Baseball-Wetten in der Schweiz: zwei Veranstalter, eine geschlossene Liste

Updated Oktober 2026
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Ein Lederhandschuh und ein Ball liegen auf dem Sandboden eines leeren Spielfelds, die tiefstehende Sonne wirft lange Schatten.

Auf Baseball setzen lässt sich in der Schweiz nur bei Sporttip und bei Jouez Sport — und das nur,

solange die Partie im Wettprogramm steht. Alles andere, was der Sucher findet, ist eine Seite ohne

Bewilligung.

Die Major League Baseball (MLB) besteht aus 30 Teams in der American League und der National League mit je 15 Teams.

Stand: Oktober 30, 2026. Geprüft gegen die Bewilligungs- und Aufsichtsangaben der Gespa

(Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern) sowie gegen die Wettregeln und Teilnahmebedingungen von

Swisslos und Loterie Romande.

Verantwortung beginnt vor dem ersten Einsatz: Verlustlimiten, Sperre und was daraus folgt

Ein Baseballspiel ist ein Abend. Eine Saison sind 162 Spiele je Mannschaft. Ein 3er-Kombi auf drei

Partien an einem Abend ist eine Unterhaltung; dieselbe Wette an sechs Abenden die Woche ist ein

Ausgabenposten, und der wächst leiser als jede andere Rechnung, weil niemand eine Wettschein-Quittung

aufbewahrt.

Ein Holzschläger lehnt an einem Drahtzaun neben einer Reihe leerer Zuschauerbänke im Licht des späten Nachmittags.
Ein Baseballspiel besteht im Regelfall aus 9 Innings; endet es nach regulärer Spielzeit unentschieden, wird um jeweils ein volles Inning verlängert.

Diese Verhältnismässigkeit entscheidet, was ein Veranstalter vorschreiben darf und was nicht. Die

Limiten setzt der Spielende selbst, nicht der Staat. Wer bei Swisslos online einsteigt, muss vor der

ersten Teilnahme Werte für 1, 7 und 30 Tage festlegen — die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, unter

21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort. Eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Dazu lässt

sich freiwillig eine Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage setzen. Im Gesetz steht für eine

Erhöhung 24 Stunden; Swisslos und Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden

an. Der Unterschied ist keine Kleinigkeit: Wer abends verliert und nachts die Limite hochsetzen

will, gewinnt bei jedem der beiden Veranstalter genau einen Abend Bedenkzeit zurück. Das ist die

Frist, die wirkt.

Die zweite Bremse ist die Spielsperre. Der Zugang lässt sich bei Swisslos produktbezogen für 1 bis

180 Tage selbst sperren, und vor Fristablauf gibt es keine Aufhebung. Eine unbefristete Sperre

landet in einem schweizweiten Register und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos und

im Fürstentum Liechtenstein. Wer sie einmal drin hat, kommt an der Kasse ebenso wenig durch wie am

Bildschirm. Ausgeschlossene und minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsätze oder

Gewinne.

Ein Feld, das ich lieber offen sage als verschweige: Die Aufsicht hat 2025 im Kanton Tessin

200 Testkäufe an Verkaufsstellen gemacht. Bei 47,5 % dieser Versuche wurde eine Sportwette an eine

minderjährige Person verkauft. Selbstkontrolle an der Ladenkasse ist also genau das, was der Name

sagt — eine Selbstverpflichtung, kein Filter. Wer einem 17-Jährigen den Wettschein abnimmt, sollte

wissen, dass der Wettschein ihm in einem guten Drittel der Fälle ohne Nachfrage ausgehändigt worden

wäre.

Wer seine Grenze sichern will, plant sie an einer anderen Stelle als die Saison. Nicht: heute so viel

wie ich heute riskieren will. Sondern: so viel im Monat, geteilt durch die Spiele, die ich wirklich

anschaue. Ein Abend mit vier Partien im Fokus ist teurer als ein Abend mit einer Partie, und genau

dort rutschen Budgets. Die Limite im Konto kennt diesen Zusammenhang nicht. Nur der Spielende kennt

ihn.

Was das Konto verlangt, bevor überhaupt gesetzt wird

Bevor die erste Wette läuft, steht die Identifikation. Für die Online-Registrierung bei Swisslos

braucht es mindestens 18 Jahre und Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet. Es darf

keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Angaben werden

aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Die Registrierung

entscheidet also nicht nur, ob jemand spielen darf, sondern auch, dass es genau ein Konto gibt —

der zweite Account, mit dem man nach einer Limitenänderung neu anfängt, ist keine Option, die

übersehen wurde. Sie existiert nicht.

Rebberge an einem Seeufer im Spätsommer, Terrassen ziehen sich zum Wasser hinunter, der Spiegel des Sees ist ruhig.
Beim Baseball stehen sich zwei Teams zu je 9 Spielern gegenüber.

Bei den Auszahlungen hängt daran mehr als Bürokratie. Gewinne und Guthaben gehen nur auf ein

Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers. Ein Sammelkonto, ein Wallet eines Dritten oder eine

Krypto-Adresse fallen damit weg. Für die meisten ist das irrelevant. Für jeden, der sein Guthaben

zwischen zwei Personen oder zwischen zwei Plattformen verschieben wollte, ist es die wichtigste

Zeile in den Teilnahmebedingungen.

Kredite sind im bewilligten Schweizer Angebot ausgeschlossen — niemand setzt auf Kredit. Die

Folge ist unscheinbar und trotzdem spürbar: Die Einsatzhöhe ist eine Entscheidung über Geld, das

schon da ist.

Warum der Schein sich rechnet — und die Gewinnsteuer fast nie

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind einkommensteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag je

Einzelgewinn; besteuert wird erst darüber. Der eidgenössische Schwellenwert liegt ab dem 1. Januar

2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400). Darüber behält der Veranstalter 35 %

Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt wird. Der Schwellenwert der

Kantone weicht ab — deshalb «je nach Kanton», und deshalb steht hier kein einzelner Kantonsbetrag,

den ein anderer Kanton nicht teilt.

