Online MLB wetten in der Schweiz – zwei bewilligte Wege, viele Umwege

Updated Oktober 2026
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Ein weisser Baseball liegt auf rotbraunem Sand neben der Grundlinie eines leeren Stadions im warmen Abendlicht, die Ränge sind verlassen.

Stand: Oktober 30, 2026. Bewilligungen und Veranstalterangaben geprüft gegen die Gespa und die Interkantonale Geldspielaufsicht.

Die Major League Baseball (MLB) besteht aus 30 Teams, 29 aus den USA und einem aus Kanada.

Wer in der Schweiz auf Major League Baseball setzen will, trifft eine Entscheidung, die nichts mit Baseball zu tun hat. Er entscheidet, ob sein Wettschein unter dem Geldspielgesetz steht oder unter den Hausregeln eines Unternehmens, das hier keine Bewilligung hat. Alles, was danach kommt — Auszahlung, Einsprache, Sperre, Steuer — hängt an dieser einen Wahl. In der ganzen Schweiz gibt es dafür genau zwei Veranstalter mit Bewilligung: Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Kein dritter. Wer etwas anderes anbietet, tut es ohne Schweizer Bewilligung, und das ist keine Formalie, sondern der Punkt, an dem der Schutz endet.

Wie bei einer Sportart, die im Kanton Zürich um zwei Uhr morgens beginnt, ist der Anlass für diese Seite kein spektakulärer: Das Schweizer Wettprogramm für Baseball ist schmal, und das ist keine Laune der Veranstalter, sondern Folge einer Liste, die in Bern geführt wird. Diese Liste entscheidet, ob und in welcher Form «mlb wetten» hier überhaupt stattfinden darf. Was das konkret bedeutet — bei den Quoten, beim Alkoholumsatz zwischen den Innings, bei der Frage, wer am Ende die Rechnung für einen Hüftsteak-Werbevertrag zahlt —, soll diese Seite auseinandernehmen.

Die Reihenfolge ist Absicht: zuerst der Vergleich der Anbieter, weil er die praktische Frage beantwortet. Danach die Grundlagen des Spiels und der Quoten, die Rechtslage, der Spielerschutz, der Saisonkalender. Am Ende stehen die zehn Anbieter im Einzelnen, einer Rechnung wegen, die an einer einzigen Stelle des Textes steht und dort bleibt, und die Fragen, die sich beim Lesen am hartnäckigsten stellen.

Der Vergleich: zehn Namen und ein Status, der alles entscheidet

Die Tabelle ist der ehrlichste Teil dieser Seite, weil sie in der ersten Spalte nicht nach Programm sortiert, sondern nach Erlaubnis. Zwei Zeilen tragen eine Schweizer Bewilligung. Acht tragen keine. Eine Reihenfolge innerhalb der Zeilen ist keine Rangliste im Sinne von «besser»: Die Bewilligungszeilen stehen zuerst, weil ihr Angebot hier überhaupt durchsetzbar ist. Was danach kommt, ist eine Referenz für etwas, dem Schweizer Spielende tatsächlich begegnen — und das man kennen sollte, gerade wenn man es meidet.

Anbieter Bewilligungsstatus in der Schweiz Veranstalter oder gemeldete Bewilligung
Swisslos Sporttip Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel unter dem BGS (SR 935.51), Aufsicht Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel unter dem BGS (SR 935.51), Aufsicht Gespa Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne
BetLabel ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht erstellt; ohne Wirkung in der Schweiz
Sportuna ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht erstellt; ohne Wirkung in der Schweiz
Fezbet ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht erstellt; ohne Wirkung in der Schweiz
myBet ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht erstellt; ohne Wirkung in der Schweiz
Betwinner ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht erstellt; ohne Wirkung in der Schweiz
GG.BET ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht erstellt; ohne Wirkung in der Schweiz
Betclic ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht erstellt; ohne Wirkung in der Schweiz
X3Bet ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung Tobique (Kanada); ohne Wirkung in der Schweiz

Was die Tabelle nicht zeigen kann, ist die Reichweite dieser Statuszeile. Eine Bewilligung nach dem BGS gilt nur in der Schweiz und nur für das Spiel, für das sie erteilt wurde. Sie ist kein Gütesiegel für ein Unternehmen, sondern eine Erlaubnis, die an Bedingungen hängt: an eine Liste erlaubter Wettarten, an Wohnsitz im Vertragsgebiet, an eine Identitätsprüfung, an eine Spielsperre, die auch für Casinos greift. Auf der anderen Seite steht eine Bewilligung, die hier keine Wirkung entfaltet und deshalb ausserhalb jeder Schweizer Kontrolle liegt. Zwischen diesen beiden Zuständen gibt es in diesem Land nichts Drittes, und der Versuch, sich einen dritten zu bauen — «ausländische Bewilligung, aber ehrlich» — scheitert an Artikel 4 BGS.

