League of Legends Wetten in der Schweiz: Was eine Bewilligung entscheidet

Updated Oktober 2026
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Ein Headset und eine Computermaus liegen auf einem dunklen Schreibtisch, daneben ein Becher mit dampfendem Tee.

Oktober 30, 2026 — geprüft gegen die öffentlich einsehbare Gespa-Liste der bewilligten Veranstalter und Sportwetten der Swisslos sowie der Loterie Romande.

Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt, ist die Wette ungültig.

League of Legends ist eine der meistgespielten Disziplinen der Welt, mit Ligen, die über Monate laufen. Auf der Schweizer Wettliste der bewilligten Veranstalter ist sie nicht zu finden. Das hat einen konkreten Grund: Der Bund und die Kantone haben festgelegt, auf welche Sportarten und Wettarten gewettet werden darf, und E-Sport steht auf dieser Liste nicht.

Einordnung: die Grundlagen des Titels und warum kein Schweizer Veranstalter ihn anbietet

League of Legends ist ein Teamspiel, das seit 2009 erscheint. Gespielt wird auf einer Karte, in zwei Teams zu je fünf Positionen. Die Wettmärkte, die internationale Buchmacher darauf anbieten, sind vielfältig: der Sieger eines Spiels oder einer Serie, Handicaps, die Zahl der gespielten Karten, einzelne Spielabschnitte. In der Schweiz sind solche Wetten auf keinem Schweizer Haus zu finden.

Eine Reihe leerer Bürostühle steht vor einer dunklen Wand in einem Raum mit gedämpftem Licht.
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura.

Die Ursache liegt nicht im Markt, sondern in einem geschlossenen Katalog. Das Geldspielgesetz erlaubt Wetten auf Sportarten, die auf der Liste der zugelassenen Sportarten stehen. Wer League of Legends wetten will, findet hier deshalb nichts. Gespielt wird bei einem ausländischen Anbieter — und damit ausserhalb des Schweizer Kontrollrahmens, den die Seite einordnet.

Die Weltmeisterschaft ist der Höhepunkt der Saison. League of Legends Worlds ist das Endturnier der besten Teams. Die Ligen laufen daneben über Wochen mit ihren eigenen Spielplänen. Wer terminlich mitspielen will, sieht das im Programm eines ausländischen Anbieters, nicht in einem Schweizer Wettangebot.

Legale LoL-Wetten in der Schweiz: warum eine ausländische Bewilligung nichts gilt

Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen Sportwetten anbieten. Eine ausländische Bewilligung entfaltet in der Schweiz keine Wirkung. Ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung ist illegal — seine Tätigkeit ist strafbar, und die Gespa kann seine Domains sperren. Trotzdem tauchen solche Seiten in Suchmaschinen auf.

Die Sperrliste der Gespa (Art. 86–93 BGS; erste Liste 3. September 2019, 671 Domains Ende 2025) sperrt ausländische Wett-Domains über DNS bei Schweizer Telekommunikationsanbietern. Gesperrte Domains verschwinden nicht dauerhaft — sie werden innerhalb von Stunden ersetzt (Domain-Hopping). Die Gespa nennt Interwetten und Bet-at-Home als Beispiele für Domain-Hopping und führt bet365 auf der Liste. Wer eine solche Seite aufruft, zahlt in einen Anbieter ein, der sich der Aufsicht entzieht.

Limiten und Schutz: was ohne Schweizer Bewilligung entfällt

Eine Schweizer Bewilligung bringt eine Kette von Kontrollen mit sich: Identitätsprüfung, Mindestalter 18, eine Limite, die der Spielende selbst setzt, ein Sperrsystem und ein Ausschlussregister. Wer ausserhalb des Swisslos-Vertragsgebiets wohnt, kann zwar ein Konto bei Swisslos eröffnen, aber nur, wenn er im Vertragsgebiet wohnt. Aufsichtsfragen klärt die Gespa; die Spielbankenaufsicht ESBK ist für Casinos zuständig, nicht für Sportwetten.

Die Limiten bei Swisslos sind eng gefasst. Spieler müssen vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage festlegen (Oberlimite CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000); eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Ausländische Anbieter kennen diese gesetzliche Pflicht nicht. Dort entscheidet der Spieler eigenständig über seine Schranken.

League of Legends: lässt sich auf der Gespa-Liste nichts machen?

Die Gespa-Liste (Version 10.09.2026) erlaubt: Qualifikationsrunden nur, wenn sie aufgeführt sind; Frauen-Wettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind; Ranking-Wetten nur, wenn das Ranking den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder auf das Podest entscheidet; Trainingsläufe nie. Corner- und Kartenmärkte fehlen, und E-Sport fehlt in dieser Liste. Ein Ministerium oder Verband könnte die Liste ändern — ein Beschluss, kein Automatismus.