Ein typischer Wettender gewinnt weit darunter: keine Einkommensteuer, keine Verrechnungssteuer.

Eine Steuer auf den Einsatz gibt es in der Schweiz nicht; wer eine liest, liest sie bei jemandem,

der sie selbst erhebt. Bei Gewinnen aus ausländischen Anbietern fällt keine Verrechnungssteuer an —

die kantonale Praxis kann sie aber als volles Einkommen behandeln, unabhängig von der Höhe. Wer

solche Gewinne erzielt, klärt das mit der kantonalen Steuerverwaltung. Das ist kein Kleingedrucktes,

das ist die Zeile, die aus einem guten Abend eine Nachzahlung macht.

Prognose und Strategie: was eine Quote behauptet und was sie wert ist

Kein Tipp auf der Welt macht eine Partie vorhersagbar, und dieser Abschnitt ist ausdrücklich keine

Tippliste. Was er liefert, ist etwas Nützlicheres: die Handvoll Grössen, an denen sich entscheidet,

ob eine Wette überhaupt einen Sinn hat.

Eine Prognose steht auf drei Beinen. Form — wie eine Mannschaft in den letzten Spielen geworfen,

geschlagen und gedeckt hat. Aufstellung — ob der Starting Pitcher antritt, der die Rotation trägt,

oder ob ein Ersatzmann aus dem Bullpen das Spiel beginnt. Quote — was der Markt für diese Partie

bezahlt und ob die eigene Einschätzung davon abweicht. Fehlt eines der drei, ist es keine Prognose,

sondern eine Meinung mit Zahl davor.

Warum eine Quote nicht die Wahrheit ist, sondern ein Preis

Bei einem Marketing sind zwei Ausgänge denkbar. Nehmen wir einen illustrativen Zweiwegemarkt, der

mit 1.90 und 1.90 geführt wird — ausdrücklich ein Rechenbeispiel, keine zitierte Quote. Die

Auszahlungsquote des Marktes beträgt 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 94,96 %. Der Schlüssel liegt damit

zwischen etwa 94 % und 95 %, und die Marge, also der Anteil, den der Veranstalter von jedem

gesetzten Franken behält, liegt zwischen etwa 5 % und 6 %. Diese Spanne ist der Punkt: Sie wandert

mit der Wahrscheinlichkeit, die der Markt den beiden Ausgängen zuschreibt, und ein ausgeglichener

Markt steht an der unteren Kante, ein einseitig gespielter an der oberen. Dieselben zwei Zahlen

bedeuten also je nach Partie einen anderen Preis. Was das für den Spielenden heisst, ist unromantisch:

Bei gleichen Einsatzanteilen auf beide Seiten fliessen rund 5 % jedes Einsatzes ab, bevor ein

einziges Resultat eingetreten ist. Die Marge steht nicht im Wettprogramm. Sie ist die stille

Gegenposition jedes Erfolgs.

Wohlgemerkt: Ein Gewinn ist möglich, und kein Beispiel hier sagt, dass er ausbleibt. Nur ist die

Marge keine Frage der Tagesform. Sie bleibt.

Damit versteht sich das Marketing von selbst: Der Schläger trifft, der Pitcher streut, das Resultat

steht nach neun Innings. Wollen lässt es sich nicht.

Value Bet: eine gute Wette ist keine gewonnene Wette

Der Value Bet ist das einzige Konzept im grauen Bereich, das eine Prüfung verdient. Die Idee: Eine

Quote bezahlt mehr, als die eigene Wahrscheinlichkeitseinschätzung verlangt. Wer eine Partie auf

60 % für die Heimmannschaft schätzt, braucht eine Quote über 1 ÷ 0.60 = 1,67, damit der Einsatz

rechnerisch einen Vorteil trägt. Wer sie auf 55 % schätzt, braucht mehr als 1,82.

Die Pointe ist nicht, dass das funktioniert, sondern wie leise es scheitert. Ein Value Bet kommt über

die Serie nur durch, wenn die eigene Einschätzung besser ist als die des gesamten Marktes, und zwar

dauerhaft. Der Markt, gegen den man antritt, besteht aus Leuten, die mehr Spiele sehen als jeder

Feierabendwetter. Wer wochenlang Value Bets nach dieser Definition setzt, hat eine Serie, in der die

meisten davon verlieren können, obwohl die Einschätzung richtig war — und eine Serie, in der er

gewinnen kann, obwohl sie falsch war. Aus der eigenen Bilanz lässt sich das nicht ablesen. Die

Konsequenz steht damit vor der Wette, nicht danach: Ein Einsatz, der den Verlust nicht trägt, ist

ein schlechter Einsatz, auch wenn die Quote stimmt.

Ich halte es mit der unbequemen Variante: Wer die Quote einer Partie nicht gegen zwei unabhängige

Informationsquellen legen kann, hat keine Einschätzung, sondern eine Stimmung. Und die eigene

Stimmung ist der teuerste Gesprächspartner im Raum.

Warum ein festes Budget die einzige echte Stategie ist

Das Budget steht vor allen Wettarten. Wer an einem Abend drei Kombis setzt, hat drei Griffe in

dieselbe Kasse getan; das nennt sich Streuung, ist aber nur eine Erhöhung des Einsatzes mit

Zwischenschritten.

Sinnvoll aufgebaut ist ein Saisonbudget in drei Bewegungen. Zuerst der Rahmen: ein Betrag für die

Saison, den niemand vermisst. Dann die Untergrenze: die kleinste Teilwette, die man noch setzen soll,

damit die Auszahlung nicht von einem Ausrutscher abhängt. Zuletzt die Obergrenze — und hier zählt

die Limite des Veranstalters, nicht die eigene Bequemlichkeit. Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz

für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000 und für eine

Systemwette bei CHF 10’000; Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern,

und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Eine geplante Einsatzhöhe von CHF 1’200 auf

eine Einzelwette ist also nicht riskant, sie ist unmöglich. Zu wissen, wo die Wand steht, gehört

zum Budget.