Der praktische Unterschied zeigt sich erst, wenn etwas schiefgeht. Ein Streit über eine abgerechnete Wette hat bei einem bewilligten Veranstalter einen Adressaten in der Schweiz. Bei einem Anbieter ohne Bewilligung gibt es keinen Schweizer Adressaten, keine Aufsicht, die einschreiten müsste, und kein Register, in dem eine Sperre vermerkt wäre. Gewinne aus dem Ausland sind zudem steuerlich eine andere Geschichte, und die kantonale Praxis kann sie als volles Einkommen behandeln.

Die Auswahl der acht ausländischen Marken ist keine Empfehlung, und die gemeinsame Zeile «ohne Schweizer Bewilligung» ist keine Abwertung aus Bequemlichkeit. Sie ist der einzige Status, der sich für sie alle gleich belegen lässt. Wer dort ein Konto eröffnet, spielt nach Regeln, die dieser Seite nicht zugänglich sind und die sich jederzeit ändern können.

Grundlagen: wie MLB-Wetten aufgebaut sind und was eine Quote über Chancen sagt

Die Major League Baseball besteht aus 30 Teams, 29 aus den USA und einem aus Kanada, verteilt auf die National League und die American League mit je 15 Teams in drei Divisionen zu je fünf. Die National League wurde 1876 gegründet, die American League 1901. Diese Struktur ist nicht Kulisse, sondern das Gerüst, an dem die meisten Wettmärkte hängen: Divisionsrennen, Wild-Card-Rennen, Serienwetten in den Playoffs.

Ein aufgeschlagenes Notizbuch mit handgeschriebenen Notizen und ein Bleistift liegen auf einem Holztisch neben einem abgegriffenen Baseballhandschuh.
In der MLB bestreitet jedes Team in der Hauptrunde 162 Spiele; die National League wurde 1876 gegründet, die American League 1901.

162 Spiele, und was das für den Wettschein bedeutet

In der Hauptrunde bestreitet jedes Team 162 Spiele. Das ist die längste Reguläre Saison im professionellen Mannschaftssport der USA, und für Wetten heisst es vor allem eines: Fast jeden Tag steht ein Programm an, sechs Monate lang. Wer auf die ganze Saison setzen will, kann das tun — aber die meisten Wetten sind Einzelspiele, und dort liegt die Schwierigkeit nicht im Angebot, sondern in der Quote.

Baseball ist dafür bekannt, dass ein einzelnes Spiel wenig vorhersagbar ist. Ein Werfer, der sechs Innings lang alles trifft, verliert das Spiel in der siebten, weil zwei Schläger den Ball über die Mauer bringen. Genau deshalb bewegen sich die Quoten in diesem Sport in einem engen Band, und genau deshalb ist die Marge hier besonders wichtig: Wo die Chancen nah beieinander liegen, frisst der Aufschlag des Veranstalters einen grösseren Anteil des Einsatzes.

Die Quotenrechnung, an einem Beispiel, das keines ist

Ein Zwei-Weg-Markt mit Quoten von 1.90 und 1.90 ist kein Angebot dieser Seite und kein Zitat eines Veranstalters, sondern die sauberste Art, den Mechanismus zu zeigen. Der Auszahlungsschlüssel einer solchen Quote liegt bei 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 95,24 Prozent der Einsätze, die dieser Markt zurückzahlt. Die Marge ist die Differenz zu 100 Prozent, also rund 4,8 Prozent.

Wer wissen will, was das heisst, soll es sich an einem Einsatz von CHF 100 vergegenwärtigen: Von 100 Franken, die auf diesen Markt fliessen, gehen rund 4,80 Franken an den Veranstalter, bevor ein einziges Spiel ausgegangen ist. Das ist der Preis des Wettscheins, und er fällt unabhängig vom Ausgang an. Der genaue Wert liegt je nach Markt und Veranstalter zwischen etwa 4 und 6 Prozent — die Spanne ist die Aussage, nicht eine Zahl. Zwei-Weg-Märkte wie Baseball-Serien stehen meist am schmalen Ende, weil weniger Ergebnisse abzudecken sind; Kombinationen mit mehreren Voraussagen können deutlich darüber liegen, weil die Margen der Einzelmärkte sich über die Gesamtquote multiplizieren. Das ist eine statistische Einordnung über viele Wetten, keine Vorhersage für eine einzelne. Eine Quote sagt nichts darüber, wer gewinnt — sie sagt nur, wie viel ein Einsatz im Gewinnfall zurückbringt.

