Curling-Wetten in der Schweiz: Was zwei Veranstalter, Limiten und die Marge wirklich bedeuten

Updated Oktober 2026
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Eine Curlinghalle von der Tribüne aus gesehen: ein glatter Granitstein auf blauem Eis, daneben ein Besen, kühles Hallenlicht

Stand: Oktober 30, 2026. Die Angaben zu Bewilligungen, Limiten und Bedingungen wurden gegen die veröffentlichten Spielregeln von Swisslos Sporttip, die Bedingungen für die Online-Teilnahme von Swisslos, die Regeln der Gespa und die Angaben der Loterie Romande geprüft.

Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio.: CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz.

Ein Zwei-Wege-Markt mit 1.90 auf beiden Seiten zahlt 95,0 Prozent der Einsätze zurück. Das Haus behält 5,0 Rappen von jedem Franken. Wer das einmal gesehen hat, liest jede Curling-Quote anders — und genau das ist der einzige Vorteil, den ein Wettender bei einem Randsport mit nach Hause nimmt.

Wer auf Curling setzen will, stösst in der Schweiz auf eine Lage, die sich in einem Satz zusammenfassen lässt: es gibt zwei Veranstalter, und jeder bedient sein eigenes Gebiet. Swisslos mit dem Produkt Sporttip für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein; Loterie Romande mit Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone. Acht weitere Marken, die man im Netz trifft, haben keine Schweizer Bewilligung, und keine ausländische Lizenz ändert daran etwas.

Das Vergleichsfeld: zehn Anbieter, zwei Bewilligungen

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter bzw. gemeldete Lizenz
Swisslos Sporttip Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne
Betwinner keine Schweizer Bewilligung keine belastbare Lizenz für die Schweiz
Fezbet keine Schweizer Bewilligung keine belastbare Lizenz für die Schweiz
1Bet keine Schweizer Bewilligung keine belastbare Lizenz für die Schweiz
BetFury keine Schweizer Bewilligung keine belastbare Lizenz für die Schweiz
Playzilla keine Schweizer Bewilligung keine belastbare Lizenz für die Schweiz
IviBet keine Schweizer Bewilligung keine belastbare Lizenz für die Schweiz
BassBet keine Schweizer Bewilligung keine belastbare Lizenz für die Schweiz
20Bet keine Schweizer Bewilligung keine belastbare Lizenz für die Schweiz

Die rechte Spalte ist die verräterische: bei acht der zehn Anbieter steht dort nichts, was in der Schweiz zählt. Eine Lizenz aus Curaçao, Malta oder Deutschland hat hier keine Kraft. Eine Wette bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung kennt keinen Schweizer Rechtsweg, findet sich nicht im Sperrregister wieder und kommt ohne die Schutzwerkzeuge aus, die für die beiden einheimischen Veranstalter verbindlich sind.

Zwei Curlingbesen lehnen an einer Bande am Rand einer leeren Eisfläche, kaltes Licht fällt durch hohe Fenster
Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Die zweite Zeile verdient einen zweiten Blick. Loterie Romande betreibt Jouez Sport für Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, zählt 2’350 Verkaufsstellen und 221 Mitarbeitende und sitzt an der Avenue de Provence 14 in Lausanne. Wer in Zürich wohnt, kommt trotzdem nicht hinein. Das ist keine Schikane, die sich umgehen liesse, sondern der Preis eines Systems, das kantonalen Fonds dient und nicht dem Wachstum.

Wie eine Curling-Wette aufgebaut ist

Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote. Bei Kombinationen wird die Gesamtquote aus dem Produkt der Einzelquoten gebildet, und das Ergebnis wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf fünf Rappen genau abgerundet. Die zweite Rundung ist die, die beim Nachrechnen untergeht. Sie kostet selten mehr als ein paar Rappen, steht aber immer zugunsten des Veranstalters.

Curling selbst ist ein einfaches Spiel mit einer stabilen Struktur: vier Spieler je Team, zehn Ends, und am Ende zählt der Stein, der im Haus am nächsten am Zentrum liegt. Diese Regeln bewegen sich nicht. Die Quoten darüber schon. Sie folgen dem Geld, das auf beiden Seiten liegt, und bei einem Randsport liegt auf beiden Seiten wenig.

