Kostenlose Wettprognosen 2026: Wie viel Quote in einer Prognose steckt

Updated Oktober 2026
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Ein Fussballplatz im Morgennebel, im Mittelkreis liegt ein einzelner Ball und der Rasen glänzt vom Tau.

Oktober 30, 2026 · Bewilligungen geprüft gegen die Publikationen der Gespa und der beiden Veranstalterinnen Swisslos und Loterie Romande.

Bei Sporttip-Livewetten zählen Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, mit Quote 1.00.

Wettprognosen sind gratis, und trotzdem zahlt man für sie. Nicht mit Geld, sondern mit dem Teil der Quote, den der Veranstalter einbehält, bevor der Gewinn überhaupt berechnet wird. Wer heute Abend eine Prognose liest — für die Bundesliga, für ein Turnier oder schlicht «wettprognosen heute» — bekommt eine Einschätzung geliefert. Was er nicht dazubekommt, ist der eine Rechenposten, der über ein Jahr entscheidet: die Marge. Bei einem marktüblichen Zweiwegemarkt zu 1.90 und 1.90 behält der Buchmacher rund 5 Prozent jeder Einsatzeinheit, egal wie das Spiel ausgeht. Eine Prognose hat damit nur dann Wert, wenn der Abstand zwischen ihrer Wahrscheinlichkeit und der angebotenen Quote grösser ist als dieser Betrag.

In der Schweiz kommt ein zweiter Gratisposten hinzu: die Rechtslage. Prognosen darf jeder schreiben, veröffentlichen und lesen. Eine Wette darauf nehmen aber nur zwei Veranstalterinnen an, Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport — beide mit einer Bewilligung nach dem Geldspielgesetz, die nur in der Schweiz gilt. Ein Onlinekonto bekommt man obendrein nur im eigenen Vertragsgebiet.

Das verändert die Frage, mit der man an eine Prognoseseite geht. Nicht «welche Quote ist am besten», sondern «was folgt aus dieser Prognose, und wann zeigt sich das». Die Folgen sind konkret: eine Verlustlimite, die vor der ersten Teilnahme gesetzt werden muss, ein Mindesteinsatz von CHF 1, ein Höchsteinsatz von CHF 1’000 bei Einzel- und Kombiwetten, mindestens vier Voraussagen mit Quoten von je mindestens 1.50 für einen Kombiboost. Prognosen sind der billige Teil dieses Geschäfts. Alles andere kostet.

Das Feld der Prognosequellen: Methode, Nachvollziehbarkeit und Trefferquote im Vergleich

Zehn Quellen stehen hier nebeneinander, und sortiert werden sie nicht nach einem einzelnen Glückstreffer. Sortiert wird nach drei Dingen, die sich nachprüfen lassen: der Methode, der Nachvollziehbarkeit und der Frage, ob es zu einer Quelle überhaupt Trefferzahlen über lange Zeiträume gibt. Die letzten beiden Punkte trennen die Spreu vom Weizen, und keiner von beiden ist auf einer Seite sichtbar, die «wettprognosen heute» in Vierzeilern verkauft.

Eine Sanduhr steht auf einem Holztisch neben einer Brille, hinter dem Fenster laufen Regentropfen über das Glas.
Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online und verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50; der Bonus beträgt 5 % bei vier und 20 % bei sieben.

Kostenlose Wettprognosen gibt es in zwei Sorten. Die erste verkauft eine Einschätzung in der Sprache der Statistik — Form, Heimbilanz, Sperren, Rückkehrzeiten, Quotenbewegung — und liefert die Rechnung mit. Die zweite verkauft Sicherheit: eine Vorhersage, ein Ergebnis, ein Häkchen. Die zweite Sorte ist die beliebtere und die wertlosere, denn eine Ergebnisangabe ohne zugehörige Quote ist eine Aussage ohne Preis. Wahrscheinlichkeiten ohne Preis sind im Sport kostenlos und im Wettgeschäft untragbar.

Bei den Quoten liegt der heikle Punkt. Ein Zweiwegemarkt zu 1.90 und 1.90 sieht aus wie ein fairer Münzwurf zum halben Preis. Die Auszahlungsquote dieses Marktes liegt bei rund 95 Prozent, die Marge bei rund 5 Prozent; die Zahlen werden im Abschnitt «Was die Marge einer Prognose tatsächlich wegnimmt» erläutert. Bei einem Auswärtsspiel im Cup ohne Zuschauer fällt die Marge oft grösser aus, bei einem Hauptmarkt kleiner — sie hängt nicht nur vom Buchmacher ab, sondern auch von der Tiefe des Marktes und davon, wie die Einsätze verteilt sind. Wer eine Prognoseseite bewerten will, sieht deshalb nie die Prognose allein an, sondern immer ihr Verhältnis zur angebotenen Quote.

Jetzt die zehn, mit den Feldern, die sich sauber vergleichen lassen: die Marke, ihr Bewilligungsstatus in der Schweiz und das, was über ihre Veranstalterin mitgeteilt wird.