Turniere und Ligen: der Spielplan ist einsehbar, die Wettliste nicht

Die Ligen und Weltturniere haben öffentliche Spielpläne. Die Gruppenspiele, die Playoffs, der Showdown: alles einsehbar. Der Wettmarkt bleibt davon aber abgeschnitten — E-Sport fällt unter keine der zugelassenen Sportarten, weil er keine der gelisteten Sportarten ist. Die Gespa prüft laut Auftrag, ob Sportwetten auf der Liste stehen; eine Änderung ist möglich, aber politisch.

Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen, und wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Für LoL-Wetten im Ausland heisst das: Diese Regeln gelten nur bei dem Bewilligungshalter, nicht auf ausländischen Seiten.

Zwei Wege, nicht zehn: LoL-Wetten bei Anbietern mit und ohne Bewilligung

Wer Sportwetten in der Schweiz anbietet, braucht eine Veranstalter- und eine Spielbewilligung. Diese stehen nur zwei Organisationen zu: der Swisslos und der Loterie Romande. Beide haben je ihr eigenes Vertragsgebiet. Ein Konto bei einem dieser Anbieter setzt einen Wohnsitz in ihrem Gebiet voraus. Deshalb ist das Angebot für Schweizer Wetten auf zwei Anbieter beschränkt — zu wenig für einen breiten Vergleich.

Die zehn bewerteten Anbieter dieser Übersicht teilen sich in zwei Gruppen: zwei Schweizer Veranstalter und acht ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Der Vergleich behandelt sie nach denselben Kriterien: Wettangebot, Limiten, Quotenmarge, Auszahlung. Die Bewertung ist eine Einordnung, keine Empfehlung.

brand Swiss permit status organiser or reported licence
Swisslos Sporttip Bewilligung (Veranstalter- und Spielbewilligung, BGS SR 935.51) Swisslos Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel
Loterie Romande (Jouez Sport) Bewilligung (Veranstalter- und Spielbewilligung, BGS SR 935.51) Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande
Betovo ohne Schweizer Bewilligung nicht etabliert, ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Coolzino ohne Schweizer Bewilligung nicht etabliert, ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
PowBet ohne Schweizer Bewilligung nicht etabliert, ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Betwinner ohne Schweizer Bewilligung nicht etabliert, ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Betify ohne Schweizer Bewilligung nicht etabliert, ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Jackbit ohne Schweizer Bewilligung nicht etabliert, ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Sportaza ohne Schweizer Bewilligung nicht etabliert, ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
BetAlright ohne Schweizer Bewilligung nicht etabliert, ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)

Der Quotenschlüssel zeigt die zweite Ebene des Vergleichs. Rechnet man einen Markt mit den Quoten 1.90 und 1.90 durch, ergibt sich: 1 ÷ 1.90 + 1 ÷ 1.90 = 1.0526, der Quotenschlüssel beträgt rund 0.9500, die Marge etwa 5,0 %. Die Marge liegt hier bei jedem Einsatz im Preis. Bei zwei Ausgängen eines Marktes mit je 1.90 ist knapp die Hälfte des Verlusts weggerechnet; der Wettende merkt es selten, weil der Anbieter die Quote als Wettkampf um die beste Zahl darstellt.

Swisslos Sporttip: die Schweizer Bewilligung, aber kein E-Sport

Sporttip ist das Sportwetten-Produkt der Swisslos. Die Swisslos hat ihren Sitz in Basel und führt Lotterien und Sportwetten auf Grundlage der Interkantonalen Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Die Bewilligung umfasst eine Veranstalter- und eine Spielbewilligung. Das Vertragsgebiet umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu Tessin und das Fürstentum Liechtenstein.

Die Limiten sind klar: Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Bei einem Kontostand im Wallet sind bis CHF 9’999 möglich; in 30 Tagen höchstens CHF 10’000. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Sperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos und im Fürstentum Liechtenstein.

E-Sport wird hier nicht geboten. LoL-Fans finden auf Swisslos nur die Sportarten der Liste — Fussball, Eishockey, Tennis und ähnliche. Wer das ganze Jahr über LoL-Serien mitspielen will, stösst hier an die Grenze des Angebots.

Fazit: Swisslos ist stark, wo es um kontrolliertes Wetten auf den klassischen Sport geht. Für LoL-Wetten, die auf einen ausländischen Anbieter ausweichen, fehlt das Angebot. Diese Entscheidung ist keine Geschmacksfrage, sondern eine, die den Kontrollrahmen betrifft. Wer Vorteile daraus zieht, nimmt lange Fristen und Identitätskontrollen in Kauf.

Loterie Romande: dasselbe Bild, sechs Kantone

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; als Kontaktadresse nennt sie Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, und sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Eine Schweizer Bewilligung, ein geschlossener Sportkatalog, kein E-Sport. Die Lotterie führt die Dienstleistung im Westschweizer Vertragsgebiet.

