hinweg wirkt.

Zum Schweizer Kontrollniveau gehört auch ein unangenehmer Befund. Die Gespa hat 2025 Testkäufe gemacht und dabei an Verkaufsstellen in 47.5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer die Kontrolle an der Verkaufsstelle für lückenlos hält, hält sie für lückenloser, als sie ist.

Ein weiterer Punkt, der die Rechnung von der Auszahlung trennt: Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers ausgezahlt. Anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Wettangebot nicht, und Kredite an Spielende sind unzulässig. Wer im Netz ein Angebot findet, das Auszahlungen auf ein fremdes oder anonymes Konto anbietet, spielt nicht bei einem Schweizer Veranstalter.

Und die Steuer, weil sie in jeder Gewinnrechnung fehlt. Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden erst darüber besteuert; der Bundesfreibetrag liegt ab 1.1.2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400). Der kantonale Freibetrag weicht davon ab, also je nach Kanton. Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt werden kann. Für den typischen Wetterei liegt jeder Gewinn unterhalb dieser Grenze: keine Einkommenssteuer, keine Verrechnungssteuer. Eine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz gibt es nicht. Gewinne bei ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, können aber nach kantonaler Praxis — etwa im Kanton Thurgau — unabhängig von der Höhe vollständig als Einkommen steuerbar sein. Das ist allgemeine Information und kein Steuerrat: Bei Fragen hilft ein Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung.

Wetten und Quoten im Detail: was der Rechner durchrechnet

Der Rechenkern ist bei allen drei Wettformen derselbe, aber die Eingabe unterscheidet sich, und hier scheitern mehr Wettscheine als an falschen Voraussagen.

Kombiwetten und Systemwetten in der Rechnung

Bei einer Kombinationswette wird der Einsatz nicht geteilt. Er gilt für die gesamte Wette, und gewonnen ist sie nur, wenn jedes einzelne Ereignis richtig getippt wurde. Eine Viererkombination aus den Quoten 1.80, 2.10, 1.65 und 1.95 kommt auf eine Gesamtquote von 12’157, gerundet 12.16; CHF 10 darauf ergeben CHF 121.60 zurück und CHF 111.60 Gewinn. Das sind vier Voraussagen, und die Wahrscheinlichkeit, dass alle vier aufgehen, ist das Produkt der vier Einzelwahrscheinlichkeiten — sie sinkt mit jeder weiteren Voraussage, während die Quote steigt. Beide Bewegungen sind derselbe Vorgang von zwei Seiten betrachtet. Wer den steigenden Bruttobetrag als Ertrag liest und die sinkende Trefferchance überliest, verwechselt die Grösse des Preises mit der Chance, ihn zu gewinnen.

Bleibt eine Voraussage in einer Kombination unentschieden oder wird das Ereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn oder im Rahmen eines Turniers nachgeholt, ist die Wette in diesem Punkt nicht verloren: Bei Sporttip wird sie ungültig, Einzelwetten werden zurückbezahlt, und in Kombinationswetten erhält die abgesagte Voraussage die Quote 1.00. Die Kombination rechnet mit einer Voraussage weniger weiter. Genau das sollte ein Rechner abbilden können, und viele tun es nicht — sie kennen nur die Addition von Quoten, nicht die Neutralisierung einer Zeile.

Bei einer Systemwette fasst der Anbieter mehrere ähnliche Kombinationswetten zusammen und schreibt sie als «X aus Y» an; jede dabei entstehende Kombination heisst Wettreihe. Der Spielende legt also nicht fest, wie die Kombinationen aussehen, sondern nur, aus welchem Vorrat wie viele Voraussagen je Reihe kombiniert werden. Eine Trixie ist ein solches Gebilde aus drei Voraussagen, und darin stecken die drei Zweierkombinationen plus eine Dreierkombination, macht vier Einzelwetten. Vier Reihen bedeuten vier Mal Einsatz — die Systemwette ist breiter abgesichert und kostet entsprechend mehr. Je nach Ausgang bleiben bei einer Trixie ein oder zwei Fehlgriffe folgenlos, während drei richtige Voraussagen den grössten Teil des Möglichen einbringen. Wer das vorher durchrechnet, kennt die vier Beträge, die auf dem Konto verschwinden, bevor der erste Treffer feststeht.

