Wetten Prognosen für heute: was in einer Prognose steckt und was sie niemals verspricht

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only

Ladevorgang...

Want more predictions?
Join our Telegram channel
Join
Ein Tennisplatz bei Sonnenaufgang mit gespanntem Netz und feuchtem Sandbelag, niemand steht auf dem Platz.

Stand: Oktober 30, 2026 — Bewilligungsangaben geprüft gegen die Veranstalterbewilligungen nach dem Geldspielgesetz und die Aufsicht durch die Gespa.

Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online und verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50.

Eine Prognose für ein heutiges Spiel ist eine Rechnung mit Lücken. Wer das weiss, kann mit Prognosen arbeiten. Wer es nicht weiss, hält einen Tipp für ein Versprechen und zahlt dafür. Auf dieser Seite geht es nicht um Picks, nicht um das Spiel des Abends und nicht um ein Ergebnis, das jemand vorhersagt. Es geht darum, was in einer Prognose steckt, wer sie in der Schweiz überhaupt verwerten darf und was ein Wettangebot kostet, bevor der erste Franken Gewinn entsteht.

Die Kernaussage lässt sich in einem Satz sagen, und der Rest der Seite erklärt, warum sie stimmt: Jede Quote ist ein Preis, und in jedem Preis steckt der Anteil des Veranstalters. Bei zwei Ausgängen zu je 1.90 deckt das Feld zusammen einen Auszahlungsanteil von rund 95 Prozent ab. Die fehlenden fünf Prozent sind keine Gebühr, die irgendwo auf einem Konto landet. Sie sind der Grund, warum eine Serie von Wetten auf lange Sicht gegen den Wettenden läuft, ganz gleich, wie sorgfältig jede einzelne Prognose gebaut ist.

Was daraus folgt, zeigt sich erst mit der Zeit. Eine einzelne Wette entscheidet sich an einem Abend, die Quote wirkt jahrelang. Genau in dieser Verschiebung liegt der Nutzen eines Leitfadens: Er hilft nicht beim heutigen Spiel, er hilft beim hundertsten.

Die Rangliste: Prognoseansätze nach Nachvollziehbarkeit

Zehn Plattformen, zwei davon mit Schweizer Bewilligung, acht ohne. Das ist die Ausgangslage, und sie ist schief, weil die beiden Gruppen nicht dasselbe tun. Swisslos und die Loterie Romande veranstalten Wetten unter einer Bewilligung, die nur in der Schweiz gilt. Die anderen haben hier keine Bewilligung und dürfen hier nicht veranstalten.

Sortiert wird nach der Frage, die für einen Leser tatsächlich zählt: Wie weit kann ich nachprüfen, was mir da angeboten wird? Das ist kein Qualitätsurteil über Software oder Bedienung. Es ist die Frage, ob es im Streitfall eine Stelle gibt, an die man sich wenden kann, und ob ein Limit, das man selbst gesetzt hat, auch dann greift, wenn es unbequem wird.

Swisslos steht oben, weil seine Spielregeln bis auf die Rundungsregel des Gewinnbetrags nachlesbar sind, weil Limiten vor der ersten Teilnahme gesetzt werden müssen und weil eine Spielsperre in einem Register landet, das über die Kantonsgrenze hinaus wirkt. Die Loterie Romande folgt direkt daneben, mit einem klaren Höchstgewinn und einer ebenso klaren Bandbreite für Kombiwetten.

Diese Art von Nachprüfbarkeit ist selten in einem Markt, in dem Anbieter mit falschen Versprechen wie «risikofrei» werben. Jede Wette trägt das Risiko des Verlusts des Einsatzes: Wer CHF 50 auf eine Quote von 1.20 setzt, verliert CHF 50, wenn die Wette nicht aufgeht. Die Quote ändert nur die Höhe der Auszahlung, nie das Verlustrisiko.

Brand Swiss permit status Organizer or reported licence
Swisslos Sporttip Mit Bewilligung Swisslos (Sporttip)
Loterie Romande Mit Bewilligung Loterie Romande (Jouez Sport)
BetAlright Ohne Bewilligung Nicht etabliert
Unibet Ohne Bewilligung Nicht etabliert
Wettigo Ohne Bewilligung Nicht etabliert
Gamdom Ohne Bewilligung Nicht etabliert
BillyBets Ohne Bewilligung Nicht etabliert
ZotaBet Ohne Bewilligung Nicht etabliert
BetPanda Ohne Bewilligung Nicht etabliert
bet-at-home Ohne Bewilligung Nicht etabliert

Was die Rangliste damit tut, ist eine Rangfolge der Lesbarkeit und nicht eine Empfehlung für den Abschluss einer Wette, und diese Unterscheidung kann man nicht oft genug betonen.

Wie aus Form, Statistik und Quote eine Prognose wird

Der Ausgangspunkt jeder Prognose ist die Form, aber «Form» heisst weniger, als das Wort suggeriert. Gemeint sind Muster in einer überschaubaren Zahl vergangener Spiele: Ergebnisse, Gegnerstärke, Torverhältnisse, die Trennung von Heim- und Auswärtsspielen. Diese Grössen sind messbar, und ihr Vorteil liegt darin, dass sie sich prüfen lassen. Ihr Nachteil liegt darin, dass Fussball eine Sportart mit wenigen Ereignissen pro Spiel ist. Ein Tor entscheidet, und ein Tor kann aus einem abgefälschten Schuss entstehen.

Ein zweiter Baustein kommt aus der Statistik zum Spiel selbst: Torbilanzen der beiden Mannschaften, die Häufigkeit bestimmter Resultate, die Frage, wie oft ein Team zu null spielt oder wie oft es spät noch ein Tor kassiert. Solche Zahlen sind brauchbar, solange man den Zeitraum im Kopf behält. Ein Team, das in den letzten fünf Spielen nicht getroffen hat, kann in den fünf davor überdurchschnittlich getroffen haben, und aus beiden Reihen lässt sich alles und nichts ableiten.

Der dritte Baustein, und der unterschätzteste, ist die Quote selbst. Eine Quote ist keine Auskunft über die Wahrheit, sondern ein Preis, zu dem jemand bereit ist, Geld anzunehmen. Sie enthält bereits das Wissen des Marktes: Verletzungen, Aufstellungen, Reisestrapazen, das Wetter, die Tatsache, dass ein Spitzenteam am Mittwoch in der Champions League gespielt hat.