Und dann das, was kein Bonus ersetzt: Wetten bleibt ein Risiko. Es ist keine Einkommensquelle, und

wer es als eine behandelt, verliert das Kapital, das er als eines gebraucht hätte.

Was ein vergünstigter Einsatz wirklich trägt

Bei Sporttip gibt es zwei Varianten, den möglichen Nettogewinn zu erhöhen. Ein Quotenboost gilt nur

online und nur für eine Prematch-Einzelwette auf eine Voraussage. Ein Profitboost erhöht den

möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide

sind pro wettender Person nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem

Cash-Out verfällt der Boost. Der Kombiboost gilt nur online — Prematch, Live und Systemwetten — und

verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50; der Zuschlag auf den

Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen

Voraussagen. Auch hier sind Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert.

Das ist der Punkt, an dem die Bezeichnung «Boost» ihre Arbeit tut und wieder abgibt. Bei vier

Voraussagen mit Quote 1.50 steht die Mindestanforderung so hoch, dass der Zuschlag rechnerisch

klein bleibt — «5 %» klingt nach Rabatt und ist bei vier knappen Partien der Gegenwert eines

Bruchteils eines Einsatzes. Bei fünfzehn Voraussagen ist der Zuschlag gross und die Anforderung

entsprechend grosszügig, denn fünfzehn Partien mit Quote 1.50 treffen nicht deshalb häufiger, weil

sie in einer Kombi stehen. Die Quote jeder einzelnen Voraussage bleibt dieselbe. Der Kombiboost

verändert nur, was man am Ende bekommt — nicht, wie wahrscheinlich es ist.

Chromatisch wird es beim Cash-Out: Der Boost verfällt, wenn man ihn zieht. Wer den Gewinn also vor

dem letzten Inning sichern will, tauscht den Zuschlag gegen Sicherheit. Das ist ein Handel, keine

Regel — aber einer, den ein Angebot nur auslöst, nie erklärt.

Spielbetrieb: wie eine Saison aufgebaut ist und wann eine Partie gewertet wird

Der Baseballkalender gibt die Intervalle vor, in denen überhaupt gewettet wird, und die Regeln für

Sonderfälle sind direkt daran gebunden.

Die Major League Baseball besteht aus 30 Teams in der Amerikanischen Liga und der Nationalen Liga

mit je 15 Teams in drei Divisionen zu je fünf Mannschaften; jede Mannschaft bestreitet in der

regulären Saison 162 Spiele. In die Playoffs kommen 12 Teams, je Liga sechs — drei Divisionssieger

und drei Wild Cards. Die Wild-Card-Runde wird Best-of-Three gespielt, die Division Series

Best-of-Five, die Championship Series und die World Series jeweils Best-of-Seven. Die Los Angeles

Dodgers gewannen 2025 die World Series und damit ihren 9. Titel.

Ein Baseballspiel besteht im Regelfall aus 9 Innings; endet es nach regulärer Spielzeit

unentschieden, wird um jeweils ein volles Inning verlängert, bis eine Mannschaft gewinnt oder etwa

das Wetter den Abbruch erzwingt. In der japanischen Profiliga endet ein Spiel dagegen nach drei

Extra Innings unentschieden. Wer bei einer japanischen Partie auf ein Ergebnis setzt, muss also

wissen, dass ein Remis dort ein regelmässiges Resultat ist und kein abgebrochener Abend.

Ein Spiel wird nicht in Minuten entschieden, sondern in Ausgängen: Nach 3 Outs wechseln die

Mannschaften, 3 Strikes ergeben ein Strikeout, 4 Balls einen Walk. Auf dem Feld stehen sich zwei

Teams zu je 9 Spielern gegenüber, das Infield ist ein Quadrat mit 90 Fuss (27,43 m) Kantenlänge.

Das ist die Geometrie, hinter der ein Pitcher-Duell stattfindet — und der Grund, warum Baseballmärkte

oft an einem einzigen Werfer hängen.

Abgebrochene Partien, Mindestinnings und was an der Wette hängt

Die Wertungsregel ist der Punkt, an dem ein Wettschein stillschweigend kippt. In der MLB werden bei

einem Spielabbruch immer mindestens 9 Innings gespielt, beziehungsweise 8,5 Innings, wenn die

Heimmannschaft führt. Ein Abbruch davor ist keine gewertete Partie — und damit hängt an einem

Gewinn, der schon ausgerechnet war, nichts mehr.

In den Minor Leagues gilt ein Spiel erst nach mindestens 5 Innings als gewertet (4,5, wenn die

Heimmannschaft führt). Ein Minor-League-Wettschein kann also ein Resultat tragen, das in der MLB

verworfen würde. Wer die beiden Ligen auf einem Schein mischt, mischt zwei verschiedene Begriffe von

«gewertet».

Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit;

Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie

Gegenstand der Wette sind. Die Formulierung ist allgemein und stammt nicht aus dem Baseball; wer auf

Extra Innings setzen will, prüft den Hinweis im Wettprogramm, statt ihn anzunehmen. Extra Innings in

der MLB können sich über Stunden ziehen. Bei einem Markt, der die Verlängerung nicht einschliesst,

ist ein 1:1 nach neun Innings nicht der Anfang des Dramas, sondern das Ende der Wette.

Hier lohnt der Vergleich mit dem Fussball, an dem sich Schweizer Sportwetten normalerweise

orientieren. Beim Fussball ist der 90-Minuten-Markt so vertraut, dass er keiner Erklärung bedarf.

Beim Baseball ist der Markt ohne Extra Innings die Ausnahme, die man kennen muss, nicht die Regel,

die man annimmt. Die Beweislast liegt beim Spielenden, nicht beim Veranstalter.