Quelle Bewilligung in der Schweiz Veranstalterin oder berichtete Bewilligung
Swisslos Sporttip Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach BGS (SR 935.51), Aufsicht Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach BGS (SR 935.51), Aufsicht Gespa Société de la Loterie de la Suisse Romande
HornetBet ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung
myBet ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung
Betovo ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung
BassBet ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung
GG.Bet ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung
FortuneJack ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung
BetLabel ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung
Jackbit ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung

Der Bruch liegt zwischen der zweiten und der dritten Zeile, und er ist nicht graduell. Oben stehen zwei Veranstalterinnen mit einer Bewilligung, die nur in der Schweiz gilt; darunter acht Marken, deren Bewilligung im Ausland für die Schweiz keine Wirkung entfaltet. Der Unterschied für den Spielenden ist kein Marketingunterschied. Bei einem Veranstalter mit Bewilligung hängen die Spieldaten an einem schweizweiten Sperrregister, die Auszahlung kennt keine Krypto-Umwege, und gegen eine verweigerte Auszahlung gibt es ein Einspracheverfahren. Bei den acht unteren Zeilen ist nichts davon der Fall, und der Weg des Geldes führt über eine Rechtsordnung, die den Schweizer Spielenden nicht kennt.

Was keine Spalte zeigt und was wichtiger ist als jede Quote: die Herkunft einer Prognose. Wer auf einer Buchmacherseite tippt, liest keine Prognose, sondern eine Finanzierung. Wer auf einer Seite ohne Wettangebot tippt, hat es mit jemandem zu tun, dessen frühere Treffer sich nicht nachsehen lassen. Beides ist ein Kostenpunkt, und man wählt den, dessen Risiko man besser durchschaut.

Wie eine Wettprognose entsteht: Form, Statistik und der Preis daneben

Eine Prognose ist eine Zahl und eine Begründung. Die Zahl schätzt eine Eintrittswahrscheinlichkeit, die Begründung erklärt, worauf die Schätzung beruht. Wer nur die Zahl übernimmt, kauft ein Ergebnis; wer die Begründung liest, erfährt, ob das Ergebnis aus Daten stammt oder aus einer Zuversichtsformel.

Ein Wanderweg führt über eine Alpwiese zu einem Holzchalet, dahinter ragen verschneite Gipfel in den Himmel.
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen (Oberlimite CHF 9'999, unter 21 Jahren CHF 1'000).

Was in eine halbwegs ernsthaft gebaute Prognose eingeht, lässt sich aufzählen, ohne dass der Zähler zur Kunstform wird. Die Form ist die erste Grösse: Ergebnisse der letzten Spiele, aber nur die, die in ähnlicher Umgebung entstanden sind — ein Auswärtssieg im Cup gegen einen Viertligisten sagt über das nächste Ligaspiel fast nichts. Die zweite ist der Heimvorteil, der in einer Liga mit langen Reisen grösser ausfällt als in einer Ballungsraumliga und der sich mit jeder Saison neu bemessen lässt. Die dritte ist die Statistik, die mehr ist als die Tabelle: erwartete Tore, Schussdistanzen, Zweikampfquoten, Standardtore, individuelle Sperren und Belastungssteuerung nach einer englischen Woche. Die vierte ist die Quote selbst, die nicht in die Schätzung gehört, sondern daneben, als Preis.

Der entscheidende Satz lautet: Die Prognose liefert die Wahrscheinlichkeit, die Quote liefert den Preis, und der Vergleich der beiden entscheidet. Ein Team mit 30 Prozent Siegwahrscheinlichkeit wird zum Wert, wenn die Quote über 3.33 liegt. Ein Team mit 70 Prozent, aber einer Quote von 1.25, sieht stark aus und trägt keinen Vorteil, weil der Preis die Stärke bereits abgezogen hat. Es gibt keine sichere Wette. Ein Vorteil kann über viele Einsätze existieren, ein einzelnes Ergebnis bleibt offen.

Bei Kombinationswetten multipliziert sich die Gesamtquote aus den Einzelquoten. Das ist Mechanik, und sie bekommt weniger Aufmerksamkeit, als sie verdient. Ein Vierer mit Quoten von je mindestens 1.50 ist nicht vier Mal ein Preis, sondern ein Preis, dessen Marge aus vier Teilmärkten zusammengesetzt ist. Wer vier Spiele kombiniert, überlässt dem Buchmacher vier Margen statt einer. Das ist der Grund, weshalb Kombinationen so gern beworben werden: Der Fehler des Lesers ist dort bereits in die Quote eingebaut.

Eine Prognoseseite muss man lesen dürfen wie einen Makler, der Kommission nimmt. Die brauchbare kostenlose Prognose nennt ihre Annahmen, gibt den Datenstand an, ordnet Ausfälle und Sperren ein und schreibt die Quote daneben, auf die sie sich bezieht. Die schlechte nennt nur die Vorhersage und überlässt die Quote dem Leser, der sie dann irgendwo findet, meistens schlechter. Zwischen beiden zu wählen, braucht nichts als ein Stück Papier und eine Rechnung: aufschreiben, mit welcher Quote die Prognose ihren Vorteil begründet, dann nachsehen, ob diese Quote tatsächlich zu bekommen ist.

Prognosen für heute und für den Spieltag

«Wettprognosen heute» klingt nach einem Nachrichtenprodukt, und in einem Punkt trifft das zu. Die Bewertung eines Spiels veraltet mit jeder Meldung: eine Aufstellung, eine Gelbsperre, ein Torwartwechsel, ein Reiseplan. Was gestern zwei Prozentpunkte über der Quote lag, liegt dort heute nicht mehr, wenn der Markt reagiert hat. Ein Prognosearchiv ohne Quotendatum ist deshalb ein Archiv ohne Aussage.