Was ein Zwei-Wege-Markt von 1.90 / 1.90 kostet

Nehmen wir einen ausgedachten Markt mit genau zwei Ausgängen, beide zu 1.90. Der Auszahlungsquotient ist eins geteilt durch die Summe der Kehrwerte der Quoten, hier also eins geteilt durch (1/1.90 + 1/1.90), was 0,9500 ergibt. Die Marge ist 100 Prozent minus diesen Wert, mithin rund 5,0 Prozent. Bei CHF 1’000 Einsatz in Summe auf beide Seiten zahlt das Buch rund CHF 950 aus und behält CHF 50.

Zwei Ausgänge sind das freundlichste Feld, das ein Buch anbieten kann, und trotzdem bleibt es bei fünf Rappen je Franken. Diese Zahl ist keine Naturkonstante, sondern eine Entscheidung. Sie sagt nur, wie viel das Haus einbehält — nichts darüber, ob es mit seinen Quoten richtig liegt und nichts darüber, ob eine Wette gewinnt.

Die Marge ist eine Bandbreite, kein fester Wert. Bei zwei Ausgängen und der Quote 1.90 liegt sie bei rund 5 Prozent. Kommt ein dritter Ausgang mit einer Quote von 3.00 hinzu — das typische Bild eines Drei-Wege-Marktes — sinkt der Auszahlungsquotient auf etwa 0,882, und die Marge steigt auf rund 11,8 Prozent. Bei einem Markt, dessen Ausgänge so wenig Umsatz anziehen, dass das Buch breiter kalkulieren muss, sind auch die Zwei-Wege-Quoten nicht mehr bei 1.90 zu haben. Wo genau ein Curling-Markt landet, hängt von der Zahl der Ausgänge und vom Umsatz ab, den ein einzelnes Spiel anzieht. Der Auszahlungsquotient macht beide Effekte in einer Zahl sichtbar.

Einzelwette, Kombiwette, Systemwette

Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Eine klare Grenze ist besser als ein Feld, das jeden Betrag annimmt und hinterher streicht.

Die grosse Systemzahl täuscht über die Curling-Realität hinweg. Eine Systemwette lebt von der Zahl der Voraussagen, und die setzt ein Programm voraus, das Curling selten hergibt. Wer CHF 10’000 auf ein einzelnes Turnier in Systemform unterbringen will, wird die Voraussagen kaum zusammenbekommen. Die relevante Limite für einen Curling-Abend ist deshalb die CHF 1’000 der Einzel- und Kombinationswette.

Der Kombiboost und seine Bedingungen

Der Kombiboost gilt nur online für Prematch-, Live- und Systemwetten und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.

Fünfzehn Voraussagen über je 1.50 an einem Curling-Abend sind nicht zu finden. Der Kopf der Staffel, die 100-Prozent-Stufe, ist für diesen Sport Dekoration. Interessant ist die erste Stufe: vier Voraussagen, 5 Prozent auf den Nettogewinn, und das auch nur, wenn alle vier aufgehen — der Boost erhöht den Gewinn, er rettet ihn nicht.

Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz, beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Wer die Wette vorzeitig auflöst, gibt die Erhöhung zurück.

Cash-Out: vollständig oder gar nicht

Bei Sporttip gibt es Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten.

Das ist keine Absicherung, sondern ein Verkauf zu einem Preis, den das Haus bestimmt. Bei einem Sport, in dem ein einzelner Stein die ganze Partie dreht, sieht der angebotene Betrag nach zwei Ends selten freundlich aus. Ein Wettender mit kleiner Kasse, der nach dem ersten verlorenen End den Ausstieg sucht, verkauft regelmässig zu früh.

Verlängerung, Ends und der Video-Schiedsrichter

Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Bei Curling ist die Verlängerung kein Thema, weil die zehn Ends das Spiel beenden. Wer das nicht weiss, liest eine Wette auf den Sieger falsch.

Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Bei einem Sport, der zwischen zwei Steinen entschieden wird, ist die Livewette damit immer auch eine Wette auf die Geschwindigkeit der Datenverbindung.