Für die Sporttip-Wette ist die Abrechnung im Übrigen genau geregelt: Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote als Produkt der Einzelquoten, wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Bei einem Einsatz von CHF 100 auf eine Quote von 1.90 steht am Ende also 190,00 — vor der Rundung, die bei krummen Beträgen die zweite Nachkommastelle frisst. Es sind Rappen, aber es sind die Rappen des Spielenden.

Was ein Bonus wert ist und was er verlangt

Quotenboosts bei Sporttip gelten ausschliesslich online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Das Wort «Boost» klingt nach geschenktem Geld; die drei Bedingungen daneben sind es nicht. Ein Boost, der beim Ausstieg verfällt, ist eine Wette darauf, dass man nicht aussteigt.

Der Kombiboost bei Sporttip gilt nur online, für Prematch, Live und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen, wobei Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert sind. Fünfzehn Spiele mit je mindestens 1.50 in einer Kombination sind rechnerisch ein Gesamtquote im vierstelligen Bereich — und genau deshalb limitiert der Veranstalter Einsatz und Erhöhung. Der Prozentsatz ist die Schlagzeile, das Limit ist die Bedingung.

Wer Gratisspielguthaben oder Freiwetten sucht, findet sie in der Schweiz nur dort, wo die Gespa vorher zugestimmt hat. Freie Spiele und Gratisguthaben brauchen diese Zustimmung nach Artikel 75 Absatz 2 BGS; 2025 gab es 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Beträge und Bedingungen stehen allein in den jeweiligen Bedingungen des Veranstalters. Das ist eine enge Regulierung, und sie erklärt, warum das Schweizer Bonusangebot neben dem ausländischen bescheiden wirkt: Es darf nicht lauter sein als erlaubt.

Rechtslage in der Schweiz: was die Bewilligung erlaubt und was sie ausschliesst

Online-Sportwetten sind ein Grossspiel unter dem Geldspielgesetz, das am 1. Januar 2019 in Kraft trat. Zuständige Aufsicht ist die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht in Bern; nicht die ESBK, die nur Casinos beaufsichtigt. Eine Bewilligung braucht zweierlei — eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung je Spiel — und sie gilt nur in der Schweiz.

Ein Smartphone mit dunklem Bildschirm liegt auf einem hellen Schreibtisch neben einer Tasse, durch das Fenster dahinter sieht man eine Bergkette.
Seit 2022 spielen in der MLB-Postseason zwölf Teams: sechs Divisionssieger und drei weitere Teams je Liga.

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Wer auf Baseball setzen darf, steht deshalb nicht in einem langen Register, sondern in einem Satz: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Es gibt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine gibt. Die Gespa veröffentlicht in diesem Bereich nur eines: die Sperrliste der ausländischen Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren.

Die beiden Veranstalter teilen das Land unter sich auf. Sporttip wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt; zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Wer im Vertragsgebiet des einen wohnt, hat beim anderen keinen Zugang. Ein Online-Konto setzt nach Artikel 47 Absatz 3 VGS Wohnsitz in der Schweiz voraus, in der Praxis also im Gebiet des jeweiligen Veranstalters.

Das ist der Punkt, an dem die Consequence dieser Seite am härtesten zuschlägt: Ein Wohnsitz in Zürich und ein Interesse an Jouez Sport passen nicht zusammen, und kein Ausweisdokument ändert das. Umgekehrt gilt dasselbe. Für die Auswahl des Anbieters bleibt damit oft gar keine Wahl — die Adresse entscheidet.

Die geschlossene Liste: was gesetzt werden darf und was nicht

Der zulässige Inhalt ist keine offene Fläche, sondern eine Liste: die von der Gespa geführte Aufstellung der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten in der Version vom 10. September 2026, gestützt auf Artikel 25 BGS und Artikel 29 VGS. Sie ist das Nachschlagewerk für jede Frage nach einem konkreten Angebot.