Livewetten, Cash-Out und Boosts in der Praxis

Ein Livewetten-Markt rechnet nach denselben Regeln wie ein Prematch-Markt, nur mit kürzerer Halbwertszeit der Quote. Sporttip wertet ein Ereignis unabhängig davon, ob es live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Entscheid des Videoschiedsrichters — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Wer während einer solchen Szene auf den Absenden-Knopf drückt, hat den Betrag bereits gesetzt und bekommt ihn zum Einsatz zurück, ohne Gewinn. Das ist kein Fehler des Rechners, sondern eine Regel des Veranstalters, und sie gehört vor der Livewette gelesen, nicht danach.

Cash-Out gibt es bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und ausschliesslich als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der angebotene Betrag liegt tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Der Ausstieg ist also kein Werkzeug zum Absichern eines sicheren Gewinns, sondern ein Verkauf zu einem Preis, den die Gegenpartei festsetzt. Ein Quotenrechner liefert dazu eine Zahl; ein zweiter, unabhängiger Rechner tut es nicht.

Boosts sind die Stelle, an der die Rechnung am ehesten schiefgeht, weil sie Versprechen mit Bedingungen verwechselt. Der Kombiboost bei Sporttip gilt nur online, für Prematch, Live und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Quotenboosts gelten ebenfalls nur online und nur für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung begrenzt; wer während einer solchen Wette cash-out nutzt, verliert den Boost. Die Hürde liegt in der Mindestquote von 1.50 je Voraussage — sie schliesst die kurzen Favoritenpreise aus, mit denen sich ein Kombischein bequem auffüllen liesse. Und wer genau hinschaut, sieht, dass bei 15 Voraussagen mit je mindestens 1.50 das Risiko einer Kombination längst jede Verzierung überholt hat.

Dazu ein Detail, das in jede Schweizer Gewinnrechnung gehört: Der Gewinnbetrag ergibt sich bei Sporttip aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote als Produkt der Einzelquoten, und er wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Eine Rechnung, die auf den Rappen genau stimmt, stimmt auf dem Konto nicht. Ein Rechner, der diese Stufe kennt, zeigt einen leicht tieferen Betrag als das eigene Kopfrechnen — und dieser kleine Abschlag ist die Wahrheit.

Wer voneinander abhängige Ereignisse derselben Sportveranstaltung kombinieren will — ein Sieg und die Anzahl Tore desselben Spiels etwa —, braucht bei Sporttip die Bet-Builder-Funktion. Nimmt Swisslos eine solche Kombination ohne diese Funktion irrtümlich an, kann es die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Der Wettschein verschwindet damit nicht, aber er zählt nicht. Und für die Reguläre Spielzeit gilt: Sie umfasst die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer ein Ergebnis im Kopf durchrechnet und dabei eine Verlängerung mitzählt, rechnet einen anderen Markt als den, auf den er gesetzt hat.

Die einzelnen Anbieter im Vergleich

Zehn Einträge, zwei Gruppen. Für die beiden Schweizer Häuser gibt es Zahlen, Bedingungen und eine Aufsicht mit Namen. Für die acht ausländischen Marken gibt es das, was ihre Bewilligungslage über sie aussagt — und daraus lässt sich ehrlich eine Einschätzung bauen.

Sporttip: der bewilligte Veranstalter mit den tiefen Einsätzen

Swisslos, mit Sitz in Basel und als Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft organisiert, veranstaltet Sporttip unter einer Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach BGS mit der Gespa als Aufsicht. CHF 1 Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten ist der tiefste Einstieg, der sich in der Schweiz finden lässt, und die Systemwette darf bis CHF 10’000 kosten. Die Obergrenze von CHF 1’000 auf eine einzelne Kombination setzt der grossen Zahl jedoch früh eine Wand entgegen: Wer CHF 5’000 auf eine Dreierkombination setzen will, kann das hier nicht — aber er kann CHF 5’000 auf eine Systemwette geben. Diese Asymmetrie ist der eigentliche Charakter des Angebots.

Die Stärke liegt im Rahmen, nicht in der Quote. Eine Spielsperre wirkt schweizweit und greift über Anbietergrenzen hinweg bis in die Casinos, die Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage sind vor der ersten Teilnahme zwingend, und der Weg zurück ins Spiel ist nach einer Sperre drei Monate lang versperrt. Bei der Steuerfrage hilft die Schweizer Herkunft ebenfalls: 35 % Verrechnungssteuer greifen erst weit oberhalb jedes typischen Gewinns, und für einen einzelnen Wettschein in der gewohnten Grössenordnung bleibt es bei null.