Wer aus diesen drei Bausteinen eine Wahrscheinlichkeit ableitet, kommt zu einer Zahl zwischen null und eins. Was dabei nicht herauskommt, ist ein sicheres Ergebnis. Die Form der Vorsaison sagt nichts über die Aufstellung von heute, die Statistik beschreibt Vergangenheit, und die Quote ist ein Kompromiss zwischen vielen Meinungen.

Setzt man diese drei Grössen gegeneinander, kann man Muster suchen, die über den einzelnen Anlass hinaus etwas aussagen: eine Mannschaft, die gegen tief stehende Gegner regelmässig Mühe hat, ein Duell zwischen einem offensiv starken und einem defensiv stabilen Team, ein Spiel nach einer kurzen Vorbereitung. Solche Gedanken sind das, was ein Prognoseansatz kann. Sie nennen ein Muster, nie ein Resultat, und sie sagen nichts darüber, was heute tatsächlich passiert.

Der Nutzen dieser Denkweise zeigt sich nicht heute, sondern an dem Punkt, an dem man merkt, dass manche Muster zuverlässig sind und manche nur so aussehen. Diese Trennung ist die eigentliche Arbeit, und sie dauert lange.

Definitionsgemäss ist ein Spiel der englischen Premier League ein Randfall: Der Kader ist dicht, die Belastung durch europäische Wettbewerbe hoch, die Aufstellungen sind oft erst eine Stunde vor dem Anpfiff bekannt. Eine Spielanalyse ist damit eine Wette auf die Qualität der Vorabinformationen, nicht auf die Stärke der beiden Mannschaften. Das ist keine Prognose, das ist eine Wette auf die eigene Nachrichtenlage — und die war bei den seltensten Wetten die schlechtere Seite des Marktes. Dasselbe gilt für Turnierwetten, bei denen Rotation, Gruppensituation und Weiterkommenslogik die Aufstellung bestimmen und nicht die Form der letzten fünf Spiele. Bei einem Turnier ist die Information des Marktes deshalb häufig nicht jene, die man sich selbst zusammenrechnet. Wer dennoch in solche Märkte will, sollte den Einsatz am Unterhaltungswert messen und nicht an der Schärfe der eigenen Analyse.

Was eine Quote über eine Prognose sagt

Wird ein «Tipp» mit einer Quote von 1.20 verkauft, gewinnt er auch dann nichts hinzu, wenn man ihn mit einem grösseren Einsatz spielt. Rechnen lässt sich trotzdem etwas, und es ist der Kern dieser Seite.

Bei zwei Ausgängen zu je 1.90 liegt die Auszahlungsquote des Feldes bei rund 95 Prozent, die Marge also bei etwa fünf Prozent. Das ist der eine Rechenweg, und er erklärt, warum Übereinstimmung der eigenen Schätzung mit dem Markt noch keinen Vorteil darstellt: Bei einem fairen Feld mit zwei gleich starken Seiten wäre ein Preis von 2.00 gerechtfertigt; bei 1.90 bezahlt man tatsächlich für eine Erwartung, die nur in wenigen Fällen eintrifft. Der zweite Weg geht über die Einzelwette: Bei einem Einsatz von CHF 100 und einer Quote von 1.50 beträgt der Rückzahlungsbetrag CHF 150, der Nettogewinn also CHF 50. Der dritte Weg führt über die Kombination: Bei drei Voraussagen zu 1.50, 2.00 und 1.80 ergibt das Produkt eine Gesamtquote von 5.40 und damit eine Rückzahlung von CHF 540 bei CHF 100 Einsatz.

Diese drei Rechnungen liefern nur dann etwas, wenn man die Marge dazurechnet. Über ein Feld von zwei Ausgängen zu 1.90 ist die Summe der Einzelwahrscheinlichkeiten grösser als eins — genau um diese fünf Prozent. Setzt man die Schätzung mit dem Preis in Verbindung, sieht man zweierlei: dass eine Quote unter der eigenen Schätzung kein Geschenk ist, und dass das Auszahlungssystem einer Kombination nicht einfach nur multipliziert. Die Gewinnbeträge der Sporttip-Wetten ergeben sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen aus Einsatz mal Gesamtquote, wobei die Gesamtquote das Produkt der Einzelquoten ist. Der rechnerische Auszahlungsbetrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, anschliessend wird auf 5 Rappen genau abgerundet.

Wie eine Prognose zu einem Value Bet wird

Ein Value Bet ist kein wahrscheinlicher Ausgang. Es ist die Behauptung, dass die Quote höher ist, als sie sein müsste. Diese Behauptung lässt sich rechnen, und genau daran scheitert die Mehrheit der Versuche in der Praxis.

Dass die Werte über die Zeit nicht für den Wettenden sprechen, lässt sich an einem Muster zeigen; die Marge setzt sich über die Jahre durch, und nur eine kleine Minderheit hält dagegen an. Zwei Sätze gehören dazu: Erstens muss die eigene Wahrscheinlichkeit besser sein als jene des Marktes, und zwar so deutlich, dass die Marge überhaupt überwunden wird. Zweitens braucht es genug Wetten, um den Zufall auszugleichen. Eine einzelne Prognose kann nichts beweisen, weder Erfolg noch Misserfolg.

Das ist der Punkt, an dem Prognoseseiten die Erwartung wecken, die sie nicht halten können. Viele liefern zehn Tipps am Tag, und ein Teil davon geht auf. Das wird als Kompetenz präsentiert, obwohl es arithmetisch nicht überprüfbar ist. Ob ein einzelner Tipp gut oder schlecht war, weiss man erst, wenn man ihn mit der Quote desselben Marktes an allen Tagen vergleicht. Das kann ein Leser selbst tun, doch es braucht Aufzeichnungen über einen langen Zeitraum, und diese Aufzeichnungen sind unangenehm zu führen.

Value Bet ist trotzdem ein nützlicher Begriff, wenn man ihn richtig liest: Er beschreibt, dass zwischen der eigenen Schätzung und dem Preis eine Lücke besteht. Er beschreibt nicht, dass die Wette gewinnt. Die Lücke kann echt sein, sie kann eingebildet sein, und der Markt kann die Sache einfach besser sehen.

Quotenschlüssel und Marge: was in jedem Preis bezahlt wird

Auszahlungsquote und Marge sind zwei Seiten desselben Feldes. Die Auszahlungsquote ist der Anteil der Einsätze, den ein Markt über alle Ausgänge zusammen zurückzahlt. Rechnerisch ist sie der Kehrwert der Summe der Kehrwerte aller Quoten eines Marktes — bei zwei Ausgängen zu je 1.90 also 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90), was auf rund 95 Prozent führt. Die Marge ist der Rest: 100 Prozent minus Auszahlungsquote.