Die Schweizer Rechtslage: eine geschlossene Liste

Online-Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz, das am 1. Januar 2019 in Kraft trat, und werden von der Gespa beaufsichtigt — nicht von der ESBK, die nur Casinos prüft. Eine Bewilligung braucht einen Veranstalter und ein Spiel, und sie gilt nur in der Schweiz. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt.

Ein Bergdorf im Schnee am Morgen aus der Ferne gesehen, aus einem Kamin steigt Rauch auf
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung vom 20. Mai 2019 (IKV 2020).

Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Sporttip wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt. Zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet.

Zur Online-Registrierung braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet. Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Für Sporttip-Wetten gilt: Personen unter 18 Jahren sind ausgeschlossen, und wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.

Was in der Schweiz überhaupt gespielt werden darf

Wetten sind nur auf Sportereignisse erlaubt. Die zulässige Offerte ist eine geschlossene Liste: die Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten, die die Gespa-Liste in der Fassung vom 10.09.2026 führt. Qualifikationsrunden stehen nur darauf, wenn sie gelistet sind; Frauen-Wettkämpfe nur, wenn sie gelistet sind. Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettkampf oder über das Podest entscheidet. Auf Trainingsläufe darf nicht gewettet werden. Die Liste zeigt keine Eckball- oder Kartenmärkte und keine Esport-Sektion. Wettkämpfe, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt.

Auf Curling gewendet heisst das: die Liste entscheidet, ob überhaupt gewettet wird. Findet sich ein Turnier im Programm, steht es auf der Liste; fehlt es, gibt es keinen Anspruch darauf. Ein international besetztes Curling-Turnier mit erwachsenen Nationalspielern kann dort stehen. Ein Juniorenturnier kann es nicht, und die Sperre trifft nicht die Sportart, sondern das Feld.

E-Sport taucht in der Gespa-Liste nicht auf. Virtueller Sport ist nicht geregelt. Mehr als diese beiden Sätze lässt sich dazu nicht sagen, und wer in einem ausländischen Programm beides findet, findet dort etwas, das die Schweizer Liste nicht kennt.

Sperrliste und Domain-Hopping

Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren. Die erste Liste stammt vom 3. September 2019, und am Ende von 2025 standen 671 Domains darauf. Blockierte Adressen werden innert Stunden ersetzt — dieses Domain-Hopping nennt die Gespa selbst und führt Interwetten und Bet-at-Home als Beispiele und bet365 als auf der Liste stehend. Geregelt ist die Zugangssperre. Ein Zahlungsverbot über Karten oder Banken kennt das Schweizer Recht nicht.

Steuern: der Freibetrag und die 35 Prozent

Gewinne aus schweizerisch bewilligten Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Der Bundesfreibetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 und lag 2025 bei CHF 1’070’400. Der kantonale Freibetrag weicht davon ab — je nach Kanton. Oberhalb des Freibetrags behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt wird. Ein typischer Wettender gewinnt weit unter dieser Grenze und zahlt weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer.

Gewinne bei ausländischen Anbietern unterliegen der Verrechnungssteuer nicht. Die kantonale Steuerpraxis des Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen jedoch als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Wer dort wohnt und im Ausland gewinnt, sollte das vor der Wette wissen. Eine Schweizer Wettsteuer auf Einsätze gibt es nicht. Für den eigenen Fall bleibt der Gang zur Steuerberatung oder zur kantonalen Steuerverwaltung.

Spielerschutz: Limiten vor dem ersten Einsatz

Wer bei Swisslos zum ersten Mal teilnimmt, muss Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.

Die 72 Stunden sind das eigentliche Werkzeug, nicht die Zahl daneben. Sie sind lang genug, um einen Impuls zu überleben, und kurz genug, dass niemand einen Monat wartet. Eine Limite, die sich in zwei Minuten hochsetzen lässt, wäre keine.