Was das Angebot selbst angeht, ist die Sache klar umrissen und schmal. Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten folgen der geschlossenen Gespa-Liste, Eckball- und Kartenmärkte fehlen, eine Esport-Sektion ebenso. Wer gern exotische Nebenmärkte spielt, findet hier keinen Schauplatz dafür. Das entspricht dem Gesetz und nicht dem Geschmack des Veranstalters. Die Einschätzung fällt entsprechend aus: Der tiefe Einstieg von CHF 1 und die schweizweite Spielsperre machen dieses Angebot zum naheliegenden Ort für alle, die mit bescheidenen Beträgen spielen und den Schutzrahmen ernst nehmen; wer auf ein breites Marktbuffet aus ist, stösst hier auf eine Wand, die keine Quote einreisst.

Jouez Sport: die Westschweiz, gedeckelt bei CHF 500

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt und Wallis unter derselben Art von Bewilligung, nämlich einer Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach BGS, beaufsichtigt von der Gespa. Das Haus nennt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende, und Sitz der Verwaltung ist die Avenue de Provence 14 in Lausanne. Wer in einem Deutschschweizer Kanton wohnt, kommt an dieses Konto nicht heran, und umgekehrt gilt dasselbe.

Die Zahlen des Reglements setzen einen klareren Rahmen nach oben als bei Sporttip. Der Höchstgewinn beträgt CHF 300’000 je Einzel- oder Kombiwette und CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, und eine einzelne Quote oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Ein Mindestpreis von 1.10 ist eine niedrige Schwelle, die kaum eine Wette ausschliesst; die Obergrenze von 100’000 schliesst die absurde Kombination ohnehin aus. Dafür bricht der Höchsteinsatz früh: CHF 500 für eine Einzel- oder Kombiwette, CHF 2 online als Minimum, CHF 3 an der Verkaufsstelle, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 enthalten.

Genau diese Deckelung bestimmt, für wen das Angebot passt. Der benannte Höchstgewinn ist gross, der Einsatz ist klein — für Systemspielende, die über viele Reihen streuen wollen, geht der Schein früh aus. Wer mit Multiples arbeitet, findet im Wettschein bei CHF 7’500 eine Grenze, die schneller erreicht ist, als die Zahl der Reihen vermuten lässt. Für Spielende in der Westschweiz, die klassisch mit kleinen und mittleren Beträgen auf Fussball setzen, ist der Rahmen stimmig; wer grösser denken will, wird bei Jouez Sport nicht fündig.

22Bet: keine Schweizer Bewilligung

22Bet gehört zur Gruppe der Marken, die in der Schweiz nicht zugelassen sind. Es gibt keine Schweizer Bewilligung, und die gemeldete Bewilligung entfaltet nach Art. 4 BGS hier keine Wirkung. Das Haus steht nicht mit dem Schweizer Sperrregister in Verbindung, es gibt keinen Schweizer Rechtsweg, und seine Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden, die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS blockieren.

Für einen Quotenrechner heisst das etwas sehr Konkretes: Die Preise dieses Anbieters lassen sich eingeben und durchrechnen, aber nicht gegen die eines Schweizer Veranstalters aufrechnen, ohne die Rechtsfolge mitzudenken. Ein Schweizer Rechner und ein Schweizer Markt sind zwei verschiedene Dinge. Wer auf 22Bet spielt, spielt ausserhalb des Rahmens, der die Limiten, die Spielsperre und die Auszahlung auf das eigene Konto vorschreibt. Die Bewertung folgt daraus unmittelbar: eine breite Palette ohne hiesigen Schutz — wer den Schutz nicht sucht, weiss wenigstens, was er aufgibt.

MyStake: keine Schweizer Bewilligung

MyStake führt dieselbe Bewilligungslage: keine Schweizer Bewilligung, eine gemeldete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz, keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann auf die Sperrliste der Gespa geraten. Die Aufsicht nennt für ihren Blocklisten-Vollzug unter anderem Interwetten und Bet-at-Home; grundsätzlich trifft es jede Marke, die ohne Bewilligung an Schweizer Spielende herantritt.