Verallgemeinert auf n Ausgänge ist der Auszahlungsanteil 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quoteₙ), die Marge 100 Prozent minus diesem Anteil. Bei einem Dreiwegemarkt mit Quoten von 2.10, 3.40 und 3.60 liegt die Summe der Kehrwerte bei rund 1’048. Damit bleibt ein Auszahlungsanteil von etwa 95.4 Prozent und eine Marge von rund 4.6 Prozent. Über ein Feld von zwei Ausgängen zu 1.90 liegt die Summe der Kehrwerte bei rund 1’053 — der Auszahlungsanteil beträgt also rund 95 Prozent, die Marge etwa 5 Prozent. Bei vier Ausgängen zu je 4.50 summieren sich die Kehrwerte auf rund 0’889. Der Auszahlungsanteil liegt daher bei rund 112.5 Prozent, die Marge also bei etwa −12.5 Prozent. Ein solches Feld kann kein Buchmacher dauerhaft anbieten.

Präzise sind diese Zahlen nur unter einer Bedingung, und die Bedingung ist der eigentliche Punkt: Sie beschreiben einen Markt als Ganzes und verraten nichts darüber, wie das Geld innerhalb dieses Marktes verteilt wird. Wenn 90 Prozent der Einsätze auf einen einzigen Ausgang laufen, dessen Marge liegt, während die anderen Ausgänge zu ungünstigen Preisen angeboten werden, schrumpft der Vorteil einer Wette auf den einzigen Ausgang erheblich, wenn man sie nicht ausgleicht. Die Prozentzahl sagt also nur, wie viel über alle Linien des Marktes zurückfliegt.

Die Marge muss man immer im Auge behalten, wenn man den Preis einer Wette als gerecht einschätzt, und das tut sie auch. Bei einer Kombination aus drei Voraussagen zu je 1.90 multiplizieren sich die Quoten zu 6’859, während drei fair bepreiste Auswahlen mit 2.00 je Stück ein Produkt von 8.00 ergeben. Diese Verschiebung ist der eigentliche Preis des Kombinierens, und das Sporttip bietet sie bewusst an? Nein. Es gibt Kombinationen, aber jede Voraussage bringt ihre eigene Marge mit.

Zwischen einer Einzelwette und einer Kombination liegt ein echter Unterschied: Die Einzelwette verdünnt die Marge nur einmal, die Kombination bezahlt sie drei Mal, und jede zusätzliche Auswahl macht es schwerer, die höhere Auszahlung wirtschaftlich zu erreichen. Bei einem Einsatz von CHF 10 auf eine Kombination aus drei Auswahlen zu je 1.90 liegt der mögliche Rückzahlungsbetrag bei CHF 68.59, davon CHF 58.59 Nettogewinn. Die gleiche Summe auf drei Einzelwetten von je CHF 3.33 bei 1.90 ergibt drei Rückzahlungen von je CHF 6.33, also CHF 19. Man hat dafür aber drei Wetten gewonnen. Die Kombination spart nur die Einsätze — wenn sie alle drei gewinnt. Verliert eine, ist alles weg, während bei drei Einzelwetten zwei Drittel der Einsätze erhalten blieben. Für die gleiche Gesamtsumme an Einsatz kassiert man bei einer Kombination also das grosse Ergebnis oder das Nichts; bei mehreren Einzelwetten gewinnt man häufiger kleine Beträge, was die Marge nicht weniger kostet, aber den Einsatz über mehr Linien verteilt.

Wer heute einen Kombischein plant, zahlt nicht nur die Marge mehrfach, sondern verliert auch die Option, eine einzelne Auswahl zurückzuziehen. Ein Cash-Out hilft dabei nur begrenzt. Bei Sporttip gibt es Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; der ausgezahlte Betrag liegt tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann geändert werden. Ein vollständiges Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Das ist weniger ein Werkzeug als eine Versicherung zu einem Preis, der nicht ausgewiesen wird.

Grundlagen der Prognose: Form, Gegner und Heimvorteil

Der Heimvorteil ist die am besten belegte Grösse im Sport, und sein Ausmass schrumpft, je mehr information der Markt verarbeitet. Der Vorteil ist nicht eine feste Zahl, sondern eine Tendenz, die sich verschiebt, wenn Publikum fehlt, wenn eine Mannschaft weit reist oder wenn im Winter auf tiefem Boden gespielt wird.

Eine Wiese mit Bodennebel am frühen Morgen, in der Ferne ein einzelner Baum vor hellem Horizont.
Wird ein Sporttip-Wettereignis nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt, ist die Wette ungültig; Einzelwetten werden zurückbezahlt.

Die Gegneranalyse ist der Schritt, den Prognosemodelle am häufigsten überspringen. Ein Team kann in seiner Bilanz gut dastehen und trotzdem gegen tief stehende Gegner ein Problem haben, weil es seine Chancen nicht verwertet. Umgekehrt kann eine Mannschaft mit schwacher Bilanz gegen Teams auf Augenhöhe regelmässig liefern. Wer nur die eigene Tabelle liest, sieht die Hälfte.

Ein dritter Faktor ist die Situation der Begegnung selbst: die Frage, ob ein Team bereits qualifiziert ist, ob es unter Abstiegsdruck steht und ob es in der kommenden Woche ein wichtigeres Spiel hat. Solche Überlegungen sind am Mittwoch oft klarer als am Samstag.

Die Grenze der Methode liegt nicht in den Daten, sondern in der Zahl der Beobachtungen. Fussball hat wenig Tore, und ein Spiel hat wenig Szenen, die sich zählen lassen. Aus zehn Spielen lässt sich eine Richtung erahnen, aus dreissig mehr, aus dreihundert etwas Belastbares. Der Durchschnittsleser schaut drei Spiele, der Markt schaut tausend.

Das Gesetz der kleinen Zahlen ist disziplinbildend: Ein Spiel von heute ist eine einzelne Beobachtung, und aus dem Resultat dieser einen Beobachtung folgt über die Klasse der beiden Mannschaften praktisch nichts. So sind die Aufstellungen eine Nachricht, die manchmal nutzlos ist.

Die Schweizer Rechtslage: wer Wetten überhaupt annehmen darf

Die Rechtslage ist für Prognoseseiten in doppelter Hinsicht bedeutsam. Sie erklärt, wo Wetten abgeschlossen werden dürfen, und sie erklärt, wo eine Prognose überhaupt zulässig geäussert werden darf.