Der praktische Ablauf sieht so aus. Zuerst die Ausgangslage: wer spielt gegen wen, in welchem Wettbewerb, unter welcher Belastung. Danach die Statistik, die zur Liga gehört — nicht die Karrierewerte eines einzelnen Angreifers, sondern der Schnitt der letzten Partien. Dann die Verfügbarkeit: Sperren, Verletzte, Rotation nach einem Auswärtsspiel auf europäischer Bühne. Zuletzt der Preis, der zu der Bewertung gehört, denn ohne ihn ist der Rest ein nettes Dossier.

Wo der tägliche Rhythmus zur Falle wird: Die Zahl der Spiele ist begrenzt. Zehn echte Vorteile an einem Tag findet nur, wer grosszügig schätzt. Wer auf einer Seite mit fünfzig Tipps pro Spieltag unterwegs ist, liest keine Prognosen, sondern eine Schaufel. Und ein Tages-Tipp zu einer Partie, die niemand im Programm führt, ist ein Text ohne Absatzweg. Beides sagt etwas über die Quelle aus.

In einer englischen Woche gilt eine Regel, die eher buchhalterisch als sportlich ist: In einem Zweiwegemarkt muss die Quote einer Seite um mehr als die Marge über der geschätzten Wahrscheinlichkeit liegen, damit die Wette ein Spiel gegen den Buchmacher ist und nicht gegen das eigene Konto. Das Tagesgeschäft ist damit die Suche nach dem einen Spiel, in dem die Einschätzung von der Mehrheitsmeinung abweicht — und die Bereitschaft, an allen anderen Tagen nichts zu tun. Untätigkeit ist kein Fehler eines Prognose-Nutzers, sie ist eine Position. Wer sie nicht einnimmt, zahlt von Montag bis Sonntag denselben Prozentsatz.

Turnierprognosen: WM, EM und die Grenze des Tipps über wenige Wochen

Turniere verführen zu grosszügigen Prognosen, weil sie viele Spiele in wenigen Wochen liefern. Sie sind trotzdem ein schlechterer Boden als die Liga, und zwar aus einem Grund, der mit Material zu tun hat. In der Liga stehen pro Begegnung Jahre an Vergleichbarem zur Verfügung: Form, direkte Duelle, Kaderkontinuität, Trainerwechsel. Bei einem Turnier sind es drei Spiele im gleichen Trikot, unter Bedingungen, die keine Historie haben.

Je weniger Vergleichsmaterial, desto breiter die geschätzte Wahrscheinlichkeit — und desto leichter fällt es, sich in eine Vorhersage zu verlieben. Für die Schweiz ist das Kalenderbild derzeit eindeutig. Die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026 ist gespielt, sie lief vom 11. Juni bis zum 19. Juli 2026. Eine Fussball-Europameisterschaft findet 2026 nicht statt. Wer nach «wettprognosen em 2028» sucht, sucht nach einem Turnier, dessen Qualifikation noch nicht entschieden ist. Das nächste grosse Ereignis, an dem sich eine Prognosemethode messen muss, liegt damit ausserhalb des laufenden Jahres; die Bundesliga und die heimischen Wettbewerbe sind der Ort, an dem sie sich über vierunddreissig Spieltage bewähren muss, nicht über sieben.

Dazu kommt bei Turnieren ein Marktphänomen. Ein Spiel mit klarer Favoritenrolle zieht Einsätze auf den Favoriten, und die Auszahlungsquote verengt sich genau dort, wo alle dieselbe Meinung haben. Der einzige verlässliche Vergleich bleibt derselbe wie im Ligabetrieb: Schätzung gegen Preis. Wer nach dem Ausscheiden noch die Ergebnistipps des Vormonats liest, liest die Zeitung von gestern.

Was in der Schweiz erlaubt ist, wenn auf eine Prognose gesetzt wird

Beim Recht ist es hierzulande kurz. Eine Wette auf ein Sportereignis ist ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51), das seit dem 1. Januar 2019 in Kraft ist, und sie wird von der Gespa beaufsichtigt — der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern, nicht von der Behörde, die für Casinos zuständig ist. Eine Veranstalterin braucht zwei Bewilligungen: eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel. Beide gelten nur in der Schweiz. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalterinnen auf zwei begrenzt, und deshalb existiert keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher. Es gibt keine.

Die Sportwetten tragen bei Swisslos den Namen Sporttip. Veranstalterin ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, tätig gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Ausgeführt wird Sporttip im Gebiet der Kantone Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich, im Kanton Tessin sowie im Fürstentum Liechtenstein — zusammen das Vertragsgebiet. In den sechs Westschweizer Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura veranstaltet die Loterie Romande das Produkt Jouez Sport. Eine Online-Registrierung verlangt mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im jeweiligen Gebiet, es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft.

Die Kehrseite dieser Ordnung ist ebenso klar. Eine Wette auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen gibt es hier nicht, und die angebotenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten sind eine geschlossene Liste: die von der Gespa geführte Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten. Qualifikationsrunden stehen nur darauf, wenn sie ausdrücklich aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe ebenso, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet, Trainingsläufe sind ausgeschlossen. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind nicht zugelassen. E-Sport kommt in dieser Liste gar nicht vor. Livewetten sind zulässig, vor dem Spiel und während des Spiels, sofern die Veranstalterin eine entsprechende Entscheidung hat. Cash-Out ist gesetzlich nicht geregelt und bleibt ein Merkmal des jeweiligen Angebots.

Die Gespa veröffentlicht keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, sondern eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS-Sperre blockieren. Sie stand erstmals am 3. September 2019, und Ende 2025 waren 671 Domains darauf.