Auf der Einnahmenseite ist das Geschäft gross. Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio.: CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz (für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey, Sporthilfe); aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio. (2024: CHF 122 Mio.). Der Rückgang bei den Sportwetten zeigt: Der Sportwetten-Markt wächst nicht. E-Sport hätte hier Nachfrage, aber keinen Platz im bewilligten Angebot.

Fazit: Die Loterie Romande deckt den Westen ab, so wie Swisslos den Rest. Für einen LoL-Wettmarkt bleibt sie so unerreichbar wie die Swisslos. Wer in der Westschweiz wohnt, hat ein bewilligtes Angebot — nur nicht für E-Sport.

Betovo: ohne Schweizer Bewilligung

Betovo hat keine Schweizer Bewilligung. Es hat eine ausländische Bewilligung, die in der Schweiz keine Kraft entfaltet (Art. 4 BGS). Es ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, und Schweizer Rechtsschutz besteht nicht. Die Gespa kann die Domains auf die Sperrliste setzen. Das bedeutet DNS-Sperre bei Schweizer Telekommunikationsanbietern.

Das Angebot deckt typischerweise Sport und Casino ab, aber die Zahlen sind nicht belegt. LoL-Wetten sind möglich, weil die Einschränkung der Sportarten hier nicht gilt — ausländische Anbieter unterliegen der Schweizer Liste nicht. Wer dort wettet, verliert im Streitfall den Schweizer Rechtsweg. Die Schweizer Seite hat keine Handhabe gegen Betovo.

Fazit: Das Fehlen einer Schweizer Bewilligung ist die ganze Geschichte des Anbieters. Ein Konto hier ist ein Konto ohne Schweizer Rückhalt.

Coolzino: ohne Schweizer Bewilligung

Coolzino hat keine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Lizenz ist in der Schweiz nicht gültig (Art. 4 BGS). Der Anbieter ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen und bietet keinen Schweizer Rechtsweg. Die Domains sind über DNS sperrbar. Eine offizielle Schweizer Bewilligung liegt nicht vor.

LoL ist hier im Sortiment, weil ausländische Anbieter nicht an die Liste der zugelassenen Sportarten gebunden sind. Die Kehrseite: kein Schweizer Schutz, keine Schweizer Zahlungswege, keine Schweizer Streitbeilegung. Was der Nutzer einnimmt, versteuert er nach kantonalem Recht. Die Zahlung erfolgt nicht auf ein auf den Namen lautendes Konto, wie es Art. 50 Abs. 2 VGS für bewilligte Anbieter verlangt.

Fazit: Coolzino steht auf der anderen Seite des Zauns. Wer rein will, kommt rein, aber ohne Schweizer Schutzmechanismen.

PowBet: ohne Schweizer Bewilligung

PowBet hat keine Schweizer Bewilligung. Die ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS). Keine Verbindung zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg. Die Gespa kann die Domain sperren. Wer nicht in seinem Land zugelassen ist, verstösst gegen das Schweizer Recht — strafbar nach Art. 130 BGS. Der Spieler wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden.

LoL-Wetten sind hier im Angebot, weil die Sportliste für ausländische Seiten nicht bindet. Das ist die Antwort auf die Frage, wo LoL-Wetten möglich sind: Nur dort, wo die Schweizer Liste nicht greift. Der Preis dafür ist der Verlust an Schutz.

Fazit: Aus Schweizer Sicht ein Anbieter ohne jede Aufsicht. Die LoL-Wetten sind möglich, weil das Angebot der Schweiz nicht gilt — kein Lob.

Betwinner: ohne Schweizer Bewilligung

Betwinner hat keine Schweizer Bewilligung. Die ausländische Zulassung ist hier ohne Wirkung (Art. 4 BGS). Es existiert kein Anschluss an das Sperrregister und kein Schweizer Rechtsweg. Die Domain ist sperrbar. Domain-Hopping ermöglicht das Erscheinen der Seite innerhalb von Stunden. Die Gespa führt bet365 und andere auf ihrer Liste.

Die Nutzer bekommen hier das volle Sportangebot, auch LoL. Die Auszahlung verläuft über Dienste, die in der Schweiz nicht zugelassen sind. Wer ein Konto hält, hält es bei einem Anbieter, dessen Bewilligung im Land keine Wirkung hat. Auf eine Marge in einem Markt kommt es dann weniger an als auf die Frage, was von einem Gewinn ankommt.

Fazit: Kein Mangel an Auswahl, ein Mangel an Schweizer Kontrolle. Das ist der Tausch, den der Anbieter anbietet.

Betify: ohne Schweizer Bewilligung

Betify hat keine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Zulassung ist hier ohne Wirkung (Art. 4 BGS). Ein Anschluss an das Sperrregister oder ein Schweizer Rechtsbehelf fehlen. Die Domains sind sperrbar. Eine Schweizer Aufsicht existiert bei Betify nicht.

LoL-Wetten sind im Programm, weil die Liste der zugelassenen Sportarten hier nicht gilt. Das Angebot wäre für einen Schweizer Fan reizvoll, aber der Schweizer Rechtsweg endet an der Grenze. Bei Streitigkeiten bleibt nur der Weg über ausländische Gerichte. Das ist kein Schutz für den Nutzer.