Eine Wegkreuzung im Wald, an der sich zwei Pfade im Herbstlicht gabeln, Laub bedeckt den Boden.
Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; Personen unter 18 Jahren sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51), das seit dem 1. Januar 2019 in Kraft ist. Die Aufsicht liegt bei der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern, gestützt auf das Geldspielkonkordat, das seit dem 1. Januar 2021 in Kraft ist. Nicht bei der ESBK: Diese Behörde beaufsichtigt ausschliesslich Casinos. Eine Bewilligung im Schweizer Sportwettenmarkt besteht aus zwei Teilen — einer Veranstalterbewilligung und einer Bewilligung je Spiel — und sie gilt nur in der Schweiz.

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Swisslos ist die eine, mit dem Produkt Sporttip; die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Die Loterie Romande ist die andere, mit dem Produkt Jouez Sport. Das sind keine grossen Anbieter in einem offenen Markt, das ist der ganze Markt.

Jeder der beiden betreut sein eigenes Gebiet. Swisslos bearbeitet die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Die Loterie Romande bearbeitet die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; sie nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Ein Online-Konto setzt Wohnsitz in der Schweiz und in der Praxis zusätzlich Aufenthalt im jeweiligen Gebiet voraus.

Was überhaupt Gegenstand einer Wette sein darf, steht nicht im Ermessen des Veranstalters. Die zulässige Offerte ist eine geschlossene Liste: die von der Gespa geführte Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten, in der Fassung vom 10. September 2026. Qualifikationsrunden erscheinen darauf nur, wenn sie ausdrücklich aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe ebenso, Ranglistenwetten nur dann, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe sind ausgeschlossen. Corner- und Kartenmärkte fehlen in der Liste, ebenso eine Esport-Sektion. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt. Livewetten sind erlaubt, vor dem Anpfiff und live, sofern der Veranstalter über die entsprechende Bewilligung verfügt; das Gesetz schränkt Live-Märkte nicht auf bestimmte Arten ein. Cash-Out ist gesetzlich nicht geregelt und bleibt eine Funktion des jeweiligen Veranstalters.

Werbung ist der zweite Teil der Rechtslage, und er trifft Prognoseseiten direkt. Werbung darf nicht aufdringlich, nicht irreführend und nicht auf Minderjährige oder gesperrte Personen ausgerichtet sein. Werbung für ein Glücksspiel, das in der Schweiz nicht erlaubt ist, ist verboten und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 geahndet. Eine ausländische Bewilligung — aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land — entfaltet in der Schweiz keine Wirkung. Wer ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten veranstaltet, macht sich strafbar; die Strafe reicht bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren. Der Wettende selbst wird nicht bestraft, doch Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Veranstalter eingezogen werden.

Und die Frage, ob Prognoseseiten im Ausland überhaupt eine Rolle spielen: Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS sperren. Die erste Liste stammt vom 3. September 2019, am Ende des Jahres 2025 umfasste sie 671 Domains. Gesperrte Domains werden innert Stunden ersetzt; die Aufsicht nennt dieses Vorgehen Domain-Hopping und nennt Interwetten und Bet-at-Home als Beispiele für Anbieter, die auf der Liste stehen. Bet365 wird von der Aufsicht ebenfalls als auf der Liste stehend genannt.

Diese Liste ist die einzige Liste, die es in diesem Markt gibt. Es gibt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine weiteren gibt. Wer auf einer Prognoseseite ein Angebot sieht, das von einem dieser zwei Veranstalter kommt, findet dort ein bewilligtes Produkt. Wer ein anderes sieht, findet ein Angebot ohne Schweizer Bewilligung, ohne Anbindung an das Sperrregister, ohne Schweizer Rechtsschutz.

Für den Leser einer Prognose folgt daraus etwas Praktisches: Ein Link zu einer Wette ist nur dann ein Link zu einem bewilligten Angebot, wenn dahinter Swisslos oder die Loterie Romande steht — oder wenn der Link gar nicht zu einem Abschluss führt. Alles andere wäre nach Schweizer Recht Werbung für ein nicht bewilligtes Glücksspiel, und die Prognoseseite wäre die Seite, die diese Werbung trägt.

Sporttip (Swisslos): der Veranstalter mit dem dichtesten Regelwerk

Sporttip ist das Produkt der Swisslos, und seine Spielregeln gehören zu den ausführlichsten Dokumenten, die man in diesem Markt findet. Das ist kein Zufall: Wer eine Bewilligung hat, muss sein Angebot beschreiben, und die Beschreibung ist der Massstab, an dem sich das Angebot messen lassen muss.

Die Teilnahme steht Personen ab 18 Jahren offen, Minderjährige sind ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Für die Online-Registrierung braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet; es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft.

Vor der ersten Teilnahme müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Der Zugang lässt sich produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf; eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.

Die Einsätze bewegen sich zwischen CHF 1 als Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten und CHF 1’000 als Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette; für eine Systemwette liegt die Obergrenze bei CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Beim Kombiboost wird es interessant, weil sich dort Angebot und Bedingung deutlich unterscheiden. Der Boost gilt nur online, für Prematch-, Live- und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Die Staffelung ist steil, und die Schwelle zur zweiten Stufe liegt bei sieben Voraussagen mit je mindestens 1.50 — nicht bei sieben Voraussagen beliebiger Quote. Wer die Schwelle reisst, fällt auf die nächste Stufe zurück, nicht auf null, aber der Sprung von 5 auf 20 Prozent ist genau jener Punkt, an dem viele Kombinationen scheitern.

Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Das ist die klarste Kostenseite des Angebots: Wer den Boost nimmt und dann während des Spiels aussteigen will, verliert ihn ganz.

Daneben stehen die Nebenbestimmungen, die in der Praxis mehr Ärger produzieren als jede Quote. Die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer — im Fussball etwa 90 Minuten — plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert; nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn oder im Rahmen eines Turniers nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos; eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben.

Wer nach einer Prognose selbst spielt, merkt schnell, was das für den Alltag bedeutet: Die 48-Stunden-Regel entscheidet, wie eine Absage abgerechnet wird. Wer einen Kombischein mit acht Spielen aus zwei Ligen hält, verliert bei einer Absage nicht den Schein, sondern eine Voraussage. Wer einen Einzelschein hält, bekommt sein Geld zurück, aber erst durch die Gutschrift.

Das ist die genaueste Beschreibung des Angebots, die einem Wettenden zur Verfügung steht, und sie ist auch die unbequemste. Reine Spekulation, niemand liest sie.