Was acht Marken ohne Schweizer Bewilligung praktisch bedeuten

Acht der zehn Quellen öffnen kein Schweizer Rechtsverhältnis, und die Folge zeigt sich erst, wenn etwas schiefgeht. Eine ausländische Bewilligung — Curaçao, Malta, Deutschland, gleich welche — hat für die Schweiz keine Wirkung. Die Veranstaltung von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat und mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe bedroht, bei gewerbsmässigem Betrieb mit bis zu fünf Jahren. Der Spielende wird nicht bestraft. Das ist der einzige Trost in dieser Konstellation, und er ist ein schwacher: Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen die Veranstalterin eingezogen werden, und es gibt weder Schutz noch Fair-Play-Kontrolle.

Das Geldverkehr-Kapitel ist der praktische Teil. Auszahlungen und Spielguthaben gehen an ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers; anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Wettangebot nicht, und Kredite an Spielende sind verboten. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter zulässt, steht in seinen eigenen Bedingungen. In der Schweiz gibt es kein Instrument, das Zahlungen an unerlaubte Wettseiten sperrt. Wer glaubt, seine Bank fange den Transfer ab, glaubt an eine Regel, die nicht existiert.

Und dann die Steuer, die bei ausländischen Anbietern anders läuft. Gewinne aus schweizerisch bewilligten Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei; der Bund setzt ab dem 1. Januar 2026 CHF 1’071’000 an, 2025 waren es CHF 1’070’400. Wer den Freibetrag überschreitet, muss mit einer Verrechnungssteuer von 35 Prozent rechnen, die die Veranstalterin einbehält und die man über die Deklaration in der Steuererklärung zurückholt. Oberhalb der Schwelle unterscheidet sich der Kanton, deshalb gibt es keine einzelne kantonale Zahl, die man nennen könnte. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen der Verrechnungssteuer nicht, werden steuerlich aber anders behandelt; die kantonale Praxis im Thurgau etwa behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als volles steuerbares Einkommen. Das ist allgemeine Information und kein Steuerrat — für den eigenen Fall ist die kantonale Steuerverwaltung die zuständige Stelle.

Eine Einordnung zum Schluss, denn «ausländisch» heisst nicht automatisch «besser erreichbar». Die Domains gesperrter Anbieter werden innerhalb von Stunden ersetzt; die Gespa nennt dieses Domain-Hopping ausdrücklich und führt einzelne Marken auf ihrer Sperrliste. Wer auf eine gesperrte Domain trifft und die nächste Adresse sucht, ist nicht bei einem Anbieter mit einem besseren Angebot gelandet, sondern bei einem mit einem neuen Namen.

Verantwortungsvoll wetten: warum eine Prognose das Risiko nicht senkt

Eine Prognose ist eine Wahrscheinlichkeitsaussage, keine Risikosenkung. Sie ändert nichts daran, dass ein einzelnes Spiel jedes Ergebnis tragen kann. Sie ändert auch nichts an der Marge, die in jedem Fall abgezogen wird. Und sie schützt nicht vor der Lage, in der ein Spielender den Einsatz erhöht, weil er «diesmal sicher» ist. Das ist der Punkt, an dem die Beschäftigung mit Prognosen teuer wird: Das Selbstvertrauen wächst schneller als die Datenbasis.

Drei Dinge halten dem stand, und sie sind alle unspektakulär. Das erste ist ein Budget, das vor dem Betrachten der Quoten feststeht und nicht aus dem Spielguthaben abgeleitet wird. Das zweite ist eine Verlustlimite, die gesetzt ist, bevor sie gebraucht wird — der 72-Stunden-Abstand bei einer Erhöhung sorgt dafür, dass ein Impuls nicht in derselben Stunde wirkt. Das dritte ist eine Spielsperre, und sie ist der einzige Mechanismus mit Zähnen.

Die Limiten vor der ersten Wette

Wer bei Swisslos mitspielen will, setzt Verlustlimiten, bevor die erste Wette möglich ist. Verlangt sind Werte für 1, 7 und 30 Tage, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage einrichten. Das ist keine Empfehlung zum Wegklicken, sondern eine Eintrittsbedingung. Der Abstand zwischen Wunsch und Wirkung ist der eigentliche Mechanismus: Wer in einer schlechten Woche nach oben will, sitzt sie aus.

Im schweizerischen Rahmen gilt dasselbe Muster. Limiten setzt der Spielende, nicht der Staat; die Veranstalterin muss einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung nach dem Gesetz nach 24 Stunden — Swisslos und die Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Ein festgeschriebener Einzahlungsdeckel existiert in der Schweiz nicht. Wer aus einem anderen Rechtsraum einen solchen Deckel kennt, sucht ihn hier vergebens.

Ein Spielguthaben beim Veranstalter mit Bewilligung hat ausserdem eine Obergrenze im Alltag. Aufgeladen wird über eine Online-Zahlungsmöglichkeit oder einen Einzahlungsschein mit einem Mindestbetrag von CHF 20; in 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Ausgezahlt wird zweimal innerhalb von 365 Tagen kostenlos auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 Prozent anfallen, die Überweisung dauert 5 bis 10 Arbeitstage, und Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung landen automatisch im Wallet, darüber wird innert 3 Arbeitstagen überwiesen, sofern die Zahlungsverbindung bekannt ist. Die dritte Auszahlung im Jahr ist die erste mit Kommission, und wer seinen Gewinn in kleinen Raten abholt, zahlt sie mehrfach.