Major League Baseball im Wettprogramm — und wo die Liste endet

Die eine Saison, die den Markt trägt, ist die MLB-Saison. Wer im März auf die Hauptrunde setzt,

findet 162 Spiele pro Mannschaft; wer im Oktober auf die Postseason setzt, findet maximal eine

Best-of-Seven-Serie pro Runde. Der Unterschied im Risiko ist nicht der Einsatz, sondern die

Kombinationsmöglichkeit: Aus 162 Spielen lässt sich ein Kombischein mit vier Voraussagen bauen, aus

einer einzigen Finalserie nicht. Wer im Herbst dieselbe Kombi-Tiefe will, die im Sommer

funktioniert, mischt Ligen oder Sportarten.

Und dann endet die Liste. Gewettet werden darf ausschliesslich auf Sportereignisse; Wetten auf

Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht zulässig. Das Angebot ist eine geschlossene Liste:

die Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten in der Version vom 10.

September 2026. Qualifikationsrunden stehen nur dann darauf, wenn sie aufgeführt sind,

Frauenwettkämpfe nur, wenn sie aufgeführt sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über den

Einstieg in einen internationalen Wettkampf oder über das Podest entscheidet — Wetten auf

Trainingsläufe nie. Die Liste führt keine Corner- und Kartenmärkte und keine Esport-Sektion.

Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind untersagt. Sporttip-Wetten stehen

Personen ab 18 Jahren offen; wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses

Ereignis nicht wetten.

Baseball steht auf dieser Liste, aber nicht alles, was auf einer ausländischen Seite unter

«Baseball» läuft, ist dort eine zugelassene Wettart. Der Blick in die Gespa-Liste ist bei einem

ungewöhnlichen Markt deshalb kein Formalismus, sondern die Frage, ob der Schein überhaupt bestehen

kann.

Quoten, Quotenschlüssel und die Bewegung im Live-Markt

Baseballquoten bewegen sich anders als Quoten auf Fussball, weil sich die unsichere Grösse vor jedem

Spiel neu herausstellt. Steht der Starting Pitcher, ist eine Quote stabil. Wird er kurzfristig

ausgetauscht, wandert der Preis der Heimmannschaft — und wer früh gesetzt hat, hält eine Quote, die

den Wechsel nicht kennt.

Gerade für Livewetten ist die zweite Regel wichtiger. Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette

unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen

Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden

Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos eine Wette mit

Quote 1.00 werten. Dass ein Tor, ein Homerun oder eine Strafe gerade eben passiert ist, schützt also

niemanden: Der entscheidende Vorgang ist ab dem Moment der Livewette bekannt, und bis dahin hat man

sich in den allermeisten Fällen bewegt.

Was der Live-Markt beim Baseball nicht verzeiht, ist die Latenz zwischen Klick und Annahme. Der

Vorteil liegt nicht darin, schnell zu denken, sondern schnell zu klicken — und dieser Vorteil

verschwindet genau dann, wenn er am meisten wert wäre. Wer live setzt, muss deshalb doppelt wissen,

wo seine Einsatzgrenze liegt. Die Chance, im Nachhinein zu bereuen, ist in keinem anderen Markt so

gross.

Spieler oder Kombi — und wann Cash-Out sinnvoll ist

Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und

live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; ein

ausgeführter Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht

nicht. Der ausgezahlte Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom

Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; anbieten muss Swisslos

Cash-Out nicht für alle Wetten.

Das ist die Regel, die im Baseball fast jede Woche zum Tragen kommt. Eine Partie kann nach sieben

Innings aus einem Gewinn ein Remis machen; der Cash-Out steht dann in voller Höhe da und die

Auszahlung schrumpft mit jeder Bewegung. Der Knopf ist also am wertvollsten, wenn niemand ihn

drückt. Viele Spieler ziehen den Cash-Out genau dann, wenn er am wenigsten wert ist — ausgerechnet

nach dem Homerun für die Gegenseite.

Und weil der Cash-Out nur als Ganzes angeboten wird, gibt es keine Halbabsicherung. Wer eine

4er-Kombi zieht, verkauft alle vier Beine. Wer zwei Beine hat, die ihm gefallen, und zwei, die ihn

nerven, kann nicht nur die zwei loswerden.

Die Veranstalter im Vergleich: geprüft und in eine Reihenfolge gebracht

Die Rangfolge hier richtet sich nicht nach Marketing, sondern nach Angaben, die sich prüfen lassen:

Nachweis der Bewilligung, erreichbare Abhilfe im Streitfall, Handhabung der Limiten. An der Spitze

stehen die beiden bewilligten Veranstalter, danach ausländische Marken — markiert als «ohne

Schweizer Bewilligung».

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter bzw. gemeldete Bewilligung
Swisslos Sporttip ja (Veranstalter- und Spielbewilligung, Gespa-Aufsicht) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel
Loterie Romande Jouez Sport ja (Veranstalter- und Spielbewilligung, Gespa-Aufsicht) Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande
Coolzino nein keine Bewilligung nachgewiesen
Jackbit nein keine Bewilligung nachgewiesen
HornetBet nein keine Bewilligung nachgewiesen
X3Bet nein gemeldet: Tobique (Kanada)
Rabona nein keine Bewilligung nachgewiesen
Duelbits nein keine Bewilligung nachgewiesen
1xBet nein keine Bewilligung nachgewiesen
FortuneJack nein keine Bewilligung nachgewiesen

Was diese Tabelle nicht zeigt, ist der Unterschied, den sie erzeugt. Zwischen zwei bewilligten

Veranstaltern wickelt sich die Wahl innerhalb eines Systems ab: gleicher Aufsichtrahmen, gleiche

geschlossene Sportartenliste, gleiche Altersgrenze, gleicher Weg im Streitfall. Zwischen einem

bewilligten und einem ausländischen Anbieter liegen zwei verschiedene Rechtsräume — und die

Spalte «Schweizer Bewilligung» ist die einzige, die das erledigt.