Loterie Romande (Jouez Sport): klare Obergrenzen im Westen

Jouez Sport ist das Produkt der Loterie Romande, der Société de la Loterie de la Suisse Romande. Die Organisationsangaben sind schlank, die Wettregeln dafür klar, und in einem Punkt sind sie strenger als alles, was man im Ausland findet.

Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette beträgt CHF 300’000, und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, und die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Das ist eine bandbreite, die in der Alltagspraxis selten tangiert wird, aber sie zeigt, dass die Obergrenze eine bewusste Zahl ist und nicht ein Restbetrag, den niemand überprüft hat.

Die Kontaktadresse der Loterie Romande ist die Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne, und sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Über die beiden Grössen — Verkaufsstellen und Mitarbeitende — lässt sich nachvollziehen, dass hier kein reines Online-Unternehmen steht, sondern eine Struktur mit einem Netz vor Ort.

Was Prognosen angeht, die auf Westschweizer Spiele zielen, ist das ein Hinweis darauf, dass die Verkaufsstellen für Kundengespräche genutzt werden und nicht nur zur Ausgabe von Wettscheinen. Gerade Einsteiger, die sich eine Prognose erklären lassen wollen, finden dort eine Ansprechstelle, die im Ausland fehlt.

Die Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura bilden das Gebiet. Wer in Zürich oder Luzern wohnt, kommt für ein Online-Konto nicht in Frage, und das ist keine Formalität: Es trennt zwei Kundengruppen, die beide unter einer Schweizer Bewilligung spielen und dennoch nicht dieselbe Plattform nutzen können.

Der Katalog an Sportarten und Wettarten ist derselbe wie bei Swisslos, weil er von der Gespa aufgestellt wird. Diese Einheitlichkeit wird in der Öffentlichkeit wenig gesehen; sie bedeutet aber, dass ein Prognosekonzept, das mit Corner-Märkten arbeitet, in der Schweiz nirgends auf einen bewilligten Anbieter trifft.

Wer hier sein Konto führt, kommt in den Genuss der Bewilligungs-Sicherheit — aber nur bei Events, die auf dieser Liste stehen. Die Grenze verläuft entlang des Angebots, nicht entlang der Seriosität.

BetAlright, Unibet und Wettigo: Prognoseangebote ohne Schweizer Bewilligung

Die folgenden acht Marken haben keine Schweizer Bewilligung. Sie werden hier beschrieben, weil Wettende ihnen begegnen, und sie werden nach denselben Kriterien sortiert wie die beiden bewilligten Veranstalter. Keine dieser Marken ist in der Schweiz legal; alle Angaben zu ihren Bewilligungen sind Angaben, die sie selbst oder Dritte machen, und entfalten hier keine Wirkung.

BetAlright tritt mit einem breiten Sportprogramm an, das heisst hier vor allem: mit einer grösseren Zahl an Sportarten und Märkten, als die geschlossene Gespa-Liste zulässt. Der Vorteil liegt in der Vielfalt — Live-Märkte, Nebenmärkte und Kombinationen, die es in der bewilligten Offerte nicht gibt. Der Preis dafür ist der vollständige Wegfall des Schweizer Rahmens: keine Verbindung zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz, keine Anbindung an die Verlustlimiten, die bei einem bewilligten Anbieter vor der ersten Teilnahme gesetzt werden müssen.

Unibet ist die bekannteste Marke in dieser Gruppe, und die Bekanntheit ist hier kein Qualitätsmass. Sie stammt aus einer Zeit, in der Sportwetten online noch weitgehend ungeregelt waren, und sie täuscht darüber hinweg, dass es sich um ein Angebot ohne Schweizer Bewilligung handelt. Wer eine Prognose auf der Seite von Unibet umsetzt, setzt sie in einem Umfeld um, das die Schweizer Aufsicht nicht prüft.

Wettigo ist eine kleinere Marke im gleichen Segment, und bei kleineren Marken wiegt ein Nachteil schwerer: Je weniger reguliert ein Anbieter ist, desto schwieriger ist es, im Streitfall eine Stelle zu finden, die verbindlich entscheidet. Ein Beschwerdeweg, der im Ausland beginnt, ist für einen Wettenden in der Schweiz praktisch blockiert.

Zwischen den drei besteht ein Unterschied, der nichts mit ihrer Bekanntheit zu tun hat: keiner von ihnen steht auf der Sperrliste, und keiner von ihnen hat einen Schweizer Sitz. Und in allen drei Fällen gibt es weder eine Schweizer Aufsicht noch eine Anbindung an das Sperrregister, dafür aber die Aussicht auf eine Sperre: Die Gespa kann Domains auf die Sperrliste setzen, und 671 Domains standen darauf, als die Aufsicht Ende 2025 Bilanz zog. Wer dort spielt, spielt in einem Provisorium. Die Sperrliste ist das Werkzeug, das dem Spielenden den Marktzugang nimmt, dem Anbieter aber nur den Kanal — deshalb ersetzen gesperrte Domains sich in wenigen Stunden.

Der angemessene Umgang mit diesen drei Marken ist ein nüchterner: ihre Sportsbücher als Vergleichsgrösse für Märkte und Quoten zu nutzen, und die Wette selbst bei einem Veranstalter abzuschliessen, bei dem man im Streitfall einen Anspruch hat.

Gamdom, BillyBets und ZotaBet: Vergleich der Prognosefelder

Gamdom ist eine Marke, die ihre Herkunft in anderen Glücksspielbereichen hat und Sportwetten als Erweiterung betreibt. Das zeigt sich an der Gestaltung, nicht an den Regeln: Wo Sport das Kerngeschäft ist, steht das Wettprogramm im Zentrum; wo es ein Zusatz ist, konkurriert es mit anderen Produkten um denselben Platz. Für die Prognosearbeit heisst das, dass das Angebot instabiler wirkt — nicht schlechter, aber weniger berechenbar.

BillyBets verfolgt einen anderen Ansatz und richtet sich an Wettende, die viele kleine Kombinationen mit hohen Gesamtquoten bauen wollen. Für diesen Zweck ist die Plattform brauchbar. Für die Prognose ist sie der schwierigste Fall von allen, weil jede zusätzliche Auswahl die Marge ein weiteres Mal kostet: Bei drei Auswahlen zu je 1.90 multipliziert sich die Quote auf 6’859, und wer die Chance je Auswahl auf 50 Prozent schätzt, hält ein Papier mit einer Erfolgswahrscheinlichkeit von rund 12,5 Prozent in der Hand. Die Rechnung findet sich im Abschnitt über Quotenschlüssel und Marge — sie ist der einzige Ort im Schweizer Markt, an dem diese Kostenseite vollständig steht.