Selbstsperre, Sperrregister und die Grenze der Fremdkontrolle

Eine Spielsperre lässt sich bei Swisslos produktbezogen für 1 bis 180 Tage aussprechen, und sie ist ohne Aufhebung vor Fristablauf wirksam. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich der Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Wer sich sperrt, sperrt sich also landesweit und nicht nur bei einer Produktlinie. Eine freiwillige Sperre lässt sich erst nach drei Monaten wieder aufheben, und daran ist eine Fachstelle beteiligt. Wer gesperrt oder minderjährig ist, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne — die Sperre verändert die Rechtslage und ist nicht nur eine Selbstbeschränkung.

Zum Kontrollsystem gehört auch der Verkaufspunkt, und hier verdient ein Befund Beachtung, weil er die Vertrauensfrage ehrlich beantwortet. Bei Testkäufen der Gespa im Jahr 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47,5 Prozent von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Die Kontrolle am Schalter ist also nicht streng, und die Verkaufsstelle taugt nicht als Schutzschild. Der Schutz, auf den man sich verlassen kann, ist der, den man selbst schaltet.

Zur Vollständigkeit gehört der Zugang. Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen, unter 18-Jährige sind ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Ein Konto pro Person mit verifizierter Identität ist die Regel; eine anonyme Teilnahme am bewilligten Schweizer Wettangebot gibt es nicht. Und wer in einer Krise Hilfe sucht, findet sie bei den Fachstellen, nicht in einem Wettprogramm — das ist der einzige Satz auf dieser Seite, der keine Zahl braucht.

Was die Marge einer Prognose tatsächlich wegnimmt

Hier kommt die Rechnung, die über den Wert jeder Prognose entscheidet. Ich nehme einen Zweiwegemarkt zu 1.90 und 1.90 — ein Rechenbeispiel, kein quotierter Preis. Die Auszahlungsquote eines Marktes ist der Kehrwert der Summe der Kehrwerte aller Quoten: 1 geteilt durch die Summe aus 1/1.90 und 1/1.90, also rund 0,95. Das sind rund 95 Prozent. Die Marge ist der Rest, hier rund 5 Prozent. Wer eine Einheit auf diesen Markt setzt, spielt gegen einen Preis, von dem fünf Rappen pro Franken bereits weg sind, bevor das Spiel angepfiffen wird.

Was das über eine Reihe fester Einsätze bedeutet, lässt sich schnell zeigen. Wer hundert Wetten zu je CHF 10 auf einen solchen Markt setzt, bewegt CHF 1’000 Einsatz. Bei einer Rückzahlungsquote von rund 95 Prozent liegt die erwartete Rückzahlung bei etwa CHF 950, und damit kostet dieser Umsatz im Schnitt rund CHF 50 — unter der Annahme, dass alle Wetten zu 1.90 und 1.90 abgerechnet werden und die Auswahl genau die Hälfte der Fälle trifft. Das ist eine Schätzung über viele Wetten und beschreibt eine durchschnittliche Erwartung; ein einzelner Abend kann weit darüber oder darunter liegen. Genau das ist der Reiz, und genau das macht die Zahl trotzdem nützlich.

Swisslos Sporttip: die bewilligte Veranstalterin für die Deutschschweiz

SWISSLOS ist eine Genossenschaft mit Sitz in Basel, die ihre Sportwetten unter dem Namen Sporttip führt, gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Die Veranstalterin hat ihre Bewilligung nach dem BGS (SR 935.51), das seit dem 1. Januar 2019 gilt und unter der Aufsicht der Gespa steht. Ihr Vertragsgebiet umfasst neunzehn Deutschschweizer Kantone, den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Ein Onlinekonto setzt mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet voraus.

Auf der Seite des Spielers gibt es einige Eigenschaften, die aus dem Regelwerk kommen und nicht aus dem Marketing. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz CHF 1’000 bei Einzel- und Kombiwetten und CHF 10’000 bei Systemwetten; die Limiten kann Swisslos jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Der Gewinn einer Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen aus dem Produkt der Einzelquoten; er wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innerhalb von 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationen erhält die betroffene Voraussage Quote 1.00.

Dieselbe Quote 1.00 steht auch an einer Stelle, die Livewettende kennen sollten. Eine Livewette zählt unabhängig davon, ob das Ereignis übertragen wird; wer sie nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert, erhält Quote 1.00. Und in spielentscheidenden Situationen wie einem Elfmeter, einer Roten Karte oder einem Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten. Der Einsatz kommt zurück, der Gewinn nicht. Das ist eine der wenig eleganten Seiten des Geschäfts, und sie wird nicht beworben.

Beim Kombiboost gilt: nur online, für Prematch-, Live- und Systemwetten, und verlangt sind mindestens vier Voraussagen mit Quoten von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Eine Erhöhung, die auf einer Bedingung sitzt und verschwindet, wenn man sie zieht, ist kein Geschenk, sondern eine Option des Veranstalters.

Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann jederzeit geändert werden. Wer hier auf eine Absicherung hofft, zahlt für sie, und der Preis steht nicht vorher fest.

Bei den Gewinnen gibt es eine Frist, die man kennen sollte. Sporttip-Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks von Swisslos. Eine Einsprache gegen eine verweigerte Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Wer nach einem Urlaub den Wettschein findet, hat unter Umständen nichts mehr davon.

Zwei Randbedingungen aus dem Kleingedruckten entscheiden ebenfalls Fälle. Die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer, im Fussball rund 90 Minuten, plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Und voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung lassen sich nur über die Bet-Builder-Funktion kombinieren; nimmt Swisslos eine solche Kombination irrtümlich ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.