Was hier ins Gewicht fällt, ist nicht die Marke, sondern die Mechanik. Eine Domain, die heute erreichbar ist, muss es morgen nicht sein. Wer sich dort ein Konto einrichtet und ein Guthaben stehen lässt, hat eine Verfügbarkeit, die er nicht kontrolliert. Der Umgang mit einem ausstehenden Guthaben ist unter diesen Umständen der eigentliche Knackpunkt, nicht die Quote. Als Vergleichsgrösse für die Schweizer Häuser taugt diese Marke damit nur begrenzt — sie ist der Anschauungsfall dafür, was ausserhalb des Rahmens liegt.

Interwetten: keine Schweizer Bewilligung

Interwetten hat keine Schweizer Bewilligung, und sein Name taucht in der Aufsichtsarbeit rund um die Sperrliste auf. Die gemeldete Bewilligung hat in der Schweiz keine Kraft, es besteht keine Verbindung zum hiesigen Sperrregister, und ein Schweizer Rechtsweg fehlt.

Bemerkenswert ist an diesem Fall, dass eine Marke mit einem alten europäischen Namen nicht geschützter ist als eine neue. Die Blockliste unterscheidet nicht nach Bekanntheit, und die Wirkung einer ausländischen Bewilligung endet an der Grenze unabhängig davon, wie lange ein Anbieter schon existiert. Für den Spielenden ändert das nichts an der Rechnung — es ändert die Erwartung an die Durchsetzbarkeit.

IviBet: keine Schweizer Bewilligung

IviBet reiht sich in dieselbe Gruppe ein: keine Schweizer Bewilligung, gemeldete Bewilligung ohne Geltung hier, keine Verbindung zum Sperrregister, kein schweizerischer Rechtsweg, mögliche Aufnahme in die DNS-Sperre. Eine Schweizer Aufsicht mit Auskunftspflicht steht hinter dieser Marke nicht.

Damit ist der Vergleich mit Sporttip und Jouez Sport schnell entschieden. Dort gibt es eine Limite von CHF 1’000 beziehungsweise CHF 500 je Wette, eine Spielsperre, die schweizweit greift, und eine Fachstelle für den Weg hinaus. Hier gibt es nichts von alldem. Wer die Wetten dieser Marke zum ersten Mal durchrechnet, sollte im gleichen Zug klären, an wen er sich wendet, wenn eine Auszahlung ausbleibt.

bet365: keine Schweizer Bewilligung

bet365 steht auf der Sperrliste der Gespa. Eine Schweizer Bewilligung besitzt die Marke nicht, und ihre gemeldete Bewilligung hat nach Art. 4 BGS hier keine Wirkung; eine Verbindung zum Schweizer Sperrregister besteht nicht, ein Schweizer Rechtsweg ebenso wenig.

Der Fall ist der beste Beleg dafür, dass der Umfang heute nichts über die Zulässigkeit hier sagt. Die Aufsicht nennt bet365 ausdrücklich als Anbieter auf der Liste, obwohl die Marke zu den bekanntesten Europas gehört. Schweizer Spielende kommen über DNS-Sperren oder Adresswechsel hin und wieder an die Seite heran. Was sie dort erwartet, ist ein Wettangebot ohne Schweizer Aufsicht — bei bekannten Namen genauso wie bei unbekannten.

BC.Game: keine Schweizer Bewilligung

BC.Game gehört zu den acht Marken ohne Schweizer Bewilligung. Eine gemeldete Bewilligung entfaltet nach Art. 4 BGS keine Wirkung im Land, das Sperrregister kennt die Marke nicht, ein Schweizer Rechtsweg besteht nicht, und die Aufnahme in die Gespa-Sperrliste mit DNS-Blockade ist möglich.

Was diesen Anbieter für einen Vergleich interessant macht, ist weniger seine Bewilligungslage als die Frage, mit der sich die Schweizer Seite davon abhebt: Auszahlungen gehen im bewilligten hiesigen Angebot nur auf ein Konto auf den Namen des Kontoinhabers. Das ist eine der stillen Regeln, die eine Marke ohne Bewilligung nicht bindet. Wer eine Kombination aus mehreren Ereignissen durchrechnet, rechnet auf beiden Seiten dieselbe Arithmetik — die Unterschiede liegen beim Weg des Geldes, nicht bei der Quote.

Bruce Bet: keine Schweizer Bewilligung

Bruce Bet hat keine Schweizer Bewilligung, eine gemeldete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz, keine Verbindung zum Sperrregister, keinen Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann auf der Sperrliste erscheinen. Mehr lässt sich über die Bewilligungslage dieser Marke nicht sagen, weil sie sich in nichts von der der anderen sieben ausländischen Anbieter unterscheidet.