Was eine Wette auf Baseball beim bewilligten Veranstalter ist

Bevor es um einzelne Marken geht, lohnt die Definition. Eine Sportwette auf Baseball ist die

Vorhersage eines Ausgangs gegen eine Zahlung: Man setzt einen Betrag, man akzeptiert einen

festen Preis, und wenn der Ausgang eintritt, folgt daraus die Auszahlung. Steht die Partie im

genehmigten Angebot, ist sie beim bewilligten Anbieter grundsätzlich verfügbar. Steht sie nicht

darauf, ist der ganze Markt für den Schweizer Veranstalter kein Thema.

Baseball als Sportwettenmarkt hat seinen eigenen Rhythmus. Die reguläre Saison der MLB läuft von

Frühling bis Herbst mit 162 Spielen pro Mannschaft, und die einzelnen Spiele liegen fast täglich

hintereinander. Nach einer Weile sieht ein Spiel nicht wie ein Ereignis aus, sondern wie eine Zeile

in einem Fliessband. Genau das ist das Risiko: Weder eine Wette noch ein Wettschein sind ein

Ereignis, wenn das Programm jeden Tag einen liefert.

Wer über Empfehlungen stolpert, die sich als Angebot tarnen, ist bei den zwei bewilligten

Veranstaltern gut aufgehoben: Sie dürfen nicht mit manchen Vergünstigungen arbeiten, und was sie

anbieten, folgt aus ihren eigenen Bedingungen — nicht aus irgendwelchen Vorankündigungen. Der Gratis-Vorteil, der

in der Werbung am lautesten ist, lässt sich nur aus den jeweiligen Bedingungen nachlesen.

Zulässige Sportarten, reale Grenzen und der Weg zur Beschwerde

Gewettet werden darf nur bei den zwei bewilligten Veranstaltern und nur auf Ereignisse und Wettarten

der behördlichen Liste; ausländische Seiten bieten keinen Schweizer Schutz. Das ist die

Kurzfassung, und sie ist die einzige Regel auf dieser Seite, die den rechtlichen Rahmen umreisst.

Online-Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit dem

  1. Januar 2019; Art. 3 lit. c und e). Aufsicht führt die Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht,

Bern; Geldspielkonkordat in Kraft seit dem 1. Januar 2021) — nicht die ESBK, die ausschliesslich

Casinos beaufsichtigt. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung

je Spiel (Art. 21–25 BGS) und gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Die Kantone haben die Zahl der

Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und

Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Ein Online-Konto setzt Wohnsitz in der Schweiz voraus

(Art. 47 Abs. 3 VGS) und in der Praxis im Geschäftsgebiet des jeweiligen Veranstalters.

Sporttip wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG,

UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt; zusammen bilden

sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs

Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Die Sportwetten von

Swisslos erbrachten 2025 einen Reinertrag von CHF 109 Mio. (2024: CHF 122 Mio.); Swisslos verteilte

für 2025 insgesamt CHF 562 Mio. Reingewinn, davon CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56

Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz.

Wohnort entscheidet also, welcher der beiden Veranstalter überhaupt ein Konto eröffnet. Wer in

Genf lebt, findet bei Jouez Sport sein Spiel; wer in Zürich lebt, bei Sporttip. Nicht wählbar, und

das ist keine Härte, die man umgehen kann.

Livewetten sind erlaubt, Prematch und live, soweit der Veranstalter über eine entsprechende

Entscheidung verfügt; das BGS kennt keine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte.

Cash-Out ist nicht geregelt und ist ausschliesslich als Funktion des jeweiligen Veranstalters zu

beschreiben. Virtuelle Sportarten: nicht etabliert. Esports: Esports erscheint nicht auf der

Gespa-Liste.

Die Limiten bei Sporttip sind Vertragsbedingungen des Veranstalters: CHF 1 bis CHF 1’000 pro Einzel-

oder Kombinationswette, CHF 10’000 pro Systemwette.

Und die Adresse für den Streitfall fehlt bei allen zehn. Kein Anbieter nennt eine zuständige

Schlichtungsstelle. Bei den beiden bewilligten Veranstaltern führt der Weg über die kantonale

Aufsicht; bei den ausländischen Marken führt er ins Leere, weil es keine Schweizer Stelle gibt, die

sich ihrer annähme.

Was folgt, wenn der Anbieter keine Schweizer Bewilligung hat

Eine ausländische Bewilligung — Curaçao, Malta, Deutschland oder ein anderes Land — hat in der

Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS). Das Organisieren von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist

eine Straftat: bis zu drei Jahren oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre

(Art. 130 BGS). Bestraft wird der Spielende nicht. Aber Einsätze und Gewinne können in einem

Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und Schutz oder Fair-Play-Kontrolle gibt es nicht.

Praktisch heisst das dreierlei, und das ist der Kern dieses Abschnitts. Kein Anschluss an das

schweizerische Sperrregister — wer sich dort sperren lässt, ist bei einem ausländischen Anbieter

weiterhin zugelassen. Kein Schweizer Rechtsweg bei Streit über eine Auszahlung. Und: Gewinne aus

ausländischen Anbietern unterliegen in der Schweiz nicht der Verrechnungssteuer, können nach der

kantonalen Praxis aber voll als Einkommen besteuert werden, unabhängig von der Höhe. Wer also

glaubt, der ausländische Anbieter sei die steuerfreie Variante, hat die steuerlich schlechtere

Seite gewählt. Die steuerliche Behandlung ist Sache der kantonalen Steuerverwaltung — und die

Auskunft dort ist kostenlos.

Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste mit ausländischen Domains, die Schweizer

Telekommunikationsanbieter per DNS blockieren (Art. 86–93 BGS; erste Liste vom 3. September 2019,

671 Domains Ende 2025). Genannte Marken: Interwetten und Bet-at-Home werden von der Gespa im

Zusammenhang mit Domain-Hopping genannt; bet365 wird als auf der Liste stehend genannt.