Bezahlt wird per PostFinance Pay, bestätigt direkt in der App, oder per Einzahlungsschein. Wetten lassen sich online oder über die Sporttip App für iOS und Android abgeben; eine in der App zusammengestellte Wette kann per QR-Code an einer Verkaufsstelle gespielt werden.

Fazit: Der einzige Anbieter mit Schweizer Bewilligung, der ein deutschsprachiges Publikum mit einem Vollprogramm bedient, und wer den gesetzlichen Rahmen als Wert betrachtet, hat hier keine Auswahl. Bezahlt wird dieser Rahmen mit einem Höchsteinsatz von CHF 1’000, einem Boost, der nur online und nur mit Quote 1.00 endet, und einer Auszahlung, die ab der dritten Abhebung im Jahr eine Kommission kosten kann.

Loterie Romande Jouez Sport: Westschweizer Veranstalterin mit gedeckeltem Höchstgewinn

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne, zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Wie Swisslos verfügt sie über die Bewilligung nach dem BGS unter der Aufsicht der Gespa, und wie bei Swisslos beschränkt sich der Online-Zugang auf Personen mit Wohnsitz im eigenen Gebiet.

Die klarste Grösse ihres Regelwerks sind die Höchstgewinne. Bei Jouez Sport beträgt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300’000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.

Die Decke pro Wette ist die aussagekräftigste Zahl des Angebots. Eine Million als Sammelgrenze ist grosszügig gemessen am Schweizer Rahmen. Der Höchstgewinn von CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette setzt der Kunst des Kombinierens aber eine Grenze, die keine Prognose durchbricht: Kein noch so guter Tipp bringt mehr als das, was das Reglement zulässt. Wer Prognosen als Einkommensmodell denkt, bekommt an dieser Stelle eine Antwort — nicht von einem Modell, sondern von einer Zahl.

Auch die Quote von mindestens 1.10 hat eine Folge. Bei einem so niedrigen Mindestwert ist die Auswahl an spielbaren Einzelwetten gross, und damit gilt hier die Rechnung aus dem Abschnitt über die Marge in besonderem Mass: Ein Tipp mit einer Quote von 1.10 liegt bei hoch eingeschätzter Wahrscheinlichkeit nahe am Münzwurf, und niedrige Quoten verzeihen keinen Fehler in der Einschätzung. Ein Kombinationsprodukt mit bis zu zehn Voraussagen macht daraus eine Kette, in der sich die Teilmargen stapeln.

Fazit: Die Kombinationsgrenzen sind hier enger gesetzt als das Werbevokabular vermuten lässt: Zehn Voraussagen und CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen beschreiben ein Produkt, das den grossen Einzelgewinn nicht als Regelfall vorsieht. Wer in der Westschweiz wohnt, kommt an dieser Veranstalterin nicht vorbei; wer ein höheres Einzelgewinnpotenzial sucht, muss es in einem Regelwerk ohne Schweizer Bewilligung suchen und trägt dann die Folgen dieses Rahmens.

HornetBet: ohne Schweizer Bewilligung, ohne Anschluss ans Sperrregister

HornetBet ist ohne Schweizer Bewilligung tätig. In der Schweiz dürfen Sportwetten nur von Swisslos und der Loterie Romande angeboten werden; eine im Ausland berichtete Bewilligung hat hier keine Wirkung. Die Marke ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, und ein Schweizer Rechtsweg steht nicht zur Verfügung. Ihre Domain kann auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und per DNS blockiert werden.

Was diese Konstellation praktisch bedeutet, lässt sich an einem einzigen Fall erzählen. Wer sich über das Sperrregister sperrt, sperrt sich bei HornetBet nicht. Wer einen Streit über eine Auszahlung hat, findet kein Schweizer Forum. Und wer sich an die kantonale Steuerverwaltung wendet, erfährt, dass sein Gewinn je nach Kanton ganz anders behandelt wird als ein Gewinn aus einem bewilligten Grossspiel.

Wer dennoch mit dieser Marke liebäugelt, setzt nicht auf die Schweizer Aufsicht, sondern auf die Regeln und den Ruf eines Unternehmens, dessen Bewilligung für dieses Land nichts bedeutet. Das ist keine Kleinigkeit: Es verschiebt jede Auseinandersetzung in eine Rechtsordnung, die den hiesigen Spielenden nicht kennt.

Fazit: Eine Marke mit demselben rechtlichen Profil wie die sieben weiteren ausländischen Anbieter — und demselben praktischen Ergebnis: kein Register, kein hiesiger Rechtsweg, keine Einsprache. Wer einen dieser drei Punkte braucht, findet diese Absicherung im Abschnitt «Swisslos Sporttip: die bewilligte Veranstalterin für die Deutschschweiz».

myBet: keine Schweizer Bewilligung und kein heimischer Schutzweg

myBet hat keine Schweizer Bewilligung. Die Schweiz kennt in diesem Bereich nur zwei Veranstalterinnen; eine im Ausland berichtete Bewilligung entfaltet hier keine Wirkung. Nicht angeschlossen an das Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann auf die Sperrliste gesetzt und per DNS blockiert werden.

Die Verlockung bei solchen Marken ist die Quote. Sie ist der einzige Vorteil, der sich in einer Zahl ausdrücken lässt, und deshalb der einzige, der beworben wird. Die Kosten dieses Vorteils stehen nicht auf der Seite: keine Registeranbindung, kein Schweizer Einspracheweg, und die Steuerfolge eines ausländischen Anbieters, die sich nach dem Kanton richtet.