ZotaBet ähnelt in der Ausrichtung BillyBets und unterscheidet sich vor allem in der Auswahl an Sportarten. Solche Unterschiede sind für einen Vergleich von Prognosefeldern brauchbar, weil sie zeigen, wo eine bestimmte Sportart gepflegt wird und wo sie nur mitläuft. Bei einem Anbieter, der Tischtennis und Eishockey gleich ausführlich anbietet, erscheinen Prognosen auf diese Sportarten besser aufgehoben als bei einem, der sich auf Königsklasse und Premier League konzentriert.

Keine der drei Marken ist für einen in der Schweiz wohnhaften Wettenden eine legale Option. Ob ihre Romane tatsächlich in Kenntnis der Nutzungsbedingungen geprüft werden, ist nicht Gegenstand dieser Seite; relevant ist allein, dass die Nutzung selbst ohne Schweizer Bewilligung erfolgt. Und für einen Prognoseleser ist das der Punkt, an dem sich nichts mehr lohnt: Selbst wenn die Prognose stimmt, gibt es keine zuständige Stelle, die sie durchsetzen müsste.

BetPanda und bet-at-home: was Prognosen auf diesen Plattformen kosten

BetPanda ist eine Marke, die mit einem Sportprogramm neben anderen Produkten antritt und die Aufmerksamkeit über Aktionen sucht. Nebenpunkte sind hier die Gefahr: Wenn eine Prognose auf ein Spiel gesetzt wird, das im Rahmen einer Aktion verdoppelt oder erhöht wird, verdeckt der Effekt der Aktion die eigentliche Kostenfrage — die Marge. Für die Bewertung heisst das, dass eine Aktion den Vergleich nicht ersetzt; sie verschiebt das Ergebnis für einen einzelnen Vorgang, nicht für hundert.

bet-at-home ist dagegen die älteste Marke in dieser Gruppe. Die Aufsicht nennt sie ausdrücklich als Beispiel in dem Teil ihrer Sperrlistenpraxis, die als Domain-Hopping beschrieben wird. Für ein Prognoseangebot ist das ein bemerkenswerter Umstand: Eine etablierte Marke kann im Schweizer Markt jederzeit den Zugang verlieren, und mit dem Kanal wechselt der Adresspfad; wer ein Konto hält, muss dann selbst nachziehen.

Der Wert dieser beiden Positionen in der Rangliste liegt weniger in dem, was sie anbieten, als in dem, was sie an Schweizer Wettende verlangen: Aufmerksamkeit für den Zugang. Bei keinem der beiden gibt es eine Schweizer Aufsicht. Bei keinem gibt es eine Anbindung an das Sperrregister. Bei keinem gibt es einen Schweizer Weg, eine Forderung durchzusetzen. Wer eine Prognose bei einem dieser Anbieter umsetzt, setzt sie in einem Umfeld durch, in dem die Aufsicht die Domain sperren und nicht den Markt regulieren kann.

Wer hier dennoch spielt, sollte sich vorher die Mühe machen, den Zahlungsweg und den Auszahlungsbetrag zu prüfen, und die Empfehlung gilt für alle acht: Prüfen, ob eine Zahlung im eigenen Namen möglich ist, und erst wetten, wenn die Frage eine Antwort hat. Die bewilligten Anbieter zahlen nur auf ein Konto, das auf den Namen des Kontoinhabers lautet; anonyme Auszahlungen gibt es im Schweizer Markt nicht.

Was Wetten wirklich kosten: ein durchgerechnetes Beispiel

Bisher standen Regeln und Rechtslage im Vordergrund. Der wichtigere Teil ist die Frage, was ein Angebot nach Schweizer Massstab tatsächlich verlangt. Rechnen wir mit den Zahlen, die ein bewilligter Veranstalter selbst nennt.

Sporttip zahlt Boni nicht als Geldbetrag aus, sondern als Erhöhung des Nettogewinns beim Kombiboost. Der höchste dort genannte Satz beträgt 100 Prozent, und er verlangt fünfzehn Voraussagen mit je mindestens 1.50. Gehen wir von einem Einsatz von CHF 20 aus, den ein Wettender auf eine solche Kombination setzt. Fünfzehn Voraussagen zu je 1.50 ergeben eine Gesamtquote von 437.89 — gerechnet als Produkt der fünfzehn Einzelquoten. Der Rückzahlungsbetrag läge bei CHF 8’757.80 und der Nettogewinn bei CHF 8’737.80, worauf der Boost 100 Prozent aufsetzte.

Der Rechengang ist einfach: Das Produkt von fünfzehn Quoten zu je 1.50 ergibt 437.89, multipliziert mit einem Einsatz von CHF 20 rund CHF 8’758. Auf den Nettogewinn von rund CHF 8’738 entfielen bei voller Staffelung weitere rund CHF 8’738 — zusammen knapp CHF 17’500. Wir stellen hier nur die Grössenordnung fest, ohne eine exakte Auszahlung zu behaupten, und das ist beabsichtigt: Die Boni sind in Einsatz und Erhöhung in einer Weise limitiert, die aus der veröffentlichten Fassung nicht in einem einzigen Frankenbetrag bezifferbar ist.

Richten wir den Blick auf etwas Belastbareres. Bei einer Wette mit einem Einsatz von CHF 100 und einer Gesamtquote von 5.40 liegt der Rückzahlungsbetrag bei CHF 540, der Nettogewinn bei CHF 440. Geht dieselbe Wette verloren, ist der Einsatz verloren. Bei einer Quote von 1.50 liegt der Rückzahlungsbetrag bei CHF 150 und der Nettogewinn bei CHF 50. Diese Rechnung ist bei Sporttip nicht mit der eigenen Quote identisch, weil eine Rundungsklausel greift: Der Gewinnbetrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Bei einem Einsatz von CHF 20 und einer Quote von 1.90 ergibt das rechnerisch CHF 38, ausbezahlt werden CHF 38.00, weil der Betrag bereits auf 5 Rappen fällt. Bei einer Kombination ist die Gesamtquote das Produkt der Einzelquoten.

Nehmen wir als Kontrast ein Szenario mit zwei Ausgängen zu je 1.90 und einem Einsatz von CHF 100 auf einen der beiden. Im Durchschnitt über viele solcher Wetten behält der Markt rund 5 Prozent des Umsatzes. Anders gesagt: Für je CHF 100, die auf einen solchen Markt gesetzt werden, fliessen durchschnittlich rund CHF 95 an alle Wettenden zurück. Der eigene Gewinn an einem guten Abend ändert daran nichts; er verteilt sich innerhalb der CHF 95.