Fazit: Ein Anbieter ohne Schweizer Anker. Wer hier spielt, spielt auf eigenes Risiko.

Jackbit: ohne Schweizer Bewilligung

Jackbit hat keine Schweizer Bewilligung. Die ausländische Zulassung entfaltet in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Es gibt keinen Kontakt zum Sperrregister und keinen Schweizer Rechtsweg. Die Domain ist sperrbar. Eine zuständige Behörde im Ausland ist nicht ersichtlich.

Der LoL-Markt ist vorhanden, aber die Auszahlungswege sind die eines Auslandsanbieters. Die Zahlung erfolgt nicht auf ein auf den Namen lautendes Konto, wie es Art. 50 Abs. 2 VGS verlangt. Wer dort einzahlt, hat keine Schweizer Kontrolle über das Geld.

Fazit: Jackbit ist ein Beispiel für einen Anbieter, der ohne Schweizer Bewilligung arbeitet und dem Spieler kaum Mittel an die Hand gibt. Das Angebot ist die einzige Stärke.

Sportaza: ohne Schweizer Bewilligung

Sportaza hat keine Schweizer Bewilligung. Die ausländische Bewilligung entfaltet in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rückgriff. Die Domains können per DNS gesperrt werden. Die Sperrliste ist seit dem 3. September 2019 in Betrieb und umfasste Ende 2025 671 Domains.

Das LoL-Angebot folgt dem Muster anderer Auslandsanbieter. Was fehlt, ist die Schweizer Aufsicht über die Auszahlung und die Identität. Wer im Streitfall Recht sucht, sucht es im Ausland. Dieses Risiko ist der Preis für ein Angebot, das die Schweiz nicht hat.

Fazit: Sportaza bietet LoL, aber ohne die Schweizer Absicherung. Dieses Geschäft ist ein Tausch mit klarem Verlustposten.

BetAlright: ohne Schweizer Bewilligung

BetAlright hat keine Schweizer Bewilligung. Die ausländische Zulassung gilt in der Schweiz nicht (Art. 4 BGS). Ein Anschluss an das Sperrregister oder ein Schweizer Rechtsweg fehlen. Die Domain ist sperrbar. Es gibt keinen Schweizer Anlaufpunkt bei Problemen.

Der LoL-Markt ist im Programm, weil die Sportliste hier nicht greift. Ein Konto ohne Verlustlimite, ohne Identitätsprüfung und ohne Sperrregister macht die Selbstkontrolle zur alleinigen Sache des Spielers. Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden. Der Schweizer Steuerzahler trägt davon nichts.

Fazit: Bei BetAlright ist das Angebot der einzige Vorteil. Die Schweizer Sicherungen fehlen ganz.

Die Marge: wie der Quotenschlüssel in ausländischen Märkten wirkt

Ein Markt mit zwei Ausgängen zu je 1.90 hat einen Quotenschlüssel von rund 95,0 % und eine Marge von etwa 5,0 %. Bei einem Markt mit Extremquoten steigt die Marge typischerweise. Bei einem Markt mit drei Ausgängen (1X2) liegt sie höher, weil mehr Wahrscheinlichkeiten aufgeteilt werden. Das sind typische Bandbreiten, keine festen Zahlen.

Wer sich von einer Quote von 1.90 blenden lässt, rechnet die Marge nicht mit. Der Verlust ist kein Aufschlag, sondern im Preis eingerechnet. Bei einem Einsatz von CHF 100 über viele Wetten bleibt dem Anbieter über die Zeit ein Anteil von rund 5,0 %. Das ist der eigentliche Preis des Spiels, ob im Ausland oder in der Schweiz.

Die zweite Seite der Rechnung: Provision und Gebühren

Neben dem Quotenschlüssel zählt, was nach dem Gewinn abgeht. Bei Swisslos können die ersten zwei Auszahlungen pro Jahr gratis sein, ab der dritten können 3 % Gebühr anfallen. Das ist ein Kostenfaktor, den viele nicht auf dem Radar haben.

Bei ausländischen Anbietern gibt es keine vergleichbare Schweizer Regelung. Währungsumrechnung, Gebühren und Bearbeitungszeiten sind nicht kontrolliert. Wer bewusst rechnet, vergleicht nicht nur die Quote, sondern auch die Kosten des Geldwechsels.

Welche Limiten gelten: Swisslos im Detail

Die Limiten bei Swisslos sind klar und prüfbar. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Diese Regel gilt bei Swisslos. Bei einem ausländischen Anbieter gibt es keine solche Kontrolle, soweit sie nicht in dessen eigenen Bedingungen steht. LoL-Spieler, die in einer Liga aktiv sind, wären auf einer Schweizer Plattform gar nicht zugelassen — auf einer ausländischen eher.