Der Rahmen ist gesetzlich vorgeschrieben, aber die Werte setzt der Spielende selbst: der Veranstalter muss einen oder mehrere Höchstwerte für Einsätze oder Verluste pro Tag, Woche oder Monat verlangen. Die Absenkung wirkt sofort, die Erhöhung nach Gesetz nach 24 Stunden; Swisslos und Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Einen gesetzlich festen Einzahlungsdeckel gibt es in der Schweiz nicht. Diese Limiten gelten für die bewilligten Veranstalter — ein ausländischer Anbieter führt seine eigenen Regeln und kennt weder das Sperrregister noch diese Fristen.

Spielsperre und das schweizweite Register

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre lässt sich erst nach drei Monaten wieder aufheben, und eine Fachstelle ist daran beteiligt. Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden. Gesperrte oder minderjährige Spielende haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne.

Das Register ist der stärkste Hebel, den ein Schweizer Wettender hat — und der einzige, der über den einzelnen Anbieter hinaus wirkt. Wer sich sperrt, sperrt sich nicht bei einer Marke, sondern im ganzen bewilligten System. Bei einem ausländischen Anbieter verpufft derselbe Entschluss, weil dort niemand das Register liest. Wer den Schutz sucht und bei einer Marke ohne Bewilligung spielt, sucht ihn an der falschen Stelle.

Wie ernst die Kontrolle an der Front genommen wird, zeigt eine Zahl: bei Testkäufen der Gespa im Jahr 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47,5 Prozent von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. 47,5 Prozent. Wer den Verkaufsstellenschutz für streng hält, hat diese Zahl nicht gesehen. Am Bildschirm steht es besser, weil der Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft wird. Die Zahl bleibt trotzdem im Raum.

Ein Konto, ein Name, ein Auszahlungsweg

Ein Konto pro Spieler mit geprüfter Identität, und Auszahlungen gehen nur auf ein Zahlungskonto, das auf den Namen des Kontoinhabers lautet. Anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Wettgeschäft nicht. Kredite an Spielende sind verboten. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, steht in seinen eigenen Bedingungen.

Bei Swisslos lässt sich Spielguthaben per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein kaufen, mit einem Mindestbetrag von CHF 20. In 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Swisslos bietet PostFinance Pay an; die Transaktion wird direkt in der PostFinance App bestätigt.

Die Auszahlung folgt eigenen Regeln: innerhalb von 365 Tagen sind zwei Auszahlungen auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto gratis, ab der dritten kann eine Kommission von 3 Prozent anfallen, und die Überweisung dauert 5 bis 10 Arbeitstage. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung werden automatisch dem Wallet gutgeschrieben, Gewinne über CHF 1’000 bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Konto überwiesen.

Dasselbe Konto lässt sich online über die Website oder die Sporttip App für iOS und Android führen. In der App zusammengestellte Wetten können auch per QR-Code an einer Sporttip-Verkaufsstelle gespielt werden — der Weg für alle, die in der Halle stehen und die Wette vor dem ersten End abgeben wollen.

Curling als Randsport: Turniere und Märkte

Curling hat in der Schweiz eine kleine, feste Szene. Die Halle ist kalt, das Eis glatt, und gespielt wird in Viererteams. Der grosse Kalender ist international: die Europameisterschaften im Herbst und Winter, die Weltmeisterschaften im Frühjahr, dazu die Olympischen Winterspiele und die Saison mit ihren grossen Einladungsturnieren. Die genauen Termine stehen im Wettprogramm des Veranstalters, und bei einem Randsport ändern sie sich kurzfristig.

Für Schweizer Wettende sind die Europameisterschaft und die Olympischen Spiele die beiden Anlässe mit der grössten Aufmerksamkeit, weil dort Schweizer Teams antreten. Was davon im Programm erscheint, entscheidet die Gespa-Liste mit ihrer Regel zu Qualifikationsrunden und Frauen-Wettkämpfen. Deshalb sieht das Curling-Programm von Woche zu Woche anders aus.