Die Rundung ist im Alltag ein Detail und im Kombinationsspiel keines: Wer fünfzig Kombischeine mit Bruchteilen von Rappen spielt, verliert über die Zeit einen kleinen, aber systematischen Betrag an die Rundungsregel.

Was Limiten im Alltag leisten — und wer sie bezahlt

Limiten sind das Werkzeug, mit dem sich die Folge eines schlechten Laufes begrenzen lässt. Sie verhindern keine Verluste, sie begrenzen sie. Der Unterschied ist wichtig genug, um ihn deutlich zu sagen: Wer eine Verlustlimite von CHF 50 pro Woche setzt, kann in dieser Woche CHF 50 verlieren, nicht mehr und nicht weniger.

Die Schweizer Regulierung gibt die Limiten nicht vor, sie verpflichtet den Veranstalter, Höchstwerte für Einsätze oder Verluste pro Tag, Woche oder Monat zu verlangen. Also setzt die Spielerin oder der Spielende selbst. Bei Swisslos wird das konkret: Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Die 72 Stunden sind die eigentliche Schutzwirkung; die Sperrzeit ist jene Frist, in der die eigene Entscheidung gegen einen selbst geschützt wird.

Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Wer also nach einer Serie von Verlusten mehr Geld nachschiessen will, stösst auf eine Grenze, die er selbst gesetzt hat — und auf die Frist, die er nicht ausschalten kann.

Der dritte Mechanismus ist die Spielsperre. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf; eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre lässt sich erst nach drei Monaten aufheben, und daran ist eine Fachstelle beteiligt. Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden. Ausgeschlossene oder minderjährige Spielende haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne.

Dass diese Regeln auf dem Papier stehen und in der Praxis durchgesetzt werden, sind zwei verschiedene Dinge. Die Aufsicht hat 2025 Testkäufe durchgeführt und dabei an Verkaufsstellen in 47.5 Prozent von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Diese Zahl gehört auf jede Seite, die sich mit Wetten befasst. Der Schutz am Schalter ist nicht streng, und wer glaubt, der Alterscheck greife ohnehin, glaubt an etwas, das nicht flächendeckend funktioniert.

Für die Prognosearbeit ist das ein Hinweis auf derselben Ebene: Eine Prognose ist eine Schätzung und kein Versprechen. Sie kann gut sein und verlieren. Wer mit Geld spielt, das er nicht verlieren kann, macht aus einer Schätzung ein Problem.

Wenn eine Prognose zum Problem wird: was der Verlust kostet

Rechnen wir die Folge einer durchschnittlichen Wette auf eine Art durch, die den Effekt der Marge sichtbar macht. Setzen wir CHF 10 auf einen Markt mit zwei Ausgängen zu je 1.90, und nehmen wir an, dass diese Wette über zwanzig Ausgänge wiederholt gespielt wird. Der durchschnittliche Rückfluss beträgt rund 95 Prozent des Umsatzes. Aus CHF 200 Einsatz im Monat werden damit rund CHF 190 zurück, und die rund CHF 10 gehen nicht an eine Person, sondern an die Struktur des Marktes.

Das ist kein Drama, und es ist auch nicht die Botschaft. Die Botschaft ist, dass genau dieser Effekt es ist, den die Werbung «Quotenschlüssel» nennt, ohne ihn mit einer Zahl zu verbinden: Auf Dauer wird aus jedem Einsatz ein Anteil, der nicht mehr zurückkommt. Wer dauerhaft spielt, spielt gegen ein System, das ihm strukturell überlegen ist.

Wird das gleiche Muster aber monatlich wiederholt, sieht die Rechnung anders aus. Über ein Jahr mit monatlich CHF 200 Einsatz sind das CHF 2’400, von denen rechnerisch rund CHF 2’280 zurückfliessen, während rund CHF 120 in der Marge verschwinden. Wieder ist der Betrag nicht dramatisch. Dramatisch wird er, wenn sich der Einsatz erhöht, was in der Verlustphase der naheliegende Reflex ist.

Dasselbe Muster ist auf der Gegenseite zu beobachten: Bei zwei Ausgängen zu je 1.90 sind je Wette zwei Drittel der Einsätze mit einem Verlust behaftet. Über hundert Wetten ist eine Serie von zwölf Fehlschlägen nichts Ungewöhnliches. Wer nach sechs Fehlschlägen den Einsatz erhöht, hat den Effekt der Marge mit einer grösseren Basis multipliziert, ohne die Wahrscheinlichkeit verbessert zu haben.

Diese Verlustbetrachtung ist wichtig genug, um sie an jeder Stelle zu wiederholen, an der die Seite eine Rechnung anstellt. Der Hinweis findet sich im Abschnitt über Quotenschlüssel und Marge.

Wie man eine Prognoseseite liest, ohne sie zu überschätzen

Es gibt eine Handvoll Merkmale, an denen sich eine seriöse Prognoseseite von einer Marketingseite unterscheidet, und keines davon ist technisch.

Eine seriöse Seite nennt die Zahl der Wetten, aus denen sie ihren Erfolg berechnet. Eine Marketingseite nennt nur die Gewinne und lässt die Summe aller Einsätze weg. Der Unterschied ist nicht kosmetisch: Bei einem Einsatz von CHF 10 auf eine Quote von 1.50 beträgt der Nettogewinn CHF 5; eine Serie von fünf Gewinnen in Folge klingt stark, bis man sieht, wie viele Wetten dazwischen verloren wurden.

Eine seriöse Seite nennt die Grundgesamtheit, über die sie spricht. «Premier League» ist keine Grundgesamtheit, wenn die Analyse nur Spiele mit einem Favoriten betrifft. Und «Fussball» ist keine Grundgesamtheit, wenn die Daten aus zwei Ligen stammen.

Eine seriöse Seite gibt die Bedingungen an, unter denen ihre Aussage kippt. Eine Prognose, die immer gilt, gilt nie.

Und eine seriöse Seite lässt die Marge stehen. Wer einen Tipp mit einer Quote von 1.30 als stark bezeichnet, nennt damit einen Preis, der über 76 Prozent der eigenen Vorstellung liegen muss. Das ist eine hohe Hürde.

Wer eine Seite so liest, verliert nicht weniger. Aber er versteht, was er tut, und das ist der Punkt dieser Seite.