Die Liste hat Ecken und Kanten, die man kennen sollte. Qualifikationsrunden stehen nur darauf, wenn sie ausdrücklich aufgeführt sind. Frauenwettbewerbe ebenfalls nur, wenn sie aufgeführt sind. Ranglistenwetten sind nur zulässig, wenn die Rangierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettkampf oder über das Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe sind ausgeschlossen. Eckball- und Kartenmärkte fehlen ebenso wie ein Esport-Abschnitt. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ohnehin gesperrt.

Für Baseball heisst das: Ob ein bestimmter Markt buchbar ist, entscheidet sich nicht im Wettprogramm, sondern in dieser Liste. Wer wissen will, ob ein Angebot zulässig ist, prüft dort — nicht die Werbeseite, die Liste. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind generell nicht erlaubt, weil nur Sportereignisse Gegenstand sein dürfen.

Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, soweit der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hat. Das BGS beschränkt Live-Märkte nicht auf bestimmte Typen. Cash-Out ist gesetzlich nicht geregelt und deshalb allein eine Funktion des jeweiligen Veranstalters.

Was eine ausländische Bewilligung hier bedeutet: nichts

Eine Bewilligung aus Curaçao, Malta, Deutschland oder irgendeinem anderen Land hat in der Schweiz keine Wirkung. Das steht so im Gesetz, und es ist keine Auslegungsfrage. Wer Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung veranstaltet, macht sich strafbar: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre. Der Spielende wird nicht bestraft. Das ist die gute Nachricht und gleichzeitig die Grenze ihres Werts.

Denn ohne Bewilligung fehlt jede Schweizer Durchsetzung: kein Anschluss an das Sperrregister, keine Aufsicht, die eine Beschwerde aufnimmt, keine Fair-Play-Kontrolle. Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und Gewinne aus ausländischen Grossspielen behandelt die kantonale Steuerpraxis unterschiedlich — Thurgau etwa als volles Einkommen, unabhängig von der Höhe. Wer hier mitspielt, spielt ohne Netz.

Die Sperrliste ist die Antwort des Gesetzgebers darauf, und sie funktioniert nach dem Prinzip Nachlauf: Die Gespa veröffentlicht ausländische Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren; die erste Liste datiert vom 3. September 2019, Ende 2025 standen 671 Domains darauf. Blockierte Domains werden aber innerhalb von Stunden ersetzt — die Aufsicht nennt dieses Vorgehen Domain-Hopping und nennt Interwetten und Bet-at-Home als Beispiele, während bet365 auf der Liste steht. Eine Sperrliste, die einem Domainwechsel hinterherläuft, ist ein Filter, kein Zaun.

Und was die Zahlungsseite betrifft: In der Schweiz gibt es kein Instrument, mit dem Banken oder Kartennetzwerke Zahlungen an unbewilligte Wettseiten sperren. Wer behauptet, das Konto sei ohnehin sicher, weil die Zahlung ja scheitern müsse, erzählt eine Geschichte, die dieses Land nicht kennt.

Spielerschutz: Limiten, die vor der ersten Wette stehen, und eine Sperre, die hält

Die Limiten sind in der Schweiz nicht Sache des Staates, sondern des Spielenden. Der Veranstalter muss einen oder mehrere Höchstwerte für Tages-, Wochen- oder Monatseinsätze oder -verluste verlangen. Ein gesetzlicher, fest eingestellter Einzahlungsdeckel existiert nicht. Wie hoch die Limite ist, entscheidet also der Spielende selbst — was grosszügig klingt und in der Praxis bedeutet, dass die Zahl, die schützt, die Zahl ist, die man in einem nüchternen Moment gesetzt hat.

Bei Swisslos läuft es konkret so: Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Die Statistik gibt 24 Stunden für die Erhöhung vor; die beiden Veranstalter wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Die Differenz ist kein Detail — sie ist die Frist, in der ein impulsiver Entschluss sich noch überlegen kann.

Die Spielsperre und das Register

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Das ist die stärkste Massnahme des Schweizer Systems: Wer sich hier sperren lässt, sperrt sich nicht bei einem Anbieter, sondern im ganzen Markt. Eine freiwillige Sperre lässt sich erst nach drei Monaten aufheben, und eine Fachstelle ist daran beteiligt. Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden.

Die Kehrseite ist unspektakulär und wichtig: Ausgeschlossene oder minderjährige Spielende haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne. Wer trotz laufender Sperre einen Weg findet, verliert nicht nur das Spiel.