Interessant ist an solchen Namen vor allem, wie sie auf einen Spielenden wirken: eine neue Domain, ein frisches Design, ein Angebot im Fenster — und keine Aufsicht, die eine Auszahlungsfrist kennt. Der Vergleich mit einem Veranstalter, der in Basel oder Lausanne sitzt und dessen Reglement man aufschlagen kann, fällt nicht wegen der Quoten aus, sondern wegen der Adresse, an die man sich wenden kann.

GG.BET: keine Schweizer Bewilligung

GG.BET führt ebenfalls keine Schweizer Bewilligung, und seine gemeldete Bewilligung hat hier keine Kraft. Es besteht keine Verbindung zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und eine Aufnahme in die DNS-Sperrliste ist möglich.

Eine Auffälligkeit gehört hierhin: Die Gespa-Liste der erlaubten Sportarten und Wettbewerbe führt keine Esport-Sektion. Wer Esport-Wetten durchrechnen will, tut das auf Werkzeugen und bei Anbietern, die ausserhalb dieses Rahmens liegen. Das ist keine Frage der Rechengenauigkeit, sondern der Zulässigkeit — und der Quotenrechner sagt dazu nichts.

Häufige Fragen zur Berechnung von Sportwetten

Wie wird der Reingewinn einer Sportwette aus Einsatz und Quote berechnet?

Der Reingewinn folgt aus Einsatz × (Quote − 1), die Auszahlung aus Einsatz × Quote. Bei CHF 20 auf die Quote 2.10 ergibt das CHF 42 zurück und CHF 22 Gewinn. Der Bruttobetrag sieht grösser aus, weil er den eigenen Einsatz enthält. Steuer fällt bei einem solchen Gewinn nicht an.

Wie unterscheiden sich Dezimal-, Bruch- und US-Quoten, und wie lassen sie sich umrechnen?

Die Dezimalquote 5,50 zahlt bei 1 € Einsatz 5,50 € aus, lässt 4,50 € Gewinn und lautet als Bruch 9/2 sowie als US-Quote +450. Die Dezimalquote 1,40 entspricht 2/5 und −250. Ein Minuszeichen bei der US-Quote bedeutet, dass 250 $ gesetzt werden müssen, um 100 $ Gewinn zu erzielen.

Wie wird die Gesamtquote einer Kombiwette berechnet, und warum sinkt die Trefferchance mit jeder weiteren Voraussage?

Die Einzelquoten werden multipliziert, der Einsatz gilt für die gesamte Wette, und gewonnen ist sie nur, wenn jedes Ereignis richtig getippt wurde. Aus 1.80, 2.10 und 1.95 wird eine Gesamtquote von 12.16. Mit jeder zusätzlichen Voraussage steigt die Quote, und das Produkt der Einzelwahrscheinlichkeiten sinkt.

Was ist eine Systemwette, und wie viele Einzelwetten stecken etwa in einer Trixie?

Eine Systemwette bündelt mehrere ähnliche Kombinationswetten und wird als «X aus Y» angegeben; jede entstehende Kombination heisst Wettreihe. Eine Trixie aus drei Voraussagen enthält die drei möglichen Zweierkombinationen plus eine Dreierkombination, also vier Einzelwetten. Jede Reihe wird mit Einsatz belegt, Fehlgriffe bleiben je nach Ausgang teilweise folgenlos.

Welche Mindest- und Höchsteinsätze gelten bei Sporttip und Jouez Sport?

Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000, für Systemwetten bei CHF 10’000. Jouez Sport verlangt online CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3 und für Multiples CHF 2, bei einem Höchsteinsatz von CHF 500 je Einzel- oder Kombiwette.

Zeigt ein Quotenrechner die Marge des Anbieters, und was bedeutet diese für den Erwartungswert auf lange Sicht?

Ein Rechner zeigt sie nicht. Bei zwei Ausgängen zu je 1.90 liegt der Auszahlungsquotenschlüssel bei etwa 95,0 % und die Marge bei etwa 5,0 %; Spezialmärkte tragen oft mehr. Über viele Wetten hinweg kostet diese Gebühr einen Teil jedes Einsatzes, unabhängig davon, wie die einzelnen Wetten ausgehen.

Inhalt erstellt vom Team «wettbueroch»