Was folgt und wann: Prognosen in der Schweiz

Der Blickwinkel dieser Seite staffelt sich nach der Zeit: Am Anpfiff zeigt sich nichts. Nach dem ersten Wochenende zeigt sich ein Ergebnis. Nach einer Saison zeigt sich eine Quote. Nach dem dritten Jahr zeigt sich eine Struktur.

Die kurzfristige Folge heisst: Jede einzelne Prognose darf falsch sein. Eine Prognose ist eine Aussage über ein Muster, und ein einzelnes Spiel kann jedes Muster widerlegen, ohne dass die Prognose deswegen schlecht gewesen wäre. Wer eine Formkurve liest und daraus einen Ausgang ableitet, entscheidet sich in einer Situation mit mehreren unbekannten Grössen — Aufstellung, Tagesform, Schiedsrichterlinie, Wetter. Darum ist der Wert einer Prognose nicht ihr Ergebnis, sondern die Frage, ob sie zu einem Preis führt, der über dem liegt, was die eigenen Informationen hergeben. Die Rechnung dazu steht im Abschnitt über die Quote und die Prognose; sie endet in einem Vorzeichen, nicht in einer Auszahlung.

Die mittelfristige Folge heisst: Der Auszahlungsanteil eines Marktes arbeitet stetig. Fünf Prozent Marge sind über eine einzelne Wette praktisch unsichtbar und über zweihundert Wetten die dominierende Grösse. Ein Wettender, der CHF 200 im Monat einsetzt, gibt über ein Jahr rechnerisch rund CHF 120 an die Struktur ab, ohne dass er an einem Abend etwas davon bemerkt hätte. Das ist keine Warnung vor einem Betrug, sondern eine Beschreibung der Mechanik, und dieselbe Mechanik gilt auch bei einem völlig korrekt arbeitenden Veranstalter.

Die langfristige Folge heisst: Aus einer Gewohnheit wird ein Budgetposten. Wer Prognosen liest und die Wetten selbst abschliesst, sollte beides in Beziehung setzen — die Anzahl der Wetten pro Woche, den durchschnittlichen Einsatz und den Auszahlungsanteil des Marktes, in dem er sich bewegt. Diese drei Zahlen sind die einzigen, die er kontrolliert. In einem Markt mit zwei Ausgängen zu je 1.90 liegt der Auszahlungsanteil bei rund 95 Prozent, die Marge bei etwa fünf. In einem Dreiwegemarkt mit Quoten wie oben gerechnet liegt er bei rund 95.4 Prozent. Wer auf einen Markt mit drei Ausgängen setzt, für den er nur zwei Informationen hat, verschiebt sich also in eine langsamere, aber ähnliche Bewegung. Wer sich dauerhaft von einer Prognoseseite leiten lässt und den Einsatz erhöht, sobald es nicht läuft, hat die einzige Stellschraube falsch gestellt.

Was daraus für das Wettsystem folgt, ist eine Verteilung der Beträge auf eine grössere Zahl von Wetten mit kleinerem Einsatz und die Begrenzung des Monatsbudgets unabhängig vom Ergebnis. Die bewilligten Anbieter liefern dafür die Einrichtung, und die Nutzung ist freiwillig.

Für den einzelnen Abend ist die Gretchenfrage nicht das Erreichen einer Wunschquote, sondern ob man den Einsatz vorher festgelegt hat. Wer ihn erst festlegt, wenn die Prognose vorliegt, legt ihn zu einem Zeitpunkt fest, an dem die Prognose wirkt, und das ist genau der Zeitpunkt, an dem die Entscheidung am wenigsten frei ist. Wer ihn vorher festlegt, hat die Prognose zu einer Information gemacht und nicht zu einer Rechtfertigung.

Die unmittelbarste Folge betrifft die Prognosen selbst: Wer heute eine Reihe von Wetten abschliesst, tut gut daran, die Prognose und das Ergebnis aufzuschreiben. Nicht als Gewinnkontrolle, sondern als Kontrolle der eigenen Entscheidung. Nach zwanzig Einträgen zeigt sich erstmals ein Muster.

Häufige Fragen zu Wetten und Prognosen

Wie entsteht eine Prognose für ein Fussballspiel, und welche Daten fliessen ein?

Form und Statistik liefern das Gerüst — Ergebnisse, Gegnerstärke, Torverhältnisse, die Aufteilung in Heim- und Auswärtsspiele. Dazu kommt die Quote als Preis, in dem der Markt sein Wissen bereits verarbeitet hat. Aus diesen drei Grössen entsteht eine Wahrscheinlichkeit, nie ein Ergebnis.

Warum ist kein Tipp sicher, auch wenn die Quote niedrig ist?

Die Quote bemisst den Preis, nicht die Gewissheit. Bei einer Quote von 1.20 beträgt der Nettogewinn bei CHF 50 Einsatz CHF 10, der Verlust im Gegenfall aber CHF 50. Fussball hat wenige Tore pro Spiel, und ein abgefälschter Schuss entscheidet mehr als jede Statistik.

Was ist ein Value Bet, und wie unterscheidet er sich von einem wahrscheinlichen Ausgang?

Ein Value Bet behauptet, dass die Quote höher ist, als sie sein müsste. Ein wahrscheinlicher Ausgang ist etwas anderes: Er kann zu einem zu niedrigen Preis angeboten werden. Der Value Bet beschreibt eine Lücke zwischen eigener Schätzung und Preis, nicht einen sicheren Gewinn.

Wie wird aus einer Prognose mit Quote und Einsatz der mögliche Gewinn berechnet?

Der Rückzahlungsbetrag ist Einsatz mal Quote, der Nettogewinn Einsatz mal Quote minus eins. Bei Kombinationen ist die Gesamtquote das Produkt der Einzelquoten. Bei Sporttip wird der Gewinnbetrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Welche Veranstalter dürfen in der Schweiz Wetten auf die Spiele des Tages annehmen?

Nur zwei: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Beide verfügen über eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung je Spiel nach dem Geldspielgesetz unter Aufsicht der Gespa. Ausländische Anbieter haben keine Schweizer Bewilligung.

Wie lässt sich mit Limiten und festem Budget verhindern, dass Prognosen zu Verlusten führen?

Limiten begrenzen den Verlust, sie verhindern ihn nicht. Wer vor der ersten Wette ein Monatsbudget festlegt und nach jedem Monat unabhängig vom Ergebnis dabei bleibt, kontrolliert die einzige Grösse, die er beeinflussen kann. Die Limiten eines bewilligten Veranstalters greifen während der Nutzung.

Inhalt erstellt vom Team «wettbueroch»