Der Mechanismus erklärt, warum das Blockieren allein nicht reicht. Blockierte Domains werden

innerhalb von Stunden ersetzt; die Sperrliste ist damit kein Geländer, sondern ein Laufband.

Was ein blockierter Link in der Praxis bedeutet, ist unangenehmer als die Blockade selbst. Eine

blockierte Domain liegt nicht in der Schweiz. Wer dort ein Konto hält, hat im Streitfall keinen

Ansprechpartner in der Schweiz — und bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung gibt es keinen

Kontoinhaberschutz nach Art. 50 Abs. 2 VGS. Ein Zahlungskonto auf den eigenen Namen sagt nämlich

nichts darüber, ob es überhaupt eine Stelle gibt, die dessen Einhaltung durchsetzt.

Ein Vergleich der Steuerfolgen zweier Anbieter ist damit zugleich ein Vergleich zweier Rechtsräume,

und die steuerliche Seite ist nicht die, die die Werbung hervorhebt: Die ausländische Bewilligung

kann in der Schweiz zu einer vollständigen Einkommensbesteuerung führen. Wer steuerfrei gewinnen

will, muss ohnehin unter dem Steuerfreibetrag bleiben — dieselbe Schwelle, dieselbe mögliche

Erstattung.

Ehrlich formuliert sieht es so aus: Der bewilligte Veranstalter bringt vollen Schweizer Schutz, aber

nur zwei Anbieter, eine geschlossene Liste von Sportarten und Märkten, eine Wohnsitzvoraussetzung

und eine Identifikationspflicht. Der ausländische Anbieter bringt weniger Formalitäten, aber keinen

Schweizer Schutz, kein Sperrregister und keinen Schweizer Rechtsweg. Keine der beiden Seiten ist

per se «die sichere Wahl».

Umsetzbar heisst das: Wer den Sitz der Bewilligung nicht nachschauen will, schaut die Sperrliste an.

Ein Anbieter, der dort steht, ist von den hiesigen Telekommunikationsanbietern als blockiert

geführt. Ein Anbieter, der nicht dort steht, ist damit nicht bewilligt — die Sperrliste ist eine

Liste, kein Verzeichnis.

Die zehn Anbieter im Einzelnen

Die Reihenfolge folgt der Bewilligungslage, nicht der Grösse. Zwei bewilligte Veranstalter, dann

acht ausländische Marken, jede ohne Schweizer Bewilligung. Die Bewertung erfolgt nach denselben

Kriterien.

Swisslos Sporttip — der einzige Anbieter mit Schweizer Schiedsinstanz

Sporttip ist Sporttip, und der Rahmen darum ist die halbe Bewertung. Swisslos ist die SWISSLOS

Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und

Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von

Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020. Das Online-Konto steht Personen mit Wohnsitz oder

gewöhnlichem Aufenthalt im Vertragsgebiet offen — die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU,

NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG, ZH, dazu Tessin und das Fürstentum Liechtenstein.

Die Handhabung des Kontos ist der eigentliche Vorteil. Wer in Zürich wohnt, muss nicht rechnen: Der

Weg zur Sporttip ist ein Register, nicht eine Frage der Empfehlung. Wer in Genf wohnt, kommt bei

Sporttip nicht hinein, und das ist keine technische Störung, sondern das Wohnsitzprinzip.

Für das Spiel selbst ist entscheidend, was der Veranstalter nicht hat: die Wahl zwischen Anbietern

und die Sorte von Extras, die eine ausländische Seite als Kaufanreiz einsetzt. Wer über Jahre

in einem System mit einer bewilligten Auswahl gross geworden ist, kennt das kaum; wer aus einem

offenen und kaum beschränkten Umfeld kommt, vermisst es sofort.

Verdikt: Bei wohnhaftem Sitz im Vertragsgebiet ist Sporttip die naheliegende Wahl, weil sie die

einzige ist, bei der die Beschwerde überhaupt einen Adressaten hat — nicht wegen der Quote.

Loterie Romande Jouez Sport — die Westschweizer Hälfte derselben Bewilligung

Jouez Sport wird von der Loterie Romande veranstaltet, für die sechs Kantone Freiburg, Waadt,

Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Die Loterie Romande zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz

und 221 Mitarbeitende; Kontaktadresse ist Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne. Die Bewilligungslage

entspricht der von Swisslos: Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel unter der

Aufsicht der Gespa.

Für das Baseball-Angebot heisst das: Wer in der Westschweiz wohnt, hat genau eine inländische

Option. Bei einem Grossanlass wie den Playoffs ist die Auswahl damit kleiner als in Zürich — nicht

als Strafe, sondern weil das Produkt so aufgebaut ist.

Wer aus dem einen ins andere Gebiet zieht, verliert sein Konto nicht, aber er kann es nicht mehr

nutzen; das ist der Preis dafür, dass die beiden Gebiete getrennt geführt werden. Der Vorteil ist

derselbe wie bei Sporttip und für einen Westschweizer konkret: eine Adresse in der Schweiz, an die

sich eine Beschwerde richten lässt.

Verdikt: Ein Anbieter ohne Alternative innerhalb des eigenen Sprachraums — und deshalb der einzige,

in dem ein Genfer gegen das entscheiden muss, was in der Westschweiz verfügbar ist, nicht gegen

einen zusätzlichen Anbieter.

Coolzino — ohne Schweizer Bewilligung

Coolzino fällt in die erste Kategorie der ausländischen Marken: keine Schweizer Bewilligung, und

eine Bewilligung im Sinne des Schweizer Rechts ist auch nicht gemeldet. Das ist keine Formalie,

sondern der ganze Unterschied. Weder besteht ein Anschluss an das schweizerische Sperrregister noch

ein Schweizer Rechtsweg bei Streit über eine Auszahlung; die Domain kann auf die Sperrliste der

Gespa gesetzt werden.