Cash-Out und Livewetten: was in der Schweiz geregelt ist

Cash-Out ist bei Swisslos als Funktion definiert. Es gibt ihn für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird.

In der Schweiz ist der Cash-Out nicht gesetzlich geregelt. Bei ausländischen Anbietern heisst das: Die Bedingungen sind die eigenen. Wer die volle Auszahlung will, muss die Bedingungen des Anbieters kennen.

Wie es weitergeht: der Ausblick auf E-Sport-Wetten in der Schweiz

Die Liste der zugelassenen Sportarten wird von der Gespa geführt. Sie ist versioniert — Version 10.09.2026. Solange E-Sport dort nicht auftaucht, bleiben LoL-Wetten in der Schweiz unmöglich. Eine Änderung bräuchte einen Entscheid, und der bräuchte politischen Willen.

Der wirtschaftliche Druck ist begrenzt. Die Sportwetten-Einnahmen der Swisslos sind von CHF 122 Mio. (2024) auf CHF 109 Mio. (2025) gefallen. Ein schrumpfender Markt erhöht nicht die Bereitschaft, neue Sportarten aufzunehmen. Es ist realistischer, dass sich nichts ändert.

Was das für den LoL-Fan bedeutet: eine Entscheidung mit Kosten

Wer LoL-Wetten sucht, muss entscheiden, was ihm wichtiger ist: das Angebot oder der Schutz. Die Schweiz bietet den Schutz nur bei zwei Anbietern und ohne E-Sport. Ausländische Anbieter bieten den E-Sport ohne Schutz. Diese Entscheidung lässt sich nicht umgehen.

Die Wahl hängt vom Budget und vom Muster ab. Wer gelegentlich für ein paar Franken auf sein Team wettet, verliert bei einem Auslandsanbieter weniger, weil die Summe klein bleibt. Wer häufig und mit mehr Geld spielt, merkt die fehlenden Sicherungen stärker. Für die zweite Gruppe ist der Weg zum Schweizer Anbieter der bessere, auch ohne LoL.

Zwei Beispiele zum Rechnen: Einzelwette und Kombiwette

Bei einer Einzelwette über CHF 20 zu einer Quote von 1.90 beträgt der mögliche Rückfluss CHF 38 (CHF 20 × 1.90). Bei einer Kombiwette werden die Quoten multipliziert. Bei drei Voraussagen zu je 1.90 ergibt sich eine Gesamtquote von 1.90 × 1.90 × 1.90 = etwa 6.86. Aus CHF 20 werden dann CHF 137.20.

Das Beispiel zeigt, warum Kombiwetten beliebt sind. Es zeigt aber auch, dass mit der Länge der Kette der Quotenschlüssel nicht besser wird. Jeder Einzelmarkt trägt seine Marge, und bei mehreren Ausgängen fällt sie stärker ins Gewicht.

Die Schweizer Rechtslage und die Sperrliste

Die Sperrliste der Gespa blockiert ausländische Wett-Domains per DNS. Gesperrte Domains werden innerhalb von Stunden durch neue ersetzt. Die Gespa nennt Interwetten und Bet-at-Home als Beispiele für dieses Domain-Hopping und führt bet365 auf der Liste. Das zeigt, wie wenig eine DNS-Sperre gegen einen entschlossenen Anbieter ausrichtet.

Ein Stadtbus fährt an einem regnerischen Abend durch eine Strasse mit Pfützen, die Lichter spiegeln sich im Asphalt.
Vor der ersten Teilnahme müssen Spieler Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen (Oberlimite CHF 9'999, unter 21 Jahren CHF 1'000).

Wer auf eine gesperrte Seite stösst, die nicht erreichbar ist, stösst auf diese Sperre. Die Liste ist unter www.gespa.ch einsehbar. Sie ist der einzige öffentliche Anlaufpunkt, um zu prüfen, ob ein Anbieter blockiert wird. Eine Liste der bewilligten Anbieter gibt es darüber hinaus nicht, weil es neben den beiden keinen weiteren gibt.

Was eine Schweizer Bewilligung garantiert

Eine bewilligte Veranstalterin untersteht der Aufsicht der Gespa. Sie muss die Identität der Spielenden prüfen, ist an die Altersgrenze 18 gebunden, muss Verlustlimiten verlangen und führt das Sperrregister. Wohngeld, Anschrift und Identität werden bei Swisslos mit dem hochgeladenen Ausweis abgeglichen.

Der Nutzen zeigt sich im Streitfall. Wer ein Problem mit einer Auszahlung hat, hat bei einem bewilligten Anbieter einen Schweizer Ansprechpartner. Bei einem Anbieter ohne Bewilligung fehlt dieser Weg. Das ist der Unterschied, der sich in der Praxis am deutlichsten zeigt.