Dass solche Regeln nötig sind, zeigt eine Zahl, die man selten in einer Werbebroschüre findet: Bei Testkäufen der Gespa im Jahr 2025 wurde an Verkaufsstellen von 200 Fällen in 47.5 Prozent der Fälle eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer Verkaufsstellen als besonders kontrolliert beschreibt, beschreibt eine Idee, nicht die geprüfte Wirklichkeit. Der Online-Zugang ist strenger — ab 18 Jahren, eine Identitätsprüfung, ein Konto pro Person, Wohnsitz im Vertragsgebiet.

Bei der Registrierung braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet, es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Und weil Wetteinsätze kein Kredit sind: Ein Kredit an Spielende ist nach Artikel 75 Absatz 1 BGS nicht zulässig.

Auszahlungen laufen nach Artikel 50 Absatz 2 VGS nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers. Anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Wettangebot nicht. Welche Zahlungsmarken ein Veranstalter akzeptiert, ist dessen eigene Sache und steht in seinen Bedingungen.

Die Steuer gehört zum Spielerschutz nur am Rand, aber sie gehört zur Rechnung. Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen — die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich — sind bis zum Steuerfreibetrag je Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Der Bundesbetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 und lag 2025 bei CHF 1’070’400; der kantonale Freibetrag weicht davon je nach Kanton ab. Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt wird. Für einen typischen Wettenden liegt der Gewinn weit darunter: keine Einkommenssteuer, keine Verrechnungssteuer. Eine Wettsteuer auf Einsätze gibt es nicht. Das sind allgemeine Hinweise, kein Steuerrat — für den eigenen Fall ist eine Steuerberaterin oder die kantonale Steuerverwaltung die richtige Adresse.

Der Saisonkalender: wann Wetten überhaupt auf dem Programm stehen

Der Spielplan der Saison bestimmt, wann Wetten möglich sind, und er ist der Grund, warum diese Seite keine Tipps gibt, sondern einen Zeitplan. Seit 2022 spielen in der Postseason zwölf Teams: sechs Divisionssieger und drei weitere Teams je Liga. Die beiden bestplatzierten Teams jeder Liga sind für die Wild-Card-Runde gesetzt, die im Modus Best of three gespielt wird. Danach folgen die Division Series, die Championship Series und die World Series.

Die Championship Series werden im Modus Best of seven gespielt, erstmals 1969. Die World Series wurde 1903 erstmals als Best of nine ausgetragen und wird heute im Modus Best of seven gespielt. Für Serienwetten ist dieser Modus keine Formalie, sondern die ganze Struktur: Eine Serie über sieben Spiele ist kein Spiel mit siebenfachem Gewicht, sondern eine Abfolge, in der jedes einzelne Ergebnis die Quote der Serie verändert. Wer eine Serienwette vor dem ersten Spiel platziert, wettet auf eine Mannschaft, die vier Spiele gewinnen muss; wer nach zwei Niederlagen nachsetzt, findet eine andere Quote vor, weil die Lage eine andere ist. Die Serie belohnt nicht den Mut, sondern die Rechnung.

Wer im Kopf behält, wann diese Runden stattfinden, weiss auch, wann sich ein Blick in die Gespa-Liste lohnt: Ein Markt auf eine Serie setzt voraus, dass Serienwetten als Wettart aufgeführt sind.

Was die Verlängerung betrifft, hält Sporttip es generell: Die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Beim Baseball mit seinen extra Innings ist das die Bedingung, die man vor dem Abschluss liest, nicht danach.

Der Rekordhalter unter den Serien sind die New York Yankees mit 27 Titeln. Die World Series 2025 gewannen die Los Angeles Dodgers mit 4:3 gegen die Toronto Blue Jays; die Serie lief vom 24. Oktober bis zum 1. November 2025 im Rogers Centre in Toronto und im Dodger Stadium in Los Angeles. Im siebten Spiel gewannen die Dodgers 5:4 nach 11 Innings, Yoshinobu Yamamoto wurde zum wertvollsten Spieler der Serie gewählt, und die Dodgers waren seit 2000 das erste Team mit zwei Titeln in Folge. Es war ihr neunter Titel. Diese Zahlen sind nicht Zierde, sondern der Masstab für die Erwartungen, die an eine Quote gestellt werden — und die Erinnerung daran, dass der Favorit der Vorsaison kein Marktargument für die nächste ist.