Welche Märkte bei einem Curling-Spiel plausibel sind

Der Sieger eines Spiels ist der erste Markt. Nimmt ein Veranstalter ein Curling-Turnier auf, sind dazu Handicap-Varianten denkbar und Wetten auf den Gesamtsieger des Turniers. Bei einer Einzelwette auf ein Spiel hängt die Marge an der Zahl der Ausgänge: bei zwei Ausgängen und 1.90 auf beiden Seiten rund 5 Prozent, bei mehr Ausgängen oder Handicap mehr. Das oben gerechnete Drei-Wege-Beispiel mit rund 11,8 Prozent zeigt, wohin der Weg führt.

Eine Wette auf das Ergebnis nach einem einzelnen End ist eine Wette mit wenigen Mitspielern auf der anderen Seite und entsprechend breiter Marge. Wer sie trotzdem platziert, zahlt den Preis dafür, dass er einen Markt bespielt, den kaum jemand sonst anfasst. Bei einem Sport mit so wenig Umsatz ist das der Normalfall.

Was bei einer Kombination schiefgeht

Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Für Curling heisst das: Sieg und Handicap desselben Spiels gehören in den Bet Builder, sonst ist die Wette angreifbar.

Fällt eine Partie aus, greift die Absageregel: wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn oder im Rahmen eines Turniers nachgeholt, ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Der Einsatz ist nicht verloren, die Gewinnchance schon. Bei einem Turnier, das an einem Wochenende in einer Halle gespielt wird, kann diese Frist über den ganzen Abend entscheiden.

Anbieter im Vergleich

Die Reihenfolge dieser zehn Anbieter folgt ihrer Bedeutung für einen Wettenden in der Schweiz: die zwei bewilligten Veranstalter zuerst, dann die acht ausländischen Marken, die man hierzulande trifft. Die Bewertung folgt durchgehend denselben drei Kriterien — Bewilligung, Einsatzlimiten und Auszahlung auf das eigene Konto.

Bei den ausländischen Marken lautet die zentrale Feststellung für jede: keine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Lizenz, gleich aus welchem Land, hat in der Schweiz keine Wirkung. Das Organisieren von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat — bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre. Der Spielende wird nicht bestraft. Einsätze und Gewinne können aber in Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt keine Schutz- oder Fairplay-Kontrolle.

Vier Punkte gehören damit zu jedem Anbieter ohne Bewilligung: kein Schweizer Rechtsweg, keine Anbindung an das Sperrregister, kein Anspruch auf die Schweizer Schutzinstrumente, und Gewinne, die nach kantonalem Steuerrecht steuerbar bleiben — im Thurgau ausdrücklich vollständig. Die andere Seite derselben Medaille ist ebenso wahr: bewilligt bedeutet genau zwei Anbieter, eine geschlossene Liste an Sport und Märkten, Wohnsitzpflicht und Identitätsprüfung. Keine der beiden Seiten ist von sich aus die sichere Wahl.

Aus diesem Vergleich folgt keine Aufforderung, sich irgendwo anzumelden. Werbung für Geldspiele, die in der Schweiz nicht erlaubt sind, ist verboten und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 geahndet. Wer eine Wette platziert, tut das auf eigene Rechnung.

Swisslos Sporttip: die Bewilligung, die nur ins eigene Gebiet reicht

Die Bewilligung von Swisslos ist eine Veranstalter- und eine Spielbewilligung für ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz, mit der Gespa als Aufsicht. Swisslos ist einer der zwei Veranstalter, die das interkantonale Recht zulässt. Ein Online-Konto steht nur Personen offen, die im Vertragsgebiet wohnen: den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu dem Tessin und dem Fürstentum Liechtenstein. Betreiberin ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, das Produkt heisst Sporttip.

Für einen Winter mit wenigen Curling-Wochen ist Sporttip die naheliegende Adresse — und die Wohnsitzregel ist der Punkt, der die Wahl davor schon entscheidet. Ein Westschweizer kommt hier nicht hinein, und das hat nichts mit Curling zu tun, sondern mit der Aufteilung des Landes.

Die Einsatzgrenzen sind eng und klar: Mindesteinsatz CHF 1, Höchsteinsatz CHF 1’000 bei Einzel- und Kombinationswetten und CHF 10’000 bei Systemwetten. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Wer abends zehn Wetten auf zehn Ends platzieren will, kommt mit jedem einzelnen kleinen Einsatz problemlos durch; wer eine fünfstellige Summe auf ein Spiel setzen will, kommt nur über die Systemwette und nur, wenn er genug Voraussagen findet.