Die Sperrliste der Gespa und die ausländischen Dienste

Die Gespa-Liste (Sperrliste) ist nicht mit der Liste der zugelassenen Sportarten zu verwechseln. Die Sperrliste betrifft die Domains ausländischer Anbieter, die per DNS blockiert werden. Die Liste der zugelassenen Sportarten betrifft die Sportarten, auf die bei einem bewilligten Anbieter gewettet werden darf.

Für LoL-Wetten heisst das: Beide Listen zusammen erklären die Lage. Die Liste der zugelassenen Sportarten schliesst E-Sport aus. Die Sperrliste trifft die ausländischen Anbieter, die E-Sport im Programm haben. Der Nutzer steht zwischen beiden Listen.

Der Steuerfreibetrag und die kantonale Praxis

Gewinne aus Schweizer Glücksspielen sind bis zum Steuerfreibetrag einkommenssteuerfrei. Der Freibetrag liegt ab dem 1.1.2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400). Darüber hinaus behält die Veranstalterin 35 % Verrechnungssteuer ein. Das ist nur bei sehr grossen Gewinnen relevant.

Bei ausländischen Anbietern gilt die Verrechnungssteuer nicht. Die kantonale Praxis von Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Wer dort wohnt und im Ausland gewinnt, muss den Gewinn angeben. Wer unsicher ist, fragt die Steuerberatung oder die kantonale Steuerverwaltung.

Ein einzelner Gewinn und die Aufrundung

Bei Swisslos ergibt sich der Gewinnbetrag aus dem Einsatz mal der Quote. Bei Kombinationen wird die Gesamtquote aus dem Produkt der Einzelquoten gebildet. Der Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Die Rundung mag klein erscheinen, bei vielen Wetten summiert sie sich.

Bei ausländischen Anbietern ist die Rundung Sache des Anbieters. Wer eine exakte Auszahlung erwartet, sollte die Bedingungen lesen. Bei kleinen Einsätzen ist der Effekt gering, bei vielen Wetten nicht mehr.

Warum Schweizer Veranstalter keine Sportbonus-Angebote zeigen

Freispiele oder Gratisguthaben brauchen die vorherige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS; 2025 gab sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an die Swisslos). In der Schweiz sind Bonusangebote also die Ausnahme, nicht die Regel. Wer Werbung sieht, die mit hohen Boni lockt, sieht meist eine ausländische Seite.

Bonusbeträge und Bedingungen stammen nur aus den jeweiligen Bedingungen des Anbieters. Wer ein Angebot prüft, liest die Bedingungen, nicht die Werbung. Es gibt keine zeitliche Werbebeschränkung für Glücksspiel in der Schweiz. Werbung darf aber nicht aufdringlich, irreführend oder an Minderjährige oder gesperrte Personen gerichtet sein (Art. 74 BGS).

Zwei Bedingungen, die oft übersehen werden

Zwei Punkte in den Sporttip-Bedingungen verdienen Aufmerksamkeit. Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt, ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage die Quote 1.00. Bei einer Kombination aus fünf Voraussagen wird eine annullierte also zur Quote 1.00 und drückt den Ertrag.

Der zweite Punkt betrifft die Rundung. Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos. Eine Einsprache gegen eine verweigerte Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Wer den Wettschein lange liegen lässt, verliert ihn.

Der Kombiboost und die Quotenboosts

Der Kombiboost gilt nur online (Prematch, Live, Systemwetten) und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.

Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Das sind Anreize, die vor allem zu Kombinationen mit mehreren Ausgängen verleiten.

Der Bet-Builder und die abhängigen Ereignisse

Bei Swisslos werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.

Dieselbe Logik gilt in jedem Markt: Abhängige Ereignisse dürfen nicht mit unabhängigen Quoten multipliziert werden. Wer eine Kombination aus demselben Spiel zusammenstellt, sollte prüfen, ob der Anbieter sie überhaupt zulässt. Bei LoL-Wetten auf ausländischen Seiten ist diese Frage besonders relevant, weil dort viele Teilmärkte desselben Spiels angeboten werden.

Zahlungen und Auszahlungen bei Swisslos

Bei Swisslos kann das Spielguthaben per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein gekauft werden (Mindestbetrag CHF 20). In 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Swisslos bietet PostFinance Pay als Zahlungsart an; die Transaktion wird direkt in der PostFinance App bestätigt.

Auszahlungen laufen innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto. Ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden, die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Wer sein Guthaben also lieber in einer Summe abhebt, spart.

Gewinne und die automatische Gutschrift

Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut. Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto des Teilnehmers überwiesen. Das ist ein klarer Vorteil, der bei ausländischen Anbietern fehlt.

Bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung gibt es weder diese Schwelle noch diese Frist. Die Auszahlung läuft nach dessen eigenen Regeln. Ein Schweizer Konto ist dort nicht zwingend, und für die Identitätsprüfung gilt das Ausland.

Die App und der Wettschein

Sporttip-Wetten lassen sich online oder über die App für iOS und Android abgeben. In der App zusammengestellte Wetten können auch per QR-Code an einer Sporttip-Verkaufsstelle gespielt werden. Das Publikum, das im Laden spielt, ist älter als das Publikum der LoL-Ligen.