Die zehn Anbieter im Einzelnen

Die Reihenfolge folgt der Erlaubnis, nicht der Vorliebe. Jede Bewertung nennt die Marke und das, was sie in diesem Vergleich ausmacht.

Swisslos Sporttip: der Veranstalter mit Vertragsgebiet und Limiten ab der ersten Wette

Swisslos hat seinen Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019; die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Die Bewilligung ist eine Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel unter dem BGS mit der Gespa als Aufsicht.

Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Das ist die praktischste Zahl dieser Seite: Wer im Baseball gewohnt ist, Einsätze mit vier Stellen zu planen, stösst hier auf eine Wand, und die Wand ist Bedingung, nicht Versehen.

Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Die Botschaft ist ungewöhnlich offen formuliert: Der Ausstieg kostet Geld, und der Veranstalter behält sich vor, ihn nicht anzubieten. Wer eine Wette mit Cash-Out-Plan abschliesst, plant mit einer Option, die keine Zusage ist.

Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00; in spielentscheidenden Situationen kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert; nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.

Ein Online-Konto steht nur Personen offen, die im Vertragsgebiet wohnen: in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein.

Und dann ist da das Geld, das den Kantonen zugute kommt. Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio.: CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz, für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe. Aus den Sportwetten stammten davon CHF 109 Mio., nach CHF 122 Mio. im Vorjahr. Die Zahl ist der ehrlichste Grund für dieses Monopol und gleichzeitig ein Beleg, dass Budgetoptimierung im Lotteriegeschäft angekommen ist: CHF 13 Mio. weniger aus dem Sportwettengeschäft sind kein Randnotizbetrag, sondern ein Ausdruck davon, wie sich das Produkt verändert.

Die Bewertung: Sporttip ist der Anbieter, dessen Angebot an Baseball faktisch am schmalsten von allen ist — was nicht an Swisslos liegt, sondern an der Liste, unter der er arbeitet. Wer hier spielt, kauft die engste Aufsicht und die härtesten Limiten des Vergleichs. Für einen Wettenden mit Wohnsitz im Vertragsgebiet ist das die einzige Fassung von «mlb wetten», die vor einem Schweizer Gericht Bestand hat. Für einen, der sein Wetterspiel frei gestalten will, ist es die falsche Adresse, und die CHF 1’000 Obergrenze ist die Zusage, die das früh klarstellt.

Loterie Romande Jouez Sport: derselbe Rahmen, ein anderes Landesteil

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Ihre Kontaktadresse ist Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne, sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Die Bewilligung ist dieselbe Form wie bei Swisslos: Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel unter dem BGS, Aufsicht durch die Gespa, Veranstalterin ist die Société de la Loterie de la Suisse Romande.

Zwei Dinge folgen daraus. Erstens: Wer im Genferseegebiet wohnt, hat mit Swisslos nichts zu tun, sondern findet sein Gegenstück in einem Produkt, dessen Vertriebsnetz auf Weinbaugebiete und Kantonshauptorte zugeschnitten ist. Zweitens: Die Aufteilung ist keine Marktaufteilung im Wettbewerbssinn. Die beiden Veranstalter konkurrieren nicht miteinander, weil sie sich geografisch nicht überschneiden. Der Vergleich zwischen ihnen ist deshalb ein Vergleich von zwei Regimen mit gleichen Regeln und unterschiedlicher Kundschaft, nicht von zwei Firmen, die um dieselbe Wette buhlen.

Die Bewertung: Jouez Sport ist für Westschweizer die einzige Fassung der Schweizer Bewilligungslösung, und derselbe Rahmen, der Sporttip eng macht, macht auch Jouez Sport eng. Wer aus Genf auf das Produkt von Swisslos ausweichen wollte, würde am Wohnsitz scheitern — die Adresse entscheidet, nicht das Programm.

BetLabel: eine ausländische Marke, die nichts Schweizerisches trägt

BetLabel hat keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen Sportwetten in der Schweiz anbieten; eine ausländische Bewilligung, so sie denn besteht, hat hier keine Kraft. BetLabel ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, und es gibt keine Schweizer Beschwerdemöglichkeit; die Domain kann auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und per DNS blockiert werden. Erreichbar ist die Seite damit faktisch im Wechsel: Die Aufsicht ersetzt blockierte Domains innerhalb von Stunden, und die Anbieter wechseln mit.

Die Bewertung: Was bei BetLabel fehlt, lässt sich nicht durch Produktmerkmale ausgleichen — es geht kein Schweizer Weg hinein und keiner hinaus. Wer dort spielt, sollte wissen, wessen Regeln dann gelten: die des Anbieters.