Die Auszahlung liefert den zweiten Reibungspunkt: zwei kostenlose Auszahlungen in 365 Tagen, danach möglicherweise 3 Prozent Kommission, und ein Gratisspielguthaben aus einer Promotion lässt sich gar nicht auszahlen. Wer den Bonus als Bargeld verbucht, verbucht ihn falsch.

Loterie Romande Jouez Sport: die Westschweizer Standardadresse

Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie sitzt an der Avenue de Provence 14 in Lausanne, zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Bewilligungstechnisch ist die Lage dieselbe wie bei Swisslos: eine Veranstalter- und eine Spielbewilligung für ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz, unter Gespa-Aufsicht, als einer der zwei zugelassenen Veranstalter. Der Rahmen bei Limiten, Sperre und Auszahlung folgt derselben Ordnung.

Der Vorteil liegt weniger im Angebot als im Zugang. Für einen Westschweizer mit kleinem Budget, der die eine Wette auf das Schweizer Team bei der Europameisterschaft platzieren will, ist der Weg kurz: Konto eröffnen, Limiten setzen, Wette abgeben. Ein Zürcher findet dieselbe Tür verschlossen vor und muss bei Swisslos anklopfen.

Was bleibt, ist ein eingeschränktes, aber vollständig bewilligtes Angebot. Die Wahl zwischen mehreren inländischen Anbietern gibt es in der Schweiz nicht — nicht in der Westschweiz und nicht in der Deutschschweiz. Wer das als Nachteil liest, sollte die Gegenrechnung anstellen: dieselbe Begrenzung ist der Grund, weshalb ein Schweizer Konto im Streitfall eine Adresse hat.

Betwinner, Fezbet, 1Bet: gleiche Lücke, gleiche Folgen

Betwinner, Fezbet und 1Bet teilen in einem Punkt alles: keine Schweizer Bewilligung. Was über eine Lizenz in einem anderen Land berichtet wird, hat für einen Wettenden in der Schweiz keinen Belang.

Die Folge lässt sich an einem konkreten Vorgang festmachen. Wer sich im Schweizer Sperrregister eintragen lässt, um sich selbst zu schützen, wird bei diesen Anbietern nicht davon erfasst; wer im Streit um eine Auszahlung einen Schweizer Weg sucht, findet keinen. Bei einem Curling-Turnier, das wegen einer abgesagten Partie neu angesetzt wird, ist die Frage, nach welcher Regel die Wette gewertet wird, eine Frage an die Bedingungen des Anbieters — und bei einer Marke ohne Bewilligung an niemanden sonst.

Für den Entscheid eines Schweizer Wettenden zählt deshalb zuerst die Adresse im Streitfall, nicht die Länge des Programms. Wer Curling bei einem dieser drei sucht, sucht eine Sportart, deren Schweizer Zulassung an einer Liste hängt, die dieser Anbieter nicht kennt.

BetFury, Playzilla, IviBet: Programme, die keine Schweizer Bewilligung ersetzen

BetFury, Playzilla und IviBet stehen vor derselben Feststellung wie die drei davor: keine Schweizer Bewilligung, keine ausländische Lizenz mit Wirkung in der Schweiz, kein Schweizer Rechtsweg.

Für einen Spieler mit kleinem Budget ist der Unterschied zur inländischen Lösung konkret und unangenehm. Eine Limite, die bei Swisslos für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden muss und deren Erhöhung 72 Stunden dauert, existiert hier nur, wenn der Anbieter sie sich selbst gibt. Wer sich mit einer Limite schützen will, muss sie dort selbst durchsetzen. Das ist die Asymmetrie, die in keinem Bonusvergleich auftaucht: derselbe Einsatz schützt beim einen und ist beim anderen eine private Vereinbarung mit sich selbst.

Wer ein grosses Programm sucht, findet bei diesen Marken mehr Sportarten, als die Gespa-Liste zulässt. Bei einem Curling-Abend hilft das wenig, weil die Sportart selbst dort meist dünn besetzt bleibt.