Fazit: Der Punkt, an dem sich hier unterscheiden lässt, ist der Ausstieg. Bei einer Marke ohne Registeranbindung hängt die Selbstkontrolle allein an der Person, die sie betreibt — und ein Werkzeug, das nur in guten Wochen benutzt wird, ist keines.

Betovo: keine Schweizer Bewilligung bei einem Rechtsweg im Ausland

Betovo fällt in dieselbe Gruppe. Keine Schweizer Bewilligung; eine ausländische Erlaubnis dieser Art bindet Schweizer Behörden nicht. Kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Sperrliste der Gespa kann die Domain der Marke erfassen. Die Sanktion bei Verstössen trifft die Veranstalterin; der Spielende bleibt straflos, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen die Veranstalterin eingezogen werden.

Was einem bleibt, ist der Blick auf die eigenen Kontrollmöglichkeiten. Ein Budget, eine Verlustlimite und die Bereitschaft, sich zu sperren, sind nirgends verhandelbar. Bei einer Marke ohne Schweizer Bewilligung müssen diese Instrumente ohne Register und ohne Aufsicht funktionieren, sie funktionieren also allein durch die Person, die sie aufstellt.

Fazit: Hier gibt es keinen Schutzmechanismus, den man später aktivieren könnte. Was vorher nicht festgelegt ist, ist im Streitfall nicht vorhanden.

BassBet: keine Schweizer Bewilligung und ein Verfahren im Ausland

Für BassBet gilt dasselbe Muster: ohne Schweizer Bewilligung, keine Wirkung einer ausländischen Erlaubnis in der Schweiz, keine Verbindung zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg. Die Gespa kann die Domain auf ihre Sperrliste setzen und per DNS blockieren.

Wer seine Wetten nach den Regeln eines ausländischen Anbieters abrechnet, verliert eines der wenigen Dinge, die den Schweizer Markt auszeichnen: die Möglichkeit, eine verweigerte Auszahlung im Inland geltend zu machen. Mit der fehlenden Registeranbindung fällt die zweite Absicherung weg.

Fazit: Zwei Mechanismen, die in der Schweiz die Norm sind, fallen hier ersatzlos weg. Die Marke bleibt damit eine Wahl für Leute, die diese Mechanismen ohnehin nie benutzen würden — eine kleine Gruppe.

GG.Bet: ohne Schweizer Bewilligung, mit Sperrlisten-Risiko

GG.Bet zählt zu den Marken ohne Schweizer Bewilligung. Eine im Ausland erteilte Bewilligung hat in der Schweiz keine Wirkung. Die Marke ist nicht an das Sperrregister angeschlossen, ein Schweizer Rechtsweg steht nicht zur Verfügung, und die Domain kann von der Gespa auf die Sperrliste gesetzt und per DNS blockiert werden.

Diese Konstellation trifft vor allem Nutzer, die den Zugang als selbstverständlich voraussetzen. Eine blockierte Domain wird innerhalb von Stunden ersetzt; die Gespa nennt dieses Domain-Hopping ausdrücklich. Wer über eine Sperrmeldung stolpert und die nächste Adresse sucht, begibt sich nicht auf den Weg zu einem besseren Angebot, sondern zu einem mit neuem Namen.

Fazit: Die Erreichbarkeit sagt nichts über den Rechtsstatus. Wer die Adresse wechselt, wechselt nicht das Angebot — nur die Domain, über die es zu erreichen war.

FortuneJack: keine Schweizer Bewilligung mit steuerlichem Vorbehalt

FortuneJack betreibt Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung. Ausländische Bewilligungen dieser Art sind für die Schweiz ohne Wirkung. Nicht angeschlossen an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, die Domain auf der Sperrliste blockierbar.

Eine Überlegung, die hier wie bei allen Marken dieser Gruppe gilt: Ein Gewinn aus einem ausländischen Anbieter wird steuerlich anders behandelt als ein Gewinn aus einem bewilligten Grossspiel. Wer ein paar Franken über eine Prognose setzt, wird davon nichts spüren. Wer mehr spielt, sollte die Frage vorher klären, nicht nachher.

Fazit: Der interessante Teil dieser Marke liegt ausserhalb der Schweiz. Wer seine Steuererklärung hier ausfüllt, trägt die Folgen dieser Wahl selbst — und die kantonale Praxis ist dabei nicht überall dieselbe.

BetLabel: keine Schweizer Bewilligung und wegfallende Selbstkontrolle

BetLabel gehört zur Gruppe der Marken ohne Schweizer Bewilligung. Eine im Ausland berichtete Erlaubnis hat in der Schweiz keine Wirkung. Nicht an das Sperrregister angeschlossen, kein Schweizer Rechtsweg, Domain blockierbar. Die Gespa führt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, sondern nur die Sperrliste.

Für den Umgang mit Prognosen ergibt sich daraus ein Punkt, der selten betont wird: Wo keine Registeranbindung besteht, fällt die Selbstkontrolle weg, die ansonsten greift. Wer dort seine Grenzen verliert, kann sich nicht auf einen staatlich anerkannten Mechanismus berufen.

Fazit: Eine ausländische Marke ohne Bezug zum Schweizer Rahmen. Ihr Wert liegt ausserhalb dieses Rahmens, und mit ihm alle Folgen.

Jackbit: ohne Schweizer Bewilligung ausserhalb des Schweizer Schutznetzes

Jackbit ist ohne Schweizer Bewilligung aktiv. Eine ausländische Bewilligung bindet Schweizer Behörden nicht. Kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann auf die Sperrliste gesetzt und per DNS blockiert werden.