Sportuna: dieselbe Ausgangslage, kein Sonderfall

Sportuna trägt keine Schweizer Bewilligung. Der Status ist der der Gruppe: nicht bewilligt, nicht ans Sperrregister angeschlossen, ohne Schweizer Rechtsschutz, auf der Sperrliste führbar. Das ist keine Einstufung, sondern schlicht das, was fehlt.

Die Bewertung: Sportuna steht hier als Name für ein Modell, das sich mit jedem Anbieter dieser Gruppe wiederholt. Wer über einen Zugang nachdenkt, sollte die Frage vor der Anmeldung stellen und nicht nach dem ersten Streit.

Fezbet: der Name ändert die Rechtslage nicht

Fezbet hat keine Schweizer Bewilligung. Es gelten die Grenzen, die für alle acht ausländischen Marken gelten: keine Bewilligung nach BGS, kein Anschluss an das Register ausgeschlossener Personen, keine Schweizer Aufsicht, keine Schweizer Beschwerde, und eine Domain, die gesperrt werden kann.

Die Bewertung: Die Marke ist austauschbar, die Konsequenz nicht. Wer sein Geld ohne die Möglichkeit einer Schweizer Einsprache parkt, hat die Bequemlichkeit gekauft und die Nachverfolgung verkauft.

myBet: Bewilligungsfreiheit ist nicht Straffreiheit

myBet hat keine Schweizer Bewilligung; wer ohne Bewilligung Wetten veranstaltet, macht sich nach Artikel 130 BGS strafbar, bis zu drei Jahren beziehungsweise fünf bei gewerbsmässigem Betrieb. Diese Strafbarkeit trifft den Anbieter, nicht den Spielenden.

Die Bewertung: Das ist der Punkt, an dem das Modell für den Spielenden am teuersten wird. Der Spielende trägt kein Strafrisiko, aber er trägt das Verfahrensrisiko.

Betwinner: ein Kontomodell, das keinen Schweizer Anker hat

Betwinner läuft ohne Schweizer Bewilligung und damit ausserhalb der Schweizer Aufsicht. Anschluss an das Sperrregister: keiner. Schweizer Rechtsschutz: keiner. Die Domain ist für die Sperrliste offen.

Die Bewertung: Wer bei Betwinner spielt, entscheidet sich für Anbieterregeln statt Gesetzesregeln. Das kann jahrelang unauffällig funktionieren. Es ist die Auffälligkeit, die man nicht bestellen kann.

GG.BET: ohne Registeranschluss, mit Verrechnungssteuerfrage

GG.BET hat keine Schweizer Bewilligung. Wer dort gewinnt, hat es mit einem Gewinn aus einem ausländischen Grossspiel zu tun: keine Verrechnungssteuer, dafür eine kantonale Steuerpraxis, die — wie Thurgau — solche Gewinne unabhängig von der Höhe als Einkommen behandeln kann.

Die Bewertung: Der fehlende Registeranschluss ist das eine; die steuerliche Behandlung ist das andere, und sie wird meist übersehen. Bei einem grossen Gewinn entscheidet sie über mehr als die Marge.

Betclic: eine Marke ohne Schweizer Bewilligung

Betclic trägt keine Schweizer Bewilligung. Der Status ist der der Gruppe: nicht bewilligt, kein Registeranschluss, kein Schweizer Rechtsschutz, Sperrliste möglich.

Die Bewertung: Eine bekannte Marke ist kein bewilligter Veranstalter. Bekanntheit hilft bei der Zahlungsabwicklung und bei nichts davon.

X3Bet: eine gemeldete Bewilligung, die in der Schweiz nichts gilt

X3Bet hat keine Schweizer Bewilligung; als Bewilligung wird häufig Tobique in Kanada angeführt. Diese Bewilligung hat laut Artikel 4 BGS keine Wirkung in der Schweiz. Kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz, Sperrliste möglich.

Die Bewertung: Eine Bewilligung, die in einem anderen Land gilt, schützt einen Streit in diesem nicht. Der Wert dieser Zeile liegt darin, dass sie zeigt, wie die Angabe verwendet wird — als Nachweis von Seriosität an einer Stelle, an der sie keine ist.

Was vom Wettschein übrig bleibt, wenn es darauf ankommt

Zwei Dinge sind auf dieser Seite immer wieder aufgetaucht, und es lohnt sich, sie an einer Stelle zusammenzuführen.