Wer ein Konto dort hält, sollte wissen, was er nicht hat: Streitbeilegung. Bei einem Anbieter ohne

Schweizer Bewilligung gibt es keinen Adressaten, an den sich eine Beschwerde richtet — ein Punkt,

an dem ein Vergleich zweier Anbieter schnell uninteressant wird.

Ein weiteres Kriterium ist die Auszahlung. Zahlungen erfolgen an ein Zahlungskonto auf den Namen

des Kontoinhabers. Wer gegen diese Bedingung verstösst, sollte prüfen, ob eine Auszahlung überhaupt

möglich ist. Wer in einem Umfeld mit anonymen Auszahlungen aktiv ist, findet hier nichts, was ihm

fehlt.

Verdikt: Die Beschreibung der Marke selbst ist schmal, und der Grund dafür ist nicht Geheimhaltung,

sondern dass an einer nicht bewilligten Marke in erster Linie die Bewilligungslage zählt.

Jackbit — ohne Schweizer Bewilligung

Wie bei allen ausländischen Marken in dieser Liste gilt: keine Schweizer Bewilligung, keine

gemeldete Bewilligung, die in der Schweiz Wirkung hätte, kein Anschluss an das Sperrregister, kein

Schweizer Rechtsweg. Die Domain kann auf die Sperrliste gesetzt werden.

Der praktische Massstab für einen Vergleich ist die Auszahlung. Zahlungen erfolgen an ein

Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers. Wer gegen diese Bedingung verstösst, sollte prüfen,

ob eine Auszahlung überhaupt möglich ist.

Ansonsten gilt hier derselbe Befund wie bei jeder ausländischen Marke: Es gibt keine prüfbare

Angabe darüber, wie die Marke Baseball führt — weder über die Zahl der Märkte noch über den Umfang

der Livewetten. Wer etwas über den Markt wissen will, muss ihn bei der Marke selbst einsehen; die

Seite kann keine Auskunft geben, die sie nicht hat.

Verdikt: Für einen Vergleich der Baseball-Märkte gibt es hier zwar eine offene Tür, aber keinen

Anhaltspunkt, ob dahinter mehr steht als bei der vorherigen Marke.

HornetBet — ohne Schweizer Bewilligung

Die rechtlichen Rahmenbedingungen und Handhabung von Auszahlungen entsprechen den anderen Anbietern ohne Schweizer Bewilligung. Verdikt: In der Rangfolge liegt HornetBet unter den

Marken, die einen Schweizer Spieler ohne jeden Rückgriff bedienen.

X3Bet — die einzige ausländische Marke mit einer gemeldeten Bewilligung

X3Bet ist die einzige Marke dieser Liste, bei der überhaupt eine Bewilligung gemeldet ist: Tobique

in Kanada, gemeldet von Drittquellen. Das ist der Unterschied zu den übrigen sieben, und es ist

kein Vorteil in der Schweiz — eine kanadische Bewilligung hat hier keine Geltung (Art. 4 BGS). Sie

verändert nicht, dass kein Anschluss an das Sperrregister besteht, kein Schweizer Rechtsweg und

dass die Domain auf die Sperrliste gesetzt werden kann.

Einzelne Regulierungsbehörden veröffentlichen eigene Listen mit Warnungen. Eine Bewilligung, die

mehrere Märkte abdeckt, bedeutet nicht, dass alle gleich behandelt werden — manche Länder schützen

Spielende stärker als andere. Wer sich auf die gemeldete Bewilligung verlässt, sollte wissen, dass

sie keinen Schweizer Schutz ersetzt.

Verdikt: Eine gemeldete ausländische Bewilligung ist ein Detail, das eine Marke interessant macht;

in der Schweiz ist sie keine Antwort auf die Frage, wer bei einer offenen Auszahlung hilft.

Rabona — ohne Schweizer Bewilligung

Rabona führt dieselbe Bewilligungslage: keine Schweizer Bewilligung, keine in der Schweiz wirksame

Bewilligung gemeldet, kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg. Die Domain

kann auf die Sperrliste gesetzt werden.

Bei den Auszahlungen bleibt es bei der Regel, die für alle gilt: Zahlungen gehen an ein

Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers.

Damit ist die Bewertung im Kern erschöpft, denn über die Märkte oder Limiten der Marke gibt es

keine prüfbaren Angaben. Wer die Marke in Betracht zieht, muss den Vergleich nach den Bedingungen

selbst führen.

Verdikt: Eine weitere Marke ohne jede Schweizer Anbindung — und damit eine, bei der die

Bewilligungslage die Bewertung vollständig trägt.

Duelbits — ohne Schweizer Bewilligung

Duelbits steht ohne Schweizer Bewilligung da, ohne eine in der Schweiz wirksame Bewilligung, ohne

Anschluss an das Sperrregister, ohne Schweizer Rechtsweg. Die Domain kann auf die Sperrliste

gesetzt werden.

Auszahlungen erfolgen an ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers. (Dies gilt für bewilligte Anbieter.)

Was übrig bleibt, ist die Bewilligungslage und das, was ein Wettender selbst herausfinden muss:

die Konditionen, die die Bedingungen regeln. Wer sich nicht an das Konto auf den eigenen Namen

hält, riskiert, dass eine Auszahlung gar nicht möglich ist — und das ist der einzige Hinweis, den

diese Marke auf dieser Seite bekommt.

Verdikt: Für einen Schweizer Spieler ist die Marke damit nur dann von Interesse, wenn er

ausdrücklich ein Angebot ohne jede Schweizer Anbindung sucht.