BassBet und 20Bet: was der Auslandskanal kostet

Bei BassBet und 20Bet endet die Bewilligungsprüfung wieder an derselben Stelle: kein Schweizer Permit. Die Domains solcher Anbieter können auf der Sperrliste der Gespa landen und per DNS blockiert werden; blockierte Adressen werden innert Stunden ersetzt. Das Domain-Hopping ist kein Zeichen von Seriosität, es ist die Mechanik eines Marktes, in dem der Anbieter seinen Auftritt wechselt, wenn eine Adresse wegfällt.

Der Preis für einen Wohnsitz in der Schweiz zeigt sich bei einer Auszahlung über CHF 1’000. Bei Swisslos wird sie bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf ein auf den eigenen Namen lautendes Konto überwiesen; wer sein Konto zulässt, bekommt sein Geld. Bei einer Marke ohne Bewilligung ist derselbe Weg eine Zusage ohne Schweizer Instanz dahinter. Das ist der Unterschied, der monatelang unsichtbar bleibt und genau dann sichtbar wird, wenn es um einen Betrag geht.

Alle acht zusammen: die Bewilligungslücke als Bewertungsmassstab

Die acht Marken ohne Bewilligung — Betwinner, Fezbet, 1Bet, BetFury, Playzilla, IviBet, BassBet und 20Bet — unterscheiden sich in diesem Punkt nicht, und deshalb steht hier kein Sortiment, sondern eine Lücke zur Bewertung. Wer eine davon wählt, wählt ein Programm, das die Schweizer Regeln zum Sperrregister, zu den Limiten, zur Rundung und zur Auszahlung auf das eigene Konto nicht kennt.

Was eine solche Wahl trotzdem leisten kann, ist Zugang zu mehr Sportarten und zu einem grösseren Live-Programm. Was sie nicht leistet, ist der Schutzweg, den ein bewilligter Veranstalter bereitstellen muss: Limitenpflicht, Sperrregister, Auszahlung auf das eigene Konto und die Prüfung der Identität. Zwischen diesen beiden Listen muss sich entscheiden, wer Curling Wetten in der Schweiz abschliesst.

Bonus und Gratisspielguthaben: die Bedingungen

Für Gratisspiele oder Gratisguthaben ist die vorgängige Zustimmung der Gespa nötig. Im Jahr 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an Loterie Romande und 8 an Swisslos. Bonusbeträge und Bonusbedingungen stammen ausschliesslich aus den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters. Eine Schweizer Besonderheit: Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Als Guthaben lässt es sich verbuchen, als Bargeld nie auszahlen.

Der Kombiboost bei Sporttip gilt nur online für Prematch-, Live- und Systemwetten und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen, wobei Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert sind.

Nimmt man die Staffel beim Wort, ist die 100-Prozent-Stufe die einzige, die im Marketing glänzt, und die einzige, die bei einem Randsport niemand erreicht. Fünfzehn Treffer über je 1.50 an einem Curling-Abend — man kann es versuchen. Die 5 Prozent der ersten Stufe sind das realistische Angebot, und fünf Prozent auf den Nettogewinn verändern das Budget nicht.

Was die Marge einer Gratiswette nimmt

Jetzt die nüchterne Rechnung, mit dem Markt aus dem ersten Abschnitt. Eine Gratiswette von CHF 50 auf eine Quote von 1.90, deren Einsatz nicht zurückgezahlt wird: ein Treffer bringt einen Nettogewinn von CHF 45 (50 × 0,90). Gewichtet man diesen Gewinn mit dem Auszahlungsquotienten des Marktes von 95,0 Prozent, liegt der durchschnittliche Wert bei rund CHF 42,75. Bei einem Gratisbetrag von CHF 100 und derselben Quote liegt der durchschnittliche Wert entsprechend bei rund CHF 85,50. Fällt die Quote auf 1.60, sinkt er auf rund CHF 57 (100 × 0,60 × 0,95).