Für LoL-Wetten gibt es diesen Weg nicht. Die LoL-Kundschaft spielt online, auf Plattformen, die nicht auf der Schweizer Liste stehen. Der Schweizer Wettschein bleibt Fussball, Eishockey, Tennis.

Der Wettschein im Laden und die Alterskontrolle

Die Gespa hat 2025 Testkäufe durchgeführt: An Verkaufsstellen wurde in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Das zeigt, dass die Kontrolle im Laden nicht lückenlos funktioniert. Die Online-Registrierung ist strenger: Bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet.

Für die Bewertung heisst das: Der Wettschein im Laden ist kein Schutz gegen Minderjährige. Wer glaubt, die Alterskontrolle sei überall dicht, irrt. Bei einem ausländischen Anbieter ist die Kontrolle oft oberflächlicher.

Die Einordnung der zwei Schweizer Anbieter

Swisslos und Loterie Romande decken zusammen die ganze Schweiz ab, mit zwei Vertragsgebieten. Beide haben die gleiche Bewilligungsbasis und beide bieten keinen E-Sport. Wer in der Schweiz wohnt, findet bei einem von beiden ein Konto — vorausgesetzt, der Wohnsitz liegt im richtigen Gebiet.

Die Bewilligung ist der Wert, nicht das Angebot. Beide Anbieter zahlen einen Teil ihres Ertrags an die Kantone und an gemeinnützige Zwecke aus. Das ist der Gegenwert, den der Nutzer mit dem gekauften Wettschein unterstützt.

Die Einordnung der acht ausländischen Anbieter

Betovo, Coolzino, PowBet, Betwinner, Betify, Jackbit, Sportaza und BetAlright haben eines gemeinsam: keinen Sitz in der Schweiz und keine Schweizer Bewilligung. Aus Schweizer Sicht sind sie für das Anbieten von Sportwetten ohne Bewilligung nicht zugelassen, und der Anbieter macht sich strafbar (Art. 130 BGS). Der Spieler wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden.

Für den Vergleich heisst das: Die acht sind keine Alternative zur Schweizer Bewilligung, sondern eine andere Kategorie. Sie bieten LoL, aber keinen Schweizer Schutz. Wer auf einer von ihnen spielt, tut das in eigener Verantwortung.

Was ein Konto bei Swisslos verlangt

Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet. Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft.

Das ist ein Aufwand, aber er ist die Grundlage der Kontrolle. Bei einem ausländischen Anbieter gibt es diese Prüfung nicht in gleicher Form. Wer sie umgehen will, findet Wege. Wer den Schutz will, nimmt sie in Kauf.

Die Spielsperre und das Register

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre kann nach drei Monaten aufgehoben werden (Art. 84 VGS), unter Beteiligung einer Fachstelle.

Wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, ist in diesem Register nicht erfasst. Die Sperre wirkt dort nicht. Das ist der praktischste Unterschied zwischen beiden Welten.

Wo der Schutz endet und die Eigenverantwortung beginnt

Die Limiten sind individuell wählbar. Vor der ersten Teilnahme legen Spieler Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage fest. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Das entspricht dem Schweizer Prinzip: Der Spieler setzt die Schranke selbst. Eine gesetzlich feste Einzahlungslimite existiert in der Schweiz nicht.

Die Eigenverantwortung hat Grenzen. Wer unter Druck steht, setzt seine Limite zu hoch. Wer das merkt, kann sie sofort senken. Beim ausländischen Anbieter gibt es diese Schranke nicht einmal auf dem Papier.

Die Beratungsstellen

In der Schweiz gibt es Beratungsstellen für Spielsucht, die auch ohne Konto erreichbar sind. Die Sozialberatung der Kantone, die Spielsuchtberatung und die Telefonberatung sind unabhängig vom Anbieter. Der Zugang bleibt offen, auch wenn ein Anbieter im Ausland sitzt.

Wer merkt, dass er die Kontrolle verliert, sollte zuerst anrufen und danach an die eigene Limite denken. Die Nummern stehen in jeder Schweizer Spielstätte und in den Bedingungen der bewilligten Anbieter.

Die Alternative: Schweizer Sportarten

Für einen LoL-Fan, der in der Schweiz bleiben will, gibt es die klassischen Sportarten. Fussball, Eishockey, Tennis, Ski. Das Angebot ist reich und gut abgesichert. Wer LoL als seine Sportart betrachtet, wird hier nicht bedient.

Die Alternative ist also nicht perfekt. Wer den Schutz schätzt, kann ihn auf einer anderen Sportart nutzen. Wer LoL will, muss auf den Schutz verzichten.

Was der Vergleich nicht ist

Der Vergleich ist keine Empfehlung und keine Aufforderung. Er beschreibt die Anbieter und ordnet sie ein. Wer wetten will, entscheidet selbst. Der Vergleich nennt keine Gewinner und keine Prognosen.