Die Marge ist der stille Preis, der in jeder Quote steckt. Bei einem Zwei-Weg-Markt mit Quoten von 1.90 und 1.90 liegt der Auszahlungsschlüssel bei rund 95,24 Prozent und die Marge bei rund 4,8 Prozent — je nach Markt und Veranstalter eine Spanne von etwa 4 bis 6 Prozent. Bei einem Einsatz von CHF 100 sind das ungefähr 4,80 Franken, bevor ein Ball geworfen wurde. Diese Zahl erscheint in keiner Werbung, und sie ist trotzdem wichtiger als jede Quote, die auf einer Startseite steht, weil sie bei jeder einzelnen Wette anfällt und nicht nur bei der verlorenen. Wer Wetten als Unterhaltung mit einem kleinen Einsatz pro Tag betreibt, merkt sie kaum. Wer Kombinationen mit hohen Gesamtquoten baut, merkt sie stärker, als der Prozentsatz der Einzelmärkte verrät.

Die Bewilligung ist der stille Filter, der bestimmt, was überhaupt auf dem Zettel stehen kann. Sie erklärt, warum es hier nur zwei Anbieter gibt, warum das Baseball-Programm schmal sein kann, warum ein Wohnsitz in Zürich Jouez Sport ausschliesst, warum CHF 1’000 die Obergrenze einer Einzelwette ist und warum eine Sperre hier mehr bewirkt als anderswo. Wer die beiden Dinge zusammendenkt, versteht, warum diese Seite keine Empfehlung im Sinne einer Rangliste abgibt: Die Auswahl ist in der Schweiz nicht gross genug für eine Rangliste. Es gibt die zwei bewilligten Wege, und daneben gibt es alles, was keine Bewilligung hat.

Für den praktischen Umgang heisst das: Vor der ersten Wette gehören die Limiten gesetzt, die Spielsperre gehört gekannt, und der Markt gehört gegen die Gespa-Liste geprüft, wenn ein Angebot nicht aus einem bewilligten Wettprogramm stammt. Wer das tut, hat die drei Fragen beantwortet, die diese Seite beantworten kann. Wer wetten will und auf wen, steht nicht darunter, weil es niemand wissen kann.

Häufige Fragen zu MLB-Wetten in der Schweiz

Darf man von der Schweiz aus auf Spiele der Major League Baseball wetten?

Ja, aber nur über die beiden Veranstalter mit Bewilligung — Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport — und nur auf Ereignisse und Wettarten, die auf der Liste der Gespa stehen. Ein Online-Konto setzt Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet voraus. Ob ein bestimmter Baseball-Markt enthalten ist, prüft man dort.

Wer darf in der Schweiz Sportwetten anbieten, und wo findet man die Liste der erlaubten Wettarten?

Nur Veranstalter mit Veranstalter- und Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz. Die Kantone haben deren Zahl auf zwei begrenzt: Swisslos und die Loterie Romande. Die Aufsicht Gespa führt die Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten in der Version vom 10. September 2026 sowie die Sperrliste blockierter ausländischer Domains.

Wie berechnet sich der Gewinn einer Wette aus Einsatz und Quote?

Gewinnbetrag gleich Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote als Produkt der Einzelquoten. Bei Sporttip wird das Ergebnis zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Ein Einsatz von CHF 100 auf Quote 1.90 ergibt rechnerisch 190,00 Franken.

Was bedeutet der Modus Best of seven in den Playoff-Serien für Serienwetten?

Championship Series und World Series werden über sieben Spiele entschieden, wer zuerst vier gewinnt, steht weiter. Die Wild-Card-Runde läuft als Best of three. Für eine Serienwette heisst das: Jedes Einzelresultat verändert die Quote der Serie, weil die Ausgangslage sich verschiebt. Die Serie ist ein Pfad, kein einzelnes Spiel.

Welche Verlustlimiten gelten vor der ersten Wette, und was bewirkt die Spielsperre?

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme sind Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage zu setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 unter 21 Jahren. Senken gilt sofort, Erhöhen erst nach 72 Stunden. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos und in Liechtenstein.

Wie wird ein Gewinn besteuert, und was bedeutet der Steuerfreibetrag je nach Kanton?

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Freibetrag je Einzelgewinn steuerfrei. Der Bundesbetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000. Der kantonale Freibetrag weicht je nach Kanton ab. Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt wird.

Inhalt erstellt vom Team «wettbueroch»