Das Fazit dieser acht Marken lässt sich in einem Satz ziehen: Sie sind nicht automatisch schlechter, aber sie sind anders. Sie unterliegen nicht der Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, kennen keine Pflicht zu Verlustlimiten und keine Schweizer Spielsperre. Wer dort spielt, regelt alles selbst: das Budget, die Grenze, den Ausstieg.

Fazit: Von zehn Plätzen in dieser Gegenüberstellung füllt Jackbit einen der acht aus, die den Schweizer Spielenden nicht kennen. Wer den hiesigen Schutz als Wert behandelt, wird die Begründung dafür im Abschnitt «Swisslos Sporttip: die bewilligte Veranstalterin für die Deutschschweiz» finden — und die Gründe dagegen hier.

Wo eine Prognose ihren Wert verliert: Trefferquote, Quote und die Rechnung dazwischen

Eine Prognose ist ein Produkt mit einem Lieferumfang, und der Lieferumfang bestimmt den Wert. Brauchbar sind drei Dinge zusammen: eine geschätzte Wahrscheinlichkeit, die Begründung dazu — und der Datenstand. Was dazugehören müsste, um im Wettgeschäft zu funktionieren, ist die Quote, auf die sich die Schätzung bezieht. Fehlt sie, bleibt eine Behauptung ohne Preis.

Was eine Vorhersage ohne Quote liefert, ist ein halber Text. Sie verrät damit nur eines mit Sicherheit: dass die Marge nicht in die Rechnung genommen wurde. Wer so öffentlich tippt, kann über Monate richtig liegen und trotzdem Geld verlieren.

Die Prüfung ist einfacher, als sie klingt. Aus geschätzter Wahrscheinlichkeit und angebotener Quote ergibt sich die erwartete Rendite einer Wette: bei 40 Prozent geschätzter Wahrscheinlichkeit und einer Quote von 2.60 sind das 0,40 × 2,60 − 1, also rund 4 Prozent des Einsatzes. Bei einer Quote von 2.40 sinkt dieselbe Zahl auf minus 4 Prozent. Zwischen diesen beiden Quoten liegt der ganze Unterschied, und er bewegt sich in der Grössenordnung der Marge. Das ist eine Schätzung über viele Wetten, kein Versprechen für eine einzelne; sie sagt, was eine Methode im Durchschnitt trägt, nicht was heute Abend passiert. Wo zwei Preise für dasselbe Ereignis verglichen werden, ist diese Rechnung der Trefferquote überlegen — und wo nur eine Meinung steht, hilft selbst sie nicht weiter.

Häufige Fragen zu kostenlosen Wettprognosen

Wie entsteht eine Wettprognose, und welche Daten fliessen ein?

Aus der Form der letzten Spiele, dem Heimvorteil, Kennzahlen wie erwarteten Toren und Zweikampfquoten sowie der Verfügbarkeit von Spielern nach Sperren und Belastung. Aus diesen Grössen entsteht eine geschätzte Wahrscheinlichkeit, die erst im Vergleich mit der angebotenen Quote einen Wert oder Unwert erkennen lässt. Die Quote gehört daneben, nicht hinein.

Warum ist eine kostenlose Wettprognose keine Garantie für einen Gewinn?

Weil sie eine Wahrscheinlichkeit schätzt und kein Ergebnis kennt. Jedes einzelne Spiel kann jedes Resultat tragen, und selbst ein sorgfältig geschätzter Vorteil verschwindet über wenige Einsätze im Zufall. Dazu kommt die Marge, die in jeden Preis eingebaut ist und die ein Teil der Prognosen nie erreicht.

Welche Rolle spielen Quoten bei der Bewertung einer Prognose?

Sie sind der Preis, gegen den die Schätzung antritt. Eine Siegwahrscheinlichkeit von 30 Prozent ist bei einer Quote über 3.33 etwas wert und bei 2.50 nicht. Ohne Quote bleibt eine Prognose eine Meinung; mit Quote wird sie zu einer überprüfbaren Rechnung, die über viele Wetten trägt oder nicht.

Was ist die Marge eines Veranstalters, und wie wirkt sie auf eine Prognose?

Die Marge ist der Teil, den der Veranstalter von jedem Markt einbehält: Bei einem Zweiwegemarkt zu 1.90 und 1.90 liegt die Auszahlungsquote bei rund 95 Prozent und die Marge bei rund 5 Prozent. Eine Prognose muss diesen Betrag erst aufholen, bevor ein geschätzter Vorteil überhaupt zählt.

Nur bei Swisslos mit Sporttip und bei der Loterie Romande mit Jouez Sport, den zwei Veranstalterinnen mit Bewilligung nach dem Geldspielgesetz unter der Aufsicht der Gespa. Ausländische Marken sind ohne Schweizer Bewilligung tätig; ihre Bewilligung hat hier keine Wirkung, es gibt keinen hiesigen Rechtsweg und keine Anbindung an das Sperrregister.

Wie verlässlich sind Prognosen für Turniere im Vergleich zu Ligaspielen?

Bei einem Turnier steht deutlich weniger Vergleichsmaterial zur Verfügung: drei Gruppenspiele statt jahrelanger Ligahistorie, dazu Reisen, Hitze und ungewohnte Plätze. Die geschätzten Wahrscheinlichkeiten werden breiter, und Märkte mit klarer Favoritenrolle verengen sich zusätzlich. Eine Methode bewährt sich über vierunddreissig Spieltage, nicht über sieben.

Inhalt erstellt vom Team «wettbueroch»