Der Vergleich erlaubt sich auch kein Urteil über die Sportlichkeit einzelner Anbieter. Er nennt die Bewilligung, die Limiten und die Bedingungen. Was daraus folgt, hängt vom Nutzer ab.

Die Zusammenfassung in einem Satz

LoL-Wetten sind in der Schweiz möglich, aber nur bei Anbietern ohne Schweizer Bewilligung.

Häufige Fragen

Sind Wetten auf League of Legends bei Swisslos oder der Loterie Romande möglich?

Nein. E-Sport steht nicht auf der Liste der zugelassenen Sportarten, und auf dieser Liste dürfen Wetten nur auf die dort erlaubten Wettbewerbe und Wettarten angeboten werden. Wer League of Legends wetten will, findet das bei keinem der beiden bewilligten Anbieter.

Warum steht E-Sport nicht auf der Liste der Gespa?

Die Liste ist ein geschlossener Katalog. Sie erlaubt nur die aufgeführten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten. E-Sport gehört nicht dazu, und das hat keinen technischen Grund. Es ist ein Entscheid der Aufsicht, der sich ändern kann, aber nicht muss.

Welchen Schutz bietet eine Schweizer Bewilligung, den eine ausländische Seite nicht bietet?

Geprüfte Identität, Altersgrenze 18, selbst gesetzte Verlustlimiten, Anschluss an das Sperrregister und einen Schweizer Ansprechpartner im Streitfall. Bei einem Anbieter ohne Bewilligung fehlen alle diese Punkte. Der Schutz endet dort, wo die Schweizer Aufsicht endet.

Wie werden Gewinne von Anbietern ohne Schweizer Bewilligung besteuert?

Die Verrechnungssteuer greift dort nicht, weil der Anbieter sie nicht einbehält. Die kantonale Praxis behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen. Die Steuerberatung oder die kantonale Steuerverwaltung gibt Auskunft im konkreten Fall.

Welche Verlustlimiten müssen bei einem Schweizer Veranstalter vor der ersten Wette gesetzt werden?

Vor der ersten Teilnahme müssen Spieler Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite beträgt CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.

Was ist die Sperrliste der Gespa, und was bedeutet sie für Wettseiten aus dem Ausland?

Die Sperrliste ist die Liste ausländischer Glücksspiel-Domains, die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS blockieren. Sie ist seit dem 3. September 2019 in Betrieb und umfasste Ende 2025 671 Domains. Gesperrte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt, ein Muster, das die Gespa als Domain-Hopping bezeichnet.

Was kostet eine Wette bei einem ausländischen Anbieter mehr als bei einem Schweizer?

Der direkte Vergleich ist der Quotenschlüssel. Ein Markt mit den Quoten 1.90 und 1.90 hat rund 95,0 % Auszahlung und etwa 5,0 % Marge. Bei einem ausländischen Anbieter kann die Marge höher liegen. Der eigentliche Preis ist aber der Verlust an Schutz.

Wird E-Sport in der Schweiz je auf die Liste kommen?

Das ist offen. Die Liste wird geführt und versioniert, zuletzt mit Version 10.09.2026. Solange E-Sport nicht darauf steht, bleibt die Lage gleich. Ein Entscheid bräuchte politischen Willen, und die Sportwetten-Einnahmen der Swisslos sind zuletzt gesunken.

Zahlt Swisslos einen LoL-Gewinn automatisch aus?

Diese Frage stellt sich nicht, weil Swisslos keine LoL-Wetten anbietet. Bei den angebotenen Sportarten schreibt Swisslos Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung automatisch dem Wallet gut, darüber hinaus innert 3 Arbeitstagen auf das Konto. Gratisspielguthaben ist nicht auszahlbar.

Wie wird eine Kombi aus mehreren LoL-Spielen bewertet?

Bei einer Kombination werden die Einzelquoten multipliziert. Bei drei Voraussagen zu je 1.90 ergibt sich eine Gesamtquote von etwa 6.86. Bei abhängigen Ereignissen derselben Veranstaltung greift die Bet-Builder-Regel. Bei einem ausländischen Anbieter sind die Bedingungen massgebend.

Kann ich mein Konto bei Swisslos für LoL nutzen?

Swisslos bietet kein LoL an. Das Konto bleibt für die Sportarten der Liste nutzbar. Ein Konto bei Swisslos setzt Wohnsitz im Vertragsgebiet und eine einmalige Registrierung voraus. Wer LoL wetten will, braucht ein Konto bei einem ausländischen Anbieter.

Gibt es eine Schweizer Wette auf das Worlds-Finale?

Nein. Die League of Legends Worlds fällt als E-Sport-Turnier nicht unter die zugelassenen Sportarten. Wer auf das Turnier wetten will, findet dies nur bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Die Weltmeisterschaft ist damit kein Gegenstand des bewilligten Angebots.

Inhalt erstellt vom Team «wettbueroch»