Drei Beträge, drei Botschaften. Bei 1.90 geht rund ein Zehntel des Gewinns an die Marge, bei 1.60 bereits ein Viertel. Eine Gratiswette ist deshalb nie das Geld wert, das auf ihrem Wertpapier steht — und bei einer dritten Auszahlung im Jahr kann der Weg des Gewinns zum eigenen Konto zusätzlich 3 Prozent kosten. Dieselbe Rechnung auf einen Kombiboost anzuwenden, wäre falsch: dieser erhöht den Nettogewinn einer bestehenden Kombination und hat keinen eigenen Einsatz.

Die Zahlen sind ein Durchschnitt über viele gleichartige Wetten und keine Zusage an eine einzelne. Wer einen Gratisbetrag einsetzt, hat denselben Erwartungswert, aber jede einzelne Wette gewinnt oder gewinnt nicht.

Auszahlung, Rundung und die fünf Rappen

Die Auszahlungskette bei Swisslos ist kurz, aber sie endet jedes Mal an derselben Stelle: auf dem eigenen Konto. Zwei Auszahlungen in 365 Tagen sind gratis, ab der dritten kann eine Kommission von 3 Prozent anfallen, und die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung werden automatisch dem Wallet gutgeschrieben, Gewinne über CHF 1’000 bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen überwiesen.

In der Gewinnrechnung sitzt ganz am Ende noch die Rundung: erst auf zwei Nachkommastellen aufrunden, dann auf fünf Rappen genau abrunden. Bei einem theoretischen Gewinn von CHF 17,23 wird daraus CHF 17,20, bei CHF 17,29 ebenfalls CHF 17,20. Kein Weltuntergang, aber es ist der Moment, in dem eine Wette, die genau 3 Prozent über der Auszahlungsschwelle liegt, ein paar Rappen weniger zurückgibt, als der Taschenrechner anzeigt.

Bleibt der verfallende Gewinn. Sporttip-Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos. Eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Sechs Monate sind lang, aber sie laufen ab, und ein Wettschein will gefunden werden.

Häufige Fragen zu Curling-Wetten in der Schweiz

Gibt es bei Sporttip oder Jouez Sport Wetten auf Curling?

Ob ein Curling-Spiel im Programm steht, entscheidet die Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten. Steht ein Turnier darauf, erscheint es im Angebot; steht es nicht darauf, gibt es keine Wette. Ein pauschales Ja oder Nein ist deshalb nicht möglich.

Welche Sportarten und Wettarten führt die Gespa-Liste?

Die Liste ist geschlossen. Qualifikationsrunden erscheinen nur, wenn sie gelistet sind, Frauen-Wettkämpfe nur, wenn sie gelistet sind. Eckball- und Kartenmärkte fehlen, eine Esport-Sektion fehlt. Wettkämpfe, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt.

Was bedeutet die Marge in den Quoten bei einer Sportart mit wenig Wettumsatz?

Die Marge ist der Teil jedes Einsatzes, den der Veranstalter einbehält. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit 1.90 auf beiden Seiten liegt sie bei rund 5 Prozent, bei drei Ausgängen mit 1.90, 1.90 und 3.00 bei rund 11,8 Prozent. Bei dünnem Umsatz und mehr Ausgängen wächst sie weiter, weil das Buch einseitige Bewegungen absichern muss.

Wie berechnet sich der Gewinnbetrag aus Einsatz und Gesamtquote?

Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote als Produkt der Einzelquoten. Das Ergebnis wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf fünf Rappen genau abgerundet. Die Quote bleibt bis zum Schluss ein Faktor, gerundet wird erst der Betrag.

Was geschieht mit einer Wette, wenn ein Curling-Spiel abgesagt und nicht innert 48 Stunden nachgeholt wird?

Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn oder im Rahmen eines Turniers nachgeholt, ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Der Einsatz ist nicht verloren, die Gewinnchance schon.

Bis zu welchem Betrag bleibt ein einzelner Gewinn steuerfrei, und warum ist das je nach Kanton verschieden?

Gewinne aus schweizerisch bewilligten Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei. Der Bundesfreibetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, 2025 lag er bei CHF 1’070’400. Der kantonale Freibetrag weicht ab — je nach Kanton. Oberhalb behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ein.

Inhalt erstellt vom Team «wettbueroch»