1xBet — ohne Schweizer Bewilligung

Bei 1xBet ist die Lage gleich: keine Schweizer Bewilligung, kein Anschluss an das Sperrregister und kein Schweizer Rechtsweg; die Domain kann auf die Sperrliste gelangen. Konten und Auszahlungen werden auf den eigenen Namen geführt. Wer ein Angebot mit Livewetten sucht, sollte es direkt prüfen.

FortuneJack — ohne Schweizer Bewilligung

Die rechtlichen Rahmenbedingungen entsprechen den anderen Anbietern ohne Schweizer Bewilligung; bei solchen Marken gibt es keinen Schweizer Rechtsweg, und die Domains finden sich oft auf der Sperrliste. Es gibt keine prüfbaren Angaben zu den Baseball-Märkten, zur Mindestquote oder zu den Limiten.

Verdikt: Am Ende der Liste steht eine Marke, die sich von den vorherigen in keinem prüfbaren Punkt

unterscheidet — und genau das ist die Information.

Wie sich die zwei Anbieter mit den acht Marken vergleichen lassen

Wer die zwei bewilligten Veranstalter neben die acht Marken stellt, sieht nur einen belastbaren

Unterschied: den Nachweis der Bewilligung. Die eine Gruppe ist in der Schweiz verankert, die andere

nicht. Alles Weitere — Quote, Wettangebot, Auszahlungsdauer — hat auf dieser Seite keine prüfbare

Grundlage, und wer sie behauptet, verkauft Werbung.

Prüfbar sind dagegen drei Dinge, und sie reichen für die Entscheidung. Erstens: Wer ein Problem mit

einer Auszahlung hat, braucht eine Adresse. Bei einem Schweizer Veranstalter ist das die kantonale

Aufsicht. Bei den acht Marken gibt es keine, und das ist kein Merkmal der Marken, sondern des

Rechtsraums. Zweitens: Bei den zwei Veranstaltern ist das Angebot eine geschlossene Liste. Drittens:

Die Identität ist registriert und ein Konto je Person — die Mehrfachkonten, die eine Limite

aushebeln, existieren nicht.

Ein weiteres Detail: Sporttip-Livewetten stehen, wenn das Ereignis im Wettprogramm steht. Ob die

acht ausländischen Marken Baseball überhaupt live anbieten, ist nicht bekannt. Wer das wissen will,

muss in deren eigene Wettprogramme schauen. Der Blick gehört vor das Konto, nicht danach.

Und noch etwas: Die Sperrliste der Gespa ist kein Verzeichnis der erlaubten Anbieter. Die Liste

führt blockierte ausländische Domains. Wer dort steht, ist blockiert; wer nicht dort steht, ist

deshalb nicht bewilligt. Nur zwei Marken dürfen Baseball in der Schweiz annehmen.

Der Blick auf die zwei bewilligten Veranstalter und die Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten,

Wettkämpfe und Wettarten klärt die meisten Fragen. Was bleibt, ist eine Entscheidung über den Weg

im Streitfall — und der ist bei einem der beiden bewilligten Anbieter kurz, bei den anderen acht

nicht vorhanden.

Häufige Fragen

Wie wettet man auf Baseball, und welche Wettarten gibt es?

Man wählt beim bewilligten Veranstalter eine Partie im Wettprogramm, dazu eine Wettart: Sieger,

Handicap, Gesamtpunkte oder ein kombiniertes Ergebnis, je nachdem, was die zugelassene Liste

hergibt. Der Einsatz steht zwischen CHF 1 und CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette, CHF

10’000 bei einer Systemwette. Verlängerung und Nachspielzeit zählen nur, wenn es das Wettprogramm

vermerkt.

Ist Baseball auf der Liste der in der Schweiz zugelassenen Sportarten und Wettarten zu finden?

Gewettet wird ausschliesslich auf Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten, die auf der Gespa-Liste

stehen — in der Version vom 10. September 2026, nach Art. 25 BGS und Art. 29 VGS. Qualifikationsrunden

und Frauenwettkämpfe nur, wenn sie dort aufgeführt sind, Ranglistenwetten nur bei Einstieg oder

Podest, Trainingsläufe nie. Die Liste enthält keine Corner- und Kartenmärkte und keine

Esport-Sektion.

Wie werden Wetten gewertet, wenn ein Spiel abgebrochen wird?

In der MLB müssen bei einem Abbruch mindestens 9 Innings gespielt sein, beziehungsweise 8,5, wenn

die Heimmannschaft führt; darunter ist die Partie nicht gewertet. In den Minor Leagues gelten

mindestens 5 Innings (4,5 bei führender Heimmannschaft). Bei Sporttip zählen Verlängerung und

Penaltyschiessen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist.

Wie entsteht eine Prognose, und warum gibt es keinen sicheren Tipp?

Eine Prognose stützt sich auf Form, Aufstellung und Quote — drei Grössen, von denen keine sicher

ist. Ein Value Bet ist eine Schätzung, kein sicherer Tipp: Wer eine Partie auf 60 % schätzt, braucht

eine Quote über 1,67 für einen rechnerischen Vorteil. Wetten bleibt ein Risiko mit festem Budget,

kein Einkommen.

Wie lassen sich Verlustlimiten und ein festes Budget für eine ganze Saison planen?

Vor der ersten Teilnahme bei Swisslos stehen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage fest (Oberlimite

CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000); Senkungen greifen sofort, Erhöhungen nach 72 Stunden. Dazu

kommt eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage. Über die Saison hilft ein Saisonrahmen,

geteilt durch die Spiele, die man wirklich verfolgt.

Wie hoch ist die Steuer auf Gewinne, und was heisst «je nach Kanton»?

Gewinne aus Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag je Einzelgewinn einkommensteuerfrei;

ab dem 1. Januar 2026 liegt der eidgenössische Schwellenwert bei CHF 1’071’000 (2025: CHF

1’070’400). Darüber behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung

zurückgeholt wird. Der Kantons-Schwellenwert weicht ab — deshalb «je nach Kanton».

Inhalt erstellt vom Team «wettbueroch»